Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Jake1865 hat geschrieben: Gibt es da eine offizielle Quelle wo ich das nachlesen kann?

Ich habe da nur inoffizielle Beispiele gefunden.
Google kannst Du aber schon bedienen?

https://www.elektroauto-news.net/2016/m ... eutschland
https://www.autozeitung.de/pkw-maut-deu ... 80303.html
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 30682.html

Haargenau (und etwas sperrig) kannst Du das im Infrastruktrugesetz §2 Ausnahmen Abs 1 Satz 10 nachlesen:
(1) Die Infrastrukturabgabe ist nicht zu entrichten für die Benutzung von Straßen im Sinne des § 1 Absatz 1 mit
[ ...]
10. Kraftfahrzeugen mit einem Antrieb ausschließlich durch Elektromotoren, die ganz oder überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern gespeist werden[...]
https://www.gesetze-im-internet.de/infrag/__2.html
S;
--
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Jake1865
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Leider finde ich im Gesetz keinen Passus, wo etwas von Erstattung oder Verrechnung mit der KFZ-Steuer bei Verbrennern steht.
Bin ich blind oder steht das in einer anderen Quelle (Gesetz oder Verordnung).

Gruß Jake
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

AndiH
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Bei der Steuerdiskussion wird gerne vergessen das auch Strom besteuert ist, nach Energieinhalt sogar in einer ählichen Größenordnung wie bei der Mineralölsteuer. Das heißt weg fällt eingentlich nur der Teil der Steuern, welcher bisher durch den geringen Wirkungsgrad des Verbrenners zustande kommt. Wenn man etwa von Faktor 2 besserem Wirkungsgrad beim E-Auto ausgeht , wären die maximalen Steuerausfälle grob gerundet etwa 18 Mrd. für z.B. 2018. Nicht berücksichtigt ist das es auch andere Spritverbraucher als PKW gibt, die wahrscheinlich auch noch lange Sprit brauchen werden und deshalb weiterhin Mineralölsteuer zahlen. Das wäre deutlich weniger als z.B. über den Soli eingenommen wird und nur ein wenig mehr als Versicherungssteuer oder Tabaksteuer. An den direkten Bundessteuern wären das Stand heute etwa 15% Anteil die wegfallen könnten wenn wirklich alle PKW km elektrisch gefahren werden. Das wäre bei einem Zeithorizont von mindestens 10 Jahren. Die nächste Wirtschaftsflaute wird deutlich teurer werden.
Quelle für die Zahlen: https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... aften.html
Seit 02/2016 über 3.700 Liter Diesel NICHT verbrannt...

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Wenn sich die eMobilität breit durchsetzen sollte, ist eine Besteuerung des Antriebsstromes unumgänglich. Ansonsten würde ein dickes Loch im Bundeshaushalt klaffen.
Sehe ich nicht so, dass das unumgänglich ist. Es könnte natürlich so kommen.

Ich persönlich bin starker Befürworter der Streckenmaut. Diese müsste natürlich in einer Datenschutzkonformen Art erhoben werden, was allerdings auch kein großes Problem darstellt.

Man könnte damit viele Dinge erschlagen:

A) Das System wird Europaweit eingeführt und ersetzt alle anderen Mautsysteme
B) Dem System wird eine Mautkarte mit Mautsätzen in Abhängigkeit von Schadstoff- (Inkl Lärm-) Emissionen hinterlegt. Damit kann man auch länderspezifische Wünsche erschlagen.
C) Das Fahrzeug hat eine Mautkiste, dem der Fahrzeugtyp hinterlegt ist. Zudem wird der Kiste der Betriebsstatus des Fahrzeugs übermittelt (bei Hybriden). Es errechnet entsprechend der Daten die zu entrichtende Maut und den Empfänger. Der genau zurück gelegte Weg wird dabei nicht übermittelt.

Was man damit nebenbei obsolet macht sind Dieselfahrverbote. Stellen mit hoher NOx Belastung sind in der Karte vermerkt. Fährt man mit einem Diesel mit hohem NOx Ausstoß durch diese Straße ist dies zwar erlaubt, wird aber teuer. Wenn man nur sehr selten durch solche Gebiete fährt, dann muss man sich aber trotzdem kein neues Auto kaufen. Wer das öfters tut, wird das nicht lange machen. Des Weiteren können Hybride in solchen Gebieten in den Elektromodus schalten um Gebühren zu sparen.

Man könnte (Betonung liegt auf könnte) auch Besonderheiten für den Arbeitsweg etc. berücksichtigen.

