E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

hgerhauser
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Jupp78 hat geschrieben:
Habe heute Kritik gelesen (ok, vom Mineralölverband, aber die Zahl wird wohl stimmen), dass wohl mit 100% Haushaltsstrom zu 0,29€/kWh gerechnet wird.
Der Preisvergleich ist richtig, aber es fehlt die Information, dass bei E-Fahrzeugen der durchschnittliche Haushaltsstrompreis zugrunde gelegt ist„, wird der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Christian Küchen, in der „Welt am Sonntag“ zitiert.

https://www.elektroauto-news.net/2021/1 ... s-verzerrt

Hast Du eine Quelle für 100% und 29 Cent? Der Satz von Christian Küchen ist leider nicht sehr eindeutig.

Ich finde es auch sehr unglückglich gemacht, dass die aktuellen Annahmen nicht öffentlich zugänglich zu sein scheinen.
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Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Jupp78
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Habe ich nicht, die Aufklärungsarbeit oder sollte man besser Manipulationskampagne der Politik scheint einer so extremen Geheimhaltung zu unterliegen, dass es diese Quelle wohl nicht gibt.

Aber: Alle anderen Angaben zur Lösung der Gleichung sind vorhanden. Bei nur einer Unbekannten (dem Strompreis) ist es kein Problem nachzurechnen. Und da kommt für diese Fahrzeuge ein WLTP Verbrauch von 16,3 kWh raus. Jetzt kann man noch den Parameter einbringen, ob die Stückzahlen dieser drei Fahrzeuge berücksichtigt wurden usw.. Aber die sind so dicht beieinander, dass es das Ergebnis nicht signifikant beeinflusst. Und ob es dann doch 28,9 Cent oder 29,1 Cent sind ... macht den Braten nicht fett. Das ist die Größenordnung über die wir hier reden.

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

hgerhauser
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Du hast einen verdammt niedrigen Strompreis laut Spritmonitor, 222 Euro für 2739 kWh. Wie kommst Du so billig an Strom?
heikoheiko.blogspot.com

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Kein Ladesäulenbetreiber wir 0,3€ / kWh bezahlen. Ab dem 01.01.2022 bekommt man für jede verkaufte kWh Ökostrom an der Ladesäule 0,2 € über das THG dazu. Natürlich gibt es eine Menge Fixkosten, wie Stromabrechnung SIM Karte, Backend, Technik usw.
Um wenig drauf zu zahlen oder irgend wann einmal Gewinn zu erzielen, muss möglichst viel Umsatz an jeder einzelnen Säule generiert werden, und dazu muss der Preis attraktiv sein.
Wir werden also sicher bald ganz andere Preise sehen.

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi 131.000km, Kangoo ZE 102.000km, E-UP 29.000km, C180TD 49.000km , max G30d 1100km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 48.000km, Prophete Pedelek 560km, Zündapp Pedelec 80km, F20D 60km

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

TorstenW
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Moin,

und wenn man sich die Preisentwicklung an der StromBörse anschaut, dann sind Preise von 29 Cent/kWh beim zu Hause laden auch in Kürze Geschichte.

Grüße
Torsten

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Elektroautomieter
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Hannes1971 hat geschrieben:
Elektroautomieter hat geschrieben:
Jupp78 hat geschrieben: Um die Grafik geht es, die demnächst an jeder Tankstelle hängen muss.
Passen die Daten darauf, ist die Frage. Steht eigentlich schon im Zitat, aber vielleicht kommt das nicht gut rüber (habe ich bei manchem Browser auch).
Diese Grafik bitte über jede Säule von Ionity anbringen. Ich weiß nicht, warum es diese überhaupt geben soll. Sie ist komplett realitätsfern, denn die Golf 8 TDI Fahrerin wird auf der Strecke Köln-Berlin immer günstiger unterwegs sein, als der Fahrer eines ID.3s. Wenn dann noch der Winter kommt, sieht die Rechnung noch schlimmer aus.
Stimmt. In der Realität stehen E-Autos noch besser da.

