AC ist Destination Charging

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Dafür, dass ich vor allem von Zoe-Fahrern immer wieder dafür angegangen werde, dass mein "Schnarchlader" die Ladesäulen so lange blockiert und AC-Ladesäulen ja nicht automatisch Destination Charger seien, sehe ich erstaunlich viele Zoes, die doch wesentlich länger als die kolportierten "2 h reichen" an den 22 kW-Säulen campieren ...

Können wir bitte langsam anerkennen, dass AC-Laden immer Destination Charging ist und die Leute so lange da stehen, wie sie da eben stehen?
Es mag ja zutreffen, dass die Ladeinfrastruktur das im Moment noch nicht (überall) hergibt. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
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Re: AC ist Destination Charging

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umrath hat geschrieben: Es mag ja zutreffen, dass die Ladeinfrastruktur das im Moment noch nicht (überall) hergibt. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Nein, das ist genau das Thema. Da wird herum gejammert das in Deutschland die DC Ladestellen so unzuverlässig und dauernd defekt sind und das man dann liegen bleibt, wenn man aber als Lösung die AC Ladelösungen vorbringt wird man als ewig gestriger gesteinigt.
Wen wir alle nur im Umkreis unserer Akkureichweite fahren wollen, brauchen wir keine DC Ladestellen und können uns viel Geld sparen. Wenn aber heute diese noch nicht zuverlässig genug sind, und es Fahrzeuge gibt die auch ohne diese auskommen, schlägt der große Neid zu und man muss unbedingt verhindern dass die 20.000€ ZOE Gurke die Fernreise fortsetzen kann wenn ich mit meinem 50.000€ DC Super-Schnelllade Flitzer liegen bleibe.
Das ist lächerlich und kindisch.

Und ja, nicht alle ZOE Fahrer haben das kapiert, das Problem liegt nicht am Fahrzeug sondern am Egoismus der Menschen selber.

Weiters gibt es in der Tat 22kW AC Ladestellen die vollkommen Sinnlos aufgestellt sind, wo 6 x 3,5kW AC viel besser wäre... Dafür können wir aber auch nichts. Diese Stellen von den tatsächlich notwendigen AC22 zu unterscheiden ist heute das Problem.
Ich gebe Dir Recht, dass nicht alle 22kW AC den Sinn einer Schnellladestelle haben sollten, voraallem nicht vor Schwimmbädern, Kinos, Ämtern... Steh dort so lange rum wie du in der Destination bist. Das ist OK so. Aber zum Stromschnorren um billig unterwegs zu sein sind die 22kW zu schade.
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Re: AC ist Destination Charging

kirovchanin
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Ich seh das genau wie AbRiNgOi – aber es kommt natürlich auf den jeweiligen Einzelfall an:

Typ 2 mit 43 kW ist NIE ein Destination-Charger. Das ist quasi das CCS 50 für Zoes.
Typ 2 mit 22 kW eher auch nicht. Hier kommt es aber immer auf den Standort an: Wie viele alternative Ladepunkte sind in der Nähe, gibt es eine tatsächliche "Destination" (Kino, Sehenswürdigkeiten usw.)? In Luxemburg z. B. hast du teilweise Parkplätze mit 20 Typ-2-Anschlüssen, das sind natürlich Destination-Charger.
Typ 2 mit 11 kW kann gut als Destination-Charger durchgehen; aber trotzdem gilt für mich an JEDER Lademöglichkeit: Wenn man irgendwie kann, sollte man nach dem Ladevorgang umparken. Wir müssen uns alle die bestehende Infrastruktur teilen, da ist das einfach Höflichkeit und Solidarität.

Z. B. neulich beim Einkauf in IKEA (4x11 kW): Nach 1 Stunde geschätzt, dass die Zoe jetzt knapp voll sein müsste. Da wir zu zweit waren, konnte problemlos einer bei den Einkäufen warten und der andere kurz zum Umparken rausgehen. Bei 91 % SOC umgeparkt, danach in Ruhe weiter geingekauft und noch im Restaurant gegessen. Als wir nach nochmal 1,5 Stunden rauskamen, waren wieder alle 4 Ladeplätze belegt. Hätten wir nicht umgeparkt, wäre also jemand nicht drangekommen.

Re: AC ist Destination Charging

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kirovchanin hat geschrieben: Z. B. neulich beim Einkauf in IKEA (4x11 kW): Nach 1 Stunde geschätzt, dass die Zoe jetzt knapp voll sein müsste. Da wir zu zweit waren, konnte problemlos einer bei den Einkäufen warten und der andere kurz zum Umparken rausgehen. Bei 91 % SOC umgeparkt, danach in Ruhe weiter geingekauft und noch im Restaurant gegessen. Als wir nach nochmal 1,5 Stunden rauskamen, waren wieder alle 4 Ladeplätze belegt. Hätten wir nicht umgeparkt, wäre also jemand nicht drangekommen.
Das ist sehr nett von Dir, aber hier muss man schon klar sagen, dass ist Nettikette an der Destination Ladestelle, aber es ist zu 100% ohne Diskussion eine Destinationladestelle: 11kW, IKEA...
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Re: AC ist Destination Charging

kirovchanin
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Klar, ich bin ganz bei dir, 100% Destination-Lader. Ich wollte damit auch nicht sagen, dass es keine Destination-Ladestelle ist --- aber selbst bei Destination-Ladern ist es doch nett, wenn möglichst viele davon profitieren können.

