Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

Elwynn
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Das wäre ja dann aber wieder öffentliche Ladeinfrastruktur und damit komplizierter und vor allem teurer. Und profitieren tun nur sehr wenige, außer mit Sonderparkplätzen, da gibts dann aber richtig Zoff, wenn man es in die Masse bringt.

Wenn man es aber schafft, denjenigen, die eh einen festen Stellplatz haben, eine einfache und günstige Lademöglichkeit zu versorgen bzw. in Tiefgaragen, auf Parkplätzen, etc die eben nicht öffentlich sind, sondern zu einem festen Mietobjekt gehören, einen großen Teil oder gar alle Stellplätze zu elektrifizieren, dürfte ein größerer Anreiz geschaffen werden, sich ein E-Auto zuzulegen als wenn man dann doch wieder darauf vertrauen und hoffen muss, irgendwo öffentlich etwas vorzufinden. Außerdem steigt so langfristig die Attraktivität dieser Mietwohnungen und andere Vermietungen sehen sich "genötigt", entsprechend nachzuziehen, auch nach Beendigung der Förderung.
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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Gerade Post von der sächsischen Energieagentur bekommen:
Hinsichtlich Ihrer Frage muss ich Ihnen leider mitteilen, dass aktuell für nicht öffentlich zugängliche Ladestationen keine Fördermöglichkeiten bestehen. Ich empfehle Ihnen jedoch, noch ein wenig abzuwarten. Herr Bundesminister Scheuer hat ja ein Programm mit 1 Mrd € für den Aufbau zusätzlicher Ladeinfrastruktur angekündigt. Vor allem nicht öffentlich zugängliche Ladestationen sollen hier adressiert werden. Nach allem was wir aus Berlin hören, ist es sehr wahrscheinlich, dass hier noch vor der Sommerpause konkretes zu erwarten ist.
Na dann.
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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Ach, ich hatte vor einigen Tagen "denn's" angeschrieben. Ist eine BioMarkt-Kette, hat u.a. in der Neustadt auf der Alaunstraße ein Geschäft und im Hof befinden sich mindestens zwei Parkplätze:
Wir haben uns zu den Parkplätzen besprochen. Wir fungieren mit diesem denn´s Biomarkt als Mieter in diesem Objekt. Aktuell ist hier keine E-Ladestation vom Vermieter angedacht. Wir bitten Sie hier um Ihr Verständnis.
Außerdem kam auch Post vom Konsum, davon gibts ja nun einige in Dresden ... immerhin etwas positiver:
... wir stehen dem Thema sehr positiv gegenüber und haben konkrete Pläne bezüglich der Einrichtung von Ladestationen an KONSUM-/Frida-Märkten. Allerdings können wir aktuell noch keinen konkreten Termin der Inbetriebnahme benennen. Außerdem sind dabei Eigentumsverhältnisse zu beachten. Da wir an vielen Standorten Mieter sind, müssen wir die Einwilligung des Eigentümers einholen. Nicht selten erfahren wir Ablehnung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anbieter von Ladesäulen konditionell sehr unterschiedlich agieren. Bisher haben wir noch kein wirtschaftlich akzeptables Angebot erhalten bzw. erzielen können. Wir werden deshalb nicht aufgeben, im Gegenteil. Für unseren eigenen Fuhrpark haben wir bereits einen E-Golf angeschafft und dafür eine Lademöglichkeit auf unserem Firmenparkplatz eingerichtet.
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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Die Antwort von Konsum ist schon irgendwie interessant, da sie sich ja für Dresden und Radebeul bereits mehrere Ladesäulen im 1. Aufruf haben fördern lassen. So einen Förderantrag stellt man eigentlich erst, wenn das Projekt klar definiert ist.
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Batterie Upgrade - ein Praxisbericht || Ladestation am Mehrfamilienhaus

Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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Wo sieht man noch gleich, wer sich wann was hat fördern lassen?
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

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schau nach auf der Internetseite www.now-gmbh.de

Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

tingel
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Private Ladestationen finanziell zu fördern, halte ich für fragwürdig, obwohl ich davon profitieren könnte. Als Mieter eines Tiefgaragenstellplatzes wäre mir schon sehr geholfen, wenn die rechtlichen Hürden zeitnah aus dem Weg geräumt werden würden. Ein lumpiges Elektrokabel zu ziehen ist doch keine Modernisierung, zu der jeder Eigentümer zustimmen muß. Außerdem tagt die Eigentümergemeinschaft, die zu so einem Vorhaben zustimmen muß, nur ein mal im Jahr - in meinem Fall im Juni.