Das Schild basiert auf den durchschnittlichen WLTP-Verbräuchen. Hier noch einmal exemplarisch die Entwicklung bei mir. Vorgänger des Enyaq war ein Sharan, der dürfte hinsichtlich Gewicht und CW-Wert durchaus vergleichbar sein. Verbrauchsberechnung aus den Daten von VIMCAR bei beiden Fahrzeugen. Der Enyaq wird zu ungefähr 50 % daheim für 24,85 Cent/kWh und am HPC für 30 oder 39 Cent/kWh geladen.

Schild: Kosten Dieselfahrzeug: 7,48 €/100 km, Kosten BEV: 4,84 €/100 km, Differenz: 55%

Sharan: 7,48 l/100 km (Diesel), Kosten: 10,11 €/100 km; Enyaq: 19,6 kWh / 100 km, Kosten: 5,68 €/100 km, Differenz: 78 %.
Für diese Aussage würde man in einer echten Debatte, mit einer Person, die der E-Mobilität kritisch gegenüber steht, nur ein Lachen als Antwort erhalten.

Deine Antwort offenbaren zwei sozialen Probleme der E-Mobilität in DE.

1. Hat ein Großteil der Menschen nicht das Privileg zu Hause so extrem kostengünstig zu laden. Hier hat ja gefühlt jeder eine Solaranlage auf dem Dach. Das ist in der Gesamtbevölkerung nicht der Fall. Da besteht zum Großteil überhaupt keine Lademöglichkeit. Bei den öffentlichen Ladestationen geht es dann eher in Richtung von mindestens 0,35€ pro Kilowattstunde an den AC-Säulen.

2. Mir ging aber meinem Fall um eine Langstrecke, wo man auf die DC-Infrastruktur angewiesen ist. Da geht die Entwicklung auch in Richtung 0,5€ pro kWh.

Dazu kommt noch die Technik. Der moderne Diesel lässt sich auch im Winter bei eigestelttem ACC auf 110 km/h sehr gut unter 4l bewegen. Wenn man es übertreiben will sind auch unter 3l sehr gut möglich. Auch im Winter.
Wie hoch sind die Verbräuche von E-Autos bei gleichen Bedingungen?

Daher macht dieser Kostenvergleich keinen Sinn, weil er Äpfel mit Birnen vergleicht.

Man könnte die Bedingungen auch zu Gunsten des E-Autos verändern. Also nur Kurzstrecke in der Stadt und der Fahrer trägt im Winter gerne Handschuhe und dicke Jacke. Da kann man das E-Auto je nach Modell auf unter 10 kwh drücken und der Diesel kommt nicht unter 6l. Das in Kombination mit der eigenen Lademöglichkeit und das E-Auto ist deutlich preisgünstiger.

Fazit: Es kommt auf das Fahrprofil und die Lademöglichkeiten an, aber einfach zu sagen, dass E-Auto ist immer günstiger ist falsch und schadet dem E-Auto.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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4 Liter klar. Ich bin mit dem Passat noch nicht mal unter 5 gekommen. 5,6 und dann war ich Super extremst Sparsam unterwegs. Meine Frau hat den nie unter 7 bekommen. So war mal die Realität. Vor allem spare ich pro Jahr 700 Euro Fixkosten. Ohne das der Wagen einen einigen Meter gerollt ist. Und mit der richtigen Methode bekommt man auch Strom her. Dann nimmt man zB eine flat wenn man den soviel fährt. Oder hat mal auch ein Ionity Tarif eines Herstellers. Und bei den Spritpreisen aktuell ist das ganze eh nur noch zum grinsen.
Ioniq 5 RWD 77,4kWh

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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Tja, das ist das Problem wenn man ein umfassenderes Problem auf eine Zahl umlegen will. Ist aber heutzutage gewollt, insbesondere der einfache Journalismus tut sich da viel leichter Schlagzeilen zu konstruieren und die Leute aufeinander zu hetzen. Und da auf der Seite der Klimawandelleugner eh fast nur mit Populismus gearbeitet wird, darf auf der herüberen Seite doch auch mit Populismus gearbeitet werden. Noch dazu wenn lediglich nicht verstanden worden ist was Statistik bedeutet.

