Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

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Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

keyfob
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Weil es schon Karten gibt die viel universeller einsetzbar sind. Wo ist den das Problem diese zu benutzen?
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Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

Helfried
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Das Problem wurde ja nun schon oft genug erläutert, keyfob! Du drehst uns im Kreis mit den rhetorischen Einzeilern.

Beispielsweise als Problem gelten der meist überhöhte, nicht transparente Preis, der Vandalismus uvm.
Bei den (wenigen) Ladestellen, die ich kenne, wo man Münzen einwirft oder eine Debit-Karte hinhält, ist der Preis im Vorfeld des Ladens (also beim Hinfahren oder bei der Planung der Fahrt) nicht bekannt. Man kann ihn sich höchstens gut merken fürs nächste Mal.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

keyfob
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Die Preise werden eher dadurch transparenter weil sie an der Ladesäule angezeigt werden müssen. Und Vandalismus ist so oder so ein Problem. Das hat nichts mit dem Thema zu tun. @Helfried

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

zoppotrump
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elekart hat geschrieben:
keyfob hat geschrieben: Ich habe einmal eine falsche KK Abrechnung reklamierte die KK Firma hat das umgehend storniert. Ich bin gespannt wie gut das mit deinem italienische Fahrstromanbieter funktionieren würde.
Stornieren wird nicht gehen, man hat ja eine bestimmte Leistung bezogen. Es werden die Argumente herangezogen werden müssen, warum man meint, dass es zu viel wäre. Und wenn man dann keine Fotos oder sonstige Protokolle hat, dann wird’s schwierig.

- 50€ sind zu viel!
- Aber Sie haben dort geladen?
- Ja
- Wieviel denn?
- Keine Ahnung
- Was stand denn auf dem Preisschild?
- Weiß ich nicht mehr
- Was meinen Sie denn, wieviel Sie richtigerweise zahlen müssten?
- Woher soll ich das wissen? Aber 50€ sind eindeutig zu viel!

:)
Das ist so nicht richtig. Der Anbieter muss dir seine Abrechnung vorzeigen. Das wird er nicht können, weil die Roaming Anbieter gar nicht End-2-End die Strommengen und all das durch geben.
Habe ich selbst getestet mit New Motion. Habe mich damals beschwert weil ich laut Abrechnung viel länger geladen sollen habe, als ich wirklich hatte und sie haben es gut geschrieben, da sie selbst sagten, dass sie keinen Einblick in die Logfiles des CPO haben. Deren Abrechnung hielt damals keiner Beschwerde statt.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

Jomim
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zoppotrump hat geschrieben:
Das ist so nicht richtig. Der Anbieter muss dir seine Abrechnung vorzeigen. Das wird er nicht können, weil die Roaming Anbieter gar nicht End-2-End die Strommengen und all das durch geben.
Habe ich selbst getestet mit New Motion. Habe mich damals beschwert weil ich laut Abrechnung viel länger geladen sollen habe, als ich wirklich hatte und sie haben es gut geschrieben, da sie selbst sagten, dass sie keinen Einblick in die Logfiles des CPO haben. Deren Abrechnung hielt damals keiner Beschwerde statt.
Das stimmt so nicht ganz, die Daten die in den CDRs vom CPO über das Roamingnetzwerk an den EMP geschickt werden, enthalten neben den Zeiten auch die bezogene Menge.
Ist auch so in OICP 2.1 dargestellt (Seite 33), hier sind zumindest die SessionStart / SessionEnd sind verpflichtend, die Metervalues hier zwar optional, aber die werden von fast allen mitgeschickt.
https://assets.website-files.com/602cf2 ... _final.pdf
Wenn NewMotion hier meinte sie haben keinen Einblick, dann scheint das ein NewMotion hausgemachtes Problem zu sein.
Weiters frage ich mich, wie sie dann jemals etwaige Roamingrechnungen kontrollieren können. :)

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

elekart
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Das Problem hat doch gerade @0cool1 aufgeführt: die Ladesäulen-Kosten mit KK/EC-Zahlung (6000€) vs. ohne (1500€). Also wenn man mich fragt, ob ich 4x mehr Ladestationen hätte, oder lieber eben nur 1/4 — dafür aber mit Kreditkartenzahlung — dann muss ich nicht lange überlegen. Es gibt diese Terminals eben nicht umsonst.

