Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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"Es genügt eine Ladeleistung von 3 bis 3,7 kW. Da kann man auch in jedem MFH ohne größeren Aufwand sich eine Lademöglichkeit schaffen."
Ja, wenn ich die Hausstromleitung in meiner Tiefgarage anzapfen dürfte. :D

Da muss meist neu verkabelt werden.
Bei einem Stellplatz im Hof kommt der Strom auch nicht von selbst aus dem Boden.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

TorstenW
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Moin,

yo, und einen 58er (oder noch größeren) Akku lädt man dann zu Hause mit 3,7kW am langen Wochenende auf......

Auch bzw. gerade bei den kleineren Akkus braucht man unterwegs Schnelllader mit genügend Bums.
Wer hat schließlich Lust, auf der Fahrt in/vom Urlaub stundenlang den Akku zu laden?! Das reicht schon, wenn man auf einer 400km-Tour (z. B. von Magdeburg an die Ostsee) 2 Mal zwischendurch (möglichst schnell) laden muss. Bei Preisen von >50 Cent/kWh halten einen nicht nur diese davon ab.....
Tanken muss man gar nicht bzw. am Ziel. Und das ist in diesem Fall sogar günstiger.

Grüße
Torsten

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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an solch einem Lader zuhause lädt man das nach, was man täglich verfährt; nicht mehr, nicht weniger ;)
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs :)

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Ronny89
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TorstenW hat geschrieben: Moin,
Ronny89 hat geschrieben:.... im Vergleich zu Benzin zb mit etwa 6€/8€ auf 100 km (bei gleicher Geschwindigkeit (120kmh)
Also dafür musst Du schon ein sehr sparsames Auto fahren......
Wenn ich meine Benziner nehme, da ist keiner unter 9 Euro dabei. Seit der Erhöhung der Spritpreise durch die CO2-Steuer schon gar nicht mehr.
Selbst beim Diesel wird es knapp.
Unabhängig davon, ab 50 Cent/kWh wird der Stromer unwirtschaftlich.

Grüße
Torsten
Was kostet ein Liter gerade? 1,4€? Macht 5,7 Liter

Stimmt mein Alter mini (kleiner als mein jetziger) brauchte 6

Sagen wir 10€ auf 100km... Immer noch günstiger

Sehe ich auch so... Bei viel mehr als 50 Cent ist dann für Otto normal Verbraucher einfach Schluss mit lustig

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

MartinG
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Ladepreise sind ein komplexes Ding, weil sich die Randbedingungen (Anzahl der Fahrzeuge, Anzahl der Ladepunkte öffentlich / privat), Förderungen, ...) und das Nutzerverhalten als Reaktion darauf laufend ändern. Wo die Ladepreise hingehen werden (das war die Fragestellung) und wo ich sie gerne hätte - das sind zwei sehr unterschiedliche Themen...

Ich möchte aber auch einwerfen, dass Elektroautos wie nahezu jedes Auto nicht ausschließlich nach Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit gekauft bzw. gefahren wird. Man bemerkt die Ladekosten nur deutlicher, weil sie jeweils unmittelbar anfallen, während alle anderen Kosten (Anschaffung, Versicherung, Reifen, Reparaturen, ...) dann schon längst vergessen sind - der klassische Rezenzeffekt.

Insgesamt beurteile ich die Elektromobilität nicht nur nach dem Strompreis / den direkten Kosten. Für mich ist das schon ein wichtiges Argument, dass im Auto keine Rohstoffe unwiederbringlich verbrannt werden.

Das heißt aber nicht, dass jeder Preis für mich plötzlich in Ordnung ist. In der Distanz auf der Autobahn ist der Sprit auch wesentlich teurer, da finde ich 50 Cent für ultraschnelles Laden durchaus noch erträglich. Maingau 48 Cent, Tesla 35 Cent, Ionity-Spontanladung um 79 Cent würde ich mir aber auch nicht zumuten.

AC sehe ich eher bei um die 35 Cent. Gerade bei AC ist der Preisanstieg der letzten beiden Jahre sicher für viele spürbar.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Hier wird geunkt das auch die EnBW die Ladepreis nicht weiter subventioniert werden. Der Ad hoc Preis der EnBW ist höher als der von Ionity wegen der Zeit komponente.
Als registrierte/r Kundin/Kunde der “mobility+” App der EnBW können die HPC weiterhin für 0,49 Euro pro Kilowattstunde genutzt werden. Ein monatliches Grundentgelt fällt dabei nicht an. Persönliche Kunden- und Zahlungsdaten inkl. des Nutzungsprofils werden aber freilich dennoch beim Anbieter hinterlassen. Dass dieser, mutmaßlich hoch defizitäre Tarif, jedoch langfristig erhalten bleibt, gilt als unsicher. Wir erwarten eine Preisanpassung in diesem Jahr.
https://emobly.com/de/news/ad-hoc-tarif ... -der-enbw/
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Elektroautomieter
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Ronny89 hat geschrieben: Einfach wie bei der Tankstelle... Runter von der Autobahn und daneben irgendwo "langsamer" (nicht langsam) laden...

