1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

zoppotrump
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Mad hat geschrieben:
Ich finde, wie es jetzt ist, ist es ideal.
Klar, man muss sich Ladekarten beantragen und nach einem passenden Tarif schauen, aber viele machen das mit Ihrem Strom-, Gas-, Autoversicherungstarif genauso und wechseln sogar jährlich um Geld zu sparen, wieso sollte man dann in die Reihe nicht auch die Ladekarte fürs E-Auto aufnehmen?
Ideal ist übertrieben solange es sein kann, dass ich eine Säule anfahre und sie dann nicht freischalten kann, weil ich nicht das richtige Zahlungsmittel besitze.
Das ist doch viel schlimmer als eine eine Tankstelle zu kommen und dann zwei Euro mehr zu bezahlen als gestern.

Zudem finde ich, dass der Vergleich mit dem Strom- und Gastarif hinkt. Solche Tarife mache ich 1x im Jahr oder gar alle X Jahre. Wohingegen ich beim Ladeanbieter mehrere Anbieter brauche und sich diese an zig Ladesäulen anders darstellen. Das wäre in etwa so, als ob ich im Wohnzimmer die Steckdose mit A freischalten muss, in der Küche mit B und im Bad ist zwischen mir und dem Anbieter C noch ein Roaming dazwischen.
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

ubit
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Dazu kommt dann das Problem der "Grenzüberschreitung". Mit dem e-Up liegen die Niederlande, Belgien und Frankreich in Schlagdistanz. Wenn ich da dann mal tatsächlich hin möchte, stehe ich zusätzlich vor einer Sprachbarriere. Ad-Hoc an der Ladesäule ist dann problematisch und die Apps vieler Anbieter gibt es nur in Landessprache. An der Tankstelle im Ausland muss ich nur tanken und dem Kassierer meine Karte hinhalten - das klappt notfalls komplett ohne "Sprache".

Ciao, Udo
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Dann stehst Du aber beim Tanken erst einmal dumm da, weil kein Benzin geliefert wird - meistens muss man in Benelux nämlich mit Karte an der Zapfsäule zahlen. (Genau so stelle ich mir das übrigens für die Zukunft vor: ein zentrales Zahlterminal für vielleicht 10 Ladesäulen an einem Standort, an dem man mit Kreditkarte die Ladung freischaltet.)
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

ubit
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Wenn's nötig war habe ich auch in Benelux bisher immer eine Tankstelle "mit Servicepersonal" gefunden. Unterschied Verbrenner vs. BEV halt auch hier: Mit dem Verbrenner war es halt seltener notwendig überhaupt zu tanken - meist hat der Tankinhalt für Hin- und Rückweg und die Wege vor Ort gereicht. Um so wichtiger ist es eine europa- oder weltweit einheitliche Lösung zu haben.

Ciao, Udo
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus"gibt mit den öffentlichen Ladesäulen.

Stefan_BMWi3
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Stefan_BMWi3 hat geschrieben:
Jomim hat geschrieben:
Stefan_BMWi3 hat geschrieben:
3) Energie Steiermark Flat wäre eine Alternative - CCS mit 50 KW ist aber der Flat nicht enthalten und kostet extra - nur wieviel - auch wieder in der Webpage nachesen
4) EVN-Karte habe ich nicht, da € 2,-- Gebühr pro Monat verrechnet und das Laden auch teuer ist.
Energie Steiermark hat 2 Flat's, einmal ist CCS inkludiert, einmal nicht. Und die Mehrkosten bei der superFlat bei einer CCS Ladung kann man sich relativ einfach ausrechnen (verbundene Zeit * 0,44€) . Die Preise stehen im Preisblatt, das man vor Abschluß oder bei Interesse sicher durchgegangen ist.
Man unterschreibt ja auch keinen Handyvertrag oder einen Versicherungsvertrag ohne die Konditionen zu kennen.


EVN: 2€ Grundgebühr + 0,30€/min an CCS (DC50) ist dir zu teuer ?
Hi!

