Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Das habe ich auch gelesen, es konnte mir aber keiner erklären, warum das da so steht.

Die Säule hat eine maximale Stromaufnahme von 233A bei 2 Stacks. Jede Powereinheit ist mit 125A Automaten abgesichert. E-Wald, sowie 2 andere Nutzer haben mir mitgeteilt, dass sie die Säule mit 250A absichern. Alles andere wäre auch komisch, denn das empfohlene 5x120mm² Kupferkabel ist für die 355A überhaupt nicht zugelassen. Die abgestufte Selektivität ist durch die Kennlinie der Automaten und die der NH2 Sicherungen gegeben - selbst bei einem Spannungsfall von erlaubten 3% im Kabel (die wir nicht haben).

In der Praxis wird es dann noch einmal ganz anders aussehen. Die NH2 können gut eine Stunde mit 100% überlastet werden - die Säule wird nie an die 250A kommen, geschweige denn an 500A.

Ich gehe davon aus, dass dort die maximal zulässige Absicherung angegeben ist (Maximum protection), da es sich ja eigentlich nur um den Schutz des Kabels geht.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

elektrozauber
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Schwani hat geschrieben: Das habe ich auch gelesen, es konnte mir aber keiner erklären, warum das da so steht.

Die Säule hat eine maximale Stromaufnahme von 233A bei 2 Stacks. Jede Powereinheit ist mit 125A Automaten abgesichert. E-Wald, sowie 2 andere Nutzer haben mir mitgeteilt, dass sie die Säule mit 250A absichern. Alles andere wäre auch komisch, denn das empfohlene 5x120mm² Kupferkabel ist für die 355A überhaupt nicht zugelassen. Die abgestufte Selektivität ist durch die Kennlinie der Automaten und die der NH2 Sicherungen gegeben - selbst bei einem Spannungsfall von erlaubten 3% im Kabel (die wir nicht haben).

In der Praxis wird es dann noch einmal ganz anders aussehen. Die NH2 können gut eine Stunde mit 100% überlastet werden - die Säule wird nie an die 250A kommen, geschweige denn an 500A.

Ich gehe davon aus, dass dort die maximal zulässige Absicherung angegeben ist (Maximum protection), da es sich ja eigentlich nur um den Schutz des Kabels geht.
Okay, das ist eine plausible Erklärung.

Die 233A aus dem Datenblatt beziehen sich allerdings auf den non-derated Betriebszustand (> +30°C). Bei niedrigerer Umgebungstemperatur wären es 272A.
Ist noch eine AC-Dose eingebaut, wären es 304A.

Für diese Schmelzsicherungen sind offenbar bestimmte Ampere-Stufen handelsüblich, bei EFEN gibt es z.B. die Stufen 224A, 250A, 300A, 315A, 355A. Ich glaube ich habe bei anderen Anbietern dieselben Stufen gesehen.

Denkbar wäre, dass zu den 304A ein paar Ampere als Sicherheitsmarge hinzugezählt wurden (z.B. für Geräte, die an der Service-Steckdose hängen, die dürfen 16A ziehen) und dann einfach die nächsthöhere handelsübliche Stufe angegeben wurde. Daher 355A.

Beim breiten Gehäuse kommt man im Vollausbau mit AC-Dose auf 576A und die nächsthöhere handelsübliche Stufe ist genau die 630A gG, die im Handbuch steht.

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Deine Daten sind vollkommen richtig!

Aber zum einen habe ich kein AC mitbestellt, da wir das schon günstiger mit anderen Säulen gelöst haben und zum anderen sind die 175kW ja nur bei besten Bedingungen zu erreichen - einmal von der Säule her und dann muss das Auto auch noch mitspielen. Daher gibt Alpitronic ja auch 'nur' 150kW an. Übrig bleibt dann noch der Zeitfaktor, den ich bei entsprechenden Ladekurven als völlig unkritisch sehe. Die NH Sicherungen werden da mitspielen.

Sollte es dennoch Probleme geben, kann die Säule ja aufs Watt genau in der Leistung reduziert werden. Ich kann mir ja einen Satz Ersatzsicherungen hinlegen... ;)
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Schwani hat geschrieben: Sollte es dennoch Probleme geben, kann die Säule ja aufs Watt genau in der Leistung reduziert werden. Ich kann mir ja einen Satz Ersatzsicherungen hinlegen... ;)
Dann bitte noch NH-Handschuhe, Gesichtsschutz und Schürze nicht vergessen, sollte in den Gesamtkosten als Peanuts untergehen.
(Ja, ich weiß, ich bin übervorsichtig und alle anderen ziehen NHs unter Last mit zwei Spitzzangen)

Obwohl da ja eigentlich eher vollisolierte Lasttrenner drin sein sollten, das macht das Ganze angenehmer.

