Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Das entspricht exact meiner Einschätzung.
An erster Stelle AC Heimstromtarif (wenn möglich), danach AC öffentlich, dann DC 'normal' und am teuersten DC als HPC an Fernstraßen. Das wäre dann auch parallel zu den Kosten für die Infrastruktur.

Im übrigen gebe ich zu Bedenken, dass nicht alle Ladesäulenanbieter auch Stromanbieter sind, wie vorher in einigen Beiträgen geschrieben wurde. Sie müssen sich also ganz normal an den Einkaufspreisen für Strom halten.

Das mit den kostenlosen Säulen sehe ich allerdings komplett anders.

Ich prophezeie mal:
Ikea möchte wahrscheinlich auch in Zukunft den Fahrstrom an seine Kunden kostenlos abgeben. Das sagt mir die Entscheidung, dass sie 20kW DC-Lader aufstellen. Wollten sie etwas damit verdienen, würden sie mindestens 50kW wählen, um mehr Kunden in gleicher Zeit bedienen zu können.

Ikea hält dies für eine gute Werbeaktion - noch!
Spätestens wenn 30 und mehr % der anfahrenden Kunden mit einem E-Auto kommen, wird es Ärger geben. Jeder Einkäufer möchte das Angebot auf kostenlosen Ladestrom nutzen. Dies wird aber nicht mehr möglich sein, da die Anzahl der Ladesäulen einfach viel zu gering ist. Daher wird es immer mehr Beschwerdemails an die Verwaltung geben, die irgendwann die Notbremse ziehen muss, da die eigentlich als positive Werbung gedacht Aktion immer mehr negativen Beigeschmack bekommt. Dies wird wahrscheinlich nur durch eine Kostenpflicht möglich sein.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Misterdublex
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Thema IKEA und Co.: Langfristig werden an solchen Standorten auch AC 11 kW reichen. Einzugsgebiet von einem IKEA im Rhein-Ruhrgebiet sind schätzungsweise 30 km. Eine Stunde hält sich so ein Kunde dort bestimmt auf und in Zukunft werden wohl oft 11 kW-AC-Lader in den Fahrzeugen verbaut werden. Das reicht dann locker für die Hin- und Rückfahrt.

Deswegen werden die dann bestimmt einfach mehrere 11 kW AC-Ladepunkte dazu bauen.

Kostenlos wird es da wohl bleiben.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Glaub ich nicht das Strom in Zukunft noch kostenlos bei Ikea, Aldi oder Lidl zu bekommen ist. Siehe Norwegen da kosten die auch schon was. Die werden einen geschäft daraus machen wie bei den Tankstellen auch. Für Leute ohne eigene Lademöglichkeit wird das die erste Wahl werden mit 50kw während dem Einkaufen zu laden.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Kostenlos wird es in Zukunft genauso oft geben wie jetzt kostenloses Benzin, vielleicht als Eröffnungsangebot einer neuen Ladesäule, um diese bekannt zu machen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass an Supermärkten, Baumärkten, IKEA und anderen Destinationen, an denen man länger bleibt und wo an Kunden Geld verdient wird, der Strom zumindest an AC-Ladesäulen, vielleicht auch an langsamen DC-Ladern, zum Einkaufspreis plus ein paar Cent für Wartung abgegeben wird, so dass man dort nicht wesentlich teurer als zuhause lädt. Dies wäre dann für alle Laternenparker ein Anreiz, in so ein Geschäft zu gehen. Bzw., wenn sich das durchsetzt, werden alle Geschäfte, die das nicht bieten, gemieden. Ebenso wird man sehen müssen, ob an Autobahnen die Autohof- und Autobahnraststättenbetreiber nicht auch darauf achten werden, dass die Qualität und die Preise der Schnelllader gut sind. Wenn das nicht der Fall ist, werden die Elektroautofahrer lieber 20 km vorher oder später anhalten, wo es Strom gut und zu fairen Preisen gibt.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Bei IKEA und Co gehe ich mal davon aus, dass dort weiterhin kostenlos geladen werden kann, wenn man für einen bestimmten Wert eingekauft hat. Ähnlich wie es bei den Parkgebühren auch teilweise gemacht wird.

An den Autobahnen wird es Lademöglichkeiten an den Raststätten geben. Die meisten werden, wenn man z.B. zu Verwandten oder so fährt, am Zielort nachladen. Beim Verbrenner hatte man einfach keine Möglichkeit zu Hause oder am Zielort zu tanken. Mit dem E-Auto ist das aber möglich. Deswegen wird die Häufigkeit der Nutzung der Ladesäulen in keinster Weise mit den Zapfsäulen vergleichbar sein. Ich habe in den letzten 20 Jahren kein einziges Mal an einer Autobahnraststätte getankt sondern immer dann wenn ich an meiner Tankstelle zu Hause vorbei kam obwohl ich mehr als 30.000 km im Jahr fahre. Die heimische Tankstelle wird jetzt durch die Ladebox zu Hause ersetzt. Die meisten werden es genauso machen, wenn die E-Autos eine vergleichbare Reichweite wie die Verbrenner haben.

Wenn man dann ausnahmsweise mal an einer Autobahnladesäule laden muss, wird man einen höheren Preis verschmerzen können.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Ich bin überzeugt davon, dass Aldi im Moment auch deshalb nichts berechnet, weil es noch keine zulässige DC-Abrechnung gibt. Sobald das der Fall ist und der Verbrauch das zugedachte Werbebudget überschreitet, wird man abrechnen.

Allerdings wird Aldi auch dort seine Discountpreise beibehalten und zu einem günstigen Anbieter zählen. Eine Abrechnung könnte ich mir gut via Prepaidkarte vorstellen, die über die Ladenkasse verkauft wird.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Die werden sich was einfallen lassen das du in den Läden Reinmuster wen du günstige n Strom willst.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Ich gehe davon aus, dass sich die Preise noch etwas mehr harmonisieren werden. Jedoch nicht in dem Masse wie dies bei Benzin/Diesel der Fall ist. Dazu sind die Ladeleistungen und Lokalitäten zu unterschiedlich. Insgesamt dürfte das Laden oder "Betanken" preislich etwas komplexer werden (grössere Preisspanne) als dies bei Benzin/Diesel Tankstellen der Fall ist. Entsprechend gefordert sind hier Gesetzgebung und E-Mobility Provider um eine gute Transparenz bezüglich Ladepreisen zu schaffen.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Wenn 90% zu Hause geladen wird, braucht man keine Transparenz da man den Preis ja kennt. Wenn man dann noch über die eigenen PV-Anlage mit PV-abhängige Ladeleistungsregelung verfügt, dann hat man sogar eine Festpreisgarantie für immer.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

umali
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Da gibt's nur das Problem, dass die meisten EV-user tagsüber auf Arbeit sind und meistens ihr EV auch mit dabei haben. Da sieht's dann düster aus mit eigenem PV-Strom und Festpreis, sofern kein fest installierter Stromspeicher als Puffer existiert. Oder sollen die ihre 7kwp auf dem Hänger mitnehmen?

Ist aber auch egal, wenn sie mit 30ct/kWh Ökostrom nachts zu Hause laden, ist halt etwas teurer, aber nicht übermäßig.
Richtig bescheiden dran sind dagegen Citybewohner ohne eigene Lademöglichkeit. Wenn die auf die teuren CCS-Stationen angewiesen sind und die Preise weiter steigen, ist Frust vorprogrammiert.

VG U x I
Zuletzt geändert von umali am Mo 15. Apr 2019, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
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