Ja, die Sache mit dem Preisblatt ist ja auch ok. Ich beschwere mich nicht. Die Energie Steiermarkflat ist sowieso super!

Die € 0,30 pro Minute ist zu viel. Bei Smatrics zahle ich derzeit € 0,20. Bei der Linz AG glaube ich kostet es € 0,225.
Problem beim Tanken in NÖ gelöst. Bin dem EMC beigetreten - dort zahlt man keine Mindestumsatz bei der Linz AG und die verlangen österreichweit beim CCS 0,225 € pro Minute.

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus"gibt mit den öffentlichen Ladesäulen.

ubit
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Stefan_BMWi3 hat geschrieben: Problem beim Tanken in NÖ gelöst. Bin dem EMC beigetreten - dort zahlt man keine Mindestumsatz bei der Linz AG und die verlangen österreichweit beim CCS 0,225 € pro Minute.
Jo - und was kostet Dich dann die kWh? Wenn Du Glück hast und ein Auto welches schnell lädt und die Ladung im idealen Fenster durchgeführt wird und die Ladesäule stark genug ist, dann sind es 10 Ct/kWh. Fährst Du da mit einem Rapid-Gate-Auto nach 500 km im Hochsommer ran, dann sind es halt 60 Ct/km.

Wieviel genau siehst Du erst hinterher... Wem bitteschön soll man sowas vermitteln? Möglichst auch noch als Fortschritt gegenüber fossiler Mobilität...

Ciao, Udo
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Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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zoppotrump hat geschrieben:
Mad hat geschrieben: Ich finde, wie es jetzt ist, ist es ideal.
Klar, man muss sich Ladekarten beantragen und nach einem passenden Tarif schauen, aber viele machen das mit Ihrem Strom-, Gas-, Autoversicherungstarif genauso und wechseln sogar jährlich um Geld zu sparen, wieso sollte man dann in die Reihe nicht auch die Ladekarte fürs E-Auto aufnehmen?
Ideal ist übertrieben solange es sein kann, dass ich eine Säule anfahre und sie dann nicht freischalten kann, weil ich nicht das richtige Zahlungsmittel besitze.
Das ist doch viel schlimmer als eine eine Tankstelle zu kommen und dann zwei Euro mehr zu bezahlen als gestern.
Ein Ärgernis diesbezüglich sind doch eher die Ladesäulen die "technisch defekt" sind, dann gehen dort aber keine Ladekarten und es ist eher keine Frage des Bezahlungsmittels sondern der Funktion der Ladesäule an sich.

Die lassen sich auch über eine entsprechende Suche nicht ausmerzen diese Fehler.

zoppotrump hat geschrieben: Zudem finde ich, dass der Vergleich mit dem Strom- und Gastarif hinkt. Solche Tarife mache ich 1x im Jahr oder gar alle X Jahre. Wohingegen ich beim Ladeanbieter mehrere Anbieter brauche und sich diese an zig Ladesäulen anders darstellen. Das wäre in etwa so, als ob ich im Wohnzimmer die Steckdose mit A freischalten muss, in der Küche mit B und im Bad ist zwischen mir und dem Anbieter C noch ein Roaming dazwischen.
Ja, ein bischen hinkt der Vergleich.
Die Ladekarten sind meist ohne Grundgebühr, so dass man dort nicht wechseln muss, sondern nur bei einer Preisanpassung die Reihenfolge der Karten umschichten. Man ist nicht auf einen Anbieter festgelegt wie beim Strom- oder Gastarif.
Vergleichen jedoch muss ich nur dann wenn eine Preisanpassung kommt. Solange es keine gibt ist alles super.
Rhöner mit Smart EQ

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

Blueskin
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Köln Bonner hat geschrieben: Dann stehst Du aber beim Tanken erst einmal dumm da, weil kein Benzin geliefert wird - meistens muss man in Benelux nämlich mit Karte an der Zapfsäule zahlen.
Dazu braucht es aber noch weniger Sprachkenntnisse, denn der erste Auswahl-Bildschirm ist immer "Language/Sprache"
(Ich bin viel in F und Benelux unterwegs und habe das noch nie anders erlebt. Selbst bei den 2-Säulen-Tankstellchen an Minimärkten)

