Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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  • Berndte
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Für mich als "Ladetechniker" sagen die neuen 2x11kW Säulen eigentlich alles aus.

Zu blöd ein Lastmanagement zu machen und selbst zu blöd wenigstens beim "kleinen Standard" 2x22kW Säulen zu bleiben.
Genau das ist es, was TeeKay als Verhinderung beschreibt!

Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung!
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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  • e-future
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Hier geht's ja mal wieder richtig zur Sache und dass Teekay auf die Emo-Sache anspringen würde war auch klar.

Dafür, dass Berlin eine Schaufensterregion ist, ist der Zustand erbärmlich, Strombär hat's eigentlich gut beschrieben.

Dazu die fehlende Gesamt-Strategie auf Bundesebene. Mal soll es Subventionen für Firmenwagen geben, jetzt wieder für alle. Das Elektromobilitätsgesetz wurde zwar vom Bund verabschiedet, aber die Kommunen sperren sich gegen Vergünstigungen (wie das Freigeben der Busspuren für EVs etc.). Allenthalben Halbgares und Chaos.

Warum kommt da jemand wie Musk und baut einfach seine eigene Infrastruktur auf? Das müßte eigentlich dem letzten Deppen klar sein. Alles, was es bisher gibt: zu wenig, zu langsam, nicht strategisch platziert, einfach zu schlecht.

Klar, Berlin macht halt sein eigenes Ding im Rahmen des Schaufensters und setzt voll auf das Elektro-Carsharing, dem Senat ist es scheißegal, ob der EV-Fahrer auch gut von Berlin nach Hamburg kommt, Hauptsache im Schaufenster bewegt sich was. Und genau so funktioniert Elektromobilität hierzulande. Und das mehr schlecht als recht.

Und dann die eigenen Erfahrungen, wie oft bin ich schon an einen defekten Lader vergeblich gefahren. Das nervt einfach. Warum schafft es ein Hochindustrieland wie Deutschland nicht, eine funktionierende Infrastruktur zu bauen? Es ist mir unerklärlich.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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e-future hat geschrieben: Klar, Berlin macht halt sein eigenes Ding im Rahmen des Schaufensters und setzt voll auf das Elektro-Carsharing, dem Senat ist es scheißegal, ob der EV-Fahrer auch gut von Berlin nach Hamburg kommt, Hauptsache im Schaufenster bewegt sich was.
Das seltsame ist, dass die Emo und das Schaufenster eigentlich für Berlin und Brandenburg gelten, man sich aber bei der Infrastruktur auf den inneren S-Bahn-Ring beschränkt. Mit 100 Mio hätte man so viel machen können.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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100 Millionen hätten die S-Bahn für ALLE an Feiertagen und ganzjährig an den Wochenenden kostenlos für jedermann gemacht.
Schade, das dann für die "emo"-Gehälter nix übrig wäre. :lol:
P.s.: DARUM quatscht der Typ so viel!
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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Ich hab heute mal ausgerechnet, ob die Be Emobil Säulen wenigstens für einen Teil meines Nutzungsprofils nutzbar wären. Sind sie aber nicht. Das ganze Be Emobil Programm ist ein millionenteures Projekt zur Verhinderung von Elektromobilität.

Mein Nutzungsprofil sieht so aus, dass ich teils mehrmals täglich für 10, 15, 20 oder 30min lade, dabei verschiedene Dinge erledige und dann weiterfahre. Ich fahre selten Säulen nur an, um zu laden. Zuhause laden kann ich nicht.

Mit TNM, Vattenfall und RWE kam ich damit bislang sehr gut zurecht und zahlte pro kWh zwischen 28 und 35 Cent. Bei Be Emobil mit 1,12 Euro pro Ladestart und 3 Euro pro Stunde liegt der Preis pro kWh mit dem Tesla nach 10min bei 88 Cent, nach 15min bei 68 Cent, nach 20min bei 58 Cent und nach 30 bei 48 Cent. Um auf die bisherige Höchstmarke von 35 Cent zu kommen, müsste ich schon 80 Minuten laden. Auf 28 Cent komm ich nichtmal nach 8h.

