Fehlende Ladesäulen im Osten

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

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meinereinerbln hat geschrieben: Alleine die von mir beschriebene Situation in Schwedt/Oder treibt die Ladesäulendichte in der Uckermark schon auf über 1,0 pro 10.000 EW und beschönigt die Statistik für die Uckermark ein wenig
ist richtig, dieser Effekt tritt anderswo in Deutschland aber genauso auf.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.
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Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

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Es ist wirklich nicht einfach hier im Osten, die Leute schauen ein an, als kommt man vom anderen Stern. Es beschäftigt sich auch kaum jemand mit dem Thema, wenn man die Leute auf E- Autos anspricht, kennt man nur Tesla und das die mega teuer sind und es sich nie durchsetzt wird. Das Thema ist auch immer die Reichweite, auch wenn man täglich nur 3 km auf Arbeit fährt. Ich bin gespannt, wie sich das hier alle weiterentwickeln wird.

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

Helfried
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SüdSchwabe hat geschrieben: Wie gesagt: Es ist nicht die Aufgabe einer Kommune, Ladeinfrastruktur auf zu bauen.
Das sehe ich anders. Eine Ladesäule ist ein Mittelding zwischen Straßenlaterne und Parkplatz. Beides erstellt die öffentliche Hand. Eine Ladesäule steht logisch gesehen dazwischen, also sollen die Stadtväter gefälligst etwas tun.

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

Strombaer
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Für mich ist es hier im "Osten" sehr einfach. Mich schaut hier auch niemand anders an als im "Westen","Norden" oder gar "Süden".
Die Infrastruktur der Ladesäulen könnte immer besser sein, aber "Jonitieh" wird bestimmt bald nachrüsten oder ?
In Berlin ( liegt sehr weit im Osten) gibt es z.B. in einigen Ecken alle 500 M einen Triplelader. Also entweder alle 50 KM einen Lydl oder Caufland an der Autobahn eröffnen und mit Triplelader ausrüsten oder "Jonitieh" kommt mal aus dem Quark.

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

rockfred
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Ich komme aus dem Barnim, wohne also zwischen Berlin und Schwedt/Oder. Auch hier wurde viel gemacht und die Kreiswerke Barnim haben da im letzten Jahr auch einiges erreicht. Über eine Beteiligungsgesellschaft wurde ein E-Car-sharing etabliert. In erster Linie nutzt das die Verwaltung und in den ungenutzten Zeiten kann jeder so ein Auto mieten. Dazu wurde auch Ladeinfrastruktur geschaffen. Es könnte sicher besser sein, aber auch viel schlimmer. Und ich habe das Gefühl, dass hier auch etwas passiert.

Wenn aber jemand durch das Land fahren will, bringen ihm die vielen AC-Lader auch nichts. Es fehlt hier wirklich an Schnelladern. An der A11 gibt es zwei in Bernau/Panketal, einen in Finowfurt bei Eberswalde und dann noch einen in Gramzow bei Schwedt/Prenzlau. Gut verteilt, aber alles nur einzelne Triple, wenn die Besetzt sind muss man warten. Das ist nicht optimal.

Aus Berliner Sicht fehlen erstmal Schnellladeparks rund um den Berliner Ring, da geht es ja jetzt los (IONITY Am Fichtenplan Nord). Darüber hinaus an alles abgehenden Autobahnen. An der A24 ist Fastned in Wittstock, aber auch nur zwei HPC und einen Triple. Da ist der Osten eine weiße Stelle auf der Karte.

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

Nachbars Lumpi
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Das ist doch nicht nur im Osten so. Wir haben hier im Kreis, der im Speckguertel einer der wirtschaftlich staerksten Metropole in Deutschland liegt, gerade mal 1,23 Ladesaeulen pro 10.000 Einwohner.
Ich sehe pro Tag mindestens 5 BEV, Tendenz eher 8-10. Davon sind mindestens 2, die ich vorher noch nicht gesehen habe. 90% derer haben das Kennzeichen des Landkreises.

An fast jeder Saeule, egal ob kostenlos oder mit Parkgebuehren verbunden haengt ein BEV. Es gibt im Kreis gerade mal zwei Schnelllader, einen bei Aldi und einen bei einem Nissanhaendler. Der bei Aldi liefert nur 20kW und der beim Autohaendler hat kein CCS (nur Chademo und AC).

