E-Mobilität wird gerade zu teuer

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Helfried
read
TorstenW hat geschrieben: Wer wenig verdient, zahlt wenig bis gar keine Steuern. Also ist die "Entlastung" fast 0!
Der war aber gut. Soll man die Leute, die keine Steuern zahlen, noch belohnen für ihre pure Existenz?
Man könnte beispielsweise E-Autos subventionieren, damit das Pendeln sehr günstig wird.
Anzeige

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Ioniq1234
  • Beiträge: 2136
  • Registriert: Di 31. Aug 2021, 09:55
  • Hat sich bedankt: 8 Mal
  • Danke erhalten: 612 Mal
read
@TorstenW: Mir ist schon klar, dass es viele Leute gibt, denen der Job Spaß macht, nette Kollegen haben und der Verdienst nicht die große Rolle spielt und deswegen ein Jobwechsel nicht in Frage kommt. Und dann fahren die auch gerne 50km dahin. Und wenn am Monatsende dann fast nix übrig bleibt, sind die 100€ zusätzlich schon bitter. Verstehe ich vollkommen.

Eingangs ging es aber um die Frage ob das Existenzbedrohend ist. Und das möchte ich, mal von Extremfällen abgesehen, für die meisten ausschließen. Klar muss das Geld an anderer Stelle eingespart werden. Und das tut schon weh auf Luxus im Wert von monatlich 100€ zu verzichten. Unbestritten.

Viel kritischer würde ich aber die gestiegenen Energiepreise für Heizung und Haushaltsstrom sehen. Das kann wirklich Existenzbedrohend werden, wenn nächstes Jahr nach der Betriebskostenabrechnung eine Nachzahlung von sagen wir 2000€ verlangt wird.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
read
TorstenW hat geschrieben: Wer wenig verdient, zahlt wenig bis gar keine Steuern. Also ist die "Entlastung" fast 0!
So ist es, habe deinen Beitrag erst nach dem Abschicken meines letzten gesehen, sorry für die Wiederholung.

Aber:
Zur Frage, warum jemand so weit für einen schlecht bezahlten Job fährt : Es ist noch gar nicht so lange her, da galt JEDER Arbeitsplatz im 50km Radius als zumutbar, wenn man ihn vom Arbeitsamt angeboten (man kann auch sagen aufgenötigt) bekommen hat.
Und diesen Leuten das jetzt vorzuhalten und ihnen erklären zu wollen, dass sie sich gefälligst eine andere Arbeit suchen sollen, das ist absolut allerunterste Schublade!
Es wurde nicht erklärt, dass jemand sich gefälligst eine andere Arbeit suchen soll. https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument

Aber jeder Arbeitnehmer muss sich fragen, ob er auf Dauer weite Wege fahren und das bezahlen will. Es kann dafür gute Gründe geben, vor allem in Spezialberufen, die nicht an jeder Ecke zu finden sind. Ein Freund fuhr mal jeden Tag 120 km zur Arbeit und wieder zurück, weil seine Familie eine kranke Mutter pflegen musste, es für seine Spezialkenntnisse als Ingenieur es aber nichts in Heimatnähe gab.
Aber solche Fälle werden mit sinkendem Einkommen unwahrscheinlicher. Nicht unmöglich, aber selten. Um als Krankenpfleger, Erzieher, Koch, Lagerarbeiter, ... arbeiten zu können, muss man selten 50 km weit fahren, jedenfalls in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage. Wenn jemand seinen Job in 50 km Entfernung trotzdem so sehr liebt, dann muss er halt sehen, wie er das hinbekommt, aber man kann daraus jetzt nicht fordern, dass der Staat eingreifen müsste, oder was ist es, welche Konsequenzen du daraus ziehen möchtest?
Wenn ja, wo willst du da die Grenze ziehen, bis zu der es "bezahlbar" bleiben soll? Soll es bezahlbar sein, als Bäckereifachverkäufer jeden Tag von Düsseldorf nach München zu fliegen, weil das Kollegium dort so toll ist?
Helfried hat geschrieben: Der war aber gut. Soll man die Leute, die keine Steuern zahlen, noch belohnen für ihre pure Existenz?
Wurde von ihm doch gar nicht gesagt. Es war eine Entkräftung des Arguments, dass dieser Arbeitnehmer ja "traumhaft" von der Pendlerpauschale profitieren würde. Und diese Entkräftung ist gerechtfertigt.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
  • AbRiNgOi
  • Beiträge: 15388
  • Registriert: Do 27. Jun 2013, 17:43
  • Wohnort: Guntramsdorf (bei Wien)
  • Hat sich bedankt: 564 Mal
  • Danke erhalten: 4742 Mal
read
Egal wie man es dreht und wendet, wenn man den Sprit oder allgemein die Energie subventioniert, egal ob über Wegfall der Mehrwertsteuer, über Freibeträge oder Zuschüsse pro kWh, man fördert damit immer die Reichen.
Einen Energiekosten Zuschuss bar auf die Hand (100-200€) der Einkommensschwachen ist das einzige was zielgerichtet wirkt. Alle Versuche Energiepreise im Allgemeinen durch Förderungen zu reduzieren ist Wunsch der Reichen, die sich ihren Luxus weiter bezahlen lassen wollen und den Einkommensschwachen als Vorwand benutzen.

