Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Elektroautomieter
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kub0815 hat geschrieben:
Elektroautomieter hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben: Autos nur noch zulassen wenn ein Elektrifizierter Stellplatz nachgewiesen wird. Mann kann sich alternativ zu 20% an einer öffentlichen Ladesäule beteiligen bei der man dann im Gegenzug günstig laden darf. Dann geht der Ausbau auf einmal. Ruki zucki.
Wenn man so priviligiert ist, dann ist es sehr einfach sowas zu fordern. Wer sich halt kein E-Auto leisten kann, der soll halt Bus fahren. Und wenn der nicht fährt? Tja Pech gehabt!? So wird das E-Auto ein Spielzeug der Reichen bleiben.
Es ist auch einfach zu fordern das man mir gefälligst den Strom für 39cent die kwh verkauft. Irgentwie wünsch dir was zu formulieren kann ich auch.
Am Ende leben wir in einer Demokratie und es wird Parteien geben, die ausrechnen werden, wie teuer das E-Auto sein könnte, wenn man nicht so priviligiert ist und auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen ist. Das sollten wir alle immer im Hinterkopf behalten.
Meine Prognose: Geladen muss, so oft es geht da, wo das Auto lange steht und damit meine ich nicht einen Einkauf bei Aldi. Lange bedeutet für mich einen Arbeitstag von Brutto neun Stunden. Dort würde der Aufbau von 3,7 kW Stationen oder erstmal sogar Schukos ausreichen, denn der Zeitraum reicht beim BMW I3 fasst aus, um ihn wieder auf 100% zu bringen, gerade unter Prämisse, dass man selten mit nur noch 15% Akkuinhalt an sein Ziel rollt. Hier sind die Arbeitgeber, Kino-, Freizeitpark-, Opern-, Schwimmbadbetreiber in der Pflicht diesen Ausbau nicht zu verschlafen.Hier sollte der Strompreis für den Kunden/AN/Besucher das Gleiche kosten, wie beim Hausstrom.
Schafft man es, dass man bei solchen Zielen wieder fast mit 100% los fahren kann, so ist man deutlich seltener auf die Schnellladeinfrastruktur angewiesen. Ich habe gerade mal meine letzten Fahrzeugmieten, auch die Verbrenner überschlagen und käme, abgesehen von den Urlaubsmieten, auf knapp 5 Vorgängen an CCS-Stationen, wenn ich bei jedem Start mit (fast) vollem Akku losgefahren wäre. Dazu kommt ja noch, dass die Akkus besser werden und damit auch die Notwendigkeit des Laden weniger wird.
Bei den Preisen für CCS-Stationen sehen wir ja bereits bei Ionity wohin die Reise geht. Ionity wird die Aral an einer Autobahn werden. Der 08/15-Fahrer fährt die nur an, wenn er Zeitdruck hat und dann wird auch nur die Strommenge geladen, die absolut nötig ist. Ähnlich wie man auch an einer Tankstelle an der Autobahn sein Auto ja auch nicht freiwillig voll tankt, wenn man nicht gerade Geld im Überfluss hat.
Interessant wird es, wenn man dann an die CCS-Ladeinfrastruktur denkt, die etwas außerhalb ist. Der Preis wird vermutlich je nach Auslastung enorm schwanken, da man sonst den Ansturm an Fahrzeugen sonst nicht bewältigen kann. Wer um 17 Uhr am Beginn der Sommerferien reisen will, der wird das doppelte zahlen, wie die Fahrerin, die nachts los fährt. Vermutlich wird man, aber auch Mischangebote finden. So gibt es eine 50kW Säule an einem Restaurant mit einem Mindestumsatz und einem Zeitslot in dem man laden kann. Verfehlt man den erhält man die Anzahlung nicht zurück. Der Mindestumsatz schwankt dann je nach Auslastung.
Aber das sind aus meiner Sicht die Ausnahmen. Der mittlere ID.3 hat eine Reichweite von ca. 300 KM, da werden für viele, inklusive mir, Besuche an CCS-Stationen sehr selten sein, wenn die "Alltagsinfrastruktur" gewachsen ist. Für die darf der Preis nicht über 0,4€ pro kWh steigen.
Ich brauche Eure Hilfe. Bitte an dieser Umfrage für meine Bachelorarbeit teilnehmen.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
Danke :)
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

hgerhauser
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Jupp78 hat geschrieben: Da man zwangsverpflichtet ist, auch den sauberen Strom abzunehmen, ergibt sich ein Mix, ein Mix der deutlich teurer ist.
Man könnte theoretisch den Prozentsatz im Mix festsetzen, wie man das in Näherung beim Biodiesel macht.

