Wo werden die Ladepreise hin gehen?

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

USER_AVATAR
  • hghildeb
  • Beiträge: 806
  • Registriert: Mi 30. Nov 2016, 23:35
  • Wohnort: WUG
  • Hat sich bedankt: 84 Mal
  • Danke erhalten: 181 Mal
read
Ich denke das muss man differenziert sehen.

Auf dem Land, wo die Eigenheimquote (und die Pkw-Dichte) verhältnismäßig hoch ist, ist es wesentlich leichter, eigene Lademöglichkeiten zu schaffen. Da es dort oft lange Pendelstrecken, wenig öffentliche Ladesäulen und quasi nicht existierende Alternativen zum eigenen Auto gibt, ist das auch nötig.

In der Metropole, wo Menschen ohne festen Stellplatz wohnen, braucht man andere Lösungen. Zum Beispiel ein Parkhaus mit einem komplett elektrifiziertem Parkdeck. Oder eine ordentliche Gesetzgebung mit Recht auf Laden in der Tiefgarage. Oder einfach nur einen funktionierenden und bezahlbaren ÖPNV. Bei der jungen Generation in den Städten geht der Trend ja schon heute weg vom eigenen Auto. In den nächsten Jahren wird sich das noch verstärken.

Um den Bogen zurück zum eigentlichen Thema zu spannen: Ich denke, auch wenn die Preise für öffentliches Laden in Zukunft steigen, wird das immer mehr an Relevanz verlieren.
Bild Bild (Verbrauch inkl. Ladeverluste) - Ioniq Elektro - Premium - Phantom Black
Anzeige

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

USER_AVATAR
read
Die Lademöglichkeit zuhause und /oder beim Arbeitgeber reicht nicht wenn es nicht nur ein Zweitwagen sein soll.
Langstrecken müssen auch funktionieren und dafür sind Zuverlässigkeit, eine gute Abdeckung und eine hohe Ladeleistung die wichtigen Punkte.
Natürlich sollte der Preis nicht astronomisch sein, aber wenn man zu 5% da lädt, ist das nicht so DAS wichtige Kriterium.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus.

Ist nur meine Meinung, ihr dürft gerne eine andere haben.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Ungard
  • Beiträge: 1950
  • Registriert: Sa 20. Apr 2019, 11:26
  • Hat sich bedankt: 55 Mal
  • Danke erhalten: 450 Mal
read
Komisch, hier klappt es...
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
  • Beiträge: 2575
  • Registriert: Mo 17. Aug 2015, 11:19
  • Hat sich bedankt: 98 Mal
  • Danke erhalten: 853 Mal
read
SüdSchwabe hat geschrieben:
ubit hat geschrieben: Ich denke DAS ist die überwiegende Mehrheit...
a.) Reine Spekulation, was die Zahlen angeht.
Nein. Begründete Vermutungen.... Muss ich jetzt nicht nochmal darlegen. Mehrheit ist >50 %. Überwiegende Mehrheit fängt für mich bei 60% an.
b.) Wie soll der Interessent den Arbeitgeber dazu bewegen, eine Lademöglichkeit zu schaffen?
Der Interessent soll das gar nicht machen... Unsere Politik hat vorgegeben: Wir steigen auf e-Mobilität um. Entsprechend müssen dann die Rahmenbedingungen geschaffen werden damit das auch praktikabel ist. Da werden aktuell noch sehr viele Möglichkeiten "verschenkt". So muss man bei Neubauten zum Beispiel fast überall verpflichtend eine gewisse Anzahl an Parkplätzen schaffen und eine bestimmte Anzahl an Bäumen pflanzen. Das kann man doch locker um verpflichtende Stromversorgung an den Stellplätzen oder sogar verpflichtende Quote für Ladesäulen erweitern.

Viele Eigentumswohnungsbesitzer würden auch gerne in der Tiefgarage eine Lademöglichkeit schaffen, scheitern aber an der Eigentümergemeinschaft. Passender Gesetzentwurf liegt seit Ewigkeiten vor. Bayern blockiert...

Bei jedweder "Erneuerung" von Verkehrswegen kann man die nötigen Kabel für die Elektrifizierung gleich legen lassen. Kostet gar nicht so viel mehr als die ohnehin notwendige Sanierung der maroden Straßen. Würde aber den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für "Laternenparker" deutlich vereinfachen.
Kannst Du diese Spekulation irgendwie mit Quellen füttern oder ist das nur gut geraten?
Schätzwerte. Unter anderem auf der Basis der Eigenheimquote in einigen Bundesländern (z.B. Saarland 63%) und der Tatsache das sehr viele größere Betriebe zumindest bei uns in der Gegend Parkplätze für ihre Mitarbeiter haben. Und meist auch noch sehr leistungsfähige Anschlüsse ans Stromnetz so dass sich dort Ladesäulen problemlos errichten lassen würden. Das dürfte zusammen einen großen Teil der Bevölkerung abdecken.

