Ionity - Allgemeine Diskussion

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Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

eFredHH
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Frische Info vom Van der Valk Hotel südlicher Berliner Ring zu Fastned: Hotel sagt vor Februar wird nichts. Ggf. dann (wenn Winter vorbei) erst Baustart

Das Hotel ist übrigens das ecannonball-Hotel gewesen in diesem Jahr.

Beste Alternative in der gegen ist wohl dann: https://www.goingelectric.de/stromtanks ... A10/41624/
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Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

Pitz
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bluedrift hat geschrieben: Abgesehen davon, dass dein Posting etwas aggressiv rüberkommt und es eigentlich sowieso völlig klar ist, was mein Posting sagen möchte, wird dir ja wohl auch bewusst sein, dass Ionity in den nächsten Jahren Geld kein verdienen kann - oder?

Bei einer betriebswirtschaftlichen Berechnung ist hier völlig klar, dass es viele Jahre dauern wird bis eine neu geschaffene Schnelllade-Infrastruktur gewinnbringend (oder wenigstens kostendeckend) geführt werden kann. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das völlig ausgeschlossen. Ich kenne die Ionity Kalkulationen nicht im Detail, aber ich würde ganz grob geschätzt von der Größenordnung erwarten, dass die kWh irgendwo zwischen 2 und 5 Euro kosten müsste, damit sich das derzeit rechnet.

Es ist also völlig offensichtlich, dass das sowieso alles Investments für sehr viel später sind und vor allem dazu dienen sollen, dass sich E-Mobilität vernünftig entwickeln kann. Keine der Anlagen die jetzt gebaut wird, wird sich in ihrer Lebenszeit amortisieren, das gelingt vielleicht mal bei Neubauten in 10 Jahren, wenn eine halbwegs vernünftige Auslastung da ist, und die Zuleitungskosten bereits abgeschrieben sind.

Daher ist also auch klar, dass eine Überdachung mehr Geld kostet als sie einbringt, aber natürlich die Attraktivität und Sichtbarkeit der Stationen erhöht, und somit die Sache gut weiterbringen würde und langfristig somit wenigstens einen gewissen Teil der Kosten abdecken würde.

Tut mir Leid wenn es aggressiv rüber kam, das sollte nicht meine Absicht sein.

Aber die Wirtschaftlichkeit sollte im Zentrum jeder Investition stehen, alles andere ist nicht auf Nachhaltigkeit und Wachstum ausgelegt.
Natürlich ist es nicht ungewöhnlich, wenn neue Unternehmen anfangs Verluste schreiben, aber die "Geldgeber" verlangen auch dann einen Plan, wie man in der Zukunft die Gewinnzone erreichen will.

Wie sieht denn bei Ionity dieser Plan aus?
Hat sich das Unternehmen bzw. deren Finanziers aus der Verbrenner - Industrie dazu jemals geäußert?

Sie sind seit über einem Jahr am Start mit ihren Schnelladern und seit einem Jahr verschenken sie Strom.
Wie lange wollen sie das noch machen?

Derzeit werden einfach die riesigen Gewinne aus dem Verkauf der SUVs eingesetzt, um "gut Wetter" bei der Politik zu machen.
Was passiert mit Ionity, wenn die Gewinne wegbrechen, Massenentlassungen unausweichlich werden?
Wird man dann trotzig weiterhin Strom an Ladesäulen verschenken an gut betuchte Kunden, die sich Autos im sechstelligen Bereich leisten können?

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

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Die obige Schätzung von 5-6€/kWh ist ja inklusive der Investitionen. Wenn das ganze gebaut ist und Ionity pleite wäre, dann könnte es ein gutes Investment sein. Weil dann ja nur noch die Festkosten anfallen.
Ist halt eine Investition der Hersteller in ihre eigene Zukunft, denn sie müssen ja sonst zunehmende Strafen zahlen, wenn ihr Flottenverbrauch zu hoch ist.
Wie bei Tesla: wie soll man Elektroautos verkaufen ohne Infrastruktur? Das Investment in die Entwicklung der neuen Elektroautos und insbesondere deren kostengünstige Produktion ist sicherlich erheblich höher.
VW Polo 1,6 TDI BMT seit 11/2010 bis 7/2017, Verbrauch im Schnitt ca. 4,1L
Ioniq bestellt bei HyundaiSangl Ende Januar 17 in Phönix Orange, am 15.7.2017 abgeholt.

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

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Ionity verschenkt keinen Strom. Kostenpunkt sind 8 Euro pro Ladung, was sie von den Roaminganbietern verlangen, ist wohl nicht bekannt.