Entsprechend der technologischen Entwicklung werden dann die Mautsätze angepasst, damit wir weiterhin genug Geld einnehmen.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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deutschland hat soviel aufzuholen und die konzerne wieder gut zu machen, an die e-autos wird man sich nicht rantrauen. vorher fallen sie über pelletheizungen her. dann bringt meine PV endlich wieder ertrag!
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Wenn sich die eMobilität breit durchsetzen sollte, ist eine Besteuerung des Antriebsstromes unumgänglich. Ansonsten würde ein dickes Loch im Bundeshaushalt klaffen.
Der Strom ist doch auch bereits besteuert. Und das in der Summe an Steuern, Abgaben und Umlagen nicht zu knapp. Was dann an Mineralölsteuer wegfällt, kommt an Stromsteuern neu dazu. Allenfalls die Höhe könnte korrigiert werden müssen, damit wir annähernd aufkommensneutral werden. Wobei ich da zuversichtlich bin, dass die Energiewende-Gesetzgebung von sich aus dafür sorgt.

Super-E hat geschrieben: Ich persönlich bin starker Befürworter der Streckenmaut.
Die Vorschläge, die du anführst, scheinen mir schlüssig. Aber eine EU-weite Harmonisierung der Mautsysteme dürfte in absehbarer Zukunft Utopie bleiben. Und eine automatisierte Erfassung von Fahrdaten und -zuständen werden die deutschen Datenschützer sowieso zu verhindern wissen. Egal wie anonymisiert das ablaufen soll.
Bild Bild (Verbrauch inkl. Ladeverluste) - Ioniq Elektro - Premium - Phantom Black

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Es ist schlicht unmöglich den Strom zu erfassen, der in die Akkus fließt. Jede Steckdose kann ein Ladpunkt sein.

Aber die Kilometer auf den Tacho können ein Merkmal bei der Besteuerung sein. Immerhin werden leichte Stromer auch weniger besteuert, wenn die 10 Jahre rum sind. Da können sich auch mal I3 Halter freuen.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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hghildeb hat geschrieben: Die Vorschläge, die du anführst, scheinen mir schlüssig. Aber eine EU-weite Harmonisierung der Mautsysteme dürfte in absehbarer Zukunft Utopie bleiben. Und eine automatisierte Erfassung von Fahrdaten und -zuständen werden die deutschen Datenschützer sowieso zu verhindern wissen. Egal wie anonymisiert das ablaufen soll.
zum erstsen Satz: ein solches System würde - auch wenn das nicht wünschenswert ist - ermöglichen, bestehende Mautsysteme zu integrieren. Man würde dann eben beim einmaligen befahren einer österreichischen Autobahn z.B. den Preis einer 14 Tagesvignette verbuchen und beim passieren einer Zusatzmautstation wird eben genau der zu bezahlende Betrag abgebucht. In Italien gibt es eh Streckenmaut, die man 1:1 übernehmen könnte. Man muss ja nicht unbedingt die Schadstoffklassen berücksichtigen... Ich denke aber, dass die meisten Länder das gerne anpassen würden. Einen Grundsatzbeschluss, dass ein einheitliches streckenbasiertes System anzustreben ist, gäbe es ja.

Wichtig wäre aber die dämliche "alles bleibt genau wie es war und nur die Ausländer zahlen" Einschränkung fallen zu lassen.

zum zweiten
Kann schwierig werden, ist aber nicht unmöglich. Ich hätte da ein paar Ideen.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

hgerhauser
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AndiH hat geschrieben: Bei der Steuerdiskussion wird gerne vergessen das auch Strom besteuert ist, nach Energieinhalt sogar in einer ählichen Größenordnung wie bei der Mineralölsteuer.
Wenn man Umlagen berücksichtigt, wird Strom sogar mehr als doppelt so stark belastet wie Diesel. Bei PV/Windparks, die ihren Strom direkt verkaufen, sind die Erzeugungskosten im Vergleich zu Diesel um ca. 70% günstiger pro km, also kann man pro km die gleichen Steuern nehmen, und erneuerbarer Strom bleibt weiter viel günstiger.

Wieso kann man bei einem europaweiten System nicht einfach den Kilometerzähler im Auto nehmen? Genau wie bei Strom, einmal im Jahr ablesen und gut ist.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Nein, nichts ablesen und wieder Verwaltungsgedöns. Der Kilometerstand geht den Staat nichts an und abgesehen davon wird da auch gar nicht erfasst, ob das im Ausland gefahren wurde, womöglich noch auf Strecken, die auch wieder einer Maut unterliegen.
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