Und wer 2000€ nach zahlen muss der heizt einen Palast aber nicht die kleine drei zimmer Wohnung. Da sind die zu erwartenden Mehrkosten zwischen 150 und 200€.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 150.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
read
Egal wie man es dreht und wendet, wenn man den Sprit oder allgemein die Energie subventioniert, egal ob über Wegfall der Mehrwertsteuer, über Freibeträge oder Zuschüsse pro kWh, man fördert damit immer die Reichen.
Genauso ist es. Diese (sicher existierenden, aber eher seltenen) Fälle eines Fabrikarbeiters, der 50 km zur Arbeit fährt, wiegen es einfach nicht im Ansatz auf, was man den reichen Vielverbrauchern schenkt, die darauf gar nicht angewiesen sind, sondern deswegen auch beim nächsten Autokauf wieder einen BMW X7 mit 3-Liter-Motor kaufen und zu zweit in ihrer ungedämmten 200-m²-Villa bleiben.

Es wird immer nur auf besondere Härtefälle geschaut, also arme Leute mit hohen Energiekosten, und die Politik soll dann all ihr Handeln daran ausrichten, dass auch diese keine Probleme bekommen. Das geht aber nicht. Politik muss sich nicht an Einzelfällen orientieren, sondern sie muss das Volkseinkommen über alle Köpfe hinweg gerecht verteilen. Natürlich von oben nach unten, überhaupt keine Frage, sogar viel mehr als heute - aber nicht über billiges Benzin oder Gas.

Es gibt leider keinen Weg, der Härtefällen gerecht wird und dennoch für alle Bürger gerecht ist, so schade das auch ist.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

mobafan
  • Beiträge: 1915
  • Registriert: So 9. Jul 2017, 22:14
  • Hat sich bedankt: 60 Mal
  • Danke erhalten: 428 Mal
read
AbRiNgOi hat geschrieben: Einen Energiekosten Zuschuss bar auf die Hand (100-200€) der Einkommensschwachen ist das einzige was zielgerichtet wirkt.
Parteien, die ein solches einkommenunabhängiges und nicht auf Sozailleistungen anzurechnendes Energiegeld (gezahlt übrigens aus der CO2-Abgabe) gefordert haben, wurden übrigens ausgelacht und von allen anderen niedergemacht. Allen voran von einer Rechtspartei, die möglichst alle Sozialleistungen gestrichen haben will und auch sonst möchte, dass es Deutschland schlecht geht und trotzdem gerade eher von ärmeren und bildungsferneren Personen gewählt wird.
Verbrennerfreier Haushalt im Energieplushaus.
ID.4 Pro Performance MJ23

Tibber Stromvertrag mit 50 € Bonus: https://invite.tibber.com/i5fn3545

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
  • AbRiNgOi
  • Beiträge: 15388
  • Registriert: Do 27. Jun 2013, 17:43
  • Wohnort: Guntramsdorf (bei Wien)
  • Hat sich bedankt: 564 Mal
  • Danke erhalten: 4742 Mal
read
Da sich unsere solche Partei immer wenn die Macht über 30% steigt selber sprengt, haben wir in Österreich zwar auch einen solchen Giftzwerg, politisch aber nach der letzten Spaltung wieder unbedeutend. Und sein Pro-Russland Kurs macht ihn auch gerade nicht beliebter.

Aber weil wir hier nicht herumpolitisieren sollen zum Topic:

Die E-Mobilität ist durch den Sprit Preis gerade wieder ein Stück günstiger geworden. Und weil es sehr günstige Gebrauchtwagen gibt, die auch sofort lieferbar sind, eine echte Alternative für die Einkommensschwache Bevölkerung.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 150.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
read
Die E-Mobilität ist durch den Sprit Preis gerade wieder ein Stück günstiger geworden.
Sie ist nicht günstiger geworden, nur weniger teurer.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

USER_AVATAR
read
Ich verstehe auch nicht, wie ein emobil alle unsere Fehlleistungen gerade biegen soll. Es ist nur ein wichtiges Puzzelteil der Zukunft.
Ihr dürft das BEV nicht überhöhen.

Was eigentlich auch an den Pranger gestellt werden müsste…versteckte Subvention bei Neukauf (ionity Bestpreis) oder Gratistanken beim Arbeitnehmer. Da kommen Selbst eSuV auf einen grünen Zweig und werden Nachgefragt. Das wiederrum führt nicht zu günstigen „e.go“ oder Id.2.
LEAF 75000 km <15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan....Hand-Made egolf Dresden...Ahk liegt bereit...EV6 FailICCU=noch 0 AWD LR AHK WPnutzlos…Citroen AMI Getriebedefekt 1300km-nie wieder Stellantis = Citroen D:Km=6500

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

RiffRaff
  • Beiträge: 1192
  • Registriert: Mi 17. Nov 2021, 11:42
  • Hat sich bedankt: 349 Mal
  • Danke erhalten: 214 Mal
read
In Österreich ist geplant (oder schon Gesetz?) das der Transport innerhalb der Netzzone 7 (gleicher Trafo an der Straße) einen viel geringeren Netzkosten Anteil haben soll (hat?).
Das haben die https://www.efriends.at/ mal auf ihrer Seite geschrieben, kann es aber auf deren Seite gerade nicht finden.
Das ist entweder eine Mähr, oder politisch gewollte Verzerrung der Tatsachen: die letzte Meile ist immer die teuerste. In jeder Netzwerkstruktur.
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Betreiber, Roaming und Abrechnung“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag