Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

SamEye
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@teslahenry: wo werde ich wohl lieber laden? Am AC-Lader, der sich in 200m Entfernung zu meiner Wohnung befindet, oder beim "Schnellladepark" zu dem ich vielleicht 10 Kilometer "anreisen" muss, um mich dann dort 30-45 Minuten doof in die Gegend zu stellen?
Angebot und Nachfrage lassen sich nicht immer nur durch den Preis steuern ;)
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

teslahenry
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Diese AC Ladestationen in 200m nähe muss es erst Mal geben. Zum Schnelladepark beim Supermarkt oder Einkaufszentrum fahr ich automatisch.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

SamEye
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Touché, mein Tellerrand ;)

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Elektroautomieter
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Inside hat geschrieben: Dann muss das ganze halt querfinanziert werden.
Anwohnerparken in jeder Großstadt auf 200€- 300€ im Jahr und schon könnten die Städte das ganze finanzieren - ich bin gespannt welche Stadt das macht und wie der Aufschrei der Anwohner aussieht. Jeder der heute elektrisch fährt tut das auch aus dem Grund einen Wandel einzuleiten - dann muss man auch bereit sein einen Premium im Unterhalt zu zahlen. Nicht jede Innovation muss so günstig sein wie die vorhergehende - das müssen wir akzeptieren oder die Mobilität selbst teurer machen.
Das so bitte aber vor der nächsten Wahl verkünden. Dies würde bedeuten, dass sich die obere Unterschicht das Auto nicht mehr leisten kann. Dann heißt es wieder Bus fahren. Ich bin gespannt, was die wählen werden.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

SamEye
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was ist denn die "obere Unterschicht" Bitteschön?
https://www.finanzfluss.de/blog/schichtenmodell/
übrigens: wer über seinen Verhältnissen lebt, hat es bei Preis- oder Kostenerhöhungen immer schwer; egal welcher Schicht er angehört...

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

teslahenry
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Also wenn man weiterhin AC Ladestationen an unrentable Orte aufstellt werden sich die Ladepreise garantiert nicht verbessern. Wie weit darf den so eine AC Ladestationen von meiner Wohnung weg sein daß sie akzeptabel ist? Bei 5min Fussmarsch verliere ich 20min.
Zuletzt geändert von teslahenry am So 17. Jan 2021, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

SamEye
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was meinst Du mit "also" und auf welche Säulen beziehst Du Dich mit "weiterhin"? ;)
Die Lage der Säulen muss sicherlich auch von der angenommenen Auslastung abhängig gemacht werden. (deswegen gibt es in unserem Städtchen auch in jedem der Stadtteile mit hoher Einfamilienhausdichte keine einzige öffentliche Ladesäule...)
Das es bei der Aufstellung von Säulen auf "der grünen Wiese" (nicht wörtlich, nur ein Synonym für "bisher ohne Ladeinfrastruktur") mangels Erfahrung auch die ein- oder andere Fehlplatzierung geben kann, liegt dabei in der Natur der Sache, aber so eine Ladesäule ist ja nicht in Beton gegossen und lässt sich - sofern eine Fehlplatzierung vorliegt - auch mit geringerem Kostenaufwand als eine Neuaufstellung korrigieren.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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teslahenry hat geschrieben: Bei 5min Fussmarsch verliere ich 20min.
Sehe ich anders, du hast 10 Minuten körperliche Bewegung, und weil so gut tut, 10 Minuten Lebenszeit gewonnen. Nur eine Frage des Blickwinkels ;)

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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0cool1 hat geschrieben: Ja richtig. Wenn. Es ist aber nunmal so, dass auch viele öffentlich laden werden, weil zu Hause keine Möglichkeit besteht. Wir brauchen bezahlbare AC-Lademöglichkeiten.
Wer sein Auto täglich benötigt fährt damit ja meistens auch zur Arbeit. Die Arbeitgeber werden für die MA Lademöglichkeiten schaffen. Bei den größeren Akkus reicht dann das Laden beim AG. Ich habe inzwischen zwei Betriebe mit Lademöglichkeiten für die MA ausgerüstet. Das nächste Projekt fange ich in Kürze an.

teslahenry hat geschrieben: An einer Schnellader können pro Tag 48 Autos laden an einem AC Lader 6 Autos.
Na toll. Da wartest Du dann 30 bis 60 Min am DC-Lader stehen bis der Akku ausreichend geladen ist. Ein AC-Lader mit kleiner Leistung an jedem Dauerparkplatz (s. Norwegen) wird die Lösung bringen. DC-Lader sind nur was für die Langstrecke, wenn man sowieso eine Pause macht.

PS: 48 Autos pro Tag mit einem DC-Lader laden sind reine Illusion. Man braucht bei 30 Min auch noch Zeit für den Wechsel und dann ist da nicht immer sofort schon wieder der nächste zum Laden da. Auch die max. Ladeleistung erreicht man nur gelegentlich. Selbst die Hälfte ist mehr als fragwürdig da Nachts kaum jemand sich in die Schlange stellt um sein Auto zu laden. 12 bis 14 Ladevorgänge pro Säule und Tag wären schon eine sehr optimistische Einschätzung.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

marcometer
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Inside hat geschrieben: Wenn 95% der Ladevorgänge daheim gemacht werden und die Fahrer hier 30 Cent/kWh zahlen wird es dem Großteil auf der Langstrecke vollkommen egal sein, ob sie jetzt einmal im Jahr 10€ - 20€ sparen können oder nicht.
[...]
Gelitten haben die, die nicht daheim oder auf der Arbeit laden können.
[...]
Joa, bei mir/uns ist ja alles supi, die anderen sind halt die Gearschten. Müssen die halt bluten.
Kann so nicht funktionieren. Wenn es auf Dauer so bleibt wird die E-Mobilität nie aus der Kritik kommen.
Ich kann zwar zuhause laden, mache es aber ungern.
AC laden muss nahe dem (inkl. Grundgebühr) Strompreis zuhause bleiben, wie auch immer der liegt.
Wenn das nicht gegeben ist kann man das ganze Thema sein lassen, weil eine solche systematische Ungleichbehandlung von ~50% der Bevölkerung wird nicht auf Dauer hingenommen werden.
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