Business Case DC Ladeinfrastruktur

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

hgerhauser
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kub0815 hat geschrieben:Das Netzentgeld ist auch so schon ein Selbstbedienungsladen....
Stimmt.
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Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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hgerhauser hat geschrieben: Zitat
"Lösung: Öffentliche Ladensäulen als Teil des Netzes
Seite 12
Ladesäulen werden wie Stromzähler in Haushalten Teil des Stromnetzes
І Lösungsvorschlag
• Netzbetreiber werden verantwortlich für Ausbau und Betrieb der Ladesäulen.
• Regulierte Netzentgelte bieten den Betreibern eine gute Rendite und sichern so den Ausbau der
Ladeinfrastruktur.
• Eine Finanzierung über Netzentgelte ist gegenüber den derzeitigen Modellen billiger: die
Netzkosten Strom betragen rund 25 Mrd. EUR/a. Das notwendige jährliche Investitionsvolumen
in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur führt zu keiner signifikanten Erhöhung der
Netzentgelte.
• Die zuständige Bundesnetzagentur kann im Rahmen ihrer ohnehin bestehenden Befugnisse der
Regulierung der Netze zukünftig auch die Überwachung des Ausbaus der öffentlichen
Ladeinfrastruktur steuern (Ausbaugeschwindigkeit und -dichte sowie Kosten).
• Auch die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und die europarechtlichen
Vorgaben sprechen für eine Zuordnung der öffentlichen Ladeinfrastruktur zum regulierten
Netzbereich."
:thumb:
Genau *das* habe ich schon vor einigen Wochen vorgeschlagen:
betreiber-roaming-abrechnung/explodiere ... ml#p896724
8-)
Seit 11.2015 Leaf Tekna 24kWh (EZ 03/2015), 128.000 gefahrene Kilometer,
seit 08.2018 Leaf Acenta 30kWh (EZ 07/2016), 32.000 gefahrene Kilometer,
seit 07.2020 Leaf Tekna 40kWh (EZ 10/2019), 4.600 gefahrene Kilometer
In der Pipeline: Sono Sion 8-)

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Die Netzbetreiber zu Zwangs-CPOs verdonnern?
Die Idee mag auf den ersten, flüchtigen Blick sicherlich noch einen gewissen Charme haben, funktioniert aber mindestens genauso schlecht wie jede andere Form der Planwirtschaft.

Wenn etwas ohne ureigenes (Geschäfts)Interesse gemacht werden muss, wird man bei den wichtigsten Kriterien das Ziel mit Ansage verfehlen.
Ladepunkte entstehen da, wo der Netzbetreiber die geringsten Kosten hat, oder die beste Förderung abgreifen kann und nicht da, wo der Endnutzer sie am Ende wirklich braucht
Funktion ist zweitrangig, da mit dem Betrieb praktisch nichts zu verdienen ist. Wartungskosten werden auf ein Minimum reduziert.
Ahnungslose Hotlines, dysfunktionale Säulen mit ausgeblichenen, weil monatelang übergestülpten Müllbeuteln und lieblos aufgeklatschten "Außer Betrieb" Schildern werden das Gesamtbild bestimmen, so wie heute auch schon.
Wozu auch noch gutes Geld mit diesen sehenden Auges defizitären Installationen hinterherwerfen?

Nee Leute. Irgendwie muss da eine ureigenste Motivation her. Das geht meiner Meinung nach nur im Gesamtpaket auf.

Was habe ich vor einigen Jahren über Fastned in NL geschmunzelt. So langsam wird mir aber klar, worum es geht.
Leute an diesen Keimzellen anfüttern, gegenüber dem Wettbewerb mit 100% Zuverlässigkeit und entsprechend positiver Nutzererfahrung punkten und mit ausweitendem Markt das Geschäft um zusätzliche lukrative Angebote erweitern. Das klingt für mich mittlerweile immer weniger weltfremd und subventionsabhängig.

