Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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herrohlson hat geschrieben: Warum geht ihr alle der Frage nach, wie günstig es im Idealfall werden kann ?
Jeder Ladesäulenbetreiber wird sich -wie auch im bisherigen Benzinmarkt- die Fragen stellen: Wieviel kann ich maximal kassieren und wie kriege ich möglichst viele Leute an die Säule ?
Die Tarife werden sich also an der Attraktivität der Umgebung orientieren und sie werden während der Ladung steigen,damit die Leute schnell abstöpseln.
Dass man zukünftig immer zu fixen Tarifen laden wird, denke ich nicht.
Da auch die Rahmenbedingungen für den Strompreis sich in den kommenden Jahren sehr schnell verschlechtern werden (Kohle- Kernkraftausstieg, dezentrale Erzeugung, zunehmende Infrastrukturkosten) und auch die Mineralölsteuer ersetzt werden muss (und ersetzen heißt immer überkompensieren), kann man von kräftig steigenden Stromkosten für den Endkunden ausgehen und für sehr kräftig steigende Ladekosten insbesondere an attraktiven Säulen in den Innenstädten und Autobahnen.
Das Laden eines E-Autos wird daher in 10 Jahren nicht mehr bei 5-10€ wie heute liegen, sondern (bei gestiegenen Ladekapazitäten) bei 80-100€ auswärts und bei 40-50€ zuhause.
Dann tanzen uns die Verbrenner auf der Nase rum, die für 40€ den Tank ihres Golf vollmachen, weil der Benzinpreis schon längst zusammengebrochen ist.

herrohlson
Könnte leicht sein.

Aber mein Oldie muß ja schließlich auch gefüttert werden. Fahr ich halt öfter mit dem. ;)


Gruß SRAM
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Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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SRAM hat geschrieben:
herrohlson hat geschrieben: Dann tanzen uns die Verbrenner auf der Nase rum, die für 40€ den Tank ihres Golf vollmachen, weil der Benzinpreis schon längst zusammengebrochen ist.

herrohlson
Könnte leicht sein.

Aber mein Oldie muß ja schließlich auch gefüttert werden. Fahr ich halt öfter mit dem. ;)


Gruß SRAM
Wohl eher nicht. Auf Elektroauto steigen doch viele auch nicht um, weil wenig Reichweite und so. Das erzeugt derzeit eine Schieflage trotz - im Endeffekt - ählichem Preis.

Wenn das mal ausgeglichen ist, gehen die Leute eher nur nach dem Preis.Wenn der Verbrenner dann in allen Belangen günstiger ist, wird

entweder der Strompreis günstiger bleiben,
der Preis der e-Mobile viel günstiger, oder
das Benzin teurer

oder eine Kombination von allem. Langfristig wird sich das angleichen (müssen) und beide Alternativen gleich teuer.
Seit Oktober 2018 mit einem roten Leaf ZE1 Acenta im Bodenseeraum unterwegs, tankt möglichst an der PV-Anlage mit 5kWp auf dem Hausdach (Fronius Symo, sonnen batterie, go-e Charger gesteuert über FHEM) oder Naturstrom... Threema 7ABT7CFE

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Wir haben noch gar keine Ahnung, was die Zukunft bringt. Tendenziell wird man von größeren Zahlen abgeschreckt, bis sie einem dann irgendwann ganz normal vorkommen. 50+ Säulen an den Urlaubsrouten pro Standort halte ich in 10 Jahren für absolut nicht überraschend. Manche Leute denken da heute schon eher groß (Sortimo Innovationspark mit 144 Schnellladern an einem Standort). Da gibt es dann auch noch Staatsknete obendrauf, und eine Mischkalkulation über Werbeeffekt und andere Dienstleistungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Beispiel nicht alleine bleiben wird. Grossladepark mit Gastronomie etc. deren Ladesäulen eigentlich nur dafür da sind um die Autos zu einem kurzen Abstecher von der Autobahn zu motivieren. Bei solchen Größen kann man sogar ggf "Netzstabilisierungsentgelte" abgreifen. Die Preise müssen dann natürlich attraktiv sein. Ich habe in meinem ganzen Leben auch noch nie privat an einer AB Zapfsäule getankt und war immer schon bereit einen kleinen (!) Abstecher zu machen... Die teuren Lader an der Autobahnraststätte werden hauptsächlich von Firmenwagen mit "Tankkarte" besucht werden...

