2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

aiahaumx
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Ungard hat geschrieben: Die Situation könnte besser sein, bei vielen frag ich mich aber wie sie morgens aus dem Haus kommen. Vermutlich hat Mutti die Klamotten schon bereit gelegt
Jemals versucht, ein technisches Produkt an die breite Masse zu vermarkten? Die Frustrationstoleranz der Leute ist extrem niedrig. Da reicht Klamotten rauslegen noch nicht, sondern Schnürsenkel binden und Pausenbrot machen fehlt noch, wenn man halbwegs erfolgreich Kunden gewinnen will.

Der Kritik von BrecherXP stimme ich zu. Ich kann mir zwar sehr gut vorstellen, aus welchen internen Gründen diese Situationen mit Apps und Schlüssel, Preisanzeige, etc. entstehen, aber ich wundere mich, warum das kaum ein Anbieter anzugehen scheint.
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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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aiahaumx hat geschrieben: ich wundere mich, warum das kaum ein Anbieter anzugehen scheint.
Die erste Frage muss lauten, welche Motivation ein CPO überhaupt haben sollte.

Für die Erfüllung der hier stets vorgetragenen Preisvorstellungen in Verknüpfung mit diversen behördlichen Auflagen und weiteren Vorschriften kann es kein selbsttragendes Geschäftsmodell geben. Selbst dann nicht wenn der berechtigte Kritikpunkt "Ux" vollständig ausgeräumt wäre.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

Blueskin
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spark-ed hat geschrieben:
aiahaumx hat geschrieben: ich wundere mich, warum das kaum ein Anbieter anzugehen scheint.
...
Für die Erfüllung der hier stets vorgetragenen Preisvorstellungen in Verknüpfung mit diversen behördlichen Auflagen und weiteren Vorschriften kann es kein selbsttragendes Geschäftsmodell geben.
Dann ist aber doch letztendlich die Konsequenz daraus: Keine Ladeinfrastruktur und keine E-Mobilität. (Ausnahme: Fahrzeuge, die zu Hause laden und nur innerhalb ihrer Reichweite bewegt werden)

Alternative 1: Generelles Verbot von Verbrennern, so dass jeder KWh-Preis "geschluckt" werden muss.

Alternative 2: So extreme Verteuerung von Benzin/Diesel, dass auch hohe KWh-Preise im Vergleich zum Treibstoff noch wirtschaftlich sind.

Viel Spaß beim Durchsetzen der Alternativen !

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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enabler hat geschrieben: Es wird von keinem namhaften Hersteller angeboten. Und Frickel- und Kleinanbieter sind bei großen Stückzahlen nicht nachhaltig.
CCV ist ein bewährter Anbieter. Jede Sanifair Anlage hat diese Kartenleser dran und sogar jede Tank&Rast Ladestation von E.ON und innogy, nur sind diese eben deaktiviert. Auch EnBW hat an den ABB Säulen solche Terminals dran und wallbe eine Wallbox damit entwickelt. Ein weiterer namhafter Hersteller ist Nayax. Das Argument zählt also nicht, oder ich verstehe nicht was du damit sagen wolltest.

Selbst kleinere Lösungsanbieter wie Beckmann, bieten Geräte auf Basis dieser Terminals an. Da kann man an ein Gerät 4-8 Ladepunkte anschließen und es funktioniert.

Allerdings komme ich auch mit den Ladekarten gut zurecht. Dass jemand drei Rechnungen im Monat bekommt ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass er immer den günstigsten Tarif haben will. Und selbst wenn mal keine Karte geht, gibt es sehr oft die Möglichkeit zur Direktbezahlung per QR-Code, wobei dieser Tarif bei vielen Betreibern aus mir unbekannten Gründen viel zu hoch ausfällt. An unseren Ladestationen (Bürger Energie Drebach) ist der Tarif für die Direktbezahlung der gleiche wie mit der Ladekarte. Alles andere halten wir auch für Blödsinn. Ansonsten gilt, dass ich nur noch Ladestationen anfahre, bei denen ich merke, dass der Betreiber Lust auf das Thema hat (z.B. Comfortcharge, IONITY oder Fastned). Und der Rest verkommt zur neuen Heimat für zahlreiche Insektenarten.

