Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volk ... 45494.html

Ich überlege jetzt schon eine ganze Weile, was ich davon halten soll.

Bei 350 kWh tendiere ich allerdings zu "Schnapsidee aus Aktionismus heraus geboren". Nach 4 durstigen iPace ist die Säule leer. Da fahren die mehr leere Ladesäulen in der Gegend rum wie das es recht ist...wahrscheinlich mit einem Diesel-LKW, weil 2 Tonnen wird das Teil schon wiegen.
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild
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Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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  • spark-ed
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Das ist wohl weniger als "Powerbank" für unterwegs zu sehen, als für eine Glättung der zur Verfügung stehenden Anschlussleistung für mehr oder weniger stationäre Aufstellung.

Wenn ein Standort z.B. einen 2MW Anschluss hat, ist dort wegen Gleichzeitkeitsfaktor 1 bei der Dimensionierung wahlweise bei sechs 350kW Ladern Schluss oder man kann ein Vielfaches solcher Ladepunkte mit integriertem Pufferspeicher aufstellen.

Die Auslastung über den Tag ist niemals gleichmäßig, da helfen solche relativ kleinen Speicher bereits deutlich. Die Standardisierung auf in sich geschlossene Einheiten macht dabei schon Sinn. Man darf nicht vergessen, das die Ladesäule selber in der Regel den kleinsten Anteil der Kosten verschlingt. Einen großen Teil der Anschluss- und Netzkosten kann ich hier widerum mittels Pufferspeicher kompensieren.

Man könnte im Idealfall über 24h die volle zur Verfügung stehende Netzleistung nutzen und zu den Stoßzeiten abgeben, das bedeutet im optimalen Falle an einer einzelnen CEE 63A Steckdose einen täglichen Umsatz von 1000kWh entsprechend rund 5000km Fahrleistung.

Als mobile Anwendung fallen mir da ein:
- Aussattung von Ladeparks bei Veranstaltungen, Messen.
- temporäre Zusatzlademöglichkeiten an Engpassstellen während der Hauptreisezeiten
- zwischenzeitlicher Einsatz als Netzspeicher

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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Moin!
In den USA wurden von VW schon Ladeparks mit Tesla-Pufferakku aufgestellt. Hintergrund für solche nicht ganz günstigen Maßnahmen können nur schlechte oder teure Netzanschlüsse sein.
Gruß Ingo

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

TeeKay
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In Westeuropa ist das ganze noch nicht so eng. Tesla stattet ja selbst 40er Supercharger auf dem platten Land noch nicht mit Puffern aus. Aber bereits 900km östlich von Berlin wird es in Belarus an vielen ruralen Standorten schon bei 50kW unmöglich, einen Schnelllader ohne Puffer zu realisieren. Und in Polen machen die Kosten für die Spitzenströme Greenway einen Strich durch die Rechnung. Greenway und Lotus betreiben viele Schnelllader nur mit 40kW, auch an der Autobahn, weil darüber die Kosten exponentiell steigen. Da stehen dann Säulen mit Vorbereitung für 150kW, die nur 40 liefern.

Was VW da in Wolfsburg plant mit den mobilen Säulen, ist wohl eher ein Showcase als Notwendigkeit, weil in Wolfsburg eher mal Presse vorbeischauen wird als in Вярэйкі in Belarus.

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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TeeKay hat geschrieben: Was VW da in Wolfsburg plant mit den mobilen Säulen, ist wohl eher ein Showcase als Notwendigkeit,...
Ja, Ankündigeritits sind in der obersten VW Ebene recht weit verbreitet..

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

glasi70
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Heute in der StN zum gleichen Thema ebenfalls ein Artikel https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... e8a84.html

Die sehen als Nutzungsmöglichkeit ebenfalls die Punkte wie von Spark-ED beschrieben. Im 1. HJ 2019 sollen die ersten 12 Säulen in Wolfsburg aufgestellt werden. Verwendet werden sollen gebrauchte Akkus.

Nur keine Ahnung wie wir die Standorte hier im Verzeichnis pflegen können... :D

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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Dann ist das wieder teilweise eine Ungenauigkeit in der Presse. Natürlich kann man die Säule "überall" aufstellen, aber Sinn macht es für mich dann wirklich - wie ihr erwähnt habt - nur, wo wenigstens ein 22 kW-Anschluss vorhanden ist (der aber vermutlich nicht reichen würde, um 100% Verfügbarkeit in 2025 sicherzustellen).

Für das GE-Verzeichnis wird das wirklich eine harte Nuss..
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Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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Ganz ehrlich, so wie das dort beschrieben ist: Schwachsinn.
Akkupuffer um die Spitzenleistung aus dem Netz glatt zu bügeln: Gut. Aber netzunabhängige Ladestationen für 'Großveranstaltungen'? Warum? Bei Großveranstaltungen gibt es keinen Bedarf an Schnellladesäulen, sondern Bedarf an hunderten von Schnarchladepunkte als Destinationsladepunkte. Ich habe jedenfalls noch keine Großveranstaltung besuch, bei der ich 17 Minuten an meinem Auto bleiben wollte um wieder zurück zu fahren. Ich möcht dort mein Auto während meines Besuchs parken und dabei Laden. Da man ja idR mehrere Stunden auf 'Großveranstaltungen' bleibt ist das auch kein Problem...
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Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

bernd71
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EVduck hat geschrieben:Ganz ehrlich, so wie das dort beschrieben ist: Schwachsinn.
Akkupuffer um die Spitzenleistung aus dem Netz glatt zu bügeln: Gut. Aber netzunabhängige Ladestationen für 'Großveranstaltungen'? Warum? Bei Großveranstaltungen gibt es keinen Bedarf an Schnellladesäulen, sondern Bedarf an hunderten von Schnarchladepunkte als Destinationsladepunkte. Ich habe jedenfalls noch keine Großveranstaltung besuch, bei der ich 17 Minuten an meinem Auto bleiben wollte um wieder zurück zu fahren. Ich möcht dort mein Auto während meines Besuchs parken und dabei Laden. Da man ja idR mehrere Stunden auf 'Großveranstaltungen' bleibt ist das auch kein Problem...
Großveranstaltung ist ja eine weitreichender Begriff. Muss ja nicht zwangsläufig für die Besucher sein. Kann ja auch sowas sein wie eine Autoschow, Autorally, etc. Oder für den Bedarf für Lieferverkehr oder Shuttleservices.

Re: Vorschlag für mobile Ladeinfrastruktur

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Vielleicht meinen sie mit Großveranstaltung sowas wie die eRuda oder die Wave.
Think PIV4 von 2012-2015 || VW e-up! von 2016-2018
seit 2018 mehrere nextmove Fahrzeuge im Wechsel || Opel Ampera-e II Hyundai IONIQ II Hyundai KONA

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