Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

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sebas
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Wir planen an unseren Filialen im Dortmunder Stadtgebiet bis zu 5 öffentliche DC Schnellader aufzustellen.

Gibt es hier Enthusiasten aus der Region mit technischem Sachverstand die sich dabei einbringen wollen?

Vor allem treibt mich momentan die Frage um ob man
das ganze mit einer entsprechend großen Batterie koppeln kann
ohne dafür zwei Sets Gleichrichter kaufen zu müssen.
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

Misterdublex
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Um welche Art von Filialen handelt es sich denn?

Richtige Schnelllader (50, 75, 100, 135, 175 kW) sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden, auch im Ruhrgebiet. Für Filialen das Einzelhandels bieten sich meines Erachtens nach besser 20 oder 30 kW DC-Lader an. So macht es z.B. Ikea oder Aldi Süd vor.
Statt einem 75 kW-Lader lassen sich besser 2-3 20 oder 30 kW DC-Lader aufstellen.

Vorteil:

1) Mehr Kunden können gleichzeitig laden
2) Man hält sich Nicht-Kunden fern, die nur mal eben voll machen wollen
3) Man hält Kunden länger im Laden

Und wichtig: Alle drei Standards (CCS, Chademo und Typ2) anbieten. Typ1 ist mittlerweile wohl kaum noch relevant.
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

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Ich empfehle anstatt Schnellader nur AC-Ladestationen auf zu Stellen. Welche Leistung die AC-Lader haben sollten, kann man erst entscheiden, wenn man weiß wie das zu erwartende Nutzungsprofil aussieht. Werden die Autos nur kurzzeitig geparkt, kann man zwei 22 kW Ladestationen wählen. Parken die Fahrzeuge ca. ein bis zwei Std. dann sollte man vier 11 kW Ladestationen nehmen. Wenn noch länger geparkt wird, dann sind sechs bis zwölf 3,7 kW Ladestationen zu empfehlen. Die Installationskosten der AC-Ladestationen betragen nur ein Bruchteil der DC-Ladestationen. Man sollte bei der Wahl der Ladestationen nicht von dem aktuellen Angebot an E-Autos ausgehen. Die deutschen bzw. EU Hersteller werden auf 11 bis 22 kW AC für die Basisversorgung setzen. Nur Ladestationen an den Autobahnen werden zukünftig als echte Schnellladestationen ausgeführt werden. Alles andere wird sich nicht rechnen und daher langfristig nicht durchsetzen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

sebas
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Vielen Dank für die Ideen.
Mir ist durchaus bewusst, dass DC Schnellader nicht wirtschaftlich sind.
Es soll aus "politischen Gründen" jedoch neben den AC Typ 2 auch ein Schnellader pro Standort errichtet werden.
Das spannende dabei ist die Integration von BHKW, Solar, Batterie und Brennstoffzelle mit der Ladestation.

Da wir an jedem Standort eine eigene Mittelspannungsstation haben, steht auch ausreichend Anschlussleistung für AC und DC zur Verfügung sodass ich mir darum keine Gedanken machen muss.

Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

Misterdublex
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Ich empfehle dennoch statt 1x 50 kW DC besser 2x 20-30 kW DC anzubieten. Das wäre wesentlich förderlicher für die E-Mobilität, da es mehr auf die Anzahl ankommt als auf die einzelne Spitzen-Leistung bei einer Ladung am Zielort.
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

harlem24
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Das Problem ist, dass die meisten Fahrzeuge nicht an AC schnellladen können.
Für 1,75 kW packt niemand das Kabel aus.
Gruß

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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

4630
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sebas hat geschrieben:Wir planen an unseren Filialen im Dortmunder Stadtgebiet bis zu 5 öffentliche DC Schnellader aufzustellen.
Hilfreich wäre zu wissen, wie lange sich potenzielle Nutzer in der jeweiligen Filiale aufhalten werden oder sollen. Die Vermutung 20 kW DC = etwas längere Aufenthaltsdauer im Geschäft scheint häufiger zu funktionieren.

Und natürlich steht auch die Frage nach einer möglichen Abrechnung irgendwann im Raum. Ist der zusätzliche Filialertrag so groß, dass der Strom dauerhaft beruhigt kostenlos abgegeben werden kann?

Ist das Gelände 24/7 befahrbar und kann zum Laden genutzt werden? Dann bekommt das Laden durch mögliche Nachbarn eine ganz andere Bedeutung und dann sollte auch ein Bezahlmodell dahinter stehen.

Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

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harlem24 hat geschrieben:Für 1,75 kW packt niemand das Kabel aus.
Zukünftige E-Autos werden serienmäßig min. 11 kW 3-phasig haben (Aussage eines Entwicklers in der Autoindustrie). Dann macht auch eine halbe Std. Laden Sinn.
4630 hat geschrieben:Hilfreich wäre zu wissen, wie lange sich potenzielle Nutzer in der jeweiligen Filiale aufhalten werden oder sollen.
Hatte ich ja bereits angemahnt. Ohne Nutzungsprofil der Nutzer ist alles nur im Nebel rum gestochere.
4630 hat geschrieben:Ist das Gelände 24/7 befahrbar und kann zum Laden genutzt werden? Dann bekommt das Laden durch mögliche Nachbarn eine ganz andere Bedeutung
Man könnte um das zu verhindern nach Geschäftsschluss die Ladestationen ausschalten.

Man sollte sich keine Illusionen hingeben, dass die ladestationen stark genutzt werden. Hier ist ein Beispiel wo trotz Positionierung an einem hoch frequentierten Standort nur 2,2 Ladungen pro Tag stattfinden. Das entspricht ca. 0,6 Ladungen pro Tag und Säule.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

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ecopowerprofi hat geschrieben: Zukünftige E-Autos werden serienmäßig min. 11 kW 3-phasig haben (Aussage eines Entwicklers in der Autoindustrie). Dann macht auch eine halbe Std. Laden Sinn.
??????

Das halte ich für eine schwere Fehleinschätzung. Es ist ungleich wahrscheinlicher, dass dreiphaisge Ladeanschlüsse bei einem Großteil der Fahrzeuge völlig verschwinden werden. Auch derzeit ist schon ein sehr klarer Trend in Richtung einphasiges Laden mit 16 bis 28A zu bemerken, und parallel dazu eben einen CCS Anschluss, und das macht aus mehreren Gründen auch Sinn.

*) dreiphasiges Laden macht viele technische Problem und erfordert aufwändigere Installationen

*) dreiphaisge Ladekabel sind klobig und schwer

*) CCS Charger werden die nächsten Jahre deutlich billiger werden, und bieten gegenüber AC Ladern gewaltige technische Vorteile, allen voran eine vernünftige Kommunikation mit dem Fahrzeug. So ein Ding wird in ein paar Jahren nur noch sehr wenig kosten. ICh glaube nicht, dass die Hersteller auch nicht noch extra einen 3 Phasen Lader einbauen wenn genug CCS zur Verfügung steht.

Bei Einkaufszentren, Märkten usw. würde ich DC Lader mit 20 bis 30kW und zusätzlich 22kW AC Lader als sinnvoll ansehen. Mir wären 2 x 20kW CCS lieber als ein 50er, wenn's wirtschaftlich/stromtechnisch möglich ist wäre ein 50 natürlich schon auch fein, wenn zusätzlich noch was zur Verfügung steht, ich halte eine größere Zahl der Ladeplätze für wichtiger als hohen Ladestrom.
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Re: Öffentliche DC Schnellader für Dortmund

4630
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ecopowerprofi hat geschrieben:
4630 hat geschrieben:Ist das Gelände 24/7 befahrbar und kann zum Laden genutzt werden? Dann bekommt das Laden durch mögliche Nachbarn eine ganz andere Bedeutung
Man könnte um das zu verhindern nach Geschäftsschluss die Ladestationen ausschalten.
Wieso verhindern, wenn die Technik bezahlt und installiert ist? Nacht- und Wochenendladung als Mehrwert anbieten und zu tragfähigen Konditionen abrechnen. Die Wohnungsmieter aus dem 3. Stock ohne eigenen Stellplatz werden zukünftig genau solche Angebote zu schätzen wissen. (ja, ich kenne das Problem mit der Verkehrssicherungspflicht auf privatem Grund)
ecopowerprofi hat geschrieben:Man sollte sich keine Illusionen hingeben, dass die ladestationen stark genutzt werden. Hier ist ein Beispiel wo trotz Positionierung an einem hoch frequentierten Standort nur 2,2 Ladungen pro Tag stattfinden. Das entspricht ca. 0,6 Ladungen pro Tag und Säule.
Man sollte aber auch nicht den Fehler machen und eine Vergangenheitsbetrachtung eines erst neu entstehenden Marktes mit anderen Teilnehmern (Menschen ohne eigenes Grundstück und Stellplatz) in die Zukunft projizieren zu wollen.
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