Der korrekte Schilderwald

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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit Foto

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ArnoldLayne hat geschrieben: Und während es anscheinend völlig ok ist, dass jemand mit seiner Dreckskarre eine Ladesäule zuparkt, ist es Nötigung, wenn man sich notgedrungen irgendwie dahinter stellt, um irgendwie laden zu können. Obwohl sich die Verbrenner eigentlich erst gar nicht da hätten hinstellen dürfen.
Es gilt der Rechtsgrundsatz, dass ein Unrecht nicht das Andere rechtfertigt.
Scheißegal welche Beschilderung. Es ist ein Ladeplatz. Weil da eine Ladesäule steht.
Nein, es ist ein Parkplatz mit Privilegierung. Mehr nicht.
Rechtlich genau gleichgestellt mit einem Rolli-Parkplatz (Zusatzzeichen 1044-10), nur für eine andere Zielgruppe.

SüdSchwabe.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit Foto

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yxrondo hat geschrieben: Die Schilder werden generellen oben nach unten gelesen.
Habe ich anfangs auch gedacht, aber es ist genau umgekehrt. Hier in meinem Beispiel sind die Zeitbeschränkung und die Parkscheibenpflicht tatsächlich falsch rum. Alle anderen Beschilderungen in Weimar sind korrekt.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit Foto

solardaddy
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SüdSchwabe hat geschrieben:
ArnoldLayne hat geschrieben: Und während es anscheinend völlig ok ist, dass jemand mit seiner Dreckskarre eine Ladesäule zuparkt, ist es Nötigung, wenn man sich notgedrungen irgendwie dahinter stellt, um irgendwie laden zu können. Obwohl sich die Verbrenner eigentlich erst gar nicht da hätten hinstellen dürfen.
Es gilt der Rechtsgrundsatz, dass ein Unrecht nicht das Andere rechtfertigt.
Scheißegal welche Beschilderung. Es ist ein Ladeplatz. Weil da eine Ladesäule steht.
Nein, es ist ein Parkplatz mit Privilegierung. Mehr nicht.
Rechtlich genau gleichgestellt mit einem Rolli-Parkplatz (Zusatzzeichen 1044-10), nur für eine andere Zielgruppe.

SüdSchwabe.
Genau das ist das Problem: "Es ist ein Parkplatz mit Privilegerung. Mehr nicht."

Daher war ja an anderer Stelle schon mein Vorschlag, das zu ändern, mit anderen Schildern und anderen Gesetzen. Denn in Wirklichkeit ist es ein Ladeplatz. Das Laden steht im Vordergrund, nicht das Parken. Jedenfalls bei allen Ladesäulen mit 11 oder 22 kW Typ2 Anschluss. Dort sollte es Ladeplatz heißen, nicht Parkplatz. Und die Standzeit sollte auf die Ladezeit beschränkt sein. Immerhin sind viele solcher Plätze ja mittlerweile farblich markiert. Seitdem wird dort viel weniger falsch geparkt.

Ganz ohne Beschilderung kommen übrigens die Schnell-Ladestationen wie z.B. im Autohof Geiselwind aus. Die sehen wie Tankstellen aus, da parkt keiner unnötig ohne zu laden. Oder die Fastned Station (wie am Europark nahe Freiburg). Ähnlich wie an Sprit Tankstellen: da kommt niemand auf die Idee, sein Auto zu parken. Das sieht schon viel mehr nach "Tankstelle" aus als z.B. die vielfach irgendwo ganz hinten an einem freien Platz hingestellten Schnelladern an Autobahn-Tank- und Raststätten. Teilweise lieblos, unbedacht (in doppelter Hinsicht, weil ohne Regenschutz) und ohne Platz-Markierung.

Unabhängig davon wäre es wünschenswert und möglich, normale Parkplätze in großer Zahl zu schaffen, an denen man auch laden kann. Dort sollten die Dosen auf einphasig 16A, also max. 3,6 kW Ladeleistung, beschränkt werden. Dort könnte man die Regelung Parken/Laden viel freier handhaben, z.B. bei "Park&Ride" Plätzen. Allerdings würde es nur Sinn machen, wenn es viele bis sehr viele solche Plätze gäbe. Ist natürlich auch Wunschdenken. Aber so fangen Veränderungen an. Ähnliches soll es ja aus ganz anderen Gründen vielfach bereits seit längerem in nordischen Ländern geben. Seinerzeit gedacht, um in strengen Wintern die Wagen und Motoren elektrisch warm zu halten. Neuerdings hochwillkommen zum Nachladen von E-Auto Akkus. Vielleicht ein kleiner Grund mehr für den Erfolg der E-Autos in Norwegen.