Hat man aber nicht gemacht, weil die Investitionskosten einen so hohen Anteil bei PV und Wind ausmachen. Pflanzenöl wurde schon und wird auch noch in sehr großen Mengen für alternative Anwendungen produziert (neben Lebensmitteln auch Kosmetika z.B.) und der internationale Markt ist sehr groß im Vergleich zu Deutschland (Verbrauch Deutschland etwa 1% des Weltverbrauchs).

Es gab also meines Wissens nie 20 Jahresverträge mit Biodieselproduzenten mit garantierten Preisen. Das war nicht nötig, um Investitionen in Biodieselraffinerien anzureizen.

Man hat unter anderem deswegen mit den Subventionen für Biokraftstoffe wenig an Innovation und Kostenreduktion angereizt und erreicht, dafür hat man aber auch keine Riesensubventionsschulden am Staatshaushalt vorbei angehäuft wie bei den PV Anlagen mit 50 Cent die kWh Vergütung für 20 Jahre.

Das Dumme an der Situation jetzt ist, dass unter anderem die Kosten für diese historischen Subventionen neue, flexible Verbraucher (Wärmepumpen, Elektroautos, Elektrolyseure) heute stark belasten und genau die braucht man um 100% Erneuerbare und Null Emissionen in Verkehr und Wärme zu erreichen.

Wenn man die Klimaziele möglichst billig erreichen will, ist denke ich zunehmend deutlich, dass fossile Brennstoffe direkt mit einer CO2 Steuer belastet werden sollten und diese Steuer den temporären Subventionsrucksack abtragen sollte, nicht der Stromkunde heute und in den nächsten 20 Jahren.

Zudem brauchen wir bald zeitvariable Netzentgelte.

Die festen Einspeisevergütungen gehören meiner Ansicht nach möglichst schnell entsorgt, und wenn Netzentgelte und Abgaben angepasst werden, muss man auch nicht mehr sklavisch darauf achten den eigenen PV Strom zu verbrauchen, sondern kann auch den Überschuss PV Strom des Nachbarn günstig nutzen.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

hgerhauser
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Elektroautomieter hat geschrieben:
Bei den Preisen für CCS-Stationen sehen wir ja bereits bei Ionity wohin die Reise geht. Ionity wird die Aral an einer Autobahn werden. Der 08/15-Fahrer fährt die nur an, wenn er Zeitdruck hat und dann wird auch nur die Strommenge geladen, die absolut nötig ist. Ähnlich wie man auch an einer Tankstelle an der Autobahn sein Auto ja auch nicht freiwillig voll tankt, wenn man nicht gerade Geld im Überfluss hat.
Im Prinzip könnte es auch billiger (bei 20 Millionen plus Elektroautos) werden, wenn z.B. ein PV/Windpark einen kleineren Netzanschluss braucht und das ausreichend viel Geld spart, dass man den nicht durch den zu klein angelegten Netzanschluss passenden Überschuss billig an Autofahrer verticken kann.

Das setzt natürlich voraus (neben einer Reform der Abgaben und Netzentgelte), dass wirklich ein deutlicher Unterschied in den Netzkosten ist zwischen 100 Meter 10 MW Leitung zum Ladepark an der Autobahn und 10 MW Leitung in die nächste Kleinstad 3 km weiter. Wenn beides sehr günstig ist, hat man wenig Kostenersparnis weiterzugeben, und zu Hause oder auf der Arbeit ist das flexible Laden immer einfacher als wenn man nur mal auf dem Nachhauseweg von der Arbeit am Autobahnladepark für einen Kaffee anhält.

Die 6 Windräder an der A4 bei Düren, die ich neulich mir mal angeguckt habe, haben etwas diese Distanz zur A4, bzw. zu einer ausreichend großen Anzahl an Verbrauchern in eingemeindeten Vororten von Düren.

Na ja, weite Zukunft, erstmal ist das Hauptproblem niedrige Auslastung und hohe Stromkosten, und 70 Cent an der Autobahn ist zuviel und sollte temporär runtersubventiert werden.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Elektroautomieter hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben:
Elektroautomieter hat geschrieben:

Wenn man so priviligiert ist, dann ist es sehr einfach sowas zu fordern. Wer sich halt kein E-Auto leisten kann, der soll halt Bus fahren. Und wenn der nicht fährt? Tja Pech gehabt!? So wird das E-Auto ein Spielzeug der Reichen bleiben.
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Dann sollen die welche schon das Privileg haben denn Parkplatz umsonst zu bekommen sich wenigstens an der Erstellung der Ladeinfrastruktur beteiligen das sie selber hinterher günstig laden können.