Die Förderung von öffentlichen Ladepunkten an öffentlich zugänglichen Stellen finde ich dagegen viel sinnvoller. Am besten an Laternen. Wenn ich lese, daß Vonovia für 415.000€ Fördergeld geschlagene 70 Ladesäulen errichtet und damit dann wahrscheinlich noch einen fetten Profit erwirtschaften will, dann ist das nichts als ein Mitnahmeeffekt. Ähnlich wäre es mit privaten Ladesäulen. Wer bitte kauft sich denn ein Auto wegen 1000€ Förderung?
Das Errichten und Betreiben von AC Ladern muß richtig günstig werden - das wäre ein Förderziel.

Der Staat soll gute Rahmenbedingungen schaffen, aber nicht Geld mit der Gießkanne verteilen. Was mich auch stört, ist unser unflexibles, quasimonopolistisches Stromnetz. Warum lohnt es sich finanziell kaum, schlau zu Zeiten mit Angebotsüberschuß zu laden? Warum ist der Unterschied zwischen Nacht- und Normalstrom so gering, obwohl der Energieversorger den Strom zu diesen Zeiten nahezu geschenkt bekommt? Der Witz ist doch, daß man durch Laden zu Nacht- und Sonnenzeiten dafür sorgt, daß die auf alle Teilnehmer umgelegten Netzentgelte (für teure Regelenergie, Einspeisevergütung für nicht abgenommenen Strom etc.) sinken.
Die Netzbetreiber verdienen aber scheinbar ganz gut mit diesem Modell. Und da es je nach Region nur einen Netzbetreiber gibt, braucht man sich um Konkurrenz keine Sorgen machen. Oder bin ich hier falsch informiert?
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

Elwynn
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Wie ich schon geschrieben habe, geht es bei der Förderung privater Ladeeinrichtungen nicht unbedingt um die Förderung einzelner Privatpersonen. Bei mir sieht es etwa der Vermieter nicht ein, für 12 elektrifizierte Stellplätze 6000€ auszulegen. Gibt's jetzt aber pro Ladeplatz 500 € von der Stadt, wäre das Problem gelöst und man könnte sich mehrere öffentliche AC-lader einsparen, die in Summe viel mehr gekostet hätten.

Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

tingel
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500€ pro Fahrzeug ist doch wirklich wenig, das sollte sich von selbst rechnen. Die Vorraussetzungen zu schaffen, daß es sich rechnet, das ist meiner Ansicht nach die Aufgabe des Staates. Unwilligen Geld hinterher zu werfen eher nicht. Es gibt schon genügend geförderte Infrastruktur, die für viel Geld errichtet wurde, dann aber aus diversen Gründen unbrauchbar ist (fehlende Wartung, unsinnige Zugangsvorraussetzungen, Mondpreise etc).

Warum könnte man das nicht so handhaben, daß die Nutznießer der Ladestation diese auf eigene Rechnung fachgerecht installieren dürfen, bzw. ein Anrecht darauf erhalten? Bei Beendigung des Mietverhältnisses könnte man diese gegen eine Entschädigung durch den Eigentümer in dessen Eigentum überführen (anstelle sie zurück zu bauen).
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Re: Ladeinfrastruktur Dresden/Ostsachsen

Elwynn
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OK, also soll ich meine 11 Nachbarn dazu nötigen, dass jeder 500€ für Ladeinfrastruktur hergibt, obwohl alle Verbrenner fahren? Ganz toll...
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