"Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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  • fiedje
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Volker.Berlin hat geschrieben:
fiedje hat geschrieben: Noch blöder ist, wenn ein Verbrenner die Ladesäule blockiert
Was meinst Du mit "noch blöder"? Genau darum geht es doch in diesem Thread... :?:
In einigen Fällen haben auch Elektroautos ausserhalb der Ladezeit die Säule blockiert.... war vielleicht nicht glücklich ausgedrückt.
Mit freundlichem Gruß Fiedje
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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  • hal2063
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LOL, neben der Ladesäule Grimmstr. parkte ein alter weißer VW Polo, der offensichtlich auch mal eine Ladesäule zugeparkt hat.
Bild
Die Aufkleber gibt es übrigens bei Amazon. Hab einfach nach "Parkaffe" gesucht. Viele Treffer...
Nur sollte man den Aufkleber nicht an der Windschutzscheibe anbringen, sondern an der hinteren Seitenscheibe oder notfalls an der Heckscheibe. Und wenn an der Windschutzscheibe, dann eher unten, wo es die Verkehrssicherheit nicht gefährdet. Und nur auf die Scheiben, sonst kann einem was in Richtung Sachbeschädigung angehängt werden. Steht alles bei Amazon beschrieben.
Muss man nur aufpassen, daß man sich keine fängt, wenn der Besitzer beim Aufkleben aufkreuzt.
Wer heute noch hochmotorisierte Verbrenner fährt, hat den Schuß nicht gehört.

Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

Mikehammer
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Sorry, aber AUFKLEBER geht gar nicht. Das ist auch auf Glas wahrscheinlich Sachbeschädigung.
Auch wenn der Autofahrer noch so bescheuert parkt, ist es dumm und vor allem ineffizient.
Benachrichtigung der Rennleitung bringt da mehr.

Mike

Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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  • Wiese
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hal2063 hat geschrieben: Fazit: Schnelladung ist nur für die Akku-Hersteller gut und fördert die Umweltzerstörung in den Fördergebieten der seltenen Erden.
Wobei es in Akkus aber gar keine seltenen Erden gibt.
hal2063 hat geschrieben: Vor diesem Hintergrund wäre das Verbrenner-Aus die beste Lösung.
In diesem Moment erledigte sich die gesamte Diskussion um die Ladeplätze, weil alle in einem Boot säßen.
Das stimmt, aber Egoisten sterben nicht aus, und werden auch mit vollem Akku Ladeplätze blockieren. Am Ende ist es also egal, ob ein Verbrenner oder ein voll geladenes BEV die Säule versperrt.
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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  • hal2063
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Mikehammer hat geschrieben: Sorry, aber AUFKLEBER geht gar nicht. Das ist auch auf Glas wahrscheinlich Sachbeschädigung.
Nein, gerade auf Glas ist es keine Sachbeschädigung, weil es rückstandsfrei zu entfernen ist. Das hat auch das OLG Frankfurt festgestellt.
Mikehammer hat geschrieben: Auch wenn der Autofahrer noch so bescheuert parkt, ist es dumm und vor allem ineffizient.
Benachrichtigung der Rennleitung bringt da mehr.
Dumm?
Dumm wäre es, wie es die Aktivisten in Russland tun und die gesamte Windschutzscheibe zukleben. Dann kann der Falschparker gar nicht wegfahren.

Ineffizient?
Na gut, es kostet lt. Amazon zwischen 15ct und 20ct pro Aufkleber - wem es das wert ist.
Außerdem - das weiß ich von anderen Aufklebern - werden die nicht gerakelt, also z.B. mit der Oberseite des Fingernagels festangedrückt, kann man einen Aufkleber leicht wieder abziehen - OK, das kostet Zeit, aber wem die es wert ist?

