Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Zuerst hatte ich Probleme mit der S0-Schnittstelle. Der Zähler hat zwei Ausgänge - einen mit und einen ohne Wandlerfaktor. Auf der Seite mit Faktor bekomme ich keinen Signaleingang im Logger. Ich denke, das aufgrund der hohen Leistung von 250kVA, die Impulslänge mit 100msek zu kurz ist.
Ich habe jetzt den Ausgang ohne Wandlerfaktor genommen, auf 10.000 Impulse/kWh hoch gesetzt (es kommt ja nur der 120. Teil davon an) und den Impulsfaktor am Logger auf 83 gestellt. Eigentlich müsste er bei einem Wandlerfaktor von 120 dann auf 83,33e stehen - soll aber jetzt erst einmal gut sein. Die Werte sind jetzt plausibel.

Probleme macht jetzt noch der RS485 Bus. Entweder habe ich noch einen Verlegefehler drin, oder die Enden sind falsch terminiert. Weiß zufällig jemand, wieviel Ohm der Abschlusswiderstand in einem SMA PiggiPack haben muss?
Andere Möglichkeit wäre noch, das die Module sich aufgehängt haben durch die Neuverkabelung. Laut Anleitung müssten für einen Neustart neben den AC Sicherungen und den DC Sicherheitsschaltern auch die DC Kabel von den Stringeingängen entfernt werden. Dass war mir jetzt bei der Menge zuviel, da warte ich lieber auf einen Neustart morgen früh.

So, Vatertag rum - ich muss jetzt mal was essen und evtl. was trinken... :(
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Abschlußwiderstand RS485 sind 120Ohm an jedem der beiden Enden.
Fiat 500e seit 2017, VW eGolf bestellt. 12 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Es ist geschafft - der Logger läuft wieder!

Vielen Dank erst einmal an UliZE40, der gestern extra einen sehr großen Umweg gemacht hat, um mir bei der Fehlersuche zu helfen.
Um 22.00Uhr haben wir dann abgebrochen, da die Wechselrichter vom Netz gegangen sind und somit alle Tests unmöglich waren.

Heute Morgen habe ich noch einen Gedanken von Uli ausprobiert und den Fehler gefunden - es war unser Kundendisplay.
Dieses ist durch die Glasplatte und Wandhalterung nur sehr aufwendig zur öffnen. Dadurch habe ich wohl damals im letzten Wechselrichter im Bus (an dem dann das Großdisplay hängt) die Datenleitungen getauscht, da diese wohl im Display falsch aufgelegt waren.

Da ich aber jetzt die abgehende Leitung auf der Strecke geöffnet, verlängert und alles farbgleich angeschlossen hatte, hatten wir den Fehler - denn an der Verlängerung hing nun der Logger und der hatte dann gedrehte Datenadern, obwohl von der Farbkennung her alles gestimmt hatte. :oops:

So ist das, wenn man sich Arbeit sparen will. Irgendwann rächt es sich...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Gestern hatte ich bei NewMotion angerufen und um Erhöhung der Ladeleistung der zweiten AC Säule gebeten. Diese hatte bis jetzt - wegen des kleinen Hausanschlusses - lediglich 11kW und kann nun auch auf 22kW umgestellt werden.
Da niemand mehr von der Technik im Haus war, wird dies ab Montag so sein. Die Umstellung auf 32A erfolgt over the Air.

Ein schöner Nebeneffekt des neuen Anschlusses...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

UliZE40
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Ooh, da müssen wir unbedingt mal testen wie es klingt wenn 3 ZOEs parallel an 22 kW laden... ;-)
...und der Kona am Schnellader hängt.

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Das wird ein Konzert!
Oberwellen - untermalt und begleitet vom satten Brummen des Kona...
:lol:

Ich muss ihm nur noch das Brummen beibringen.

Die Idee ist mir noch garnicht gekommen - ich hoffe, dass der Hypercharger nichts ins Netz wirft - irgendwann gibt’s Ärger mit der Familie, oder den Nachbarn, wenn die Unterhaltungselektronik ständig ihrem Namen Ehre macht. :?

Oha!
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Liebes Tagebuch!

Dies war eine katastrophale Woche.
Wie Du ja weißt, hat der Hypercharger am Mittwoch letzter Woche das Werk in Bozen verlassen. Danach ging das Warten los.
Da ja der Donnerstag Feiertag war und logischerweise der Freitag dann ein Inseltag, habe ich auch nicht vor Dienstag dieser Woche mit der Anlieferung gerechnet.
So kam dann der Montag und der Dienstag und der Mittwoch und kein Hypercharger.

Daher hatte ich Dienstag zumindest mal eine Info per Mail an e-Wald geschickt, dass halt noch nicht's passiert ist. Vielleicht war es Zufall, aber Mittwoch hat dann eine Spedition angerufen, dass sie Morgen (Donnerstag) zwischen 08.00 und 16.00Uhr liefern wollen. Ich konnte es kaum glauben.

