Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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@EV Duck
Zu viel Risiko, zu große Abstände.
Man sollte das mit diesem winzigen Akku immer von zuhause aus komplett planen und die aktuellen Ladelogs lesen.

Ja, man kann mehr machen als früher, man kann aber immer noch richtig doof aus der Wäsche schauen. Und mit dem kleinen Akku, der geringen Ladeleistung und dem hohen Verbrauch über 100km/h macht das voll keinen Spaß.
300km nach Feierabend - eher nicht. Erst recht nicht im Winter.
Und schon gar nicht am selben Abend noch zurück. Falls man überhaupt vor Mitternacht ankommt.

@Basti
Keine Ahnung was Du nimmst oder was das für ein Auto ist. Ich habe einen Q210 und da sieht die Welt anders aus.
Pendeln mit unter 80km/Tag kein Problem. Als Erstwagen aber indiskutabel.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus
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Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Ich habe auch einen Q210 und fahre ihn als Erstwagen. Ich nehme nichts und habe kein Problem mit dem Wagen im Alltag. Belassen wir es dabei, der Thread-Ersteller ist sicher an verschiedenen Meinungen interessiert.

Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

H2B
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Basti_ hat geschrieben: der Thread-Ersteller ist sicher an verschiedenen Meinungen interessiert.
... so ist es. Einen Streit(chen) wollte ich jedoch nicht auslösen. Ich werde noch etwas warten bis der E-Niro raus ist und mir den mal ansehen ... der Plan ist das Auto dann auch 10 Jahre + zu halten.

Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Keine Sorge, nur lass Dich halt nich belabern. Hier wird von manchen einiges rosarot dargestellt, was als Normalo sehr mit Vorsicht zu genießen ist.
Das andere Extrem, dass Dinge schlecht geredet werden, gibt es aber genauso. Von daher gut über die Fakten informieren und sich ein eigenes Bild machen, das ist eine gute Voraussetzung.

Man kann auch mit heutigen Elektroautos schon viel Freude haben, darf nur nicht blauäugig daran gehen.
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Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Nun ich hab mir der Q210 jahrelang 190km/Tag gependelt, und ich fahre heutzutage nach Feierabend genau so mit ihr, wie ich es beschrieben habe.
Wenn ich 300-500km irgendwohin fahre, fahre ich am gleichen Abend niemals nach hause, hab ich schon mit dem Verbrenner nicht gemacht, kommt für mich nicht in Frage.
Zugegeben, bis 350 km würde ich dir R110 nehmen, da trotz kastrierten Chamäleon schneller, darüber ist die Q210 wieder Schneller.
Und ich bin kein Sicherheitsfanatiker, ich akzeptiere das Risiko, dass etwas schief gehen könnte. Shit happens. Bis jetzt ist aber noch nichts wirklich schief gegangen, wo ich mir nicht hätte helfen können.


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Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Die Jobpendelei ist halt was anderes, da kennt man seine Lademöglichkeiten genau.
Hatte auch mal eine Fortbildung mit 150km täglich. Da ich aber auf beiden Seiten laden konnte, kein Problem. Nur etwas nervig ist es halt und die Flexibilität fehlt.
Auch bei meinen kurzen Strecken schon. Wir sind neulich umgezogen, der Zoe packt aber nur einmal hin und zurück und Lademöglichkeiten waren an beiden Seiten nur 1P 14A. Der Wagen stand da aber ohnehin, da passte in den anderen doch deutlich mehr rein. Mit der Heizung ist es bei dem Wetter auch gerade nicht so doll. Ist nicht Kriegsentscheidend, wissen sollte man es aber schon.
Q210 als Alleinfahrzeug empfehle ich halt keinem. Und erst recht nicht ohne eigene Steckdose.
Beim Q90 sieht es schon besser aus, würde ich als Alleinfahrzeug aber auch sein lassen. Bei zwei Autos im Haushalt in der Regel kein Problem. Die Kosten sollten einem aber auch klar sein.
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Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Damit bestätigst du genau dass was ich schon seit drei Beiträgen versuche zu vermitteln, nämlich dass ein EV im Alltag nicht einschränkend ist. Der Alltag besteht nun mal darin 200 Tage im Jahr die immer gleiche Pendelstrecke zur Arbeit zurück zu legen. Wenn man nun ein EV kauft dessen Reichweite Sommer wie Winter für diese Strecke ausreichend ist und man Zuhause in der Lage ist den Wagen an der eigenen Steckdose/Wallbox bis zum nächsten Morgen wieder aufzuladen, dann kann ich keine Einschränkung erkennen.

Wenn ich jetzt mal davon ausgehen dass der Thread-Ersteller aus dem Leipziger Umland zur Arbeit in die Stadt fährt, dann kommt er vielleicht auf 30-50km tägliche Pendelstrecke, ein Kona oder eNiro schafft auch im Winter 200km. Damit erübrigt sich dann jede Diskussion.