Für den Urlaub braucht man halt zusätzlich die Schnellladesäulen - auf die sich ja momentan Politik und Wirtschaft konzentrieren - wobei sie "die Basis" zu vergessen scheinen.
Das ist sie doch heute schon nicht. Warum sollte es dann für eMobile gelten.
Benzin kostet für Alle gleich viel. Mit geringfügigen lokalen Abweichungen. KFZ-Steuer und Versicherung auch. Anschaffungspreise zählen bei dieser Betrachtung erstmal nicht - dafür gibt es ja den Gebrauchtmarkt.
Wenn aber ein Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage seinen e-Tron für 3€/100 km fährt und Otto-Normalfahrer 16€/100 km zahlen soll weil er öffentlich laden muss, dann wird das Streß geben. Ganz sicher...
Wenn man weiter denkt, ist es vielleicht sogar erstrebenswert, dass für eine Gruppe es lohnenswert ist, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten und statt dessen doch auf die ÖPNV um zu steigen, soweit möglich.
Das bestreite ich nicht. Allerdings scheitert dieses Vorhaben an so vielen Gründen das ich damit nicht allzu bald rechne... Allen voran knappe Kassen der Gemeinden und - vor Allem - die schlichte "Gewohnheit" bzw. Trägheit der Bevölkerung. Die Menschen sind halt so an "ihr Auto" gewöhnt das es sehr schwierig wird da ein Umdenken zu bewirken.
Ja, der Gesetzgeber muss einiges tun. Bspw. die Lademöglichkeit in Gemeinschaftsanlagen erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen.
Ja - ohne Zweifel
Und nein, der Gesetzgeber muss auch mal unpopuläre Maßnahmen ergreifen dürfen, ohne dass der Mob gleich mit Mistgabeln, Fackeln und gelben Leibchen auf die Straße rennt, weil manche Leute einfach nicht verstehen wollen, dass wir nicht mehr so wie bisher weiter machen können.
Tja - der Aufschwung populistischer Parteien zeigt aber das die Sache mit den unpopulären Maßnahmen zu hoher Arbeitslosigkeit führt - zumindest bei den Politikern... Es ist halt leicht "dem Volk" nach dem Mund zu reden ohne wirkliche Lösungen anbieten zu können. "Damals" zu Kaisers Zeiten war das anders. Monarchien haben ihre Vorteile...
Ich denke das sogar ein Herr Scheuer nicht so dämlich ist die notwendigen Maßnahmen nicht zu kennen. Allein: Umsetzen kann und/oder will er sie nicht.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

USER_AVATAR
read
Vorsicht mit der "Eigenheimquote". Die liegt nämlich im Saarland mitnichten bei ~63%. Das ist die Eigentümerquote. Das ist was anderes.
Eigenheimquote sind Einfamilienhäuser.
Eigentümer schließt auch die ein, die in einer Wohnanlage eine Eigentumswohnung haben.
Siehe dazu die Informationen bei Statista

Es gab laut Statista 2017 ca. 15,7Mio Einfamilienhäuser.
Das ergibt laut ebendiesen eine Quote von 30,7% aller Haushalte, die ein Einfamilienhaus haben. Immerhin könnte also theoretisch jeder dritte Haushalt problemlos laden.

Für alle Anderen, also fast 70%, wird es zumindest eine Herausforderung.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
  • Beiträge: 2575
  • Registriert: Mo 17. Aug 2015, 11:19
  • Hat sich bedankt: 98 Mal
  • Danke erhalten: 853 Mal
read
SüdSchwabe hat geschrieben: Vorsicht mit der "Eigenheimquote". Die liegt nämlich im Saarland mitnichten bei ~63%. Das ist die Eigentümerquote. Das ist was anderes.
Eigenheimquote sind Einfamilienhäuser.
Eigentümer schließt auch die ein, die in einer Wohnanlage eine Eigentumswohnung haben.
Wie gesagt: Viele der Eigentumswohnungen haben durchaus auch Stellplätze/Tiefgarage. Zumindest bei uns in der Gegend ist eine Tiefgarage oder eine Garagenanlage bei sehr vielen Wohnanlagen durchaus keine Seltenheit. Sogar viele Mietshäuser haben sowas. Oder zumindest Stellplätze "vor dem Haus", also direkt am bebauten Grundstück - auch da wäre Ladetechnik keine technische Herausforderung.

Kritisch ist es halt vor Allem in den extrem dicht bebauten Innenstädten größerer Städte. Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Köln... Es leben aber nur gut 30% der Deutschen in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Und das Problem dürfte erst in deutlich größeren Städten ernsthaft bestehen - oder in den wenigen Städten die auf Grund geographischer Besonderheiten ein Platzproblem haben wie Wuppertal. Und selbst in diesen Städten gibt es Parkhäuser und Tiefgaragen.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

kirovchanin
read
Ihr vergesst dabei aber, dass die meisten Leute auch zur Miete wohnen.