Rennleitung?
In Berlin? LOL
Gut, nehmen wir mal an, die kommt wirklich - nach 18:00 sind die (hoffentlich bald nicht mehr) der irrigen Meinung, der dürfe da stehen (viewtopic.php?f=104&t=52799).
Außerdem kommen die nach vllt. 2 Stunden - fährt derjenige vorher weg, hat er mindestens einem E-Auto die Lademöglichkeit blockiert, hat -zig Leuten demonstriert, was sie beim Umstieg auf ein E-Auto erwartet - und das alles folgenlos für ihn.
Ich habe mal einen Falschparker gefragt, ob er weiß, daß er hier nicht stehen darf - und die Antwort: JA (!!)
Bekommt er dennoch ein Knöllchen, kostet ihn das Geld - jemand, der so ein altes Auto fährt, ist vermutlich damit ziemlich knapp.
Wird er umgesetzt - kostet das noch mehr Geld, er verpasst ggf. einen wichtigen Termin, hat u.U. Rennereien.

Bei uns im Kiez haben sie eine temporäre Spielstraße auf Betreiben einer Anwohner-Initiative eingerichtet. Eine echte Spielstraße, wo Autos weder stehen noch durchfahren dürfen. Und das ist da an der Stelle schon massiv verkehrsberuhigt (und in Sichtweite eines großen neu gebauten Spielplatzes - aber das ist ein anderes Thema)
Um für Akzeptanz zu werben, ist irgendjemand auf die glorreiche Idee gekommen, in großem Umkreis DIN A4 große bunt bedruckte Zettel hinter die Scheibenwischer der ganzen Autos zu klemmen. Kurz danach begann es zu regnen, die Zettel weichten auf und beim Versuch, die Zettel zu entfernen, zerlegten die sich natürlich in klein Fetzen die einen hartnäckigen Farbschmier hinterliessen, der sich nicht von den Händen waschen lies und bei versehentlicher Berührung mit Kleidung (z.B. wenn ein Stück auf die Hose geweht wurde), einen dauerhaften Fleck hinterlies.
Das ist Sachbeschädigung, kurz gedacht und durch das damit verbundene Ärgernis der (gutgemeinten) Sache abträglich.


Also sind Zettel (wie von Volker praktiziert) auch nicht die wirkliche Lösung, vor allem muss man Teile des Fahrzeuges berühren und Anheben. Ist z.B. der Wischergummi im Winter tatsächlich festgefroren, kann dieser beim Losreissen beschädigt werden - Sachbeschädigung.

So langsam komme ich tatsächlich zum Schluss, daß so ein Aufkleber eine wirklich gute Methode sein könnte, die Botschaft zu senden, Ladeplätze freizuhalten.
Warum?
  • es signalisiert, daß er gegen die Regeln verstoßen hat,
  • es wird für jeden ersichtlich, daß es Folgen hat, Ladeplätze zuzuparken,
  • es kostet den Falschparker kein Geld,
  • er wird nicht daran gehindert, wegzufahren,
  • sein Auto ist auch nicht plötzlich weg,
  • der Falschparker ärgert sich (meistens) über den Aufkleber und hat Aufwand, diesen wieder abzuziehen
Oh ja - don't touch my holy cow - ich darf alles und mein Auto, Ausdruck meines Handelns darf nicht berührt werden.
Wenn ich alles in diesem Thread zusammen nehme, sollen wir weder die Polizei rufen, im Prinzip nichts unternehmen und mit dem Fahrer sprechen und bitten, das künftig zu unterlassen - findet den Fehler im Bild.

Vielmehr wäre es doch so: wenn jeder E-Autofahrer bei einem Falschparker an der Ladesäule, der deswegen nicht laden kann, einen solchen Aufkleber (entsprechend umsichtig) anbrächte, würden die Falschparker von allein die Erkenntnis gewinnen, daß es keine gute Idee ist, sich hier hinzustellen.
Wäre es so, daß in nur 50% der Fälle ein Falschparker ein Knöllchen bekäme oder umgesetzt würde, hätten wir dieses Problem kaum.
Bei mir am Job, wo die Parkplatzsituation extrem schwierig ist (nach 07:30 ist es quasi unmöglich, einen Parkplatz zu bekommen) und auch die Gehwege zugeparkt werden, man selbst an Einmündungen rangieren muss, um in die Querstraße zu gelangen - reicht ein einziger "Besuch" des Ordnungsamtes mit Zettelverteilung, um die Situation für die nächste Woche merklich zu bessern.