Weil die Mieter mit Stellplatz bekommen auch ziemlich sicher von ihrem Vermieter umsonst die Lademöglichkeit gestellt. Oder die wohneigentümer müssen auch erst mal investieren. Das du das als Privileg bezeichnest das man investieren muss und ander sollen es für umme bekommen finde ich nicht richtig.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

timmey
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Jupp78 hat geschrieben:
LtSpock hat geschrieben: Nochmal: Es geht um gesetzliche Abgaben. Wie sich diese Abgaben aufteilen interessiert den Endkunden nicht.
Nein, es sind staatlich regulierte Kosten der Strombereitstellung. Diese richten sich nur nach den entstandenen Kosten und nicht danach, was der Staat gerne einnehmen würde, um die Gemeinschaft am laufen zu halten oder wo er eine Lenkungswirkung bewirken will.
Beispiel EEG-Umlage: Das was damit bezahlt wird sind Gestehungskosten. Damit werden die EE´s bezahlt, die am Ende aus der Steckdose kommen. Das ist keine Steuer, das ist der Preis für die Erzeugung.
EEG-Umlage ist nicht der Preis der Erzeugung sondern der (heftigst) subventionierte Preis der Erzeugung. Ein himmelweiter Unterschied, denn hier geht es 100% um Lenkungswirkung (aká "Steuerung"). Die EEG-Umlage wurde Umlage geschimpft, da die damalige Koalition neue Steuern ausgeschlossen hatte. Dabei ist die EEG-Umlage im Kern exakt das. Die Gegenfinanzierung einer staatlichen Subvention zum Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen.

Wie dem auch sei, die Erzeugungskosten und Netzbetrieb sind nur ein Bruchteil dessen, also die tatsächlichen Kosten der Infrastruktur, machen nur einen Bruchteil des Strompreises aus.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

disorganizer
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Also ich gehe davon aus das wenn man die Steuergeschenke fuer Diesel und Kerosin streicht und anschliessend auch andere unsinnige Subventionen und Steuererleichterungen abschafft dann koennte mann die Absgaben fuer Autostrom so weit senken das die Strompreise zum Laden recht weit runter gehen koennten.

Dazu noch endlich das lokale Foerderchaos beseitigen und einheitlich einfach zugaengliche Bundesfoerderung fuer Autos und private sowie oeffentliche Ladeinfrastruktur und wir werden uns in 5 Jahren darueber wunder wie wir jemals auf die Idee gekommen sind fuer die private Fortbewegung etwas zu verbrennen :-)

Einfache Beispiel was man heute schon bundeseinheitlich erzwingen koennte:
Jede neue Packstation muesste Ladepunkte mitbringen.
Jeder neue Parkplatz muesste Ladepunkte mitbringen.
Jeder groessere Umbau an oder auf oeffentlichen Plaetzen muesste Ladestationen bringen
Jede neue Tankstelle muesste x% der Tankstellenplaetze an Ladepunkten mitbringen.

Dazu muesste man folgende Firmen animieren:
Telekom an jedem dslam (das ist dort schon in Arbeit! dort scheitert es oft an komplizierten Genehmigungen)
Stromanbieter an jeder Umspannstation/Trafohaeusschen
Paketdienste an jeder Packstation oder aehnlicher Einrichtung
Jede Tankstelle muesste einen Ladepunkt bauen muessen.

EDIT:
Achja, und eventuell sollte auch regelnd in die Preisgestaltung eingegriffen werden. Ich sehe schon das so manches Lademonopol da in Zukunft versuchen wird die Kunden abzuziehen.
Zwangsweises Roaming zu festpreisen analog zu anderen Diensten koennte man ja ueberlegen.
Marktregulierung wie das ja auch bei der Telekommunikation gemacht wird... warum nicht.
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EZ 18.09.2020

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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hgerhauser hat geschrieben: 70 Cent an der Autobahn ist zuviel und sollte temporär runtersubventiert werden.
disorganizer hat geschrieben: Absgaben fuer Autostrom so weit senken das die Strompreise zum Laden recht weit runter gehen koennten.
Uns als Betroffenen wäre das natürlich recht, wenn wir da günstiger wegkommen würden. Ich sehe das allerdings schwierig, vor allem beim Heimladen kann man ja den Autostrom nicht vom Haushaltsstrom unterscheiden. Er hat ja nicht wie Heizöl eine andere Farbe. Und das wäre für unterschiedliche Besteuerung (ich nenne es mal vereinfachend so) notwendig, Und den zuhause geladenen Strom darf man nicht anders behandeln als den öffentlichen, weil:
kub0815 hat geschrieben: Ich fordere das der Strom an der Ladesäule NICHT billiger sein darf als zu Hause. Weil es dann genug freaks gibt die sich trotz Lademöglichkeit zuhause an externe lader stellen...
Aber tatsächlich -und egal wie man es betitelt- ist Strom bezogen auf die erworbene Energiemenge wesentlich stärker mit Steuern, Abgaben und was auch immer belastet als Ölprodukte. Was nicht im Sinne der Grundrichtung der derzeitigen Politik sein kann. Die sagt ja, unnötige Mobilität vermeiden und nur wo sie sein muss, möglichst elektrisch. Also muss Autofahren insgesamt teurer werden.