Ansonsten gilt, was schon gesagt wurde: Man verlangt was man bekommen kann... Die Konkurrenz ist das einzige was den Preis drückt.
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
0?/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ello
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ubit hat geschrieben: Der Preis für ein 50 kW DC-Ladegerät mit 50 kW Gesamtleistung wird in Richtung 5000 $ gehen. Entsprechende (chinesische) Anbieter gibt es schon.
sehe ich auch so. Leistungselektronik in der Leistungsklasse kostet etwa 100 €/kW. Bissl Zeug drum rum usw. Dann wird der 50kW Lader 10000€ kosten. Alles andere sind Apothekenpreise.
Nur ein Beispiel: Ich kaufe ein Display 7" 16:9 IP65 für 500€ ein. Mag sein, dass das von ABB etwas besser ist. Aber keine 5500€ besser.
Die Preise für Ladetechnik sind aktuell einfach nur ein schlechter Witz.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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https://ecomento.de/2019/02/06/wirtscha ... ssion=true
Ich denke Preise für öffentliches laden werdenn Mal mindestens so angepasst das die wo die Ladeinfrastruktur bereitstellen nicht mehr draufzahlen.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Eigentlich kann das auf Dauer in Deutschland nur mit Subventionen oder Gesetzen, z.b. Citybereich nur Elektro klappen.
Ansonsten sind die deutschen zu geizig. Geladen wird auswärts doch nur wenn es billiger (gerne umsonst oder Flatrate) ist, Parkgebühren gespart werden können, man einen Parkplatz bekommt oder man keine Wahl hat.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Sehe daher für einen Betreiber kaum eine Chance zum Geldverdienen.
Demnach würde die Frage folgen:
Ab wann ist die Anzahl der Ladestationen wieder rückläufig?
Stefan
Vom prius, Chevy Volt, Golf gte zu Tesla.
https://ts.la/stefan67126

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Jake1865
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Ansonsten gilt, was schon gesagt wurde: Man verlangt was man bekommen kann... Die Konkurrenz ist das einzige was den Preis drückt.
Zum Glück gibt's da ein paar mehr als bei den Benzinverkäufern. Oder irre ich mich?

Gruß Jake
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

hgerhauser
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Vor Steuern, Abgaben und Umlagen gilt, dass erneuerbarer Strom 60-80% billiger pro km ist als Diesel und Benzin, und langfristig wird die Ladeinfrastruktur sehr billig sein: Die teuren Teile können hochausgelastet werden, also z.B. eine 22 kW Säule verteilt intelligent den Strom auf 10 Steckdosen, oder es werden Pufferspeicher eingesetzt. Die Leistungselektronik wird unter 100 Euro pro kW kosten, und teilweise ganz eingespart werden können (Gleichstrom aus PV bleibt Gleichstrom, entweder Richtung Lader oder Richtung Pufferbatterie).

Was wir brauchen sind Skaleneffekte und eine vernünftige Besteuerung. Wenn die pro km genauso hoch ist wie heute, bleibt erneuerbarer Strom immer noch deutlich billiger als Diesel und Benzin, auch wenn es dann nicht 60-80% billiger ist.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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die meute wird erst zufrieden sein, wenn beim laden, egal wo, zum eigenen hausstromtarif abgerechnet wird. so einfach könnte es sein.
*** STOP e-Racism! AC43 + Chademo + CCS 4 ALL! ***
--> Miteinander statt Gegeneinander!

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Dann soll die meute Mal Ladestationen aufstellen.
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