Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

der niederrheiner
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Hm, der Sinn der Diskusion ob Destination-Charger oder Roadside-Charger, ist mir abhanden gekommen. Dachte ja erst, das hätte irgendwelche Folgen für's bezahlen. . .


Stephan
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

MartinG
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keyfob hat geschrieben: Was muss den nachgerüstet werden? @MartinG Kartenleser sind es nicht.
Die Ideen sind anscheinend noch etwas variabel und reichen von Kartenleser + PIN-Pad + Anzeige bis zur einfachen berührungslosen Verwendung.

Die funktioniert aber auch nicht immer zuverlässig und ohne Anzeige von Preis etc. wird das eher schwierig.

Egal, was man dann wirklich nachrüsten muss, ökonomisch attraktiv ist das nicht...
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Sebastian99
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ErSelbst hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben: Um zum Thema zurück zu kommen, Shell Recharge deutet auch in die Richtung, wo die Preise hingehen:
shell.PNG
Obwohl man bedenken muss, dass Newmotion schon immer eine teure Lösung war - eine der ersten (wenn nicht der erste) europaweite Roaminganbieter, das hat halt auch seine Kosten.
Die Mail flatterte bei mir auch gestern ins Postfach.... Neue "Einheitstarife" in Deutschland

Wie kann man denn 5 verschiedene Ladepreise + "Preise variabel" als einheitlich benennen? :o

Das ist ja fast, als würde jemand eine Preiserhöhung um 30 bis 45% mit "moderat" umschreiben :twisted:
Bisher wird/wurde bei NewMotion bei beinahe wirklich jedem Roaming Partner ein anderer Preis aufgerufen, dafür wird es für NewMotion Maßstäbe schon einheitlichlicher, wie ich finde.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

LtSpock
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Was noch keiner so richtig auf dem Radar hat:

Als alter WoMo-/Urlauber wird es interessant werden, was ab 2025 auf dem Sektor der Freizeitfahrzeuge passieren wird, wenn der Diesel die 2€-Hürde überschritten hat. Da gibts ja bis jetzt keine brauchbaren Alternativen, zumal die Mehrheit der heutigen Fahrzeuge bis 3,5t heute schon keine gescheiten Zuladungen mehr haben, was durch zusätzliche Akkus ganz aufgefressen wird. Wer nicht den alten Lappen hat und bis 7,5t pilotieren darf ist da raus, was quasi die Mehrheit sein wird. Da ist der jährliche TÜV noch das kleinere Übel.
Dann werden nächstes Jahr noch die unüberlegten Pandemiekäufe auf den Markt geschmissen, weil man wieder ins Flugzeug sitzen kann und den ersten Crash einläuten.

Andererseits sind Ladepreise von mindestens 50c/kWh für ein Freizeitfahrzeug mit geschätzten mindestens 30kWh/100km auch nicht zu vernachlässigen. Ich denke da wird es im Gegensatz zum PKW noch viel größere Verwerfungen und einen Markteinbruch geben.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Singing-Bard
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Die Ladeinfrastruktur ist ja gerade erst im Aufbau, es gibt im Vergleich zum Gesamtfahrzeugbestand minimal wenige Batteriefahrzeuge auf den Strassen.
Was gerade passiert ist, das die Claims für die Zukunft abgesteckt werden.

Wenn die Preise für die Schnellladung zu teuer wird, dann werden die potentiellen Käufer dies im Hinterkopf behalten und wieder verstärkt auf größere Akkukapazität setzten, um mehr des günstigen zuHause Stroms im Tank zu haben. Auch wenn sie das nur selten auf der Langstrecke brauchen und deshalb eine unnötig grosse Akkukapazität im Neuwagen bezahlen.

Selbst die Automanager sehen die hohen Strompreise als Gefahr für die Wende zur Elektromobiliät

"... Silke Bagschik leitet bei VW den Elektroauto-Vertrieb. In einer Videoschalte mit Journalisten auf die Strompreise bei Ionity angesprochen, sagte sie laut dem Magazin Edison kürzlich: „Darüber bin ich gar nicht glücklich.“ Sie halte den Preis für „eindeutig zu hoch“. Privatleute wie Flottenbetreiber in Deutschland würden mittlerweile neben dem Klimanutzen auch die finanziellen Vorteile der E-Mobilität erkennen – hohe Strompreise seien daher ebenso kontraproduktiv wie ein niedriger Benzinpreis...." (https://ecomento.de/2020/04/27/vw-manag ... rompreise/)

Ich erwarte das wie im Bereich von Mobilfunk Roaming die Politik in Europa einschreiten wird und mit Subventionen die Wechsel zur E-Mobilität auch beim Fahrstrom glätten wird.

Aber der generelle Zielkonflikt, dass der E-Fahrer möglichst immer eine freie Säule finden möchte und der E-Stromanbieter am liebsten ständig belegte Säulen braucht um die Investition zurückzuverdienen wird dadurch nicht aufgehoben.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

keyfob
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MartinG hat geschrieben: Egal, was man dann wirklich nachrüsten muss, ökonomisch attraktiv ist das nicht...
Also woher hast du das das man irgentwas nachrüsten muss? So wie ich das bisher gelesen habe muss man das NICHT.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

MartinG
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Hier z.B..

Browserbasiert ist zwar eine gute Idee, aber dann werden sich auch viele aufregen, weil ohne kostenloses WLAN dort und was ist, wenn man kein Smartphone hat/will/bedienen kann etc. In Skandinavien funktioniert das sehr gut, aber auch nicht immer.

Viele Ladesäulen in DE kann man derzeit nicht per App freischalten, aber das lässt sich hoffentlich noch einrichten.

Aber es kommt drauf an, wie das Gesetz dann wirklich kommt. Wenn Apps und Browser ausreichend sind, dann schließe ich mich deiner Meinung an - es wird ohne Hardware-Nachrüstung gehen (wenn auch nicht ganz ohne Änderungen, siehe Ladesäulen, die derzeit nur mit Karte aktiviert werden können).

Der Unterschied zu heute wäre dann aber so minimal, dass sich die Frage nach dem Sinn der ganzen Diskussion und dem Nutzen eines zusätzlichen Gesetzes stellt...
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

keyfob
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Ist aber auch veraltet die info.

Hier steht das es keine nachrüstpflicht gibt.
https://www.electrive.net/2021/05/12/ka ... t-ab-2023/
Gegenüber dem Kompromiss, der in der vergangenen Woche bekannt wurde, ist das eine große Änderung. Die beschlossene Regelung zum einheitlichen Bezahlsystem gilt für alle Ladesäulen, die ab dem 1. Juli 2023 erstmalig in Betrieb genommen werden. Bestehende Säulen müssen nicht nachgerüstet werden. Bisher hieß es, dass auch Ladepunkte, die seit dem 18. Juni 2016 in Betrieb genommen wurden, bis 2023 nachgerüstet werden müssen.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

MartinG
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Danke für den Link! Das ist ja nur noch schlimmer geworden, eben weil die einfachen AC-Säulen ab dann als vollwertige Bezahlstationen verbaut werden müssen. Gar keine Browser-Option mehr...

Und damit es niemandem weh tut, werden die Beschwerdeführer mit Steuergeldern ruhiggestellt. Also: Nicht sehr schlaue Regelung + Steuergeld = schlaue Regelung? Ich denke nicht.

Gleichzeitig erzeugt man ab 2023 einen Flickenteppich von 150.000 Ladesäulen für Ladekarten und Apps und erst ab dann Ladesäulen mit Kartenterminal und Tastatur. Das ist im Artikel aber ohnehin angesprochen. Ich wage die Prognose, dass 2023 fast nur noch berührungslos bezahlt wird und sich die Pin-Eingabe am Kartenterminal dann bereits weitgehend erledigt hat, vor allem für Kleinbeträge - wie beispielsweise ein Ladevorgang für 25 Euro. Aber bei den Ladesäulen fangen wir dann erst damit an!

In Summe also eine Frankenstein-Lösung, bei der wenig passende Teile mit Steuergeld zusammengeflickt wurden. Unschön! Leider kein Leistungsbeweis für unseren politischer Prozess...
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

mobafan
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MartinG hat geschrieben: Danke für den Link! Das ist ja nur noch schlimmer geworden, eben weil die einfachen AC-Säulen ab dann als vollwertige Bezahlstationen verbaut werden müssen. Gar keine Browser-Option mehr...
Ich bin mir fast sicher, dass ab 2023 AC-Säulen fast nur noch in bewirtschafteten (und entgeltpflichtigen) Parkzonen wie Tiefgaragen, Parkhäusern usw. verbaut werden. Die Abrechnung des Stroms erfolgt dann zusammen mit dem Parkticket am zentralen Automaten.
Und damit es niemandem weh tut, werden die Beschwerdeführer mit Steuergeldern ruhiggestellt. Also: Nicht sehr schlaue Regelung + Steuergeld = schlaue Regelung? Ich denke nicht.
An zu vielen Gesetzen und Verordnungen arbeiten Lobbiisten mit, keine unabhängigen Experten. Daher ist es klar, dass oftmals Gesetze nur für die entsprechend lauteste Lobby toll sind, nicht unbedingt für die Gesellschaft an sich.
Ich wage die Prognose, dass 2023 fast nur noch berührungslos bezahlt wird und sich die Pin-Eingabe am Kartenterminal dann bereits weitgehend erledigt hat, vor allem für Kleinbeträge - wie beispielsweise ein Ladevorgang für 25 Euro. Aber bei den Ladesäulen fangen wir dann erst damit an!
Für Kartenzahlung ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Es ist nichtmal ein Schlitz für den Kartenleser erforderlich, geht alles berührungslos über NFC. Die Westfalen Weser unterstützt das an ihren neueren Säulen heute schon. Und ich finde das richtig gut, weil so auch Auswärtige einfach laden können.
Geht übrigens so: Karte vorhalten, auf dem Display wird der Preis angezeigt und der Hinweis, dass man die Karten erneut vorhalten soll, wenn man das Angebot annimmt und zum genannten Preis laden will (sind glaube ich 39ct/kWh).
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