Also gibt es in der Statistik immer Leute geben die sagen "für mich gilt das aber nicht"... Dann sollte man sich aber schon fragen ob sich die eigene Situation bzw. das eigene Weltbild statistisch verallgemeinern läßt. Weil die Erfahrungen mit Langstreckenkosten für eAutos ist eben nicht ein statistisches Mittel sondern eine individuelle Situation.

Ferner sollte man seine Kritik mit der Zielrichtung vergleichen: hier ist wohl die Ambition der Politik dem normalsterblichen Verbrennerfahrer aufzuzeigen: "Hey, das mit den eAutos ist gar nicht so teuer wie die Bild immer schreibt!" Da ist es sehr wohl erlaubt (wenn man die Zahlen dahinter etwas besser erklären würde) diese statistische Mittelung vorzunehmen.

Also bei dieser Diskussionen ist es wie so oft hier: wenn die Annahmen verändert werden kommen andere Zahlen raus und dann kann man sie aber nicht mehr miteinander vergleichen. Insofern war das einzige sinnvolle hier in der Diskussion, daß das Zustandekommen der Zahlen hinterfragt wurde und freundlicherweise hat @hgerhauser da etwas Licht ins Dunkle gebracht: viewtopic.php?p=1685234#p1685234

So, jetzt noch viel Spaß bei der üblichen Diskussion "bei mir ist das aber ganz anders"...

Grüazi, MaXx

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

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P.S. Verbrauch Passat lt. Spritmonitor:

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Anzahl 	Kraftstoff 		min	 Ø	 max
8242 	Diesel 			2,40 	6,42 	11,85
2665 	Benzin 			2,54 	8,75 	18,95
328 	Autogas (LPG) 		2,94 	10,94 	17,28
249 	Erdgas (CNG) 		3,93 	5,12 	7,08
295 	Plug-in-Hybrid Benzin 	0,60 	4,28 	10,71
546 	Diesel mit AdBlue 	3,85 	6,57 	11,16
8 	Hybrid Benzin 		2,39 	6,63 	8,48
(https://www.spritmonitor.de/de/uebersic ... assat.html)

Golf ähnlich:

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11370 	Diesel 			2,31 	5,72 	13,89
16808 	Benzin 			0,24 	7,66 	18,35
589 	Autogas (LPG) 		4,77 	9,18 	15,22
365 	Erdgas (CNG) 		2,67 	4,28 	8,24
157 	Elektrizität 		0,88 	14,95 	24,13
235 	Plug-in-Hybrid Benzin 	0,62 	3,62 	7,60
169 	Diesel mit AdBlue 	3,79 	5,75 	7,80
23 	Hybrid Benzin 		2,81 	5,73 	7,09

Re: E-Mobilität wird gerade zu teuer

Elektroautomieter
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VR46 hat geschrieben: 4 Liter BildBildBild klar. Ich bin mit dem Passat noch nicht mal unter 5 gekommen. 5,6 und dann war ich Super extremst Sparsam unterwegs. Meine Frau hat den nie unter 7 bekommen. So war mal die Realität. Vor allem spare ich pro Jahr 700 Euro Fixkosten. Ohne das der Wagen einen einigen Meter gerollt ist. Und mit der richtigen Methode bekommt man auch Strom her. Dann nimmt man zB eine flat wenn man den soviel fährt. Oder hat mal auch ein Ionity Tarif eines Herstellers. Und bei den Spritpreisen aktuell ist das ganze eh nur noch zum grinsen.
Wir reden hier von einem Golf 8 TDI und nicht von einem älteren Passat und da kann ich nur jedem das Mietwagenforum empfehlen, wo es vielen gelungen ist den Golf mit unter vier Liter zu bewegen.

@MaXx.Grr Das stimmt natürlich, darum ist das E-Auto auch für viele deutlich günstiger, aber halt nicht für alle. Genauso wenig wie viele Langstrecken ein statistisches Mittel sind, so ist die aber genauso wenig der Fall beim sehr reichen Eigenheimbesitzer mit eigener PV auf dem Dach.
Das sind Ausreißer nach oben und nach unten.
Darum bleibe ich bei meiner Kritik. Diese Preistafeln haben in der Realität für sehr viele null aussagekraft.
Ich lasse die Umfrage auch nach meiner Abschlussarbeit weiter offen. Wenn wer die Daten haben möchte: PN an mich.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
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