Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

disorganizer
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Ja das ist das Problem.

Mein Traum wäre:
Ich habe eine app und dort bestelle ich quasi ein auto wenn ich es benötige.
Nach max 30minuten steht es vor der tür.
Dann fahr ich wohin ich will und steig dort einfach aus.
Wenn ich dort nur kurz bleibe parke ich und halte das Auto reserviert.
Ansonsten fährt das auto selbst weg und ich muss wieder bestellen.
Das ganze dann zu einem Preis ähnlich wie zzt die tco meines bisherigen Stehzeugs.

Für den Urlaub kann ich dann ggf auch ein Auto etwas länger „ausbuchen“.

Damit hätten sich die meisten Probleme erledigt.

Kommen kann das erst mit autonomem Fahren und Akzeptanz für die Idee die Kiste nicht zu besitzen.

Edit:
Also quasi wie taxi, nur viel billiger da hochautomatisiert und ohne fahrer.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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disorganizer hat geschrieben: Vielleicht führt das dann auch mal dazu das man bereit ist auf den Autobesitz zu verzichten.
Wenn es günstige Transportmöglichkeiten ohne eigenes Auto gibt dann denke ich werden auch weniger Autos irgendwo abgestellt.
M.E. wäre private Elektromobilität eine Brücke dazu, um die PKW-Zahl in der Stadt auf 50% zu verringern. Der Grund ist, dass ein E-Auto nicht die 100%ige Verfügbarkeit hat wie ein Verbrenner, manchmal muss man das E-Auto einige Minuten Nachladen und dazu noch zu dieser öffentlichen Ladesäule fahren und zurücklaufen. Ähnlich ist die Verfügbarkeit beim Carsharing, manchmal muss man einige Minuten warten und sich an einem bestimmten Orten begeben.

Wenn sich aber die Stadtbevölkerung bis zu einem E-Auto-Anteil von ca. 25% nach und nach daran gewöhnt, dass das E-Auto einen Verbrenner trotz der Wartezeiten ersetzen kann, kann man nochmal 25% Carsharing-Fahrzeuge anbieten (natürlich auch "E"), und alle Verbrenner-PKW rauswerfen. Also nicht 0,25% Carsharing-Fahrzeuge so wie heute, sondern ein nenneswerter Anteil für die Leute die nicht eh viel mehr mit Fahrrad und ÖPNV fahren.

Bsp: statt 300.000 Verbrenner-PKW in der Stadt dann 75.000 private E-PKW und 75.000 Charsharing-E-PKW.

Aber: ohne weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Stadt wird die "Initialzündung" nicht klappen. Es wird dann auch in x Jahrzehnten bei 290.000 Verbrenner-PKW, 9.000 privaten E-PKW und 1.000 Charsharing-Verbrenner-PKW bleiben.
Schon 12 Jahre lang Kfz-Steuer für meine E-Autos gezahlt - seit 28 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Kant-xy
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mweisEl hat geschrieben:
disorganizer hat geschrieben: Vielleicht führt das dann auch mal dazu das man bereit ist auf den Autobesitz zu verzichten.
Wenn es günstige Transportmöglichkeiten ohne eigenes Auto gibt dann denke ich werden auch weniger Autos irgendwo abgestellt.
M.E. wäre private Elektromobilität eine Brücke dazu, um die PKW-Zahl in der Stadt auf 50% zu verringern. Der Grund ist, dass ein E-Auto nicht die 100%ige Verfügbarkeit hat wie ein Verbrenner, manchmal muss man das E-Auto einige Minuten Nachladen und dazu noch zu dieser öffentlichen Ladesäule fahren und zurücklaufen. Ähnlich ist die Verfügbarkeit beim Carsharing, manchmal muss man einige Minuten warten und sich an einem bestimmten Orten begeben.

Wenn sich aber die Stadtbevölkerung bis zu einem E-Auto-Anteil von ca. 25% nach und nach daran gewöhnt, dass das E-Auto einen Verbrenner trotz der Wartezeiten ersetzen kann, kann man nochmal 25% Carsharing-Fahrzeuge anbieten (natürlich auch "E"), und alle Verbrenner-PKW rauswerfen. Also nicht 0,25% Carsharing-Fahrzeuge so wie heute, sondern ein nenneswerter Anteil für die Leute die nicht eh viel mehr mit Fahrrad und ÖPNV fahren.

Bsp: statt 300.000 Verbrenner-PKW in der Stadt dann 75.000 private E-PKW und 75.000 Charsharing-E-PKW.