Machen wir uns nichts vor: dank unserer Regierung stehen die Ordnungshüter selbst (zumindest in Berlin) kurz vor dem Kollaps, darum brauchen die auch so elendig lange.
Müsste also ein Falschparker damit rechnen, immer, wenn er ein E-Auto am Laden hindert, einen "Gruß" verpasst zu bekommen, dann dürfte die Hemmschwelle, sich dorthin zu stellen, bei den meisten deutlich steigen.

Ich für mein Teil habe nach den Erfahrungen mit Anrufen bei Polizei, Ordnungsamt und Meldungen über OA-Online eher zufällig auf berlin.de das hier entdeckt:
Anzeige erstatten (bei Verkehrsordnungswidrigkeiten)

Ich streife jetzt aber nicht wie ein Hilfssheriff durch Berlin auf der Jagd, sondern melde nur das, was es mir auf meinem normalen Weg begegnet - zwei Fotos, vorbereiteter, individuell angepasster Text und ab - dauert aber pro Mail auch schon mal 10 Minuten (da ginge es mit einem Aufkleber deutlich schneller und direkter).
Im Schnitt schicke ich mittlerweile nur noch alle 10 Tage eine Mail, weil ich in der Nähe meiner Firma meistens eine Lademöglichkeit finde und anfänglich stellenweise 2x täglich eine Mail geschickt habe. Irgendwie scheint das langsam (zumindest in Charlottenburg) Wirkung zu zeigen.
Und dann nach Feierabend nochmal den Aufwand? Es passiert, daß ich am erst spätabends Zeit hätte für eine Mail, deren Anlaß ich morgens entdeckt habe oder mir am nächsten Tag einfällt, daß da noch was war. Dann macht das aber meiner Meinung nach keinen Sinn mehr und ich schicke nichts. Ich denke mal, das ist ein ganz guter Weg, damit umzugehen.

Irgendetwas müssen wir tun - und wenn wir E-Autofahrer nicht selbst tätig werden, wird sich nichts verändern.
Dazu ist die Allgemeinheit einfach zu uneinsichtig und träge, irgendetwas an ihren Gewohnheiten zu ändern und ein wenig auf Bequemlichkeit zu verzichten.
Naja, irgendwann wird der Klimawandel genau dafür sorgen - und dann ist das Gejammer groß.
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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  • hal2063
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Wiese hat geschrieben:
hal2063 hat geschrieben: Fazit: Schnelladung ist nur für die Akku-Hersteller gut und fördert die Umweltzerstörung in den Fördergebieten der seltenen Erden.
Wobei es in Akkus aber gar keine seltenen Erden gibt.
Ja, stimmt, hab ich im Schwung Blödsinn geschrieben :wand: - ist ein Alkalimetall, ändert aber trotzdem nichts daran, daß der Lithium-Abbau in den betroffenen Regionen verheerende Folgen hat.
Wiese hat geschrieben:
hal2063 hat geschrieben: Vor diesem Hintergrund wäre das Verbrenner-Aus die beste Lösung.
In diesem Moment erledigte sich die gesamte Diskussion um die Ladeplätze, weil alle in einem Boot säßen.
Das stimmt, aber Egoisten sterben nicht aus, und werden auch mit vollem Akku Ladeplätze blockieren. Am Ende ist es also egal, ob ein Verbrenner oder ein voll geladenes BEV die Säule versperrt.
Natürlich gibt es das - und wird es immer geben. Nur passt die Kausalität nicht.
Nur, weil BEV's vollgeladen an Ladeplätzen falsch parken könnten, sollen wir also weiter fossile Brennstoffe verfeuern? Finde den Fehler...
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