Vergleichbar: Man kann gegen das Sanifair-Modell sagen was man will, hat man das typische öffentliche Autobahnklo von einst vor Augen kommen einem diese albernen 70ct fast geschenkt vor.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

hgerhauser
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spark-ed hat geschrieben: Ladepunkte entstehen da, wo der Netzbetreiber die geringsten Kosten hat, oder die beste Förderung abgreifen kann und nicht da, wo der Endnutzer sie am Ende wirklich braucht
Funktion ist zweitrangig, da mit dem Betrieb praktisch nichts zu verdienen ist. Wartungskosten werden auf ein Minimum reduziert.
Ich bin auch keineswegs sicher, dass es die beste Lösung ist, und schon gar nicht auf Dauer.

Allerdings ist das Problem beim Netzbetrieb heute nicht, dass es viele Ausfälle gäbe, oder dass nicht nach Bedarf ausgebaut wird, es ist meiner Einsicht eher, dass die Netzbetreiber zu viel Geld investieren, weil sie eine garantierte Rendite haben.

Netzbetreiber kriegen keine Förderung (sie haben die garantierte Rendite) und sie haben kein Interesse an den geringsten Kosten (wieder die garantierte Rendite auf das eingesetzte Kapital).

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Technische Frage:
Inwieweit ist es möglich, die Ladeleistung eines Transformators auf viele Ladepunkte zu verteilen? Könnte man ein zentrales 3 MW-Ladegerät haben, an den 50 Ladepunkte angeschlossen sind? Die Leistung wird dann nach First Come/First Serve verteilt, bzw. vielleicht kann man auch angeben, bis wann man das Fahrzeug vollgeladen haben möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass dies, wenn es technisch möglich ist, deutlich niedere Kosten pro Ladepunkt ermöglicht (bei entsprechender Auslastung).

Das Prinzip gibt es ja im Kleinen schon bei Tesla, wo zwei Ladepunkte an ein Ladegerät angeschlossen sind. Wie es bei Ionity ist, weiß ich gar nicht.

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Langsam aber stetig hat geschrieben:Das Prinzip gibt es ja im Kleinen schon bei Tesla, wo zwei Ladepunkte an ein Ladegerät angeschlossen sind.
Kann technisch nicht sein, da jede Batterie ein eigenes BMS hat und der Ladestrom je Batterie geregelt werden muss und jede Batterie daher einen separaten Leistungssteller benötigt.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
4x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Ist auch bei Tesla nicht wirklich so. Da gibt es Stacks (Stapel) von Ladegeräten, die dynamisch dem einen oder dem anderen Ladepunkt zugeschaltet werden.
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Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Stimmt. Jetzt erinnere ich mich daran, was ich vor einer ganzen Weile gelesen hatte - im Supercharger sind glaube ich sogar die gleichen Ladegeräte, wie im Onboard-Ladegerät der Teslas (ich glaube, dass es acht 16,5-kW-Ladegeräte sind für jeweils zwei Supercharger-Ladepunkte, von denen maximal 7 pro Ladepunkt gleichzeitig genutzt werden).

Um das im größeren Maß zu machen, müsste man also jede Menge Umschalter einbauen, was wahrscheinlich teurer ist. Daher macht das Tesla jeweils auch nur mit zwei Ladepunkten. Vielleicht ginge es noch zu halbwegs akzeptablen Kosten mit acht Ladepunkten.

Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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EVduck hat geschrieben:die dynamisch dem einen oder dem anderen Ladepunkt zugeschaltet werden.
Es ist aber immer noch so, dass ein Ladegerät immer nur eine Batterie lädt und nicht wie behauptet wurde, dass ein Ladegerät zwei Batterien gleichzeitig lädt. Auch zwei und mehr parallel geschaltete Ladegeräte laden immer nur eine Batterie.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Business Case DC Ladeinfrastruktur

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Nichts anderes habe ich schreiben wollen.

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