E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Im Allgemeinen hat es sich gezeigt, das die die am lautesten Schreien, also die die am meisten Energie verschwenden die sind die am meisten "leiden". Immer die am Existenzminimum vor zu schieben ist schon ein alter Hut. Weil dessen Stromverbrauch ist so viel geringer als die der Reichen.

Du hast aber selber geschrieben, es kommt nur auf die Geschwindigkeit des Bedarfs zum Angebot an um den Preis zu senken. Wenn aber so viel Bedarf da ist, dann gibt es noch mal so viele Investoren die sofort aufspringen. Die wissen doch eh nicht wohin mit dem ganzen Geld. Ic mach mir generell keine Sorge bei den Investoren, wenn es darum geht Geld gewinnbringend an zu legen. Das hört erst wieder auf wenn der Markt gesättigt ist, vorher wird investiert was das Zeug hält. Je länger desto besser. Umso mehr Glad kann man machen, endlich ist die Konkurrenz aus dem Ausland aus gebremst, jetzt kann man Geld scheffeln ohne Ende. Der Energie Markt war doch durch billige Energie aus dem Ausland extrem blockiert.
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

hmpf
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Hui, da habe ich ja wieder eine Diskussion losgetreten...
Optimus hat geschrieben: Leute (hmpf) mit so kurzfristigen Betrachtungen/Rechnungen überzeugt das dann noch nicht, auf eMobilität zu wechseln und auch dabei zu bleiben.
Ich fahre selbst lieber elektrisch und würde sogar 1h "Zwangspausen" akzeptieren. Aber ich will nicht mehr Geld als nötig für unser Auto ausgeben, und noch sehe ich keinen Break-Even in der Kleinstwagenklasse. Warum sollte ich dann 2 Klassen größer kaufen nur damit ich mal 350km am Stück fahren kann.
(Abgesehen davon: Auf mobile.de kosten C1s wie der unsere (BJ 2017, 60tkm) aktuell fast so viel als der Preis den wir vor 1.5 Jahren mit weniger Kilometer gezahlt haben. Gut, die Preise auf mobile.de sind nicht das was man kriegt, aber fast "wertverlustfrei" fahren ging die letzten Jahre nicht nur mit einem Tesla, sondern auch mit gebrauchten Billigautos, Chipmangel sei Dank.)
Udomann hat geschrieben: Aber solche Langstrecken würde ich weder mit einem e-up, noch mit einem C 1 oder einem sonstigen Kleinwagen unternehmen, dafür sind diese Autos nicht gemacht, das sind reine Kurzstrecken-, Pendler- und Stadtautos, keine Langstreckenautos!

Da steigt man ja aus und hat ein Ohrenklingeln, zumindest im C 1, weil der einfach laut wird, außerdem wird einem alles weh tun, weil es da kaum Sitzkomfort gibt und nicht zuletzt rückt man sich unfreiwillig gegenseitig auf die Pelle, weil da nicht genug Platz drin ist.
Was ist denn das für ein Argument? Wir sind nur 2 Leute und uns reicht der C1, um 2 Erwachsene mit 2 kleinen Koffern von A nach B zu bringen und um zur Arbeit zu fahren. Ein größeres oder zweites Auto wäre reine Geldverschwendung, als Zweitgefährt reicht mir mein 45er E-Roller, wenn man mal im Winter regelmäßig E-Roller fährt empfindet man den C1 als reinen Luxus... Mit dem C1 beschränke ich mich auf der Autobahn freiwillig auf 110km/h und mache mal Pause. Ohrenklingeln oder Rückenschmerzen hatte ich jedenfalls noch nie... Ich finde große Autos eher unpraktisch, zudem würde mit einem größeren Fahrzeug nicht mehr Roller + C1 in die gemietete Garage passen.
Silberreiher hat geschrieben: Fakt für mich ist, dass durch das Anziehen der Strompreise an den öffentlichen Säulen die reinen Verbrauchskosten (drauf achten halt nur die meisten) sich zwischen E-Fahrzeugen und Verbrennerfahrzeugen auf 100 km angleichen.
Das meinte ich auch. Je mehr sich das angleicht, desto mehr müssen sich auch die Anschaffungskosten angleichen, aber der Gebrauchtmarkt gibt für mich einfach nichts vernünftiges her und ich kann den Akkuzustand meist nicht zuverlässig beurteilen. Dabei bin ich noch "positiv" gegenüber E-Mobilität eingestellt und würde sogar 1h Ladezeit für 350km akzeptieren.