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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  • Mad
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ubit hat geschrieben: Absolutpreise sind Schwachsinn. Wenn ich immer nur 5 l tanke, dann ist der Preisunterschied absolut an der Zapfsäule nur ein paar Cent. Wichtig ist alleine, wieviel ich pro gefahrene Kilometer bezahle - das kannst Du dann gerne auch in Absolutwerten ausdrücken. Aber Absolutwerte einer Tankfüllung mit der man 1000 km weit kommt gegen eine Akkuladung für 200 km zu vergleichen ist einfach unsinnig.
Ach daher kommt Dein Irrglaube.
Ich habe den Preis vom Tanken eines Verbrenners nicht mit dem eines Elektroautos verglichen, ich habe meine unterschiedlichen Herangehensweisen und - besonders hervorgehoben - den Preisvergleich beim Tanken eines Verbrenners dargestellt.

Einen Bus gegen einen Smart vergleichen zu wollen ist von vorne herein schon ausgemachter Schwachsinn.

Fakt ist jedoch dass ich pro Preisvergleich in etwa die gleiche Einsparung erziele, der Smart fährt mit der erzielten Einsparung günstiger als der Bus, aber das kann man auch nicht vergleichen.

Ein paar Hinweise will ich mir aber doch nicht verkneifen :mrgreen: :
- Am wenigsten kostet das Auto wenn man garnicht tankt.
- Will man dann noch Geld sparen lohnt es sich dem Taxi hinterherzurennen. Rennt man einem Bus hinterher spart man weniger.
Rhöner mit Smart EQ

Re: 1 Jahr E-Auto - ein "Graus" mit den öffentlichen Ladesäulen.

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Mad hat geschrieben: Ein Ärgernis diesbezüglich sind doch eher die Ladesäulen die "technisch defekt" sind, dann gehen dort aber keine Ladekarten und es ist eher keine Frage des Bezahlungsmittels sondern der Funktion der Ladesäule an sich.
Richtig - Ladesäulen die gar nicht funktionieren sind definitiv der absolute worst case.

Nur ist es eben auch nicht so selten, dass aus irgend einem Grund mal wieder das Roaming dieser einen Karte, die eigentlich "überall" funktionieren sollte gerade heute nicht funktioniert, weil das Backend Schluckauf hat oder irgend ein Mitarbeiter irgend ein Häkchen falsch gesetzt hat und aus versehen die Roaming Parameter verloren gegangen sind und aber "bestimmt in den nächsten ein bis zwei Tagen" wieder funktionieren sollen. Siehe entsprechende Threads hier im Forum.

Dann stehste da mit abgesägten Hosen - und darfst mal schauen, was Dich der Spaß bei dem Anbieter, den man ja eigentlich nicht nutzen sollte, weil man dann ja doof ist, kostet. Und weil man halt leider nicht mehr genug Restreichweite hat, um eine andere Säule an zu fahren.

Jaaa, was ja nicht vorkommen sollte, weil man so vorsichtig planen sollte. Und da sind wir wieder beim Thema Massentauglichkeit. Das kannste ja auch keinem erklären Ladesäulen immer so an zu steuern, dass man genug Restreichweite hat, um im Worstcase die nächste zu erreichen. Reaktion: "Wie, jetzt haben die Kisten nur 100km Reichweite und jetzt muss ich 60km davon immer als Sicherheitspuffer haben, bevor ich da wieder drölfzig Stunden laden muss, falls die drecks Säule nicht funktioniert????"

Richtig ist aber auch, dass das sicherlich mit voranschreiten des Marktes besser werden wird - genau so, wie der Totalausfall von Säulen. Nur der Ist-Zustand ist nun einmal anders. Siehe theoretisches Ad-Hoc laden, was ja eigentlich überall funktionieren sollte, die Realität aber halt anders aus schaut.

SüdSchwabe.
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