Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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electic going
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folder Di 16. Apr 2019, 14:54
Eins bestätigst du mir aber wieder: auf Langstrecke die kostenlosen Säulen meiden.
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Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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MucStefan
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folder Di 16. Apr 2019, 14:55
ntruchsess hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 14:53
Sobald man etwas mehr als ne Lampe anstöpseln will muss man Kabeltrommeln immer komplett abrollen. Die haben in der Regel eine thermische Sicherung (in der Trommel selber), wenn da das Kabel aufgewickelt ist löst die bei formal eigentlich ausreichendem Querschnitt schon bei relativ geringen Strömen nach genügend langer Zeit wegen zu hoher Temperatur aus.
Danke auch für diesen Tipp! Ich habe aber auch noch ein dickes Outdoor-Verlängerungskabel ohne Sicherung. Nächstes Mal nehme ich lieber das mit.

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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folder Di 16. Apr 2019, 15:42
MucStefan hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 12:46
ist bedingt langstreckengeeignet. Am besten im Frühling
Ich halte die Schlussfolgerung für falsch, weil du sie nicht auf Bayern begrenzt!

In Nürnberg bzw. dem hier ansäßigen und nach Nordbayern ausstrahlendem Ladeverbund Plus ist es nunmal so, dass Elektromobiltität den Lokalpolitikern am Arsch vorbei geht (Ausnahme: Fürth), und daher halt mal eine Person mit dem Ladeinfrastrukturausbau in der Region beauftragt wurde, die letztendlich nur für ihr Fahrzeug passende AC-Ladeinfrastrukturen anpreist und realisiert (praktisch keine DC).

Noch deutlich schlimmer ist es bei der von E.ON/Bayernwerk "bereitgehaltenen" Ladeinfrastruktur: funktioniert nicht, so extrem benutzerabwehrend teuer, dass sie es nichteinmal in die "sehr teuer"-Tarifstufe von Roaminanbietern schafft. Hier ist anzunehmen, dass die E.ON-Vorstände/Aufsichtsräte in Personalunion mit der Vorständen/Aufsichtsräten von BMW/Audi die Elektromobiltität noch viele Jahre verhindern wollen.

In Bayern gibt es halt kein politisches Korrektiv, welche die schlimmsten Auswüchse der Strommonopolisten bremsen würde, bei allen Beteiligten gibt sich die Mineralöllobby die Klinke in die Hand.

Im 'grünen Ländle" etwa mit der EnBW wären deine Schlussfolgerung kaum denkbar gewesen.
Seit 27 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3).
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Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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numo
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folder Di 16. Apr 2019, 16:00
Uns ging das mit der Kabeltrommel in der elterlichen Garage mit dem geliehenen Ioniq auch so. Also umgeparkt (zunächst stand der Ioniq vor der Garage, deswegen war das Ladekabel dann nicht lang genug; dann stand er in der Garage) und lief. Die Kabeltrommel war noch komplett aufgewickelt und hatte ebenfalls einen Sicherungsknopf, der dann ausgelöst hat.

Wir haben auf der Hinfahrt (Wesseling bei Köln > Kassel) kostenlos und mit 50kW an der Raststätte Kucksiepen getankt, weil wir nicht mit 100% Batterie losgefahren sind. Das lief reibungslos, nachdem ich klar hatte, dass Typ 2 und CCS etwas unterschiedliches ist :roll: :lol: Wir haben dort vollgetankt, sind damit aber nicht bis Kassel gekommen. Also Abfahrt zum Schnelllader an der Raststätte Biggenkopf, mit 36km Restanzeige: Fehlermeldung bei CCS, also an Typ 2 gehängt, "gemütlich" Essen gegangen, und mit Restanzeige 98km dann bis nach Kassel gekommen, wo dann wie gesagt die elterliche Garage wartete (Restanzeige 24km).

War unsere allererste Fahrt mit einem BEV, und wir wollten genau dies testen - wie fährt sich eine längere Strecke, wie ist das mit dem Laden, wie ist das, wenn eine Ladesäule mal nicht funktioniert oder belegt ist oder oder oder? Nervt uns das, ist es aushaltbar, wollen wir das?