1€ pro kWh oder auch 60 Cent würde ich auch nicht zahlen... Das wären 40€ oder 24€ für 250-300 km Strecke... Das ist einfach zu teuer für den Individualverkehr im Vergleich zu Benzin zb mit etwa 6€/8€ auf 100 km (bei gleicher Geschwindigkeit (120kmh))
Selbst ein T-Roc verbraucht als Diesel bei dieser Geschwindigkeit nur ca. 4,5l. Ein Golf 8 TDI gerne auch nur 3,7l auf 100 km. Als Benziner sicher auch mit um die 5l und das alles auch bei -5 Grad mit 20 Grad Innenraumtemperatur.


Als Aktionär von Sixt freue ich mich zwar darüber, denn wer am WE eine Strecke von 800 km zurück legen muss, der hat den Mietpreis schon alleine durch die Differenz zwischen Diesel- und Strompreis wieder drinn. Dazu noch die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, keine Diskussionen mehr mit Beifahrern warum die Heizung aus ist und keine Ladepausen auf irgendwelchen Rastplätzen in der Nacht, im Regen. Ich sollte bei Sixt Aktien nachkaufen, denn Langstrecke mit dem E-Auto werden sich nur Idealisten antun.

Sozial bleibt das ganze unfair, denn diese Ungerechtigkeit wird über neue Strafsteuern auf Kraftstoffe "gelöst" werden. Langstrecke mit dem Auto wird es in ein paar Jahren für ärmere Haushalte nicht mehr geben. Dann heißt es halt für viele Ärmere: (Fern)bus fahren. Dauert zwar nur doppelt so lange, aber dafür stehen die Reichen E-Autofahrer halt auch weniger im Stau. Am Ende profitieren alle :D
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Dass auch für ENBW Moblility+ dieses Jahr noch eine Preiserhöhung kommt rechne ich schon länger. Vmtl. wird das aber noch bis Mitte des Jahres oder gar Herbst dauern. Die müssen ja noch die Auswirkungen letzte Anpassung mit der Blockiergebühr auswerten.
Zudem erwarte ich dass Langsamlader immer mehr das Nachsehen haben werden, von daher wird die Zeitkomponente auch bei ENBW immer mehr Eingang in die Preisstruktur halten. Ob sie sich trauen den kwh-preis gleich zulassen und generell eine Zeitkomponente einführen oder einfach den kwh-Preis anpassen wird sich zeigen. Vmtl. wird beides passieren. An der Blockiergebühr wir sicher auch noch herumgedoktert - dieser einfach nach 4h anfallende Betrag ist für aktuell auf den Markt kommenden Akkugrößen einfach nicht mehr praxisgerecht.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Finde eine Zeitkomponente gar nicht so schlecht das macht eine Blockiergebühr eigentlich unnötig.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

MartinG
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Die Kosten der Fortbewegung sind ja nicht nur der Sprit oder der Strom...

Das Problem der Langstrecke ist technisch gelöst: Die notwendigen Batterien gibt es, das Ultraschnell-Laden gibt es.

Die Autos gibt es auch, aber die Ladeinfrastruktur ist noch schwach. Ja es nervt, wenn man bei diesen Beispielen immer mit dem Tesla-Superchargern kommt, aber es klappt auch mit einem VW ID.3, man muss sich nur ein wenig mehr anstrengen.

Mit den Ladepreisen hat das aber nicht so viel zu tun, höchstens mittelfristig: Wenn die Auslastung der Ladeinfrastruktur steigt und damit die Investitionskosten auf mehr Ladevorgänge verteilt werden können, dann dämpft das vielleicht den Preisanstieg der letzten beiden Jahre. Sicher ist das natürlich nicht. Sprit auf der Autobahn war auch schon immer teuer und der reine Benzinpreis spielt dafür nicht die entscheidende Rolle.

Ob Blockier- oder Zeitgebühren dabei helfen wird sich erst zeigen müssen. Tendenziell glaube ich, dass es eher hilft. So lange ich aber dieselbe Säule mit und ohne Blockiergebühr / Zeitgebühr verwenden kann (wie derzeit häufig), hat das keinen großen Einfluss...
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