Ionity lohnt sich aber trotzdem, auch wenn es Verluste macht. Wenn die Autohersteller nur so (durch Anbieten einer zuverlässigen Schnellladeinfrastruktur) ihre Elektroautos verkauft bekommen, dann stehen den Verlusten bei Ionity möglicherweise höhere Gewinne bei den Autoverkäufen entgegen.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

Pitz
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aiahaumx hat geschrieben:
bluedrift hat geschrieben: Es ist also völlig offensichtlich, dass das sowieso alles Investments für sehr viel später sind und vor allem dazu dienen sollen, dass sich E-Mobilität vernünftig entwickeln kann. Keine der Anlagen die jetzt gebaut wird, wird sich in ihrer Lebenszeit amortisieren, das gelingt vielleicht mal bei Neubauten in 10 Jahren, wenn eine halbwegs vernünftige Auslastung da ist, und die Zuleitungskosten bereits abgeschrieben sind.
Richtig. Ich würde sogar davon ausgehen, dass der aktuelle Kostendeckel für Ionity sich bedeutend aus den Opportunitätskosten ergibt, die sich für die traditionellen Verbrenner-Autobauer ergeben, wenn sie die Elektromobilität nicht voran bringen. Umso höher diese Kosten (z.B. durch CO2 Steuer oder Zertifikate), umso mehr wird man Geld in Ionity stecken können und werden.

Natürlich wird man dann irgendwann mit Ionity Geld verdienen wollen. Bei strategischen Überlegungen in den zur Debatte stehenden Größenordnungen spielen kurzfristige Ergebnisse aber keine nennenswerte Rolle.
Wer bezahlt die Co2 Steuer?
Die Konzerne?

Das erzählen und Merkel und Dobrindt, aber Aufrichtigkeit und Seriosität ist nicht deren Tugend.
Diese Steuer zahlen die Bürger, die kann man natürlich auspressen wie eine Zitrone, das funktioniert gut im wirtschaftlichem Boom, aber nicht gut wenn die Wirtschaft stagniert oder schrumpft.
Dann kann man so lange drücken wie man will, irgendwann gibt die Zitrone keinen Saft mehr.

Hier muss ich sogar mal die Bewegung "Friday For Future" loben, die sind wenigstens ehrlicher als Merkel und Co, die sagen was das Ziel ist:
Enteignung, Zerschlagung des Kapitalismus, Deindustrialisierung, Umverteilung. Neomarxisten, wie sie im Buche stehen. Armut für alle (außer Parteifunktionäre), das ist der Plan. DDR reloaded.
.

Glaubt ihr, damit hat Ionity eine Chance?

Die Co2 - Steuer soll nicht dazu dienen, irgend etwas zu verändern, davon träumen nur linke Fantasten von FFF.
In Wahrheit will man so weiter machen wie bisher, aber mehr Steuern generieren, die sich Politiker, NGOs oder defizitäre Startups in die eigene Tasche stecken können.

Ionity kann also nur bestehen, solange ein steter Geldfluss von den profitablen Unternehmen (Tankstellen) zu den defizitären Unternehmen (Ladesäulen) existiert.
Wird der "Tipping Point" erreicht, also würde man sog. "Verbrenner" und das notwendige Benzin so massiv besteuern, dass es eine Massenflucht zu Elektro gibt, dann versiegt auch der Geldfluss. Die Kuh gibt keine Milch mehr, der Parasit hat das Wirtstier leergesaugt. Wie will man Ionity jetzt noch finanzieren?
Das ist eben das Dilemma des Sozialismus und der Planwirtschaft: Je "erfolgreicher" das Unternehmen, desto höher werden die Verluste. Irgendwann haben sich dann sozialistische Startups wie Ionity tot gesiegt. Dann steht ihr an der Ladesäule und nix geht mehr. Keine Kohle mehr da, Ionity kann die Rechnung für den Strom nicht mehr bezahlen. Aber "Kohle-Ausstieg" ist ja das große Ziel, oder?

Es wird auch nicht funktionieren andere Geld - Quellen anzuzapfen, denn die wenigsten Menschen fahren Auto aus Spaß, sondern weil sie zur Arbeit müssen.
Macht es keinen Sinn mehr, zur Arbeit zu fahren, weil die Fahrt zu teuer ist, lässt man es einfach bleiben . Also aus der Quelle Einkommenssteuer bekommt dann Ionity auch kein Geld mehr, wenn sie "Erfolg" haben.

Fazit:
Ionity muss erklären, wie sie in Zukunft mit der Dienstleistung Ladestrom an Autobahnen Geld verdienen können.
Falls die PR - Leute von Ionity hier mitlesen, sollten sie sich Gedanken machen, wann und wie sie das erklären wollen.