So war ich dann auch mehr als rechtzeitig in der Firma um die Ankunft des guten Stückes zu erwarten. Um zehn bin ich dann auf Außenbaustellen - natürlich das Handy immer griffbereit. Mittag dann von 12.00 - 13.00Uhr, dann wieder auf Baustelle und um 15.00Uhr mit e-Wald telefoniert, dass das wohl nichts mehr gibt heute. Eine halbe Stunde später und mehrere Telefonate zwischen Bozen, Teisnach, Boppard und Irgendwo im Nirgendwo, meldete sich eine Spedition in Ransbach-Baumbach bei uns. Vielleicht war es zu heiß an diesem Tag und mein Hirn gaukelte mir etwas vor, aber der Mann am anderen Ende des Hörers sagte etwas von: Die Palette war heute nicht auf dem Lkw und kommt demnach auch heute nicht mehr.

Gibt's das?
Am Wochenende ist Pfingsten und der elektrische Anschluß war für spätestens Freitag Abend geplant, da am Dienstag nach den Feiertagen jemand von e-Wald für die Inbetriebnahme kommt. Dienstag auf Mittwoch bin ich halt immer in Holland und Donnerstag, Freitag ist Aufbau für den Infotag/Einweihung am 15.
Nach langem hin und her bin ich dann mit unserem Lkw nach Ransbach-Baumbach zur Spedition. Die Zustände dort waren - sagen wir mal - unterirdisch. Nachdem ich dann einen Ansprechpartner und ein Tor zugewiesen bekommen habe, sah ich das gute Stück dann zum ersten Mal - bzw. den großen Holzklotz auf Palette.

Nach zwei Minuten wußte ich dann auch, warum er schon ein paar Tage dort steht - er paßt einfach nicht in einen normalen 7,5 - 12t Lkw - er ist mit 2,40m zu hoch. Es fehlten exakt 3cm. Selbst nach Demontage meiner oberen Klappe über der Hebebühne ging er nicht rein. Nächste Idee war die Holzplatte von der Oberseite des Laders zu entfernen. Da mir dankender Weise niemand eine Leiter besorgen konnte, habe ich die Lage von einem Palettenstapel begutachtet. Die Schrauben wären kein Problem gewesen, aber in der Platte waren drei Löcher - zwei für die Kranösen (hätte man rausschrauben können) und eines für die GSM-Antenne. diese ging genau bis zur Oberseite der Holzplatte und konnte nicht entfernt werden - Plan geplatzt.

Also von unten.
Mit dem Handhubwagen habe ich die Palette angehoben (nein, mit Stapler wollte niemand helfen) und mit dem Borwerkzeug des Lkw versucht die unteren Klötze und Bretter der Palette abzumachen. Ich weiß nicht, wieviele Paletten ich in meinem Leben schon repariert habe. Manche gehen schon einfach kaputt, wenn man sie nur anschaut - aber dieses Ding war stabil! Die Kufen waren mit zig Kammnägeln an einer Multiplexplatte befestigt - ohne Nageleisen war da überhaupt nix zu machen. Wie die ganze Säule bei den Demontageversuchen gewackelt hat, möchte ich Dir - mein Tagebuch - überhaupt nicht beschreiben.

Nein, das bringt nix. Gleich fällt der ganze Apparat um und ich bin Schuld.

Den Außen befestigten Sockel habe ich dann noch abgeschraubt, damit ich die Kabeldurchführung und die Befestigung auf dem Betonsockel schon vorbereiten konnte - anschließend die Palette wieder in die Hände der Spedition übergeben und nach Hause gefahren. Man versprach mir die Palette am nächsten Tag per Express zu liefern. Ich war bedient!

Hier dann wenigstens noch ein Foto vom Sockel:
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Am heutigen Freitag dann vorsichtshalber um 08.00 Uhr die Spedition angerufen - der Lader steht immer noch da - niemand hat ihn mitgenommen.
Mir ist bald der Kragen geplatzt, dann können keine Termine mehr gehalten werden.
Sofort mit e-Wald telefoniert und unterrichtet - diese widerum mit Alpitronic.
Irgendwie scheint es Anfangs Wirkung hinterlassen zu haben, die Spedition hatte fast eine Standleitung zu uns und informierte über jeden Schritt. Dies sah dann so aus, dass die die Fracht in eine Börse eingestellt hatten...

Aber es wurde Abend und es kam nichts.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Kurz vor Feierabend dann ein Anruf:
Wir machen das anders - wir bringen die Palette mit einem unserer Fernverkehrszüge in ein oder zwei Stunden!

Sollte es doch noch klappen?

Und tatsächlich, auf einmal stand ein Sattel vor der Tür und hatte nur eine einzige Palette an Bord - der Hypercharger ist da!
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Morgen geht's weiter, heute wird mal besser geschlafen...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Geht doch...

Das wollte ich gerade losschicken

Oh je....länge macht doch einen Unterschied.

Liegend darf wohl nicht...

Lass Euch die Feiertage nicht verderben...es wird schon.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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krass. irgendwie habe ich den eindruck, dass immer weniger menschen wirklich wissen, wie man "kundenorientiert" oder "zuverlässigkeit" schreibt, geschweige denn bedient...
schön, dass es dann doch geklappt hat :!:

wie kam das ding denn vom zug zu euch?
und auch: warum nicht liegend?

lg
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