In Sachen verfuegbares Durchschnittseinkommen liegt der Landkreis fast in der Top 5 in Deutschland. Selbst hier sieht man keinen Businesscase. Es ist ein Armutszeugnis. Ich habe mir mehrere Jahre den Mund bei den Verantwortlichen fusselig geredet. Aber es passiert NICHTS!

Die Gemeinden, der Kreis, Energieversorger, Stadtwerke, etc sehen sich alle nicht verantwortlich etwas zu aendern.

Der Tag an dem sich im regionalen Bereich was aendern wird ist der, wenn der Landrat eines Kreises selbst auf ein Elektroauto wechselt. Bis dahin wird von allen Seiten gemauert.

Dabei ist es egal ob Ost oder West, Nord oder Sued....
&Charge: Online shoppen und kostenlos das Auto aufladen. https://and-charge.com/#/invite-friends?code=ZGZRKM

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

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Halten wir fest: Es liegt nicht an Ost oder West (Politisch ein Kapitel das eh schon lange hinter uns liegt) sondern daran, wo es Akteure und Mittel gibt bzw. Mittel beschafft werden.
Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX
Emobility East - Beratung und Verkauf zu Elektromobilität & Smarthome http://www.emobility-east.de
PV, Speicher zu Hause + Mitbegründer Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

Blueskin
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nr.21 hat geschrieben: In Meckpomm und Sachsen-Anhalt ist der Anteil der BEVs am Fahrzeugbestand deutlich unter 1 %. Spitzenreiter is HH mit fast 3 %.
Daraus kann man schon ziemlich klar das Dilemma ablesen.
Auf dieser Webseite kann man das sehr schön sehen:

https://www.foederal-erneuerbar.de/land ... /#goto_533
Herzlichen Dank für den interessanten Link!

Allerdings - sofern ich das nicht verpeile - werden dort die BEV je 1.000 (!) Fahrzeuge genannt.
Die Zahlen stellen also keine Prozentwerte dar, sondern nur Promille!
Also in MVP 0,78 je Tausend ; also sogar nur 0,078% und in HH auch nicht mehr als 0,28%.
(Unser Saarland liegt übrigens bei 0,1 %, also ganze 700 Exemplare.... auch nicht viel mehr als am anderen Ende der Republik )
Zuletzt geändert von Blueskin am Mi 6. Nov 2019, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

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Helfried hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: Wie gesagt: Es ist nicht die Aufgabe einer Kommune, Ladeinfrastruktur auf zu bauen.
Das sehe ich anders. Eine Ladesäule ist ein Mittelding zwischen Straßenlaterne und Parkplatz. Beides erstellt die öffentliche Hand. Eine Ladesäule steht logisch gesehen dazwischen, also sollen die Stadtväter gefälligst etwas tun.
Würdest Du es in der Verantwortung einer Kommune sehen, eine Tankstelle zu betreiben?
Nein?
Eben.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Fehlende Ladesäulen im Osten

nr.21
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Blueskin hat geschrieben:
nr.21 hat geschrieben: In Meckpomm und Sachsen-Anhalt ist der Anteil der BEVs am Fahrzeugbestand deutlich unter 1 %. Spitzenreiter is HH mit fast 3 %.
Daraus kann man schon ziemlich klar das Dilemma ablesen.
Auf dieser Webseite kann man das sehr schön sehen:

https://www.foederal-erneuerbar.de/land ... /#goto_533
Herzlichen Dank für den interessanten Link!

Allerdings - sofern ich das nicht verpeile - werden dort die BEV je 1.000 (!) Fahrzeuge genannt.
Die Zahlen stellen also keine Prozentwerte dar, sondern nur Promille!
Also in MVP 0,78 je Tausend ; also sogar nur 0,078% und in HH auch nicht mehr als 0,28%.
(Unser Saarland liegt übrigens bei 0,1 %, also ganze 700 Exemplare.... auch nicht viel mehr als am anderen Ende der Republik )
Ja, Du hast recht. Kam mir auch ziemlich viel vor. In ganz Meckpomm nur gut 600 BEVs.
Man bräuchte für dieses Thema eine eigene Promilletaste am Computer
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