Bei uns wärs zum Beispiel kein Problem, eine Starkstromsteckdose oder Wallbox in der Garage zu installieren. Die Vermieterin will das aber nicht bezahlen (warum sollte sie auch?) und wir auch nicht, weil wir nicht wissen, wie lange wir noch dort wohnen. Außerdem bräuchte man eine separate Zähler-Lösung. Also Status quo = nix :-)

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Naturfreund68
read
ubit hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: Vorsicht mit der "Eigenheimquote". Die liegt nämlich im Saarland mitnichten bei ~63%. Das ist die Eigentümerquote. Das ist was anderes.
Eigenheimquote sind Einfamilienhäuser.
Eigentümer schließt auch die ein, die in einer Wohnanlage eine Eigentumswohnung haben.
Wie gesagt: Viele der Eigentumswohnungen haben durchaus auch Stellplätze/Tiefgarage. Zumindest bei uns in der Gegend ist eine Tiefgarage oder eine Garagenanlage bei sehr vielen Wohnanlagen durchaus keine Seltenheit. Sogar viele Mietshäuser haben sowas. Oder zumindest Stellplätze "vor dem Haus", also direkt am bebauten Grundstück - auch da wäre Ladetechnik keine technische Herausforderung.

Kritisch ist es halt vor Allem in den extrem dicht bebauten Innenstädten größerer Städte. Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Köln... Es leben aber nur gut 30% der Deutschen in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Und das Problem dürfte erst in deutlich größeren Städten ernsthaft bestehen - oder in den wenigen Städten die auf Grund geographischer Besonderheiten ein Platzproblem haben wie Wuppertal. Und selbst in diesen Städten gibt es Parkhäuser und Tiefgaragen.

Ciao, Udo
Die Problematik mit den Tiefgaragen bei Eigentumswohnungen sollte bekannt sein. Es müssen alle Eigentümer zustimmen und das klappt sehr selten. Fällt also ohne Gesetzesänderungen raus.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

USER_AVATAR
read
Naturfreund68 hat geschrieben: Die Problematik mit den Tiefgaragen bei Eigentumswohnungen sollte bekannt sein. Es müssen alle Eigentümer zustimmen und das klappt sehr selten. Fällt also ohne Gesetzesänderungen raus.
Das habe ich schon weiter oben geschrieben.

Und genau das meinte ich: Für 70% der Haushalte (die eben nicht in Einfamilienhäusern wohnen) ist es mindestens eine Herausforderung, eine Lademöglichkeit zu Hause zu schaffen. Selbst wenn sie Eigentümer eine Wohnung in einer wie auch immer gearteten Wohnanlage sind, kann es sehr schwer sein, eine Wallbox anbringen zu dürfen. Ganz zu schweigen für Mieter.

Der bescheuerte Minister hat ja mal wieder am Montag nach diesem ergebnislosen Treffen angekündigt, dass das angegangen werden soll. Völlig unverbindlich natürlich...

Ja natürlich ist der Gesetzgeber da auch gefordert, nicht nur bei dem "Recht auf Wallbox" (wenn ich das mal so nennen will). Nur scheint da unsere dolle Regierung noch zu sehr im Rektum der Automobilindustrie zu stecken, um diese gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Und nochmal: Selbst wenn sie das heute umsetzen würden - es wird teilweise noch Jahre dauern, bis diese Gesetze tatsächlich sichtbar Wirkung entfalten Bspw. dass man Garagen in Neubauten für Ladeplätze verpflichtend ertüchtigt. Bis das "in der Masse" angekommen ist, braucht das einen langen Atem.

Um wieder die Kurve zum Thread Thema zu kriegen: Ein eMobil wird vor allen Dingen dann relativ günstig, wenn man viel zu Hause laden kann. Solange man auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen ist, ist es gegebenenfalls nicht nur unkomfortabel, sondern auch unter Umständen sehr teuer.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Ungard
  • Beiträge: 1950
  • Registriert: Sa 20. Apr 2019, 11:26
  • Hat sich bedankt: 55 Mal
  • Danke erhalten: 450 Mal
read
Ein eMobil wird vor allen Dingen dann relativ günstig, wenn man viel zu Hause laden kann
Ich würde es mal so sagen, am günstigsten:
1. Gratis beim AG
2. Daheim mit PV
3. Maingau Kunde AC vor Ort für 15 Cent die kWh(bei mir kann ich z.b. an der Säule die zu Fuß 5 Minuten weg ist prima laden)
4. Daheim mit "Fremdstrom"


Könnte ich nicht gratis beim AG laden wäre es für mich ohne PV am günstigsten mit Maingau bzw Naturstrom bin ich am öffentlichen Lader voll zu machen (Da Naturstrom = Pauschale)
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Öffentliche Lade-Infrastruktur“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag