Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

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Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Zmeister
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Anmar hat geschrieben: @Ferfi
Versprech Dir bitte nicht zuviel.

Ich habe das gleiche Problem. Leider hat man wenig Chancen, wenn da keiner dabei ist, der sich dafür interessiert und bereit ist, selber sich zu informieren. Sei es Politik, sei es Verwaltung. Wenn beide Parteien sich nur an den Buzzwords aufhängen, wird es nicht klappen.
Das Problem ist, das die ANTIPROPAGANDA ja funktioniert hat! Und da die Breite Masse lieber CHANTAL & KEVIN auf RTL2 ansieht als sich mit Grips und Schmalz im Hirn zu versuchen... ist das ganze sehr aussichtslos...
Ich sehe es ja bei mir ich gelte schon als Aussätziger weil ich ein E-Auto fahre wärend die Nachbarschaft "Fuck You Gerta" Sich auf die Karren klebt....
Ich betrachte es mal So: Die Breite Masse ist so hohl, wenn die Tagesschau meldet : der Aldi verschenkt morgen zwischen 6-7 Uhr Morgens 1 Kilo Butter!, dann würden Morgen früh vor den Läden Krawalle ausbrechen...
Und solage Politik und Wirtschaft so eng zusammenarbeiten.....Aussichtslos wir bleiben eine Minderheit....
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:D Wer mit Elektronen fährt ist ein LEVEL weiter....
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Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Ferfi
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Anmar hat geschrieben:@Ferfi
Versprech Dir bitte nicht zuviel.

Ich habe das gleiche Problem. Leider hat man wenig Chancen, wenn da keiner dabei ist, der sich dafür interessiert und bereit ist, selber sich zu informieren. Sei es Politik, sei es Verwaltung. Wenn beide Parteien sich nur an den Buzzwords aufhängen, wird es nicht klappen.
Ich bin davon überzeugt dass es zu erheblich mehr Ladesäulen kommen wird. Der Druck der Bevölkerung wird wachsen.
Es ist nur eine Frage wann sich etwas bewegt und damit verbunden, wie lange meine „Leidenszeit“ sein wird ;-)

Ich bin vorsichtig optimistisch.

Begriffe wie „rückständig“ und Aussagen wie „Nachbarorte haben eine bessere Versorgung“ können schonmal zum Nachdenken auch bei verbohrten Politikern führen.

Zudem schreibe ich auch Herrn Laschet (NRW Ministerpräsident, CDU und Landesvorsitzender) an.
Er ist einer der wenigen CDU Vorsitzenden die sich, dank Prof. Schuh, für E-Mobilität einsetzen. Vielleicht erreicht er ja etwas bei seiner Parteifreundin.

Ich gebe noch lange nicht auf....

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Ferfi
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ecopowerprofi hat geschrieben: ....
Gibt keine Wahlen, nur 1% fahren mit e-Auto und wählen zu 90% die falsche Partei also bringt nix.
Das ist eine Momentaufnahme.
Auf Basis der EU Richtlinien gibt es derzeit keine Alternative als massiv auf E-Mobilität zu wechseln. Auch die PHEV sind keine Lösung da deren Bonusrechnung über die nächsten Jahre abnimmt. Details und Zahlen kann ich dazu leider nicht nennen, habe aber an anderer Stelle hier schon etwas dazu gelesen.

Ich habe die Zahlen nicht mehr genau in Erinnerung, aber ab 2025 müsste Deutschland nach dem aktuellen Stand 65Milliarden Euro jährlich Strafe an die EU zahlen.

Da gibt es durchaus ein Interesse seitens der Politik hier den Wechsel zu beschleunigen.

Aufgeben ist keine Option ;-)

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

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ecopowerprofi hat geschrieben:
MaXx.Grr hat geschrieben: Und das Thema mit dem eAuto die erneuerbaren Energien zu fördern bleibt dabei leider außen vor..
War auch nicht gegenstand der Studie. Es ging mehr um die Psychologie der E-Auto-Nutzer und die German-Lade-Angst nie genug im Akku zu haben.

