AC - ein Auslaufmodell?

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
  • spark-ed
  • Beiträge: 1851
  • Registriert: Sa 2. Aug 2014, 09:39
  • Wohnort: Sehnde
  • Danke erhalten: 229 Mal
read
Meine provokative Meinung dazu:

Es fehlt den "erfahrenen" E-Mobilisten trotz early-adaptor Genen manchmal die Phantasie etwas anderes als das Bekannte/ Bewährte in Betracht zu ziehen.
Genau genommen ist der AC-Onboardlader ein wenig vergleichbar mit dem Hybridantrieb in der Elektromobilität - nicht Fisch und nicht Fleisch.
Ein letztlich mehr oder weniger schlechter Kompromiss.

Gäbe es einen Markt dafür: ein leichter, tragbarer und passiv gekühlter IP68 AC/DC Adapter mit Schukoleistung oder auch mehr für kleines Geld wäre längst verfügbar.
Alle anderen Leistungsklassen für stationären Betrieb je nach individuellem Bedarf und Budget gibt es theoretisch jetzt schon.

Die vorhandene AC Ladeinfrastruktur hält den Bedarf und die Forderung nach überdimensionierter Onboard-Technik somit im Umkehrschluss eigentlich nur künstlich am Leben.
Es kommt die Zeit für einen Richtungswechsel
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
Anzeige

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
read
E-lmo hat geschrieben:Ich glaube SRAM meinte schon ein tragbares Ladegerät als Ersatz für das festverbaute, welches laut Elektrozauber wegrationalisiert werden könnte.
Sonst würde SRAM für den "Ladeziegel" nicht die Reserveradmulde als Größenordnung ansetzen.
Yo ! Danke für die Richtigstellung. Deshalb steht LZ auch in "" ;)


Gruß SRAM
________________________________________________
Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
Bild

Re: AC - ein Auslaufmodell?

WinnieW
  • Beiträge: 460
  • Registriert: Mo 3. Okt 2016, 20:24
  • Hat sich bedankt: 5 Mal
  • Danke erhalten: 7 Mal
read
spark-ed hat geschrieben:Gäbe es einen Markt dafür: ein leichter, tragbarer und passiv gekühlter IP68 AC/DC Adapter mit Schukoleistung oder auch mehr für kleines Geld wäre längst verfügbar.
Ganz ehrlich. Wenn ich dazu gezwungen wäre mir einen externen DC-Lader zu kaufen dann würde ich mir gleich einen 3-Phasen 10 kW Lader kaufen... und falls der Preis niedrig genug wäre auch gleich einen mit 20 kW.

Leicht und tragbar sollte bis 10 kW Leistungsvermögen machbar sein. Passiv gekühlt und IP68 gleichzeitig würde aber sicherlich ein aufwendiges Gehäuse aus Metall erfordern, weil eben doch Abwärme entsteht welche abgegeben werden muss.
Und diese anfallende Abwärme müsste dann auch im Hochsommer wenn das Ladegerät in der Sonne steht abgegeben werden können u. da sehe ich definitiv Probleme.
Zuletzt geändert von WinnieW am Sa 26. Jan 2019, 23:39, insgesamt 1-mal geändert.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

mbrod
  • Beiträge: 224
  • Registriert: Fr 29. Jan 2016, 13:05
  • Wohnort: Frankfurt am Main
  • Hat sich bedankt: 30 Mal
  • Danke erhalten: 16 Mal
read
HGÜ fürs EV? 12V DC Inselnetz soll es ja vereinzelt geben!
Im Ernst: Netzverträgliches Laden heißt 2 bis 3 kW über Nacht oder am Arbeitsplatz und 100 km Reichweite dabei gewinnen. Natürlich mit der vorhandenen AC-Infrastruktur.
Vorstellen kann ich mir 450 V DC paralleles Inselnetz bei der Kombination PV und EV.
Zoe Life R240 mit Akku Upgrade auf 41 kWh

Re: AC - ein Auslaufmodell?