Da ist ja so langsam gefühlt die Einweihungsparty mit Grillen sichtbar. ;-)
290 Mm elektrisch ab 2012.
Wenn's stinkt, war wohl die Verdrahtung falsch.
Zu manchen Problemen kommt man wie die Jungfrau zum Kinde, das in den Brunnen gefallen ist.

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Auf irgendeinem Foto weiter vorne sind die Lasttrenner zu sehen. Da braucht man keine Schutzausrüstung - die Dinger sind vollständig geschlossen und durch einen Hebel alle drei Sicherungen gemeinsam zu bedienen.

Die Eröffnung soll übrigens am 15.06.2019 sein...

Hier irgendwo ab Seite 21:
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Die Woche haben wir mal schnell das Fundament gegossen, bevor für uns die Hauptsaison anfängt. Jetzt hat der Beton Zeit genug um auszuhärten.
IMG_2005.jpg
IMG_2007.jpg
IMG_2035.jpg
Außerdem habe ich zwei Anfahrpoller bestellt - sicher ist sicher...
Nicht das jemand die Säule umnietet und sich heimlich vom Acker macht, dann bleiben wir auf dem Schaden sitzen.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

andi_hb
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elektrozauber hat geschrieben:Aufpassen muss man auch, dass keine der 3 Türen blockiert wird. Jene mit den Kabelauslässen steht in geöffnetem Zustand schräg nach unten, d.h. das Betonfundament muss ausreichend weit aus dem Boden herausschauen, damit die Tür vollständig geöffnet werden kann. Leider ist der Winkel nicht im Handbuch dokumentiert.
Hattest du den Hinweis von elektrozauber gelesen?
Hoffentlich ist das Fundament hoch genug!?
Sieht auf dem Bild aus als wenn es bündig abschließt. Kann natürlich auch etwas täuschen auf den Fotos.
Super Aktion das ganze jedenfalls von Dir.
Ich drücke die Daumen das alles zu deiner Zufriedenheit und pünktlich zum Eröffnungstag fertig ist. Bild

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Es läßt sich leider nicht ganz aus dem Handbuch nachvollziehen, ich war aber froh um den Hinweis und habe ihn beachtet.

Wir haben lange überlegt und uns nun entschlossen - entgegen der Empfehlung - die Säule mit dem Display nach vorne und die Kabelauslässe nach rechts zu machen. Daher ist der Lader nun auch links versetzt, damit die Kabel am Schnittpunkt der beiden Parkplätze sind. Eigentlich stehen die Kabel nach vorne.
Ich wollte ja das Display nicht Richtung Sonne machen, mir ist aber eine Idee für ein Dach gekommen. Es gibt Komplettbausätze für Microsolaranlagen mit zb zwei Modulen und einem Microwechselrichter. Da ja sowieso noch ein Geländer zum Nachbarn hin muss, plane ich das hinter dem Lader höher ein und lege einfach zwei Module als Dach - schräg nach vorne - drauf. So ala Fastnet. 8-) Das muss ich aber erst testen, wenn der Lader steht.

Die schräg angeschlagene Tür mit den Kabelauslässen ist nun rechts. Die Säule selbst hat auch noch einen kleinen Sockel. Das Fundament ist nicht viel größer als die Säule - die betreffende Tür sollte also darüber hinaus schwenken. Außerdem ist alles drum herum schräg vom Sockel abfallend - das kann man wirklich nicht gut erkennen - ich habe aber die Schwenkradien ausgemessen, auch damit die Poller den Türen nicht im Weg stehen und wir sie überhaupt aufstellen können. Wenn nicht, habe ich noch einen Betonflächenschleifer... ;)

Die Anfahrpoller sind auch Vorgestern gekommen. Heute hat es hier kräftig geschneit, ich hoffe aber, das wir sie Morgen noch eingebaut bekommen.

Zum Zähler sage ich mal nichts mehr - das ist einfach nur noch lächerlich...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

andi_hb
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Super
Habe nur gedacht das ich lieber noch darauf Hinweise. Aber du hast das schon gut im Griff denke ich. Weiterhin gutes gelingen.
Macht Spaß die Fortschritte zu lesen und zu sehen

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Dankeschön! :)
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