Mit dem Zoe sieht es noch schlimmer aus, da der von den 11kW nur 8kW nutzen kann. Nach 10min wären es 122 Cent pro kWh, nach 15min 94 Cent, nach 20min 80 Cent, nach 30min 66 Cent. Nach 2h käme ich auf 45 Cent pro kWh. Balancing könnte ich mit dem Zoe gar nicht mehr machen, wenn ich nicht arm werden will.

Von den Einphasenladern wollen wir gar nicht erst anfangen. Selbst wenn die einen speziellen Einphasentarif bekommen sollten, ändert sich durch die übermäßig hohen Startentgelte nichts grundsätzlich an der Rechnung.

Bei Fortführung meines Nutzungsprofils mit den Be Emobil Säulen würde ich täglich für die Startentgelte soviel zahlen wie bisher insgesamt für den Strom. Zudem müsste ich deutlich öfter und länger laden, da ich nur noch mit 8kW statt bisher 22kW laden könnte (Zoe).

Re: AW: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe ei

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TeeKay hat geschrieben:Mit dem Zoe sieht es noch schlimmer aus, da der von den 11kW nur 8kW nutzen kann.
Das wusste ich nicht. Kannst Du das kurz erläutern?

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Das ganze "Berliner Abrechnungsmodell" zielt eindeutig auf Sonderkonditionen der Carsharer hin. Subventionen ooohne Ende! Das wird dann umso deutlicher, wenn die 22kW-Ladesäulen zeitnah und lautlos eingedampft werden. Warum wohl haben Gernot & Co. angeblich dazu nix sagen können/wollen??
P.s.: Für wie blöde halten die mich denn? :?:
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Re: AW: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe ei

TeeKay
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Volker.Berlin hat geschrieben:Das wusste ich nicht. Kannst Du das kurz erläutern?
Bei 16A sind 8,8kW Wirk- und 2,2kW Blindleistung gemessen worden.
Interessanterweise lädt das Fahrzeug an 16A einphasig mit 92% Wirkleistung, bei 16A dreiphasig nur mit 80%. Aber ok, es sind 8,8kW und nicht 8. Macht die Kalkulation trotzdem nicht soviel besser, dass ich die Säulen in Erwägung ziehen könnte.

Andere Messungen kommen auf 83% Wirkleistung bei 16A/3phasig und 99% bei 32A/3phasig. Die 11kW-Säulen sind also für Zoe der 1. Generation nur 8,8kW-Säulen.

Re: AW: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe ei

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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TeeKay hat geschrieben: Mein Nutzungsprofil sieht so aus, dass ich teils mehrmals täglich für 10, 15, 20 oder 30min lade, dabei verschiedene Dinge erledige und dann weiterfahre. Ich fahre selten Säulen nur an, um zu laden. Zuhause laden kann ich nicht.
Wenn jemand meinen Elektromobilen Albtraum beschreiben will, ist es das was Teekay schreibt. Sowas ist für mich (und ca. 90% der Normalbevölkerung) ein absolutes Zeichen, dass EVs derzeit scheinbar nicht alltagstauglich sind (außer für Heimlader). Ich lebe nicht für mein Auto und ich bin für sowas, was Teekay hier schreibt nicht bereit. Dafür fahre ich in der Stadt aber eh ausschließlich Ubahn.

Entweder kann ich während des Parkens laden - und wenn ich mich abends anstecke, dann werde ich bis zum morgen NICHT umparken. (dafür ist eine 22kW Säule eine Verschwendung) oder ich lade schnell -> 15-30min mit >100kW. Die Reichweite muss groß genug sein um dieses Profil zu ermöglichen. Die wenigen Ladesäulen zu blockieren wäre aber asozial, eine eigene Lademöglichkeit hab ich derzeit nicht und das ganze Paket bietet nur TESLA zu einem mir nicht bezahlbaren Preis...

Daher wäre es meiner Meinung nach (in Wohngebieten) viel besser gleich 10 Parkplätze nebeneinander mit 3,6kW einphasig zu versorgen, auf denen man wirklich parken darf! Am Besten wohl auch induktiv (Vandalismussicher)
Für den Quickcharge sollte man dafür richtige Schnelladesäulen aufstellen.
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