Im Fazit sehe ich für einen steuernden Eingriff des Staats in die Mobilitätswende also eher das Steigen der Preise für fossile Kraftstoffe als zielführend an. Das bisschen Kfz- und CO2-Steuer ist da noch bei Weitem zu wenig.
disorganizer hat geschrieben: Achja, und eventuell sollte auch regelnd in die Preisgestaltung eingegriffen werden.(...) Marktregulierung wie das ja auch bei der Telekommunikation gemacht wird... warum nicht.
Eine Regulierung der öffentlichen Ladeinfrastruktur, insbesondere im Roaming halte ich dagegen auch für sinnvoll und notwendig. Nicht nur wegen der Preise, sondern auch zur Vereinfachung. Aber das würde wahrscheinlich stellenweise den weiteren Ausbau bremsen und wird deshalb (noch) nicht gemacht,
Bild Bild (Verbrauch inkl. Ladeverluste) - Ioniq Elektro - Premium - Phantom Black

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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@hghildeb die Netzkosten sind kosten die man nicht rausrechnen kann. Die gehören zum Strompreis dazu. Wie gesagt ich hole ja mein Benzin nicht in Rotterdam ab!

Der Strompreis ist ja auch nur Teil der Diskussion die teuere Ladeinfrastrucktur kommt noch obendrauf.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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hghildeb hat geschrieben: Und den zuhause geladenen Strom darf man nicht anders behandeln als den öffentlichen, weil:
Es würde ja reichen, wenn man zu Hause mit seinem normalen Tarif laden kann, also um die 30 ct/kWh, und es unterwegs dann minimal teurer ist (damit die Heim-Lader keinen Anreiz haben, unnötig öffentlich zu laden und die Infrastruktur dann für die frei bleibt, die öffentlich laden müssen). Die Senkung der Abgaben auf den Strompreis an den Ladesäulen darf ja erstmal gerne an die Betreiber der Ladesäulen gehen, damit dort überhaupt was verdient werden kann und es sich lohnt, die Säulen aufzustellen.

Ich erwarte nicht, dass dadurch der Ladestrom zu Hause oder an den Säulen günstiger wird, als jetzt bei aktuellen Haushaltsstromtarifen.
seit 02/2020: ZOE INTENS R135 Z.E. 50 (Winterpaket, CCS, 9,3"), go-eCharger
EnBW/ADAC, Maingau/ESL, eins, Naturstrom-Ladekarte, (Plugsurfing, Shell Recharge, GET CHARGE, SW Erfurt)

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

hgerhauser
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Es gibt mehrere akute Baustellen:

1. Schnellladerpreise unter 40 Cent halten, aber höher als Haushaltsstrom
2. CO2 Preise hoch auf Diesel, Erdgas, Benzin, Heizöl,

gerade erst bei Spiegel "Von der Leyens unsozialer Green Deal
Tanken für Brüssel
Eine Kolumne von Michael Sauga
Die EU will mit den CO₂-Einnahmen ihren Haushalt konsolidieren. Die Kosten tragen vor allem Geringverdiener. So vertieft der Klimaplan die Kluft zwischen Arm und Reich."

Artikel ist hinter pay wall und muss ich erst gar nicht lesen, aber klar ist, dass man so Überschriften produziert mit höheren CO2 Steuern, daher muss da zu Niedrigverdienern umverteilt werden, und niedrigere Strompreise machen das. Und dann müssen die paar Härtefälle mit Ölheizung und 60 km Weg zur Arbeit im 20 Jahre alten Diesel noch extra unterstützt werden.

3. Flexible Strompreise, zeitvariable Netzentgelte: heute profitiert der Hauseigentümer mit eigener PV von niedrigen Ladepreisen (Einspeisevergütung ist inzwischen auf unter 9 Cent die kWh gefallen), wer lokal erzeugten erneuerbaren Strom lädt, oder dann, wenn die Netzinfrastruktur sehr niedrige ausgelastet ist, auch erneuerbaren Strom von weiter weg, der spart Kosten, weil Leitungen nicht gebaut werden müssen und Überchüsse sinnvoll genutzt werden. Das muss sich im Preis niederschlagen und ist auch dringend:

Der PV Deckel war nicht grundlos da, wenn wir den Ausbau auf 10 oder 15 GW steigern, haben wir ganz schnell massive Überschüsse mittags, die irgendwohin müssen.
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