heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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ubit hat geschrieben:Sind die Preise bekannt ≠ Preis wird angezeigt!

ÜBERALL, in jedem Geschäft MÜSSEN in Deutschland nachvollziehbare Preise ausgezeichnet werden. Nur im Puff, beim Drogendealer Deiner Wahl und an der Ladesäule nicht...

Und wenn Du anderswo hin fährst und Deine Maingau-Karte nicht funktioniert, dann klappt das halt nicht.

Ciao, Udo
Die Preise sind doch ausgezeichnet. Auf deinem Handydisplay. Was den Vorteil hat den Preis schon aus der Ferne abrufen zu können.
Tags: chaos heise-de ladekarten
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

smarty79
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Ich denke, dass die Abrechnung in der aktuellen Form einfach deutlich günstiger als über offizielle Zahlungsmittel. Da gehört dann ein entsprechendes zertifiziertes Zahlungsterminal mitsamt Dienstleister dazu, der wiederum wie bei einem Webshop über Token und eine permanente Netzwerkverbindung mit der Säule kommuniziert. Die Kosten dafür stehen bei AC-Ladern in Anbetracht der Umsätze in kaum einem Verhältnis zu den Kosten für die Ladesäule selbst.

Aber: Wer mit einem ID3 jeden Morgen vollgeladen zuhause startet, braucht auswärts doch nur noch auf Langstrecke laden. Und wenn da technisch SoC 20-70% für weitere 200km am HPC-Lader in 20 Minuten nachgeladen werden können, ist alles andere doch keine Option mehr. Und zumindest dort stehen die Chancen mit dem ADAC selbst im Ausland nicht so schlecht.
e-Up! style am 02.07.20 in WOB abgeholt.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

ubit
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Jo. Mach einen Supermarkt auf, verzichte auf Preisschilder und argumentieren so... Viel Spaß.

Nochmal: Der ANBIETER ist verpflichtet den Preis so anzuzeigen das der mögliche Kunde ihn nachvollziehbar und ohne Klimmzüge sehen kann. Handy des Kunden ist eine unzulässige Hürde zumal da ja Einiges schief gehen kann. Handy leer, Server down, abgelaufene Serverzertifikate. Bei uns in der Gegend sind Ladesäulen mit QR-Code beliebt. Dieser QR-Code führt häufig ins Leere weil er veraltet ist.

Sowas wäre überall anders ein Grund für eine saftige Abmahnung. E-Fans finden sowas offenbar auch noch toll. Vermutlich steigern solche Hürden die Exklusivität des Clubs der E-Fahrer....

Ciao, Udo
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Basti_ hat geschrieben: Die Preise sind doch ausgezeichnet. Auf deinem Handydisplay. Was den Vorteil hat den Preis schon aus der Ferne abrufen zu können.
Sie müssen an / in der Nähe der Ware / in der Nähe der Dienstleistung sichtbar sein.

Das Handy hat zu viele mögliche Störpunkte. Es kann nicht garantiert werden, dass Du den Preis abrufen kannst.
Beispielsweise, wenn Du mit einem Handy mit O2-Vertrag im Schwarzwald unterwegs bist (hatten wir nicht in diesem Thread das Beispiel, wo eben genau das dazu geführt hat, dass die Säule überhaupt nicht frei geschaltet werden konnte, weil die Säule kein RFID Terminal hatte und nur über App zu starten gewesen wäre - wenn man denn Netz hat?).

Keine Ahnung, warum eMobilisten diesen Krampf auch noch verteidigen!

SüdSchwabe.
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

enabler
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ubit hat geschrieben: Nochmal: Der ANBIETER ist verpflichtet den Preis so anzuzeigen das der mögliche Kunde ihn nachvollziehbar und ohne Klimmzüge sehen kann. ...
Sowas wäre überall anders ein Grund für eine saftige Abmahnung.
Ist eine Leistung und kein "Gut" und hat dadurch meines Wissens andere Rahmenbedinungen. Ist wie im Puff (s.o.) - da sind die Mitarbeiterinnen meines Wissens auch nicht mit einem Preis ausgezeichnet.

Die österreichische "Arbeiterkammer" hat das interressant aufbereiten und herleiten lassen:
https://www.arbeiterkammer.at/interesse ... t_2018.pdf

Ob es eine deutsche, vergleichbare Arbeit gibt, ist mir nicht bekannt

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

enabler
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SüdSchwabe hat geschrieben: Beispielsweise, wenn Du mit einem Handy mit O2-Vertrag im Schwarzwald unterwegs bist
Soll die Elektromobilität nun auch noch verantwortlich sein, dass wir in Deutschland eine schlechtere Netzabdeckung als der Libanon hat?
Keine Ahnung, warum eMobilisten diesen Krampf auch noch verteidigen!
Was hättest Du eigentlich gern?

* RFID-Karte: geht nicht, da keine Preise sichtbar sind
* App: geht nicht, da zwar Preise sichtbar sind, aber Deutschland ein 3. Welt-Land in Bezug auf Netzabdeckung ist

Es gibt einen Fixpreis pro Ladestation: den Direktbezahl-Preis für vertragsfreies, punktuelles Aufladen gemäß 2014/94/EU, Artikel 4(9). Nun ist der halt teurer als Ladekarten mit Kundenbindung.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

ubit
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Es würde Dich also tatsächlich stören wenn die Preisspanne minimiert würde, Du an der Säule vor dem Laden den Preis sehen würdest und Du mit der normalen Bankkarte sowohl freischalten als auch bezahlen könntest?

Ciao, Udo
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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ubit hat geschrieben: Es würde Dich also tatsächlich stören wenn die Preisspanne minimiert würde, Du an der Säule vor dem Laden den Preis sehen würdest und Du mit der normalen Bankkarte sowohl freischalten als auch bezahlen könntest?
Ja. Weil es zumindest zwei weitere Argumente für die Ladestationsbetreiber sind, die Preise hoch zu halten.

Ich komme mit meiner Karte aus und brauch nicht an jeder besseren Allerweltssteckdose einen Bankkartenterminal.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

ubit
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Mit der Argumentation würde es heute noch keine bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten geben. Nirgendwo. Bargeld ist einfacher - da muss der Händler nicht erst in irgendwelche Geräte investieren...

Ciao, Udo
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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enabler hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: Beispielsweise, wenn Du mit einem Handy mit O2-Vertrag im Schwarzwald unterwegs bist
Soll die Elektromobilität nun auch noch verantwortlich sein, dass wir in Deutschland eine schlechtere Netzabdeckung als der Libanon hat?
Keine Ahnung, warum eMobilisten diesen Krampf auch noch verteidigen!
Was hättest Du eigentlich gern?

* RFID-Karte: geht nicht, da keine Preise sichtbar sind
* App: geht nicht, da zwar Preise sichtbar sind, aber Deutschland ein 3. Welt-Land in Bezug auf Netzabdeckung ist

Es gibt einen Fixpreis pro Ladestation: den Direktbezahl-Preis für vertragsfreies, punktuelles Aufladen gemäß 2014/94/EU, Artikel 4(9). Nun ist der halt teurer als Ladekarten mit Kundenbindung.
Natürlich ginge eine RFID Karte
Karte hin halten.
Das Display zeigt an, was es mich kostet pro kWh.
Ich kann start drücken - oder eben nicht.

Aber hey, das wäre ja so einfach, wie eine 24/7 Verbrenner Tanke.

Oh, wait...

SüdSchwabe

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