Und selbst wenn man eine nicht-alltägliche Wegstrecke von mehreren hundert Kilometern bewältigen muss, dann bedeutet das mit einem eNiro/Kona/beliebiges schnellladefähiges Auto mit großen Akku nur eine Fahrt mit einmal Laden während des Mittagessen und einmal Laden während der Pinkelpause. Ja, da kann dann mal ein Lader defekt oder belegt sein, aber meiner Erfahrung nach ist das NICHT alltäglich, sondern die Ausnahme.

Und nun bewegen wir uns im Kreis. :-D

@H2B: An deiner Stelle würde ich mir mal einen eNiro für ein paar Wochen zur Probe ausleihen, du hast doch mit @Stefan_M einen kompetenten Partner gleich um die Ecke. ;-)

Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

svt
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@H2B

ich habe eine Probefahrt genauso begonnen: Plan war, mit dem Wagen 80km zu fahren und ihn in der Praxis zu testen. Bei der Abholung am Samstag Morgen hing der Wagen aber an der Schukodose im Autohaus und hatte keine 15% geladen. Wir sind dann losgefahren, waren mal bei IKEA (CSS 20kW, war uns zu langsam) und sind einfach lodgefahren, haben nach einiger Zeit bemerkt, dass die Energie nicht reicht und sind schließlich an einer Stadtwerke-Säule mit Schnelllader gestrandet, die ich nicht zum Laufen bekommen habe und bei der mir am Ende der Pförtner helfen musste (was er auch sehr bemüht getan hat - hier ein Dank an die Stadtwerke Wuppertal !!!). Ich hatte auch die Frau und zwei Kinder im Auto, schlechter hätte man in das Abenteuer E-Mobilität kaum starten können...

Wir haben dann trotzdem einen neuen Versuch gestartet und uns einfach für einige Monate einen Zoe gemietet, um die Tauglichkeit im Alltag und vor allem IN RUHE zu testen. Und nach 9 Monaten haben wir den Entschluss gefasst, dass die Zeit reif ist und haben einen Leaf angeschafft, der mittlerweile auch seit September zuverlässig seine Arbeit als Auto macht.

Und ich kann mich den Vorrednern anschließen: In der Praxis ist der 22kW-Lader des Zoe schon praktisch, ich kann quasi an jeder Milchkanne laden und habe in 1-2 Stunden den Wagen (mit großem Akku) voll. Uns hat nur das Platzangebot und der Preis gestört (35 T für einen Kleinwagen), ansonsten ein tolles Auto.

Und den Leaf lade ich zu 99% mit AC, das dauert zwar länger, ist mir insbesondere zuhause aber egal, da der Wagen die ganze Nacht Zeit hat. Unterwegs habe ich auch schon ChaDeMo genutzt, dass ist ja quasi wie CCS nur mit anderem Stecker und das klappte eigentlich immer problemlos.

Mein Fazit: Probiere es in Ruhe aus, diese Einmalerfahrung ist nicht repräsentativ für E-Mobilität, auch wenn hier und da immer mal etwas haken kann (tut es ja bei anderen Antriebskonzepten auch).
Renault Zoe Z.E. 50 seit 07/2020
Nissan Leaf ZE1 seit 09/2018
Renault Zoe Z.E.40 (12/2017-09/2018)

Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

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Basti_ hat geschrieben:Damit bestätigst du genau dass was ich schon seit drei Beiträgen versuche zu vermitteln, nämlich dass ein EV im Alltag nicht einschränkend ist.
Ich bezog mich mehr auf Deine genannten 200 und 500km, die da auch vor kamen. Wenn Du nur zur Arbeit fährst und Deine festen Ladeplätze hast - ja, geht. Im Alltag passiert dann aber auch mal mehr. Ich komme im Winterhalbjahr jetzt nicht mehr mal eben ohne Nachladen 120km zu meinen Eltern. Das ist zwar keine tägliche Anforderung, aber schon ein ganz normaler Bestandteil eines möglichen Alltags.
Basti_ hat geschrieben: ein Kona oder eNiro schafft auch im Winter 200km.
Ja klar. Ganz andere Welt. Den E-Niro würde ich von der Reichweite auch als Erstwagen nehmen.
Ist aber auch kostentechnisch eine andere Liga und es ging zuvor um den Q210.
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Re: Probefahrt mit grob fahrlässiger Planung?

H2B
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um es etwas zu detailieren:
Ich bin selbständig, die Arbeit ist unregelmäßig von Art und Ort der Aufträge, in der Hauptsaisson habe ich bis 14h meist 12h zu tun, ich habe schon 3 Fahrzeuge herumstehen + 3 Anhänger, ich werde also nicht ein Hauptauto und noch eine Nebenauto fahren - macht irgendwie keinen Sinn - die Dinger müsser 200 tKm laufen dann ist es ökonomisch und ökologisch. Wenn man ein Auto auf 10 / 12 Jahre betrachtet rückt der KP eigentlich etwas in den Hintergrund. Verbauch, Wartung, Verschleiß, Steuer + Vers. machen da das Kraut fett.

Ich mag diese lautlosen Diven und werde mir bestimmt eins kaufen ;-)
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