Warum haben wir keine Ladekultur

Re: Warum haben wir keine Ladekultur

ubit
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Whitesnake hat geschrieben: Zu Stoßzeiten in die Arbeit fahren wird teurer, wer früher fährt bekommt es günstiger. Und schon hast du den Lenkungseffekt.
Schade eigentlich - in den meisten Jobs geht das halt nicht. Oder nur in einem engen zeitlichen Rahmen. Sonst würden die Leute ja heute schon die Stoßzeiten vermeiden - Niemand stellt sich freiwillig in den morgendlichen Stau.
Und dann sind wir schon beim vollautonomen Fahrzeug.
Jo - in 15-20 Jahren...
Die U-Bahnen machen es gut vor, selbst bei Zügen ginge es vollautonom, nur sind hier die Investitionskosten ungemein höher weil das Streckennetz größer ist.
Schienengebundene Fahrzeuge sind autonom halt deutlich einfacher zu realisieren als Fahrzeuge für den Straßenverkehr.
Und wer sagt, dass Autos künftig so aussehen wie jetzt? Ein Auto könnte wie ein kleiner Bus aussehen.
Macht nix - ändert Nichts an der Grundproblematik autonomer, buchbarer Fahrzeuge.
Fakt ist, dass die Bequemlichkeit künftig mehr kosten wird und wer darauf verzichtet wird belohnt.
Jo - und die Menschen waren schon immer bereit für Bequemlichkeit mehr Geld auszugeben. Das führt dann nur zu einer weiteren Aufspaltung der Gesellschaft in Menschen die es sich leisten (können/wollen) und Menschen die keine Wahl haben.

Ciao, Udo
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Re: Warum haben wir keine Ladekultur

Helfried
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Whitesnake hat geschrieben: Fakt ist, dass die Bequemlichkeit künftig mehr kosten wird, und wer darauf verzichtet, wird belohnt.
Das ist politisch korrekt schön-gesprochen. In Wirklichkeit wird eher umgekehrt der bestraft, der es menschlich bequem haben will.

Re: Warum haben wir keine Ladekultur

Whitesnake
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Ich würde es nicht so binär sehen. Es gibt genug Menschen, die es sich leisten können, denen es aber nicht das Geld wert ist (aus verschiedensten Grünen, die Öko-Bilanz ist so ein Grund).

Moderne Arbeitgeber räumen ihren Mitarbeitern Gleitzeit ein (geht natürlich nicht im Schichtdienst). Und du glaubst gar nicht wie wenig in der Früh los ist. Es verlagert sich alles nach hinten, ich erlebe es oft weil man (u.a., natürlich spielen Kinder auch eine Rolle) einfach nicht früher aufstehen will. Jetzt könnte man darüber philosophieren was die eigentliche Hauptarbeitszeit ist. Aber auch hier kommt die Bequemlichkeit und Flexibilität zu tragen. Mir wäre es zB das lange Schlafen nicht wert, dass ich mich irgendwie in ein vollgestopftes Verkehrsmittel setze. So bekomme ich am Bahnhof bessere Parkplätze, hab leerere Züge/U-Bahnen. Flexibilität zahlt sich immer aus und auf genau das werden diese Modelle setzen. Ich weiß, es ist klingt sehr utopisch.

Re: Warum haben wir keine Ladekultur

ubit
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Whitesnake hat geschrieben: einfach nicht früher aufstehen will. Jetzt könnte man darüber philosophieren was die eigentliche Hauptarbeitszeit ist.
Es gibt halt - gerade in den Städten - jede Menge Menschen die irgendwo arbeiten wo es "Öffnungszeiten" oder "Sprechzeiten" gibt. Überall dort wo es Kundenverkehr gibt kann man seine Arbeitszeiten in der Regel nicht (völlig) flexibel gestalten. Oder man hängt halt - wie beschrieben - an den Öffnungszeiten von KiTa und Schule. Oder man will sich den Arbeitszeiten des Partners anpassen. Oder... oder... oder...

Ciao, Udo
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Re: Warum haben wir keine Ladekultur

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Kann man denn eine autonome Carsharing Flotte überhaupt gewinnbringend betreiben und wenn ja, wie hoch werden die Kosten für den Verbraucher sein? Wenn es (annähernd) dieselbe Flexibilität bieten soll wie der eigene PKW wird man sehr viele Fahrzeuge brauchen, die auch oft ungenutzt sein werden (oder man hat viele Leerfahrten, die das Verkehrsaufkommen völlig sinnlos erhöhen), wenn es nicht flexibel genug ist, ist es keine Verbesserung zum jetzigen ÖPNV oder Taxi.

Übrigens soll das autonome Fahren sehr rechen- und damit energieintensiv sein.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Warum haben wir keine Ladekultur

bernd71
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Skeptizist hat geschrieben: Übrigens soll das autonome Fahren sehr rechen- und damit energieintensiv sein.
Im Vergleich zur benötigten Antriebsleistung wird das wohl überschaubar bleiben. Beim Autonomen fahren spart man den Fahrer und dessen Gehalt ein, vielleicht nicht zu 100% da man wohl noch Personal braucht die sich um die Autos kümmern. Autonome Autos würden auch andere Konzepte für semindividuelles Fahren ermöglichen, z.B. ein Kleinebus sammelt Leute ein die ähnliches Ziel und Zeitvorstellung haben. Das könnte wohl relative günstig gemacht werden und gerade für ländliche Gebiete interessant sein. Aber erstmal muss die recht hohe Hürde autonomes Fahren genommen werden.
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