Die Rückfahrt ging dann besser vonstatten; Soest-Ost war belegt, aber in 5 Minuten Entfernung gab es eine weitere (kostenpflichtige) Schnellladesäule. Da war mir erst mal nicht klar, wie ich die freischalte, also Hotline angerufen. Der freundliche Herr hat mir alles erklärt; Ladevorgang startete auch nach Eingabe von KK-Daten auf der Webseite, auf die ich per QR-Code an der Säule mit meinem Smartphone geleitet wurde. Ladevorgang brach aber nach wenigen Minuten ab, also noch mal Hotline angerufen, ein bisschen hin, ein bisschen her, der (selbe) freundliche Herr startete dann den Ladevorgang per "Fernbedienung" neu und unser Ioniq lud bis 100% voll. Noch mal angerufen, weil der Ladevorgang dann über denselben Fernbedienungsvorgang auch abgeschlossen werden musste, wieder denselben freundlichen Herrn am Telefon gehabt, alles roger, 8€. Mit der Ladung sind wir dann mit ca. 60km Restanzeige zuhause angekommen, wo der Ioniq über Nacht am Schuko in der Garage vollgeladen wurde.

Unser Fazit: genau das richtige Auto für uns, trotz des einen, durchaus nervigen Malheurs (dafür kann das Auto ja nichts). Jetzt warten wir nur noch auf die Preisentwicklung bei den Gebrauchten, wenn der neue Ioniq angekündigt wird :D

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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folder Di 16. Apr 2019, 16:06
Das P0roblem ist ja nicht der i3, sondern die indiskutable Sitation der Ladestationen für Langstreckenfahrten. Es gibt zwar auch genug Berichte von problemlosen Touren, wo alle Säulen mal funktioniert haben, aber das ist halt nicht immer die Regel. Es muss aber die Regel sein, dass alles funktioniert und das immer ein Säule frei ist, sonst wird sich doch niemand außer uns Elektroauto-Begeisterte für ein E-Auto erwärmen können.
Die Bezahlsitation und undurchsichtige Preisstruktur ist ebenfalls langfristig ein E-Auto Killer.
In jedem Online-Shop und sei er noch so klein, müssen sämtliche Kosten vor dem Kauf klar ersichtlich sein. Beim Kauf von Ladestrom gilt das scheinbar nicht. Ohne vorher eine App zu bemühen (die je nach Partner auch noch rieseige Preisunterschiede für die gleiche Menge Strom anzeigt), habe ich keine Ahnung was mich ein Ladevorgang kosten wird. Manchmal gar nichts, manchmal ein Pauschalpreis, manchmal ein günstiger Kwh-Preis, manchmal ein horrend teurer Kwh-Preis - alles an der gleichen Säule. Ganz ehrlich, wenn ich von meinem Tesla schwärme und versuche andere Leute von der E-Mobilität zu begeistern, dann verschweige ich tunlichst, dass man sich als Nicht-Teslafahrer mit solchen Problemen rumschlagen muss. Echt traurig.
Tesla Model S75, EZ. 06/2016 und Renault Zoe R210, EZ 12/2015
Youtube Kanal move # electric: https://www.youtube.com/c/moveelectric

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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marcometer
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folder Di 16. Apr 2019, 17:02
Muss man das mit dem Tesla nicht?
Hat man da eine eingebaute Freiladebescheinigung für alle Säulen? :o ;)

Teslafahrer tun immer so als gäbe es an jeder Straßenecke einen Supercharger.
In Wahrheit sind es geschätzte 80 in ganz Deutschland, die (nahezu?) alle entlang von Autobahnen stehen.
Rechnet man mal die Stadtstaaten zu ihrem anliegenden Bundesland dazu, dann sind das gut 6 Stück pro Flächenbundesland.
Für Nicht-Langstreckenfahrten, was ja, worauf hier immer viel Wert gelegt wird, der allergrößte Batzen an Fahrten und Kilometern ist, die man so zurücklegt, hilft einem das meist gar nicht.
Ich will das SuC-Netz jetzt nicht kleinreden, klar ist es ein riesen Vorteil das zu haben, aber nur damit kann man wohl kaum "leben".
Thema zuhause laden kommt dann nämlich gleich wieder die "Mietshäuser?", "kein fester Parkplatz" Diskussion.

So wie ich das immer sehe lassen sich Teslas übrigens zum Beispiel auch sehr gut bei Aldi, Ikea, Kaufland und co laden.

