Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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    dirk74
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folder So 6. Jan 2019, 15:12
Es wird immer dekadenter. CCS wird ja noch teurer. Abgesehen davon gibt das die Infrastruktur in den meisten Fällen nicht her.
Und was nutzt meinem Leaf CCS?
Vielleicht sollte man vorher mal die Nutzerprofile darstellen und das aus Sicht der Stadt sehen:
- Externe: Sollen zum Verweilen eingeladen werden
- Bürger: Die Anschaffung eines Elektroautos ermöglichen und die Feinstaubbelastung senken
Wenn man davon ausgeht, dass 3/4 der Bürger ein KFZ besitzen, bringen ein paar wenige Schnelllader nichts. Dann lieber die Low-Cost-Lösung für viele. So Ansprüche sind Wasser auf die Mühlen der E-Auto-Gegner.
Ich zitiere mal Prof. Schuh von e.Go:
„Man fährt nicht zum Tanken, man tankt beim Parken”

Gruß
Dirk
E-Roller: Trinity Uranus
E-Auto: Nissan Leaf Acenta, Bj. 2016, 30 kWh
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Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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folder So 6. Jan 2019, 16:03
Lass die Externen weg. Es geht da wirklich um die Leute, die da wohnen. Mit 16A einphasig bekommt man für die übliche Übernacht-Standzeit locker 200 km Reichweite nachgeladen, das sollte für die meisten Anwendungen lässig reichen. Und das sollte auch in die Stromversorgung ohne herbe Schmerzen integrierbar sein.

Aber je nach Auto heißt das halt (bei 30ct/kWh) maximal 6-12 Euro Umsatz pro Nacht.....wird also im Jahr unter 2000 € bleiben...wen sollte es da locken, zu investieren, wenn es keine zusätzlichen Anreize gibt?

Für die Externen gibt es die 22 kW-Säulen oder auch Gleichstromlader auf den Plätzen, Märkten usw. - entsteht ja gerade überall.
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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bahnfahrer
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folder Di 8. Jan 2019, 00:53
Bevor das hier zu einem Ja-nein-doch wird, würde ich gerne sammeln, welche Aspekte relevant sind.
Ich glaube, es ist zu unterscheiden zwischen
  1. a) unterschiedlichen Autos
    b) unterschiedlichen Nutzungen.
    c) unterschiedlichen Ladevoraussetzungen zu Hause und bei der Arbeit
Zunächst zu a):
Aus Sicht des Staates zur Planung der Ladeinfrastruktur scheinen mir folgende drei Autotypen wichtig zu sein:
  1. rein elektrisch fahrende mit kleiner Reichweite (weniger als 120 km)
  2. Plug-in Hybrid-Autos (typischerweise mit einer Reichweite von 10 bis 80 km pro Batterieladung), die nur langsam meist mit 3,7 kW laden können
  3. rein elektrisch fahrende mit großer Reichweite (mehr als 120 km), die meist schnell laden können
In den letzten 3 Jahren wurden etwa gleich viele reinelektrische und Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland neu zugelassen.
Ich gehe davon aus, dass dies die nächsten 3 bis 5 Jahre so bleiben wird.
Außerdem werden in Zukunft mehr rein elektrisch fahrende mit großer Reichweite (3.) verkauft und weniger welche mit kleiner (1.), vermute ich.

Sind wir uns soweit einig?

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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    Eberhard
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folder Di 8. Jan 2019, 10:47
Leider hat es der Gesetzgeber versäumt dem VNB die Grundversorgung mit öffentlichen Zugängen zum Stromnetz aufzuerlegen. Die Kosten für Installation und Wartung der Typ2 Wallboxen (mit Stecker) werden über die Netzentgelte umgewälzt, so kostet dort die kWh nicht mehr als zu Hause.


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Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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folder Di 8. Jan 2019, 11:31
Hilfreich wäre vieleicht noch die Unterscheidung zwischen Laternenparker und Garagenparker.

Laternenparker haben i.d.R. keinen festen Stellplatz und müssen sich jeden Abend auf gut Glück etwas anderes suchen, zumindest in den großen Städten. Die sind echt ein großes Problem, dass sich nicht einfach lösen läßt. Am ehesten könnte man über Quartier-Parking nachdenken.

Die Garagenparker, hier meine ich nicht die mit einem eigenen Haus, sondern in Mehrfamilien-Wohnsituationen, haben es deutlich einfacher. Das Gebäude bietet fast immer einen guten Zugang zur Elektro-Infrastruktur und auch gute Montagemöglichkeiten. Eigentlich reichen hier Einfach-Wallboxen mit geringer Leistung und/oder Lastmanagement (wenn die Leistung der Zuleitung begrenzt ist). Das ist zunächst mal eine recht einfache Investitionsfrage im mittleren 4 bis unteren 5-stelligen Bereich für die Verteiler und Kabel und unter 1.000 Euro pro Stellplatz. Einziges Hindernis ist hier jeweils die Landesbauordnung und das Entscheidungsrecht bei Eingentümergemeinschaften. Im Moment kan die Mehrheit (der Verbrennerbesitzer) den wenigen E-Autofahrern in einem Gemeinschaftseigentum die Installation versagen. Das sollte gesetzlich beendet werden. Die Gemeinschaft hat für eine ausreichende Stromversorgung in der Garage zu sorgen (denn da muss ja jeder teilhaben können) und der Platz-Besitzer sorgt für die Wallbox.
Gruß

tango

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4/2014 - 12/2014 10.000 km Twizy
12/2014 - ? ZOE Intens black
Der Tag wird kommen mit 100% elektrischem Fuhrpark und es wird nicht mehr lange dauern.