Re: AC ist Destination Charging

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Als jemand. der selbst auch nur einphasig AC lädt, bin ich tendenziell bei Umrath. Wenn wir von max 4,6kW Ladeleistung sprechen, wird das keiner ernsthaft für "schnell mal unterwegs laden" benutzen. Auch die 40kWh-Zoe steht am 11kW-Lader bis zu vier Stunden. Insofern ja, das sieht in den allermeisten Fällen nach Destination Charging aus. Aber eben nicht immer und überall.

Was helfen würde, wäre eine klare Differenzierung zwischen Roadside- und Destination Charging. Zum Einen im Sprachgebrauch, aber auch in der Kennzeichnung der Ladepunkte als auch in der Preisgestaltung. Und zu dieser Differenzierung dient in meinen Augen nicht die verfügbare Ladeleistung, sondern ausschließlich der Standort und die dort zu erwartende Auslastung des Ladepunkts.

Auch ein 43kW-AC-Lader ist für mich dann ein Destination-Charger, wenn er vor dem Hallenbad steht. Niemand wird verlangen, nach zwei Stunden im Bademantel rauszugehen und umzuparken. Dagegen ist ein 3,7kW-Ladepunkt definitiv kein Destination-Charger, wenn er z.B. an einer Autobahnraststätte steht. Der ist nach Gebrauch zügig freizumachen, ohne Wenn und Aber. (Ob so einer überhaupt Sinn macht, sei mal dahingestellt.)
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Re: AC ist Destination Charging

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hghildeb hat geschrieben: wenn er z.B. an einer Autobahnraststätte steht. Der ist nach Gebrauch zügig freizumachen, ohne Wenn und Aber. (Ob so einer überhaupt Sinn macht, sei mal dahingestellt.)
Es soll auch Hybride geben die während der Mittagspause 30km elektrisch nachladen, und gut ist's!!!

Man muss aber trotzdem auch hier wiedereinmal schreiben, dass ein Schnarchlader an einer 22kW AC seltenst ein Problem darstellt. Entweder sind die 22kW frei weil es viel zu viele Ladestellen dieser Sorte gibt und viel zu wenige Elektrofahrzeuge. Da es viel mehr Verbrenner gibt, sind die ein 100 mal größeres Problem als die Schnarchlader. Und wenn ich mal einen angetroffen habe (letztens in Ungarn, da sind die DC sehr schwach vertreten) war ein weiterer Stecker frei. Mir hat der Fahrer in dem Leaf richtig Leid getan, weil der ist da drinnen gesessen, musste noch nach Hause nach Sankt Pölten und hat sehr trauig geschaut wie ich nach nur einer Stunde wieder weg gefahren bin... Auch ein Flurance in Ljubjiana war an eine Dose in der Innenstadt und der zweite Stecker war frei.
Ein Leaf in Postonja in Slowenien hat sich ohne Diskussion an den Schuko gehängt wie ich kam, er war halt grad zu faul den Ziegel raus zu nehmen, den TYP2 hatte er schneller in der Hand. Danke trotzdem das er gewechselt hat.Daher ganz klar: wir haben kein Problem, es nervt nur, dass User immer wieder Rechte behaupten, obwohl es in der Realität keine Probleme gibt.

PS: und ja, mit nicht abgesteckten ZOEs an 43kW Ladestellen hatte ich schon mehr Probleme in all meinen Langstrecken, wobei man dann halt auf den nächsten 22kW ausweicht, doof ist es trotzdem. In Salzburg war der Typ2 Stecker mal ausgerissen, weil scheinbar vor mir jemand die Geduld verloren hatte. Wenn man fest anzieht geht der Stecker kaputt aber heraus. Die Verriegelung funktioniert dann nicht mehr, auch besteht die Gefahr, dass der Abgebrochene Teil des Steckers dann bei einem selber im Fahrzeug bleibt....
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Re: AC ist Destination Charging

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AbRiNgOi hat geschrieben:
hghildeb hat geschrieben: wenn er z.B. an einer Autobahnraststätte steht. Der ist nach Gebrauch zügig freizumachen, ohne Wenn und Aber. (Ob so einer überhaupt Sinn macht, sei mal dahingestellt.)
Es soll auch Hybride geben die während der Mittagspause 30km elektrisch nachladen, und gut ist's!!!
Soll er ja auch gerne machen. Von mir aus auch gerne bis er voll ist. Deshalb schrieb ich ja "nach Gebrauch" freimachen. Und ich habe auch ganz bewußt "zügig" statt "sofort" geschrieben. Sein Mittagessen runterschlucken und ggfs, bezahlen soll er schon auch dürfen :) Aber für den Verdauungsspaziergang dann vielleicht doch erstmal die Säule räumen.

Wohlgemerkt, obiges gilt für Roadside Charging, wo zu erwarten ist, dass die nächsten drei E-Mobilisten schon wie die Geier um die Ladesäule kreisen. Beim Destination Charging gilt für mich "besetzt ist besetzt".
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Re: AC ist Destination Charging

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Besetzt ist besetzt. So weit so gut. Solange du bei der Destination bist. Viele Ladestellen wurden wieder abgebaut weil die Nachbarn wie die Geier über die Ladestelle hergefallen sind. Das meinte ich mit Stromschnorren. Also auch hier Hirn einschalten.
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Re: AC ist Destination Charging

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Da sagst du was Wahres. Ich kenne da auch etliche, die braucht man eigentlich gar nicht erst einplanen, weil so gut wie immer ein Einheimischer dran steht.

Und das wird leider auch so bleiben, solange das Laden dort kostenlos ist oder zumindest billiger als zu Hause. Da kannst du so viele Säulen aufstellen wie du willst, das zieht nur noch mehr Schnorrer an. Ein Grund mehr für das von mir in einem anderen Thread vorgeschlagene Ein-Preis-Modell, wo man unterwegs den selben Strompreis zahlt wie daheim.
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