Aber gerade das Laden mit PV-Strom hat ähnliche Effekte. Es kann sein, dass an einem Tag nicht genug im Akku landet, weil die Sonne sich hinter den Wolken versteckt hat und dadurch den ganzen Tag nicht viel mehr als 1,3 kW Ladeleistung möglich war.
Die Ergebnisse der Studie sind trivial und von MAXX Ursprungspost auch vollkommen aufgenommen worden. Es ist deine Aussage, dass mehr absolut nicht nötig/sinnvoll ist, was die Diskussion beheizt hat.

Das manche Leute aus Prinzip zu Hause sofort mit 22kW voll laden wollen regt mich auch immer auf, aber es gibt sinnvolle Anwendungen für höhere AC Leistungen, die auch erläutert wurden (und zu denen es auch Studien gibt).

Wenn ich an einem Samstag erzeugungsgeführt an meiner PV laden möchte, dann wären zumindest 11kW sehr nützlich.

Wenn dann nur 1-2kW Ladeleistung möglich wären, dann ist das so, aber was ist das jetzt für ein Argument?

Ich bleibe bei meiner schon Recht alten Prognose, dass schon in wenigen Jahren private Ladestationen mit mehr als 3,6kW sowieso nur mit externem Lastmanagement erlaubt werden.

Langfristig ist es wohl das beste, wenn Netzbetreiber die boxen zumindest optional installieren. Man sollte bei seiner wallbox verschiedene Optionen haben, die unterschiedlich abgerechnet werden. "Schnellstmöglich voll" (teuer, aber sofort mit maximaler netzverträglicher Leistung), voll in x h, netzdienlich mit Basisladung auf x km. Reine Überschussladung. Und alles mit Rückspeiseoption (begrenzt im Umfang).

Schnellladestationen sind ein ganz anderer Anwendungsfall. Und hier ist die Leistung aus Netzsicht vollkommen egal. Hier müssen Energiemengen übertragen werden und wenn die Säule weniger abgibt, benötigt man mehr davon.
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
0?/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

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Ferfi hat geschrieben: Das ist eine Momentaufnahme.
Nee, das ist die Einstellung vieler Dorfpolitiker. Was haben die mit Brüssel am Hut. Es geht doch nur darum, dass die örtliche Wirtschaft mit Aufträge versorgt wird. Mangels Automobilwirtschaft baut man lieber zum 4 mal seit ich in dem Dorf (Stadt) leben den Rathausplatz um. Im Nachbardorf haben die es mit dem Bahnhofvorplatz.

In Berlin müssten die endlich mal die richtigen Gesetze verabschieden, damit nicht ein williger E-Mobilist daran gehindert wird sich eine Lademöglichkeit zu schaffen.

Super-E hat geschrieben: Wenn ich an einem Samstag erzeugungsgeführt an meiner PV laden möchte, dann wären zumindest 11kW sehr nützlich.
Was nützen Dir 11 kW Ladeleistung wenn man nur eine 5 kWp PV hat. Auf den wenigsten EF-Häuser passt mehr als 5 bis 6 kWp drauf. Geregeltes Laden funktioniert nur sinnvoll, wenn man 1-phasig lädt. Bei 3-phasig mit 6 A kommt man schon auf 4,2 kW. Wenn die Sonne dann mal nicht so kräftig scheint, bezieht man wieder Netzstrom was nicht im Sinne des Erfinders ist.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Hell
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MaXx.Grr hat geschrieben: [...]
Aber was macht Mutti wenn das liebe Töchterlein beim Frühstück sagt: "Mami, meinem Freund ist sein billiger Verbrenner nicht angesprungen, kann ich mir Deine Zoe leihen?" Aufgrund der Einstellung vom Vorabend und wegen Windflaute in der Nacht hat aber das eAuto erstmal auf den billigen Strom vom eigenen Solardach gewartet und aktuell nur 20 km Reichweite im Akku. Jetzt sollte das halt mit einem Fingertipp in der App funktionieren, in der restlichen Stunde Frühstück nochmal gute 100 km nachzuladen.

Bei Deiner Aussage "3,7 kW Ladeleistung reichen für fast alle, größere Wallboxen machen keinen Sinn" darf jetzt entweder die Tochter oder die Mutter das Frühstück reinwürgen, noch schnell die letzten Handgriffe am Gesicht machen um dann an der nächsten Schnellladestation festzustellen: "ah, die Nachbarin hat Karten für die Mailänder Scala zum Geburtstagsfrühstück geschenkt bekommen und fährt in einer halben Stunde, nachdem ihr eAuto vollgeladen ist, los."
[...]
Genau das sind die Überlegungen, warum insbesondere zu Hause auch wir (mal) 11 oder auch 22 kW brauchen, da das Leben nunmal nicht immer zu 100% planbar und in geradlinigem Ablauf verläuft.

