Ladesäulenanbieter für Neubau?

Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

Cooper
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Für Übernachtungsgäste im geplanten Hotel wäre vermutlich AC ausreichend. Dann aber nicht bis zu 10 Lademöglichkeiten.
Sondern an so vielen Stellplätzen wie möglich. Bei einem Neubau eigentlich kein Problem. Wenn man will!
Pro Stellplatz würde dann auch eine Phase = 3,7 kw reichen. Meine bescheidene Meinung.
Im Großraum Hannover bietet Enercity Beratung an. Vielleicht machen andere Versorger das ja auch? EWE z.B..
Für Restaurantgäste oder sonstige Durchreisende wäre nat. ein Schnelllader interessant. Allego, Fastned, Ionity usw.
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Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

Cooper
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@Nordiger
Kannst du den norddeutschen Raum so ein ganz klein bißchen präzisieren? ;-)
Danke.

Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

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Bei den AC-Stationen würde ich 22kW mit Lastmanagement wählen. Dann können Fahrzeuge mit großer Batterie auch über Nacht aufladen. Es ist ungünstig umparken oder die passende Ladesäule wählenden zu müssen.
Nachts gibt es die 2 Extreme:
- den Plugin-Hybrid, der mit 3,6 kW seine 9kWh laden will
- das Fahrzeug mit dem großen Speicher, das mit 11kW sich 100kWh in den Speicher schieben will.
Als Besonderheit sind dann noch die Fahrzeuge da, die nur einphasig aber mit 32A laden können.
Alles sollte an jeder Säule machbar sein. Daher die 22kW Option, weil der Rest später für Ärger und Verdruss sorgen wird.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür

Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

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Wenn Ihr direkt an einer Autobahnausfahrt gelegen seid, sind Schnelllader sicher sinnvoll. Wieviele kommt dann auf dem genauen Standort an. Ein Standort ist dann attraktiv, wenn Toilette, (Schnell-)Restaurant und vielleicht ein kleiner Spielplatz für Kinder vorhanden sind. Der Aufenthalt am Schnelllader dauert meist zwischen 20 und 60 Minuten. Das kann auch für zusätzlichen Umsatz im Restaurant führen.

Wenn es aber 10 Minuten Umweg bedeutet, wo Ihr nicht direkt an der Autobahnabfahrt seid, wird die Nachfrage viel geringer sein.

Für die Übernachtgäste ist es auch sinnvoll, Ladepunkte anzubieten. Wenn die Gäste meist mindestens zwei Nächte bleiben, reichen einfache 3,6-kW-Ladepunkte. Wenn aber viele nur eine Nacht bleiben (eventuell auch noch eine kurze Nacht) bleiben, sollen es eher 11 kW pro Ladepunkt sein. Für die ganz langfristige Planung sollte man damit rechnen, dass fast alle Gäste über Nacht laden wollen. Es sollen daher entsprechende Leerrohre gelegt werden, um alle Parkplätze versorgen zu können.

Für die Schnelllader würde ich auch gut überlegen, ob man die selber betreiben will, oder einen externen Anbieter nutzt (Namen wurden oben genannt). Die AC-Ladepunkte sind da einfacher und können prinzipiell selber betrieben werden.

Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

Misterdublex
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Für Hotelgäste dürfte DC 20 kW reichen. Damit sind alle gängigen CCS/Chademo fähigen Fahrzeuge über Nacht oder binnen kurzer Standzeit wieder voll.

Fahrzeuge mit Akku von ca. 50 kWh (das könnte der Standard werden) sind übrigens auch mit einem einfachen AC-Ladepunkt binnen 8 Stunden voll. Dazu bedarf es eines 1-phasigen Anschlusses mit 7,2 kW.

Mein Tipp statt 5-8 DC-Schnellladern lieber 2 DC-Schnelllader (150 kW), 4 DC-Schnelllader (20 kW) und 12 AC-Ladepunkte zu 7,2 kW einphasig.
Die elektrische Anschlussleistung ist nur halb so hoch (deutlich niedrigere Anschlusskosten).

Der Nutzen für die Gäste ist dann viel, viel höher (es können mehr Gäste über Nacht laden und müssen nicht umparken) und die Kosten reduzieren sich sehr deutlich.

Das Ganze würde ich dann versuchen mir vom Bund fördern zu lassen.

Anbieter:
Wie wäre Innogy oder Ladenetz als typische deutsche Betreiber.
Viele Hotels laufen auch über NewMotion (Shell-Konzern)

Hinweis:
Bei dem Ziel, Hotelgäste Laden über Nacht macht übrigens kein Bezahlmodell mit Zeitkomponente Sinn. Niemand wird nachts um 3h aufstehen um umzuparken. Viele E-Auto-Nutzer meiden derartige Tarife. Sucht Euch einen Anbieter der ausschließlich nach Arbeitspreis (kWh) abrechnet.
Zuletzt geändert von Misterdublex am Mi 21. Aug 2019, 07:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Ladesäulenanbieter für Neubau?

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Als Netzwerk sollte auch Has-To-Be mit in die Erwägung genommen werden. Bei nur einer Ladestation (keine Aussage zu den Ladepunkten) beschränken sie sich für die Abrechnung auf einen prozentualen Anteil.
Per Roaming sind dann die großen Kartenausgeber Maingau und EnBW nutzbar.
Da inzwischen die Autohersteller auf dreiphasiges Laden wechseln, würde ich nur 3-phasige Wallboxen installieren. Aber den Phasenwechsel nicht vergessen.
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Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

Misterdublex
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Has.to.be:
würde ich komplett ausschlagen, das ist der Anbieter, den die meisten E-Auto-Nutzer wegen Nutzerfeindlicher Abrechnung meiden!
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Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

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Ist es der Backendbetreiber Has-To-Be oder der Ladesäulenbetreiber, der sich hinter dem Backend versteckt?
Ich hatte bei mehreren Backendbetreibern angefragt und dort Kosten in teils astronomischer Höhe als Rückmeldung bekommen.
Einmal wäre sogar die Erstattung pro kWh unter dem Einkaufspreis gelegen.
Inzwischen bin ich Kunde bei Parkstrom, die Has-To-Be nutzen.
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Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

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Was meinst Du mit astronomischen Summen? Eine HPC-Säule (>80 kW) kostet mehrere zehntausend Euro. Dazu Tiefbau.

Re: Ladesäulenanbieter für Neubau?

enabler
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Nordiger hat geschrieben: Wir planen derzeit den Neubau einer Tank- und Rastanlage nebst Hotel im norddeutschen Raum. Direkt an der Autobahn gelegen. Wir denken natürlich auch über Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge nach. Wir würden gerne 5-8 Ladesäulen installieren.
Ich würde derzeit gar nichts machen.

Besser gesagt: bereite baulich (Leerrohre, Platz für Verteiler, Platz für Trafo) alles vor und warte, bis ein Betreiber kommt und Deinen Standort für gutes Geld mieten will und nutzen will.

Derzeit gibt es bereits einen beachtlichen Wettbewerb um "gute Plätze" und mit zunehmenden Neuzulassungsanteilen wird dieser Wettbewerb immer härter.
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