rulaman
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Au weia, in diesem Fred steht vieles drin. Nur ganz wenige Anmerkungen von mir mit Blick über den Zaun.
Es hieß, Aufkleber auf der Windschutzscheibe gehören wegen Verkehrssicherheit unten hin. FALSCH.
Unten kommt ein Ball zwischen parkenden Autos vor und ein Kind hinterher. Jedenfalls hier auf dem Land.
Norddeutschland hat es begriffen. Schon mal jemandem aufgefallen, die grünen Abgasaufkleber sind in
Norddeutschland meistens oben rechts und in Süddeutschland unten rechts. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Anderes Thema. Zuparken von Ladestationen, und ich beschränke mich auf unterwegs, weil ich da mit wenig Rest
ankomme und einigermaßen schnell, also nach Kaffee und Kuchen und Pipi wieder weiter will. Meine (EU-)Zoe
macht das mit theoretischen 43KW prima und ausreichend schnell. Bei uns sind die (Autobahn-)Ladestationen
meistens irgendwo seitlich zwischen Parkplätzen und das kleine Kästchen ist oft schlecht zu finden, schlecht zu
sehen, das fördert natürlich ein zuparken. Diesen Sommer gesehen in der Nähe von Bern. Da war die Ladestation
IN DER TANKSTELLE, nämlich eine Zapfsäule abgebaut und stattdessen eine Ladestation hingestellt.
Wieder mal ist die Schweiz uns voraus. Bravo.
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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rulaman hat geschrieben: Diesen Sommer gesehen in der Nähe von Bern. Da war die Ladestation
IN DER TANKSTELLE, nämlich eine Zapfsäule abgebaut und stattdessen eine Ladestation hingestellt.
Wieder mal ist die Schweiz uns voraus. Bravo.
Nein, das find ich gar nicht bravo. Man will vielleicht mal ein Nickerchen beim Laden machen, da will ich nicht an einer stinkenden Tankstelle krebserregende Benzoldämpfe einatmen.
Eine gute Lösung hab ich in Bühl gesehen. Da gibt es einen etwas abseits gelegenen kleinen Parkplatz mit den Ladesäulen, auf den normalerweise kein Anderer hinfährt. Es gibt dort keinen Durchgangsverkehr, weil man das selbe Sräßchen wieder rausfahren muss. Leider war die eine Säule kaputt und die andere noch nicht in Betrieb.
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Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

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rulaman hat geschrieben: Es hieß, Aufkleber auf der Windschutzscheibe gehören wegen Verkehrssicherheit unten hin. FALSCH.
Unten kommt ein Ball zwischen parkenden Autos vor und ein Kind hinterher. Jedenfalls hier auf dem Land.
Bitte richtig lesen: nach Möglichkeit an die hintere Seitenscheibe oder Heckscheibe.
Nur Ausnahme Frontscheibe.

Hier in Berlin, hat man als Rechtsabbieger rechts oben z.B. 30-Zonen-Schilder, Tempo-30-Schilder, Schilder Verkehrsberuhigung.
Da einen Aufkleber hinzupacken, ist schlecht.

Auch habe ich jetzt ein kleines geometrisches Problem:
Ist der Aufkleber rechts unten, dann befindet er sich maximal 1,20m in Fahrtrichtung und schätzungsweise 1,60m rechts vom Fahrer.
Damit beträgt der Betrachtungswinkel irgendwas um die 38°.
Nehmen wir mal an, 1 Meter neben dem Auto tippt der Ball auf die Straße, dann befindet sich der Fahrer ca. 2 Meter in Fahrtrichtung entfernt.
Auf dieser Höhe befindet sich bei einem durchschnittlichen Auto noch Kotflügel, Rad oä.