Ich muss mir als Betreiber immer die Frage stellen, ob das was ich dort installiere sowohl von der Handhabung als auch von den Kosten attraktiv genug ist, damit ich dort selber laden würde. Und viele Betreiber können diese Frage eben nur mit einem "nein" beantworten. Aber da sie selbst nicht elektrisch fahren, wissen sie es vielleicht auch einfach nicht besser.
Zuletzt geändert von PowerTower am So 21. Jul 2019, 11:42, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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spark-ed hat geschrieben:
Die erste Frage muss lauten, welche Motivation ein CPO überhaupt haben sollte.
Auslastung.
spark-ed hat geschrieben:
Für die Erfüllung der hier stets vorgetragenen Preisvorstellungen in Verknüpfung mit diversen behördlichen Auflagen und weiteren Vorschriften kann es kein selbsttragendes Geschäftsmodell geben. Selbst dann nicht wenn der berechtigte Kritikpunkt "Ux" vollständig ausgeräumt wäre.

Und warum errichten CPOs dann aktuell Säulen? Was ist denn deren Geschäftsmodell?

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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enabler hat geschrieben:
Es wird von keinem namhaften Hersteller angeboten. Und Frickel- und Kleinanbieter sind bei großen Stückzahlen nicht nachhaltig.
Sorry, aber das Argument verstehe ich nicht. Die jetzigen Frickellösungen mit Apps, welche nicht richtig funktionieren und intransparenten Preisangaben an bereits vorhandenen RFID Lesern soll eine bessere Lösung sein als einen RFID Leser zu verwendenden, welcher KK verarbeiten kann? Und letzteren soll es auf der ganzen Welt nicht geben? Echt? Ich war neulich in der Schweiz und in den USA und dort kann ich per KK an der Zapfsäule einer Tankstelle bezahlen und jeglichen menschlichen Kontakt. Da geht das.

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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Hier mal ein Video von Ionity, wie sie sich das vorstellen: Bis zu einer Minute warten, dann "hurry up", etc. Wahrhaft gruselige UX.
https://twitter.com/IONITY_EU/status/11 ... 7062526976

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

ubit
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Die Preise MÜSSEN an den AC-Ladesäulen zwingend identisch zum häuslichen Strompreis sein, sonst ist e-Mobilität für Laternenparker uninteressant. Schnellladung darf moderat teurer sein.
Alles Andere wird langfristig von den Kunden nicht akzeptiert werden.

Wie das zu schaffen ist muss man sich halt überlegen. Wenn der Strom an den Säulen mit den üblichen Abgaben belegt ist wird das kein funktionierendes Geschäftsmodell für die Anbieter. Es sei denn die Säulen generieren zusätzliche Einnahmen durch Einkauf, Verzehr, Dienstleistungen.

Ideal wäre es in meinen Augen wenn man an jeder Ladestation den Strom laden könnte den man auch im heimischen Haushalt nutzt. Die Anbieter der Infrastruktur sind dann keine Stromanbieter mehr sondern bieten nur die Infrastruktur und bekommen dafür von den Stromanbietern eine entsprechende Netz-/Durchleitungsgebühr. Abgerechnet wird dann auch über den heimischen Stromanbieter. Authentifizierung über Perso, Handy, Bankkarte oder direkt über das Fahrzeug.

Es ist Aufgabe des Gesetzgebers die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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ubit hat geschrieben: Die Preise MÜSSEN an den AC-Ladesäulen zwingend identisch zum häuslichen Strompreis sein, sonst ist e-Mobilität für Laternenparker uninteressant.
Im Gegenteil. Die Preise MÜSSEN an den AC-Ladesäulen zwingend höher als der häusliche Strompreis sein, sonst besteht kein Anreiz, zu Hause eine private Ladeinfrastruktur zu errichten und diese zu nutzen. Jeder der kann, sollte aber Zuhause laden, damit die deutlich teurer zu errichtende öffentliche Infrastruktur denen zur Verfügung steht, die nicht Zuhause laden können (oder gerade zu weit von Zuhause entfernt sind).

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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ubit hat geschrieben: Die Preise MÜSSEN an den AC-Ladesäulen zwingend identisch zum häuslichen Strompreis sein, sonst ist e-Mobilität für Laternenparker uninteressant. Schnellladung darf moderat teurer sein.
Alles Andere wird langfristig von den Kunden nicht akzeptiert werden.
Das sehe ich nicht so. Die Kosten sind ja auch höher.
Wenn ich im Restaurant esse, akzeptiere ich auch, dass es teurer ist als der Selbstkostenpreis daheim.
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