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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folder Di 16. Apr 2019, 17:36
marcometer hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 17:02
Muss man das mit dem Tesla nicht?
Hat man da eine eingebaute Freiladebescheinigung für alle Säulen? :o ;)
Nein, aber man hat im Fahrzeug eine integrierte Routenplanung die zudem auch noch anzeigt, wie viele der Stalls tatsächlich belegt sind.
Und die SuperCharger funktionieren einfach. Einstecken und los. Da musst Du qua si niemals die Hotline anrufen.

Und das ist ja einer der Hauptkritikpunkte mittlerweile: Die Fahrzeuge sind gut. Die Dichte und Anzahl der Ladepunkte hat ein für die Anzahl der eMobile auch ausreichend. Aber die Verfügbarkeit, d.h. das tatsächlich eine Säule funktioniert, ist im Moment bisweilen echt russisches Roulette. Von der durchaus als verwirrend zu bezeichnenden Preisgestaltung muss man erst mal gar nicht anfangen.
Teslafahrer tun immer so als gäbe es an jeder Straßenecke einen Supercharger.
In Wahrheit sind es geschätzte 80 in ganz Deutschland, die (nahezu?) alle entlang von Autobahnen stehen.
a.) Es geht in diesem Thread um Langstrecke.
b.) Ja natürlich sind die SuperCharger entlang der Langstrecke. Dafür sind sie gemacht worden. Und wegen a.) ist der Vergleich hier durchaus angebracht.
Rechnet man mal die Stadtstaaten zu ihrem anliegenden Bundesland dazu, dann sind das gut 6 Stück pro Flächenbundesland.
Für Nicht-Langstreckenfahrten, was ja, worauf hier immer viel Wert gelegt wird, der allergrößte Batzen an Fahrten und Kilometern ist, die man so zurücklegt, hilft einem das meist gar nicht.
Es ging hier aber um eine Langstrecke - siehe Titel dieses Fadens.
Ich will das SuC-Netz jetzt nicht kleinreden, klar ist es ein riesen Vorteil das zu haben, aber nur damit kann man wohl kaum "leben".
Es geht hier ausdrücklich um Langstrecke.
Thema zuhause laden kommt dann nämlich gleich wieder die "Mietshäuser?", "kein fester Parkplatz" Diskussion.
So wie ich das immer sehe lassen sich Teslas übrigens zum Beispiel auch sehr gut bei Aldi, Ikea, Kaufland und co laden.
Es geht hier nicht um "zu Hause laden".

So, und bitte das jetzt nicht wieder ein einen "Tesla vs Rest der Welt" Thread ausarten lassen.

SüdSchwabe.

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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folder Di 16. Apr 2019, 17:56
Ja, bei meiner ersten Fahrt (Überführung mit Zwischenbesuch ca. 900 km) war es sehr ähnlich. Von defekten Ladesäulen über erfolgloses Laden an der Kabeltrommel oder "wie schalte ich die Ladesäule frei?" oder Anrufe bei der Hotline. Nur mit besetzten Ladesäulen hatte ich keine Probleme.

Mit der Erfahrung verbessert sich die Situation aber wesentlich. Ich sehe mittlerweile keine Probleme, auch längere Strecken zu fahren. (Nur mit Ausland fehlen mir noch die Erfahrungen?). Ein bißchen Planung bleibt aber nötig.

Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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WentorferStromer
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folder Di 16. Apr 2019, 19:45
mack3457 hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 17:56
Ein bißchen Planung bleibt aber nötig.
Selbst bei einem Tesla ist ein bischen Planung notwendig. Das ist halt das Los der E Autofahrer. Aber auf Langstrecke ist das im Verbenner auch so.
Das erste mal Stromer seit 14.02.2019
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Re: Langstrecke mit dem Elektroauto – mein erstes Abenteuer

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magnummandel
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folder Di 16. Apr 2019, 20:56
MucStefan hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 12:46
An der Säule hängt allerdings ein handgeschriebener Zettel „Störung bei CCS, Kundendienst ist schon informiert“. Hm, die anderen Anschlüsse gingen zwar, aber keine Ahnung, wie lange das mit 43kW-Wechselstrom statt 50kW-Schnellstrom dauern würde, also lieber mal weiter zur nächsten Raststätte.
Da würde ich mal sagen: Gut, dass du weitergefahren bist. Wechselstrom kann der i3(s) nur mit max. 11KW laden, egal was die Säule hergeben würde. Das hätte wohl etwas gedauert.
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