Gruss, Roland
City-EL 1990, Hotzenblitz 1995, Daum-Pedelec, Peugeot-Partner 2018

Re: Der korrekte Schilderwald

volvocoupe
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Hier auch noch ein Bericht zum schmunzeln.
Das Staatsbad Reichenhall hat ja schon vor Jahren zentrumsnahe Parkplätze für Elektrofahrzeuge ausgewiesen. Die sind auch relativ rechtssicher ausgeschildert. Die kommunale Verkehrsüberwachung hat seit jeher ein Problem damit. Da wurde erst argumentiert, dass da noch keine Ladesäulen stehen, deshalb kann da nicht verwarnt werden. Inzwischen scheint die Rechtslage aber dort (teilweise) angekommen zu sein, weil ich immer öfter tatsächlich "meinen" Parkplatz dort bekomme. Letzten Freitag stand dort ein stinkiger Diesel mit AÖ-Kennzeichen. Als ich vom Einkauf zurück kam wollte der ältere Herr gerade losfahren. Ich klopfe ans Fenster und Frage den -offensichtlich- unter Bluthochdruck leidenden Fahrer, ob man diese Beschilderung in AÖ noch nicht kennt? Dann platzte der Fahrer aber los, er ist im Dienst, und das ist ein Behördenfahrzeug, und er darf schließlich überall parken. Ich entgegnete nur, dass das wie mit den Pferden ist, die dürfen auch überall auf die Straße sch...... Auf seine Frage, ob ich mich mit ihm anlegen will, entgegnete ich noch "aber ganz sicher", fuhr dann aber doch grinsend weiter. Warum ich das hier schildere? Der war aus der Zentrale der kommunalen Verkehrsüberwachung!
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Re: Der korrekte Schilderwald

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Ich hoffe doch mal, Du hast Dir das Nummernschild gemerkt und die Uhrzeit. Sofern es nicht dem Vorgesetzten interessiert, interessiert es aber die Politiker (linke).

Re: Der korrekte Schilderwald

mobafan
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Wenn er im Dienst war, darf er tatsächlich überall parken, solange er nicht den fließenden Verkehr behindert. Lediglich Feuerwehrzufahrten sind auch für die Mitarbeiter des Ordnungsamts tabu.

Re: Der korrekte Schilderwald

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mobafan hat geschrieben: Wenn er im Dienst war, darf er tatsächlich überall parken, solange er nicht den fließenden Verkehr behindert.
Soists. Allerdings ist das Fahrzeug als Behördenfahrzeug zu kennzeichnen (i. A. ein "Zettel" in der Windschutzscheibe) und der Mitarbeiter hat sich nach Aufforderung auszuweisen. Ein "Im Dienst sein" muss er übrigens nicht nachweisen, sondern es obliegt dem Bürger sich diese Information einzuhohlen und sich bei einer Schutzbehauptung (meiner Erfahrung nach sind die Personen bei Nachfragen immer im Dienst. Wahrscheinlich Korpsgeist :-)) ggf. zu beschweren.

Bye Thomas
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Re: Der korrekte Schilderwald

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Aus Altötting sagst Du? Dann ist das diese private Firma die im Auftrag der Gemeinden / Städte blitzt und verwarnt. Das ist keine Behörde sondern eine Firma! Daß sie manchmal in behördlichem Auftrag unterwegs sind erhebt sie noch lange nicht zu einer Behörde... Am besten wirklich mal über die Gemeindeverwaltung melden...

Grüazi, MaXx

Re: Der korrekte Schilderwald

volvocoupe
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Ich hab ja einen Parkplatz bekommen. Allerdings Versuche ich immer -möglichst freundlich- die Falschparker auf die Rechtslage hinzuweisen. Da gibt es wirklich Fahrerlaubnisinhaber die so ein Schild noch nicht gesehen haben. Dass das 24/7 gilt, ist dem Rest, einschließlich KVÜ überhaupt unverständlich. Wir hatten im GR auch Mal die von dem Verein in Töging da. Auf meine Frage wer die Leute denn ausbildet, sagte man mir "nur erstklassiges Personal das früher bei der Polizei war". Ich muss da wirklich nur noch übers ganze Gesicht grinsen. Natürlich gibt es hervorragende Beamte dort, aber aus eigener Erfahrung sind gerade die Verkehrssachbearbeiter da nicht dabei! Und die die es nicht können, bringen dann den unbedarften nur Blödsinn bei. Aber inzwischen muss ich nur noch darüber lachen, denn auch wenn die Polizei eine Stellungnahme zu verkehrslenkenden Maßnahmen abgibt, liegen die um Welten von der STVO und der VwV entfernt!
Dabei hat es bei uns auch einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben, das war dann nicht mehr lustig.
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hajo1954
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Nun sind ja die meisten Parkplätze vor den Ladesäulen mit einem Halteverbots-Schild gekennzeichnet und nur zum Laden des E-Fahrzeuges gilt die Ausnahme. Wie sieht das aber aus wenn die beiden Parkplätze vor so einer Ladesäule nur mit Piktogrammen auf dem Parkplatz gekennzeichnet sind? Dürfen dann auch keine Verbrenner dort parken oder darf da nun jeder parken?
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