Aber: ohne weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Stadt wird die "Initialzündung" nicht klappen. Es wird dann auch in x Jahrzehnten bei 290.000 Verbrenner-PKW, 9.000 privaten E-PKW und 1.000 Charsharing-Verbrenner-PKW bleiben.
Ich weiß nicht, von welchen Wartezeiten du sprichst. Meine Realität ist anders. Mein Auto wartet auf mich wenn es Zuhause, bei der Arbeit oder beim Supermarkt lädt. Ist dann immer ausreichend geladen. Nur auf der Langstrecke > 300km muß ich eine Pause einplanen, aber das kommt praktisch nie vor.

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

disorganizer
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Wie gesagt, eigentlich müsste man private Autos ja von Fahrzeug in Stehzeug umbenennen :-)
Zoe Ph2 R135 ZE50
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Elektroautomieter
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disorganizer hat geschrieben: Deswegen hatte ich geschrieben:
Wenn man die Netzentgelte vom Staat direkt zahlt (ausbau und betrieb Infrastruktur) und die Abgaben/Umlagen streicht ist da schon ziemliches Potential :-)

Und das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun.
Sondern damit das kritische Infrastruktur nicht in private Hände gehört ;-)
Bzw von der Allgemeinheit/dem Staat finanziert werden sollte um nicht strategisch sinnvollen ausbau von kapitalisierung abhängig zu machen.

Die preisgestaltung kann man sehr gut über steuern machen.
Strategisch sinnvoll=keine/wenige abgaben
Strategisch unsinn=viele Abgaben
Das ist der sinn von sozialer Martkwirtschaft das der Staat eben auch regelnd eingreift wenn nötig.
Hat man nur in de die letzten rund 20-30 Jahre etwas vergessen im Rahmen des Liberalismus.

Darüber kann woanders diskutiert werden, aber mittelfristig ändert es an der Grundproblematik nichts.
@mweisEl Stadtbevölkerung ist ja keine homogene Gruppe. Die meisten wohnen nicht in den hippen Vierteln, wo der ÖPNV gut ist, sondern in den Vororten mit einer gan anderen Wohnbebauung, aber alle wohnen in der gleichen Stadt.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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disorganizer hat geschrieben: Wie gesagt, eigentlich müsste man private Autos ja von Fahrzeug in Stehzeug umbenennen :-)
Deine Frau nutzt Du doch wahrscheinlich auch nicht 24/7. Wäre zeitweise anmieten nicht auch interessant?
Oder so ein eigenes WC. Die paar Minuten, die man da am Tag drauf sitzt... ein Mietklo am Ende der Straße wäre doch cool, da wird die Brille auch nie kalt.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

enabler
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Karlsson hat geschrieben:
disorganizer hat geschrieben: Wie gesagt, eigentlich müsste man private Autos ja von Fahrzeug in Stehzeug umbenennen :-)
Deine Frau nutzt Du doch wahrscheinlich auch nicht 24/7.
Ohne Deine Frau (bewusst) zu kennen: sie steht im Gegensatz zum Laternenparker die ungenutzte Zeit nicht im öffentlichen Raum herum und nimmt anderen 15m2 Fläche weg.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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TOPIC!
Vielfach weiser ist der Narr, der sich seiner Narretei bewusst,
als jener Weise, der sich über alle Narretei erhaben wähnt.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Karlsson hat geschrieben:
disorganizer hat geschrieben: Wie gesagt, eigentlich müsste man private Autos ja von Fahrzeug in Stehzeug umbenennen :-)
...
Oder so ein eigenes WC. Die paar Minuten, die man da am Tag drauf sitzt... ein Mietklo am Ende der Straße wäre doch cool, da wird die Brille auch nie kalt.
Nicht schlecht! :D

Aber selbst die weniger krasse Alternative "Gemeinschaftsklo fürs Mehrfamilienhaus" zeigt schon auf, dass die "steht zu 90% der Zeit ungenutzt herum"-Argumentation nicht so einfach ist. Denn die Nutzung verteilt sich auch da nicht gleichmäßig auf die "100%-Zeit".
Viel Spaß am Morgen und Spätnachmittag mit den ach so effizient genutzten Gemeinschafts...... autos. ;)

Aber gehört das nicht eher ins Thema "
...oder überhaupt noch Individualmobilität" (oder so ähnlich) und weniger zur Entwicklung der Ladepreise?

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

enabler
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Jogi hat geschrieben: TOPIC!
Der Diskussionspfad vom Ladepreis hin zum Preis von Karlssons Frau lässt sich klar herleiten.

Aber Back-to-Topic: Der Ladepreis hängt davon ab, was das "80% Laden zu Hause" kosten wird. Und das ist bei Mobilisten schwer abzuschätzen, die sich für Laternenparken entschieden haben. Und da wird nicht das Laden teuer, sondern das Stehen (unabhängig von der Antriebsart) wird unattraktiviert, bzw. verteuert.
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