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

Helfried
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Pitz hat geschrieben: Ionity muss erklären, wie sie in Zukunft mit der Dienstleistung Ladestrom an Autobahnen Geld verdienen können.
Ich meine, gehört zu haben, mit Autos (nicht mit Strom und Wurstsemmelautomaten).

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

Pitz
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Köln Bonner hat geschrieben: Ionity verschenkt keinen Strom. Kostenpunkt sind 8 Euro pro Ladung, was sie von den Roaminganbietern verlangen, ist wohl nicht bekannt.

Ionity lohnt sich aber trotzdem, auch wenn es Verluste macht. Wenn die Autohersteller nur so (durch Anbieten einer zuverlässigen Schnellladeinfrastruktur) ihre Elektroautos verkauft bekommen, dann stehen den Verlusten bei Ionity möglicherweise höhere Gewinne bei den Autoverkäufen entgegen.
Sie verschenken Strom, weil sie pro Ladung mehr an den Energie-Versorger zahlen als sie dem Kunden an der Ladesäule abrechnen.
So ein Geschäftsmodell funktioniert nur mit einer potenten Melk - Kuh in der Hinterhand.

Von was für Gewinnen träumst du denn bei EV - Autoverkäufen?
Da ist es doch genau das Gleiche, Du kannst zahlreiche Berichte darüber lesen in diesem Forum, wie Interessenten bei VW oder Opel oder Hyundai behandelt werden, wenn sie mit dem Wunsch nach einem E - Auto antanzen.

Denn da ist es genau so, das ist ein Zuschussgeschäft, deswegen besteht kein ehrliches Interesse am Verkauf.

Sorry, nehme es bitte nicht persönlich, es ist nicht "aggressiv" gemeint. Aber deine Vorstellung ist realitätsfern.
Würde man in der Branche auch nur die minimale Chance erkennen, Gewinne zu erzielen, wäre doch diese ständige Bettelei nach noch höheren Subventionen nicht vorhanden.

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

Ungard
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Von was für Gewinnen träumst du denn bei EV - Autoverkäufen?
Naja, beim eTron bleibt sicher ne gute Marge übrig.
4 Jahre Erdgas, B200c
dann bis 06/20 BMW i3
Seit 06/20 Audi e-Tron55

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

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Pitz hat geschrieben: Wer bezahlt die Co2 Steuer?
Die Konzerne?

Das erzählen und Merkel und Dobrindt, aber Aufrichtigkeit und Seriosität ist nicht deren Tugend.
Diese Steuer zahlen die Bürger, die kann man natürlich auspressen wie eine Zitrone, das funktioniert gut im wirtschaftlichem Boom, aber nicht gut wenn die Wirtschaft stagniert oder schrumpft.
Dann kann man so lange drücken wie man will, irgendwann gibt die Zitrone keinen Saft mehr.
Heureka! Der Neoliberale hat die Grundzüge unserer Wirtschaft verstanden!

Jede Ausgabe, die ein Unternehmen tätigt, muss vom Kunden bezahlt werden.
Das ist aber wahrlich keine bahnbrechende Erkenntnis.

[Neo-liberales Geschwurbel gesnipped]
Fazit:
Ionity muss erklären, wie sie in Zukunft mit der Dienstleistung Ladestrom an Autobahnen Geld verdienen können.
Falls die PR - Leute von Ionity hier mitlesen, sollten sie sich Gedanken machen, wann und wie sie das erklären wollen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Ionity dauerhaft ein Zuschussgeschäft der Gründerkonzerne bleibt, weil sich dann die eigenen Fahrzeuge mit dem Argument der gut funktionierenden Ladeinfrastruktur verkaufen lassen.

Mittelfristig wird sich definitiv das Zahlungsmodell ändern, dass sie weg von einer Ladepauschale hin zu einem kWh basierten Modell wechseln werden. Der Preis wird sich dann schon irgendwo einpendeln.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Ionity - Allgemeine Diskussion

aiahaumx
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Pitz hat geschrieben: Die Co2 - Steuer soll nicht dazu dienen, irgend etwas zu verändern, davon träumen nur linke Fantasten von FFF.
In Wahrheit will man so weiter machen wie bisher, aber mehr Steuern generieren, die sich Politiker, NGOs oder defizitäre Startups in die eigene Tasche stecken können.
Was hast du bitte für eine Definition von Wahrheit?

Hier ein Video, in dem ein Konzept erklärt wird, wie CO2-Bepreisung sozial verträglich gestaltet werden kann: https://youtu.be/4K2Pm82lBi8?t=689 (mit Zeitstempel bei 11:29)

Ich kann in deinen Aussagen jedenfalls nichts erkennen, was die Diskussion positiv voran bringt. Was sind deine Vorschläge an Ionity, wie sie es besser machen sollten?
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