Hinzu kommt, daß man ja in der Regel fährt. Selbst wenn man schleicht, z.B. 18km/h, dann bewegt man sich mit 5m/s, bei einer Reaktionszeit von 0,5sek ist man also bereits 2,5m weit gefahren, bevor überhaupt eine Reaktion erfolgen könnte. Da befindet sich der Ball in Fahrtrichtung aber einen halben Meter hinter dem Fahrer und titscht seitlich gegen das Auto. Käme jetzt das Kind eine Sekunde später hinterher, ist das Auto schon vorbei. Und das bei 18km/h - bei Tempo 30 (8m/s) wäre das Auto bereits vorbei, bevor irgendeine Reaktion erfolgen könnte.

Ich hab's mir extra mal mit Geodreieck usw. aufgezeichnet.
Das liest sich zwar gut, geht aber an den tatsächlich realen Daten vorbei.
rulaman hat geschrieben: Anderes Thema. Zuparken von Ladestationen, und ich beschränke mich auf unterwegs, weil ich da mit wenig Rest
ankomme und einigermaßen schnell, also nach Kaffee und Kuchen und Pipi wieder weiter will. Meine (EU-)Zoe
macht das mit theoretischen 43KW prima und ausreichend schnell. Bei uns sind die (Autobahn-)Ladestationen
meistens irgendwo seitlich zwischen Parkplätzen und das kleine Kästchen ist oft schlecht zu finden, schlecht zu
sehen, das fördert natürlich ein zuparken.
Zum einen geht es hier nicht um Autobahnen, sondern um Ladestationen in urbanen Bereichen,
zum Anderen wie gesagt, Schnelladung (und 43kW ist eine solche) verschleißt den Akku. Damit wären wir wieder beim Thema "Schonender Umgang mit den Ressourcen" und einem guten Geschäft für die Akkuhersteller sowie der Problematik von Förderung der benötigten Metalle und Entsorgung des als Sondermüll geltenden Akkus. Ist es günstiger, unter Umweltzerstörung neues Material zu fördern als gebrauchte Akkus zu recyclen, haben wir ein neues Sondermüll-Problem, das unter Vermeidung der Schnelladung deutlich kleiner wäre.
rulaman hat geschrieben: Diesen Sommer gesehen in der Nähe von Bern. Da war die Ladestation
IN DER TANKSTELLE, nämlich eine Zapfsäule abgebaut und stattdessen eine Ladestation hingestellt.
Wieder mal ist die Schweiz uns voraus. Bravo.
Seufz - es sollte allgemein bekannt sein, daß uns viele weit voraus sind...
Ich habe mal 2 Screenshots von Chargemap beigefügt.
Das höchste der Gefühle in Deutschland ist ein Bereich mit 67 Ladeplätzen, dreistellig sucht man vergebens.
In den Niederlanden sind flächendeckend dreistellig vesorgte Bereiche vorhanden.
Ich habe einfach nur von rechts nach links gescrollt, ohne den Zoom zu verändern.
Da sieht man erstmal, wie rückständig Deutschland mal wieder ist.

Deutschland
Bild
Niederlande
Bild
Wer heute noch hochmotorisierte Verbrenner fährt, hat den Schuß nicht gehört.

Re: "Ihr Auto blockiert eine Ladestation"

Mikehammer
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Zu AufKLEBERN: Auf Hoher See und vor Gericht ist man bekanntlich in Gottes Hand. Adhäsiv haftende Folien sind klar Starffrei... Bei Aufklebern kann das Ganze schon anders aussehen, insbesondere nach der Verschärfung des §303 wg Sprayern. Manch per Amazon verkaufte Aufkleber müssen mit Lösungsmitteln entfernt werden, und dann wird es unlustig.
Am Wirksamsten wäre tatsächlich gnadenloses Abschleppen, ähnlich wie bei Behindertenparkplätzen. Wenn ja staatlicherseits die Elektromobilität gefördert werden soll...
Aber ich lebe ja auch in Bayern, wo das Team Blau tatsächlich noch existent ist und die Parkraumüberwachung auch noch Tickets schreibt...
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