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

KlareWorte
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Man sollte das Momentum der Psychologie nicht verkennen. Wer ein Model 3 hat wird auch mit 11 oder 22kw laden wollen, auch wenn es nicht notwendig ist. Würden wir immer nach Vernunft handeln, gäbe es deutlich weniger dicke Menschen, keine Raucher und Trinker, würde alle ihre T-Shirts nur noch bei Trigema kaufen usw usw.

Weiterhin finde ich es erstaunlich, dass viele davon ausgehen, dass man zukünftig beim Arbeitgeber laden kann. Ohne deutliche Subventionen glaube ich nicht dran. Warum soll ich als AG für Ladepunkte Geld ausgeben?

Letztlich wieder hole ich mich, je nach Szenario, mit 3,7kw Wallboxen oder 11 oder 22kw, mit und ohne Lastmanagement In-House, mit und ohne Lastmanagement seitens Netzbetreiber, mit Tarifsteureung oder ohne, je nach Studien/Masterarbeiter in Bezug aus Netzauslastung, gehen die bestehenden Niederspannungsnetze mit Ausbaustand heute - bei einem Fahrzeugbetsnd von 5-30% in die Knie! Ohne entsprechende Investitionen sieht es schlecht aus. Beim MS-netz ist es noch schlimmer......

Auch wenn ich, als gewerblicher Nutzer, E-Autos frühestens 2021-2023 einflotten werde, habe ich jetzt für meinen Hausanschluß einen Ausbau angefragt. Was er derzeit technisch hergibt bzw. was 30km bzw. 100kw extra kosten würden. Ich bin gespannt, billig wird's nicht.

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

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Mit intelligentem Laden reichen die Niederspannungsnetze problemlos aus, selbst wenn alle Autos Elektroautos sind. Die benötigte durchschnittliche Leistung wird oft hoffnungslos überschätzt.

Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Zmeister
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Langsam aber stetig hat geschrieben: Mit intelligentem Laden reichen die Niederspannungsnetze problemlos aus, selbst wenn alle Autos Elektroautos sind. Die benötigte durchschnittliche Leistung wird oft hoffnungslos überschätzt.
Jep es stört ja auchnicht wenn eine Ganze Strasse gleichzeitig einen 3 KW Wasserkocher morgens anwirft um Kaffee zu kochen.....

Viele Kleine Lademöglichkeiten wäre das Klassenziel und dann eine Pro/Kopf Schnellladeinfrastruktur...
Der Arbeitgeber hat sicher kein interesse teuere Wallboxen zu investieren ,aber ne Schuko Dose schon, aber nur wenn ihm Sonst keine Nachteile entstehen....(Eichamt Geldwerter Vorteil Abrechnung usw usw ).

Ich frage mich jedoch wie es kommt das der ansessige bzw viele EVU immer so kleckern 1 Säule hier eine da, wisso nicht mind. 3 an einem Standort und bei bedarf runter regeln.....
22KW wenn einer läd, 11KW wenn 2 da sind usw... Dann die Angabe bis zu 22kW fertig
Die Baukosten wären ja aufs Stück alleine durch die Erdarbeiten viel günstiger....
MFG: ZMeister
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Re: Lange Ladezeiten sind kein Nachteil

Hell
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KlareWorte hat geschrieben: [...]
Warum soll ich als AG für Ladepunkte Geld ausgeben?
[...]
Um einen Mehrwert für die eigenen Mitarbeiter (gegenüber anderen ggf. Wettbewerbern) zu schaffen und somit die Mitarbeiter langfristig halten zu können.

Wo würdest Du persönlich lieber arbeiten:

Bei einem AG, der Dir Möglichkeiten anbietet, Dir Dein Leben einfacher und "gemütlicher" und ggf. noch "günstiger" zu machen

oder

Bei einem AG, den die Belange und Wünsche seiner Mitarbeiter nicht wirklich interessiert?

Welcher der beiden AG hat wahrscheinlich die höhere Mitarbeiterfluktuation und den damit verbundenen Mehraufwänden?
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