Fakt ist: Die Masse wird erst umsteigen, wenn es sich finanziell lohnt, alles andere ist Träumerei. Die Masse hat auch nicht das Geld 10k mehr in ihr Auto zu investieren, nur damit sie elektrisch fahren kann. Ich würde vllt. sogar 10k mehr bezahlen, aber nur wenn ich dann auch eine laufende Ersparnis sehen würde, irgendwie muss ich es mir selbst gegenüber schon schön rechnen können.

Aktuell ist der Strompreis prozentual erheblich mehr gestiegen als der Benzinpreis, das wird die Adaption schon bremsen...
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

RiffRaff
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@AbRiNgOi

Du schreibst es ja selbst: extreme Preise durch künstlich erzeugten Mangel durch Protektionismus.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Ist es schon Protektionismus wenn ich den eigenen Markt fördere? Weil der Import von Energie wurde meines Erachtens noch nie beschränkt oder mit Schutzzoll ausgestattet, der klassischen Form des Protektionismus. Oder habe ich so etwas irgendwo geschrieben?
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

hmpf
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AbRiNgOi hat geschrieben: Wenn aber so viel Bedarf da ist, dann gibt es noch mal so viele Investoren die sofort aufspringen. Die wissen doch eh nicht wohin mit dem ganzen Geld. Ic mach mir generell keine Sorge bei den Investoren, wenn es darum geht Geld gewinnbringend an zu legen. Das hört erst wieder auf wenn der Markt gesättigt ist, vorher wird investiert was das Zeug hält. Je länger desto besser. Umso mehr Glad kann man machen, endlich ist die Konkurrenz aus dem Ausland aus gebremst, jetzt kann man Geld scheffeln ohne Ende.
Der EEG-Ausbau Begrenzer ist nicht der Mangel an Investoren auf der Suche nach Investments, sondern der Mangel an Handwerken (Solateuren) und an Genehmigungen für Windkraft-Standorte. Aber jetzt sind wir endgültig off-topic :)
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

RiffRaff
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AbRiNgOi hat geschrieben: Ist es schon Protektionismus wenn ich den eigenen Markt fördere? Weil der Import von Energie wurde meines Erachtens noch nie beschränkt oder mit Schutzzoll ausgestattet, der klassischen Form des Protektionismus. Oder habe ich so etwas irgendwo geschrieben?
Dann Versuch mal Strom mit eigener Leitung zu importieren.

Oder in Deutschland nach Energierohstoffen zu bohren.

Gegenwärtig werden EE extrem protegiert.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Solarmobil Verein
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Ich wäre ja morgen gerne deutlich mehr elektrisch gefahren (PHEV).
Der Preis würde da jetzt eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Es steht dieses Schild dagegen:
Unbenannt.png
Ich bin halt 8-9 Stunden unterwegs und habe keine Chance, nach 3 Stunden wegzufahren. Mal abgesehen davon, daß der Akku nach 3 Stunden auch noch nicht komplett geladen wäre ... ich muß einen Teil der Strecke auf der Hinfahrt ohnehin mit Sprit fahren, weil es nicht reicht (naja, vielleicht mal gerade eben so, dann aber ohne Heizung).

D.h. hinwärts komme ich vielleicht gerade so eben mit Strom, heimwärts wird's auf jeden Fall mit Sprit sein.
Ja ... ich könnte mich auf einen richtigen Pendlerparkplatz stellen und dort laden. Hieße aber für An- und Abfahrt in etwa sowas wie, wenn ich von München nach Ingolstadt wollte, einen Umweg über Stuttgart zu machen.
Dazu: Der Nahverkehr hat krankheitsbedingt Kapazitätsprobleme beim Personal. Fragt sich, ob ich dann mit Öffis rechtzeitig am Zielort bin, um mein weiteres Transportmittel zu erreichen.

Fazit:
Ich würde ja gerne elektrisch fahren, teuer ist relativ. Ich würde allerdings riskieren, am Abend mit dem Taxi nach Haus fahren zu müssen. Oder ich verplempere auf der Hin- und Wegfahrt Zeit ohne Ende.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Guglhupf hat geschrieben: Wer leidet am meisten? Die so schon am Existenzminimum stehen.
Und ich dachte immer die Kinder leiden am meisten
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Udomann
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hmpf hat geschrieben: Auf mobile.de kosten C1s wie der unsere (BJ 2017, 60tkm) aktuell fast so viel als der Preis den wir vor 1.5 Jahren mit weniger Kilometer gezahlt haben. Gut, die Preise auf mobile.de sind nicht das was man kriegt, aber fast "wertverlustfrei" fahren ging die letzten Jahre nicht nur mit einem Tesla, sondern auch mit gebrauchten Billigautos, Chipmangel sei Dank.)

Das hat mit der aktuellen Situation (Chipmangel) gar nichts zu tun, Klein- und Kleinstwagen waren schon immer sehr wertstabil, man kauft sich da besser einen Neuwagen, der ist oftmals billiger als ein junger Gebrauchter.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Udomann
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hmpf hat geschrieben: Was ist denn das für ein Argument? Wir sind nur 2 Leute und uns reicht der C1, um 2 Erwachsene mit 2 kleinen Koffern von A nach B zu bringen und um zur Arbeit zu fahren. Ein größeres oder zweites Auto wäre reine Geldverschwendung, als Zweitgefährt reicht mir mein 45er E-Roller, wenn man mal im Winter regelmäßig E-Roller fährt empfindet man den C1 als reinen Luxus... Mit dem C1 beschränke ich mich auf der Autobahn freiwillig auf 110km/h und mache mal Pause. Ohrenklingeln oder Rückenschmerzen hatte ich jedenfalls noch nie... Ich finde große Autos eher unpraktisch, zudem würde mit einem größeren Fahrzeug nicht mehr Roller + C1 in die gemietete Garage passen.
Bist du schon mal solch langen Strecken in einem etwas größeren Auto gefahren? Das Auto muss ja nicht gleich eine Mercedes S-Klasse oder ein EQS sein, schon die Autos in der Kompaktklasse (sogenannte Golf-Klasse) bieten ungleich mehr Komfort und vor allem Sicherheit im Falle eines Unfalles bzw. können durch ein viel besseres Fahrverhalten und meist auch viel besseren Bremsen einen Unfall verhindern helfen als sone Kleinstwägen vom Schlage eines C 1 oder VW e-up.

Andererseits verstehe ich dein Argument durchaus, der C 1 ist klein und kurz, spart in der Garage Platz und reicht im Kurzstreckenalltag für 2 Leute vollkommen aus, dazu ist er wendig und ideal für die Stadt, man kommt in nahezu jede Parklücke rein, das sind schon Vorteile.

Hinzu kommt der Reichweitenvorteil auf Langstrecken gegenüber einem Kleinst-E-Auto wie dem VW e-up, da muss man keine Ladeplanung betreiben.

Nach wie vor gibt es Lebenssituationen, in denen kein derzeitiges E-Mobil problemlos hineinpasst, sei es die bei Kleinwagen mangelnde Reichweite oder die meist fehlende Anhängelast fürs Wohnwagenziehen (und wenns dann doch passt, reicht die Reichweite nicht mehr, um damit entspannt und wie gewohnt in den Sommerurlaub zu fahren, vom Winterurlaub wollen wir mal gar nicht erst anfangen) oder einfach das Platzangebot oder fehlende Kombis.

Insofern ist es nur normal, dass trotz aller Begeisterung für die E-Mobilität manche Menschen eben doch wieder einen normalen Verbrenner kaufen, man sollte die Beweggründe verstehen und akzeptieren.

Allerdings halte ich es für unangebracht, seine persönliche Situation bzw. sein ganz persönliches negatives Erlebnis mit einem E-Auto zu verallgemeinern und anderen davon abraten zu wollen, was soll das?
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