Kuhprah
  • Beiträge: 129
  • Registriert: Sa 11. Okt 2014, 00:40
  • Wohnort: CH-SO
read
So lange es dann DC Lader gibt die problemlos von 1,2 bis 6kW laden können kann AC mal weg. Weil mehr als 6kW Überschuss werd ich vom Dach nicht haben... und bitte mehr als 6 - 700€ kosten sollte das Teil natürlich auch nicht.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
  • p.hase
  • Beiträge: 9297
  • Registriert: So 20. Okt 2013, 19:22
  • Wohnort: Speckgürtel Stuttgart/Lindau - hin- und her über die Alb..
  • Hat sich bedankt: 173 Mal
  • Danke erhalten: 181 Mal
read
merkel überzieht die bundesrepublik mit ihren stadtwerken mit den heilbringenden AC22 säulen und erfindet sich selbst neu. die stadtwerke lassen eine sektflasche nach der anderen knallen, jede säule kann mit bis zu 40000€ aufgebläht werden. jedes stadtwerk besitzt mindestens einen i3 oder ZOE. stadtwerke können AC, aber kein DC und der preis für die AC-säulen ist super variabel. fakt ist, die säulen MÜSSEN!!! 6 jahre lang betrieben und verwaltet und gemeldet werden was zusätzlich geld in die kassen spült. wenn die ladesäulen nicht gekommen wären, hätten die stadtwerkwerke dagestanden wie die banken jetzt, kurz vor bankrott. stadtwerke bauen lieber 20 AC-säulen anstatt 1 DC-säule. wer wird also AC aufgeben wollen? niemand.
*** STOP e-Racism! AC43 + Chademo + CCS 4 ALL! ***
--> Miteinander statt Gegeneinander!

Re: AC - ein Auslaufmodell?

AndiH
  • Beiträge: 2363
  • Registriert: Mo 22. Feb 2016, 21:49
  • Hat sich bedankt: 103 Mal
  • Danke erhalten: 220 Mal
read
AC und DC sind sowohl technisch als auch vom Anwendungsfall zwei Paar Stiefel. AC ist dazu da das man das Fahrzeug mit wenig Aufwand auch an schwacher Infrastruktur (Garagen Bestand!) oder in großer Anzahl (Parkhaus mit > 100 Plätzen) laden kann. Deshalb ist dort die Leistungselektronik im Fahrzeug und nicht in den Ladepunkten. DC ist dazu da wenn ich ab und an (Urlaub etc.) schnell laden will/muss, aber es keinen Sinn macht die aufwendige/teure Technik 365 Tage im Jahr spazieren zu fahren. Da sich beides ohne große Schwierigkeiten oder Kosten in einem Fahrzeug realisieren lässt, wäre es Blödsinn einen der Anwendungsfälle zu verschlechtern nur damit nicht beides im Fahrzeug sein muss.
Was wegfallen wird sind die "schnelleren" öffentlichen AC Lader und die entsprechende Technik in günstigeren Fahrzeugen, weil es dafür keinerlei Geschäftsmodell gibt. In der Brot-und-Butter Klasse wird deshalb DC (optional) + schwachem AC Standard werden, in den höheren Preisregionen wahlweise noch AC mit bis zu 22kW für Leute mit Budget.
Seit 02/2016 über 3.700 Liter Diesel NICHT verbrannt...

Re: AC - ein Auslaufmodell?

michaell
  • Beiträge: 1482
  • Registriert: Fr 28. Nov 2014, 16:26
  • Wohnort: 90765 Fürth
  • Hat sich bedankt: 1 Mal
  • Danke erhalten: 4 Mal
  • Website
read
@schwani

Wo haste das von VW gelesen ?
Wepasto selbst verschiebt und verschiebt ja !

ABL will an März ja liefern, aber Preise leider noch nicht bekannt !