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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bahnfahrer
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folder Sa 19. Jan 2019, 09:56
Informationen zu Hamburger Strategie:

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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E-Mobil-Foo
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folder Mo 11. Feb 2019, 18:55
bahnfahrer hat geschrieben:
Di 25. Dez 2018, 21:50
Die Stadt Hannover
  • hat eine Konzessionen an enercity vergeben, die sich verpflichtet hat, dafür zu sorgen, dass bis Ende 2020 in Hannover 480 Ladepunkte 24h/7 zugänglich sind. Davon werden 20 Schnellladepunkte (50 kW) sein.
Die Lachnummer ansich - Hannover hat derzeit genau so viele Ladesäulen (DC & AC22), wie z.B. Landau in der Pfalz.
Im Umfeld von Niedersachsen, Hessen, SachsenAnhalt und Brandenburg sieht es genau so kümmerlich aus - wo wohnt der E-Mobil-Prinz, in Süddeutschland.
Ladesäulen == ebenso Politik der regierenden Landesregierung.
seit 2015 dabei

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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folder Di 12. Feb 2019, 08:54
LtSpock hat geschrieben:
So 6. Jan 2019, 14:47
Ich finde jede Typ2 Säule ist rausgeschmissenes Geld im öffentlichen Raum. Es sollte dort nur CCS installiert werden.
Da denkt ja jemand mit ... kann es sein, dass es Fahrzeuge gibt, die nur Typ2 als Lademöglichkeit haben?!

Eigentlich sollten zukünftig alle Parkplätze mit dem blauen, einphasigen 16A CEE Steckdosen bestückt sein.
Da kann man schön beim normalen Parken beiladen und belegt keine Schnelllader.
Damit wird das Netz dann auch schön gleichmäßig belastet, mit geringer Last und über einen langen Zeitraum.
Dazu ist die Technik simpel und sehr günstig.
Audi A2 1.4 TDI, 10.2002 (AMF/EWQ) 300.000 km
Renault Zoe Intens R240, 02.2016 36.000 km
Audi A2 1.4, 02.2005 (BBY/GRZ) 150.000km
Skoda Octavia Combi 1.6 TDI, 08.2010 (CAYC) 145.000 km
Smart Roadster Coupe, 10.2003 (82PS) 138.000 km

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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folder Di 12. Feb 2019, 09:33
Das finde ich auch! Das Prinzip hat sich doch schon seit Jahrzehnten an Wohnmobilstellplätzen bewährt! Da die meisten Autos über den Tag herumstehen, genügen die knapp 4kW, um über den Tag oder die Nacht vollzuladen. Mehr ist insbesondere für fast alle PHEV und andere Langsamlader überhaupt nicht nötig. Auch Pedelecs könnten daran laden - solange die Ladegeräte nicht geklaut werden.

In Hannover tut sich langsam was - neuerdings gibts 2x22kW Ladesäulen an mehreren Park&Ride Parkplätzen. Wird nach 3 Jahren Tiefschlaf (Tschuldigung: Konzepterstellung) allerdings auch Zeit.
Seit 10/18: Smart EQ Cabrio 22kW mit 22kW Ladestation, davor 4 Jahre Renault Twizy

Re: Strategien der Kommunen für die Ladesäulenversorgung

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folder Di 12. Feb 2019, 21:25
A2Christoph hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 08:54
LtSpock hat geschrieben:
So 6. Jan 2019, 14:47
nur CCS installiert werden.
alle Parkplätze mit dem blauen, einphasigen 16A CEE Steckdosen bestückt sein.
DC-CCS überall: ich war auch mal Anhänger dieser Forderung, mit der Erkenntnis,
- daß viele Hersteller die Sprechblase Ladegeschwindigkeit propagieren
- daß viele Hersteller von übermäßiger DC-Schnelladung abraten; was auch Stand der Technik ist
- eine DC-Ladung insbesondere bei Kälte und im Bereich größer 85/90% SoC ineffektiv ist, also dauert und dauert
- daß eine DC-Säule vor Ort das 5 bis 10fach kostet, nicht eingerechnet die Netzversorger-Anschlußversorgung.
Mein Bild: Langstreckenstütze DC und lokal AC.
CEE-ist eine Sache der 2013er-Jahre (sogar mit Zeiss-Ikon-Schlüssel eines Providers) - Ladeziegel, keine Autorisierung, höchste Ladeverluste am Ladeziegel, umständlich (kostenlos ist ohnehin Lock-Vogelmodell ohne Nachwuchs).
seit 2015 dabei
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