Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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mweisEl hat geschrieben:Ja das kann sein. Das hier
Würzburger Stadtrat hat geschrieben:Im Umkreis von 500 m um bestehende öffentliche Ladestationen und Mobilstationen die sukzessive mit Ladestationen ausgestattet werden [sollen/könnten], sollen deshalb im Regelfall keine zusätzlichen Sondernutzungserlaubnisse für Ladestationen auf öffentlichem Grund erteilt werden.
finde ich besonders dumm von den Würzburger Frankenzipfeln. 500 Meter Umkreis in einer Großstadt kann 10.000 Einwohner bedeuten!
In München hat die CSu Stadtratsfraktion den Antrag gestellt, 7% der öffentlichen Stellplätze je zur Hälfete für carsharing und ladestationen zur Verfügung zu stellen. Das ist ähnlich planerisch.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Link: Story meiner öffentlichen Ladestation vor der Haustür
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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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@DiLeGreen
Es ging hier ja nicht um die Ladesäule, die laut dem bayrischen Verwaltunggerichtshof, eine Genehmigung nach dem Straßenwegegesetz und nicht nach dem Baurecht genehmigt werden sollen.
Sondern, ob das Laden eines E-Autos eine Sondernutzung ist oder ein 'Gemeingebrauch nach bürgerlichem Recht' ist.

Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Gibt es außer mir auch andere Interessenten,
die planen eine privat betrieben öffentliche Ladestation aufzubauen?
Wie weit sind die Projekte, haben sie schon mit dem KVR Kontakt aufgenommen?
Gibt es Projekte in anderen (bayerischen) Städten und Dörfern?

Vielen Dank für Rückmeldungen
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Hallo,

Inzwischen habe ich alle Genehmigungen, und bin bei der Installation. Kabelkanäle und die Elektroschränke werden nächste Woche installiert.
Hat jemand Kontakt zu den SWM, um den Anschluß der Ladestation am Hausanschlußkasten zu beschleunigen?
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Servus Carsten!

Bravo! Endlich mal jemand mit Eigeninitiative der einfach macht

Zwecks dem Anschluß - hat das nicht Dein Elektriker gemacht? SWM brauchst Du doch eigentlich nur wenn Du was hinter der Plombe machen willst... Oder läßt Du Dir einen eigenen Zähler für die Ladestation legen?

Grüazi MaXx

Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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MaXx.Grr hat geschrieben:Servus Carsten!

Bravo! Endlich mal jemand mit Eigeninitiative der einfach macht Bild

Zwecks dem Anschluß - hat das nicht Dein Elektriker gemacht? SWM brauchst Du doch eigentlich nur wenn Du was hinter der Plombe machen willst... Oder läßt Du Dir einen eigenen Zähler für die Ladestation legen?

Grüazi MaXx
Eigener Zähler ist notwendig, da mein eigener nur 1phasig und zudem 6 Stockwerke höher installiert ist.

Gruß Carsten
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 18 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Jetzt ist es endlich soweit, der Bau kann beginnen.

Aber zur Erklärung, was ist alles vorher gelaufen:
Angefangen hat es damit, daß ich nie in der Automobilindustrie arbeiten wollte.
Aber nach meinem Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik arbeite ich inzwischen seit über 20 Jahren in der Branche.
So kam es, das ich die Entwicklung des elektrischen Mini bei BMW aus nächster Nähe mitbekommen habe.
Dann folgten die nächsten Modelle und ich wollte gerne mehr von denen auf der Straße sehen.
Dann wurde immer von dem Henne / Ei -Problem gesprochen.
Diesem wollte ich mit einer eigenen Initiative etwas auf die Sprünge helfen.

Dann kam der Augenblick, dass von einer kommenden staatlichen Förderung gesprochen wurde, es könnte sich mit ihr eine Kostendeckung ergeben. Damit war klar, eine Ladestation muß her.

Darauf habe ich dann Kontakt zur Hausverwaltung (WEG!), zu den Stadtwerken und zum Kreisverwaltungsreferat aufgenommen.
Zum Glück kam von keinem eine ablehnende Antwort.

Mit der Hausverwaltung konnte ich das Projekt, da es auch als Vorstufe zur Installation von Ladestationen in Garagen dient, als Punkt auf die nächste WEG Versammlung setzen.
Die Stadtwerke hingegen sagten mir, dass der Hausanschluss nur mit 115A abgesichert sei und ohne Grabungsarbeiten nicht verstärkt werden könne. Damit wird ein Lastmanagement notwendig, da die 26 Wohnungen im Haus zu bevorzugen sind.
Das machte das Projekt umso interessanter, da ich aus meinem Studium den Bereich der Netzanbindung kenne.
Das Kreisverwaltungsreferat hat dich wohlwollend geäußert, so dass ich darauf hoffen konnte, an der Straße die Stellplätze für die zu ladenden Fahrzeuge ausgewiesen werden.

Mit diesen Informationen in Gepäck habe ich dann in der ersten Ausschreibung zur Förderung der Ladeinfrastruktur teilgenommen. Leider habe ich den Antrag zu spät gestellt, so das ein Ablehnendere Bescheid kam.
Aber als dann in Bayern ein eigenes Programm aufgelegt wurde, habe ich es erneut versucht und der Förderbescheid liegt jetzt vor.