Aber Datenblatt hab ich soll 24 kw dc koennen
ZOE intens seit 11/2014, Peugeot seit 11/2020
KONA seit 12/2018
Info (at) Solar-lamprecht.de

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
  • JoDa
  • Beiträge: 1202
  • Registriert: So 6. Jul 2014, 23:16
  • Wohnort: A3162 Rainfeld, Niederösterreich
  • Hat sich bedankt: 211 Mal
  • Danke erhalten: 228 Mal
read
Der derzeitige Standard ist m.E. praktikabel und wird daher bleiben!
D.h. Typ2-Ladeanschluss über den DC und AC geladen werden kann.
AC über OnBoard-Lader mit 3,6kW (Standard) bis 11kW (Optional), welche man zum Laden zu Hause über Nacht verwendet. Destination-Charging (Restaurant, Einkaufszentrum, ...) sehe ich als nicht alleinige zusätzliche Lademöglichkeit für AC.
DC über öffentliche Schnellladesäulen wobei die max. Ladeleistung durch das BMS des Akkus begrenzt wird. (Min. Ladezeit von Li-Ionen-Akkus von 0-80% ca. 45min.)


Zumeist werden bei DC-Ladern nur Prototypen gezeigt und Liefertermine immer wieder verschoben. (z.B. Die hier genannten DC-Wallboxen von efacec und Webasto.) Und wenn hier geschrieben wird VW hat gerade wieder eine DC-Ladelösung für zu Hause angekündigt, dann bestätigt VW dadurch wieder nur seinen Ruf als Ankündigungsweltmeister. Die derzeit tatsächlich lieferbaren Lösungen findet man im Wiki: https://www.goingelectric.de/wiki/DC_Lösungen
Aber selbst beim günstigsten Anbieter SETEC aus China sind die Preise noch (zu) hoch bzw. die Geräte (zu) schwer für mobile Lösungen.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
read
Noch einmal zur Klarstellung:
Ich setze zwingend voraus, das für meine Hypothese mobile oder kleine DC Wallboxen in die gleiche Preisregion kommen, wie heutige AC Geräte! Daran habe ich aber auch gleichzeitig keinen Zweifel - über den Zeitpunkt müssen wir ja jetzt hier nicht spekulieren.
Alleine in Deutschland hätten wir das Einsparpotenzial von etwa 45 Millionen - in Fahrzeugen verbauten - onboard Ladern. Die gleiche Menge fest installiert im privaten und öffentlichen Bereich und das Thema Laden hätte sich sowieso erledigt. Die fest installierten hätten aber wahrscheinlich eine längere Lebensdauer, als die in den Fahrzeugen.

Eine DC Leistung von 5kW oder weniger wäre ja für den Mobilbereich sowie als Wallbox auch kein Problem. Die Kühlung wäre überschaubar und selbst ein auf 2,3kW getrimmtes DC-Gerät hätte mit Sicherheit einen besseren Wirkungsgrad, als ein 11kW Bordlader, der an 10A Schuko lädt.

Im übrigen sehe ich kein Problem bei der Abrechnung. Wir müssen uns freimachen von dem Gedanke, dass die Abnahmemenge im Heimbereich bzw. der Mietwohnung über einen eigenen Zähler abgerechnet wird. Wenn V2G wirklich kommt, muss die Abrechnung über's Netz funktionieren. Wenn die Fahrzeuge zur Netzstabilisierung und Pufferung dienen sollen, muss jeder Netzzugang - egal ob zuhause, in irgendeiner Tiefgarage oder auf dem Supermarktparkplatz bzw beim Arbeitgeber dafür genutzt werden können. Also kommen dort jeweils Ladung sowie Einspeisung in Frage. Die Abrechnung muss dann im Prinzip an das Auto gekoppelt sein und nicht an den Standort! Das gleiche gilt auch für die dann anfallenden Tarife.

Mit VW schaue ich noch mal nach, ob ich's finde.
Edit:
Hab's gefunden - ist aber nicht gerade die Preisklasse, über die wir hier diskutieren... :lol:
https://edison.handelsblatt.com/erleben ... 01228.html


PS die 30.000 stimmen...
26kWp PV im Eigenverbrauch
Outlander PHEV 06/17 - 11/18, e-load up! 02/18, Kona Acid yellow 64kWh 01/19; Sohn Ioniq
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Öffentliche Lade-Infrastruktur“

Gehe zu Profile