Jetzt wurde es anstrengend, welche Wallbox kann ich denn nehmen? Genauer gesagt, welcher Anbieter ermöglicht eine dynamische Zuweisung der freien Kapazität des Hausanschlusses an die beiden Ladepunkte?
Eine erste Rundfrage bei den Herstellern ergab, sie bieten ein Lastmanagement an, aber sie verteilen nur eine fest vorgegebene Leistung dynamisch auf die einzelnen Ladepunkte. Inzwischen sind fast 2 Jahre vergangen und es gibt erste Anbieter, die entsprechendes anbieten.

Seit Juni habe ich einen gültigen Beschluss der WEG, die mir das Verlegen der Zuleitung und das Aufstellen der Ladestationen ermöglicht.

Für die verkehrsrechtlichen Anordnung, dem Bereitstellen der Stellplätze, sollte ich noch viel Geduld aufbringen müssen.
Dazu später mehr.

Gruß Carsten
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Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Bravo - machen und nicht fluchen...

Grüazi MaXx

Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Cool, halte uns auf dem Laufenden.
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild

Re: Privat betriebene öffentliche Ladestation in München

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Hallo,
Jetzt zur Politik:
Die Ausweisung von Parkplätzen erfolgt durch das KVR (Kreisverwaltungsreferat). Aber der BA (Bezirksausschuß) hat ein Anhörungsrecht. Daher kann dieses Gremium nicht übergangen werden.
Deshalb hab ich einen Antrag gestellt, um die Parkplätze zu bekommen.
In der Sitzung des BA habe ich dann die Ablehnung der lokalen CSU-Fraktion zu spüren bekommen. Grüne und ÖDP befürworteten meine Initiative und bei der SPD war man sich noch nicht sicher, wie man handeln soll.
In dieser Situation stufte der Vorsitzende meinen Antrag zur Anfrage herab und sorgten dafür, saß es keine negative Abstimmung gegeben hat.
Als nächstes wandt ich mich an die fördernde Stelle des Freistaates um Hilfe. Man sagte mir, sie hätten keine Handhabe, vielleicht könne ich im Wirtschaftsministerium doch etwas erreichen.

Da bot sich jetzt mein 2. Projekt bei meinen Eltern in Regensburg an. Dort hatte der Netzbetreiber für 3 Ladestation doch noch 66kW am Anschluß frei gemacht, so das sich die Kalkulation gravierend geändert hat.
Nach Rücksprache habe ich dann dort den alten Förderantrag zurückgezogen und einen Neuen mit den höheren Kosten eingereicht. Siehe da, diese würde dann auch genehmigt und ich würde zu einer feierlichen Übergabe des Fördebescheides ins Wirtschaftsministerium eingeladen. Als ich dann paar Worte zur dem Antrag sagen durfte, nahm ich die Gelegenheit beim Schopf und sprach den damaligen Wirtschaftsminister Pschierer auf mein Oroblem an.
Der überrumpelt sagte er, das er innerhalb der Partei wenig tun könne, versprach aber trotzdem zu helfen. Do. bekam ich dann in der folgenden Woche einen Anruf, und wurde um eine Darlegung der Gegebenheit gebeten.
Darauf hin schrieb er einen Brief an den 2. Bürgermeister von München (CSU) um in meiner Sitation zu helfen.
Mit dieser Unterstützung wandt ich mich nochmals an das KVR, die dann die Genehmigung der beiden Ladeplätze für die nächste BA-Sitzung vorantrieben. Jetzt mußte ich nur noch die CSU oder SPD auf meine Seite bringen.
Da Wahlkampf war, waren die Politiker zwar ansprechbar, aber bei der CSU dominierte trotzdem die Parteidiszeplin, so das sie den Antrag ablehnten.
Aber der SPD konnte ich mein Anliegen besser nah bringen und sie stimmten zu. Der Antrag war damit mehrheitlich genehmigt worden.

Alle Vorraussetzungen waren jetzt gegeben, und jetzt brauchte ich noch 3 Kostenvoranschläge für die Elektroinstallation.
Dies stellte sich jedoch als unmöglich dar.
Der Hauselektrikter lehnte ab, da keine Zeit.
Mehrere Weitere lehnten gleich bei der Anfrage ab.
Einer der mit der schnellen Installation warb, vertröstete mich immer wieder.
Nur ein Junger, der auch für sich selber Chancen sah, sagte zu.
Zudem habe ich einen Kontakt im Ruhrgebiet, der mich fachlich unterstützt.

Damit fing kurz vor Weihnachten die Installation an.

Das wichtigste war dabei für mich der Blick in den alten Hausanschlußkasten, um die passenden Wandler für den Gesamtstrom zu bestellen.
IMG_2480.JPG
Der Hausanschlußkasten von 1972
Zur Erklärung:
Von oben links kommt die Zuleitung (4*95mm2) und rechts dann die 2 Ableitungen zu den Wohnungen.
Unten geht der Gemeinschaftsstrom und die Leitung für den Aufzug ab.
Als Besonderheit ist links unten an der Seite eine Schaltung implementiert, die das Vorhandensein der Netzspannung meldet.
Dies ist für die Notstromversorgung notwendig.
Ich selber werde einen der beiden freien Abgänge nutzen.

Gruß Carsten
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