Außerdem habe ich doch gerade Seitenweise geschrieben, warum ich lieber eine Geschäftsbeziehung mit einem (oder meinetwegen 5) Ladekartenanbieter habe, als mit jedem einzelnen Ladesäulenanbieter individuell. Mit Protokollierung, mit der Möglichkeit, in der App nach dem aktuellen Ladefortschritt zu schauen, monatlicher Rechnung, usw.

Ich kenne auch keinen e-Autofahrer, der ein Problem mit Ladekarten hat. Schwankende Preise, allgemeine Unsicherheit, ganze große Anbieter die auf einmal verschwinden — das ja. Aber das man die Ladekarte als Medium hasst oder nicht beherrscht…

Hier mal eine Übung: fahre bitte ein halbes Jahr oder ein Jahr ausschließlich mit NewMotion (Shell Recharge) oder Plugsurfing. Sie haben nämlich die nicht verhandelte Offerten der Säulenanbieter drin. Man hat also heute schon eine Lösung für fast alle Roaming Probleme. NewMotion+Plugsurfing.

Warum nimmt man sie dann nicht und empfiehlt hier im Forum auch nicht? Na weil sie teilweise unverschämt teuere und sehr irreführende Tarife haben. Aber genau diese Preise würde man dann mit der Kreditkarte zahlen.

Wie gesagt, probiere es mal aus. Je nachdem wo man unterwegs ist, gibts sogar durchaus brauchbare Tarife. Aber ich bin gespannt, wie lange Du das aushalten wirst. Nur mal als Vorgeschmack. Ich habe meine beiden schon seit Jahren nicht mehr benutzt.

Wie oft kommt hier im Forum „WARNUNG vor NewMotion!“, „VORSICHT bei Plugsurfing!“, „BETRUG!“, „UNVERSCHÄMTHEIT!“— dabei rechnen sie nur die Ladesäulen-Tarife ab. Das wäre dann die bittere Realität. Plus man hätte dafür noch sehr, sehr viel Geld ausgegeben — und im Betrieb auch weiter und weiter dieses Mehrgeld bezahlt.


Für den einen, der ein e-Auto gerade mal für eine Stunde probe fährt ist es vielleicht nicht optimal. Die Ladeoptionen sind aber eh nur ein kleiner Teil von dem, worauf er sich noch einstellen und umgewöhnen muss. Aber nur weil es anders ist ist ja nicht gleich schlechter. Ich wünsche mir so sehr ich hätte eine Ladekarte mit dem fixen Preis für alle Tanken unabhängig welcher Anbieter und welche Tageszeit.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

elekart
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zoppotrump hat geschrieben:
elekart hat geschrieben:
keyfob hat geschrieben: Ich habe einmal eine falsche KK Abrechnung reklamierte die KK Firma hat das umgehend storniert. Ich bin gespannt wie gut das mit deinem italienische Fahrstromanbieter funktionieren würde.
Stornieren wird nicht gehen, man hat ja eine bestimmte Leistung bezogen. Es werden die Argumente herangezogen werden müssen, warum man meint, dass es zu viel wäre. Und wenn man dann keine Fotos oder sonstige Protokolle hat, dann wird’s schwierig.

- 50€ sind zu viel!
- Aber Sie haben dort geladen?
- Ja
- Wieviel denn?
- Keine Ahnung
- Was stand denn auf dem Preisschild?
- Weiß ich nicht mehr
- Was meinen Sie denn, wieviel Sie richtigerweise zahlen müssten?
- Woher soll ich das wissen? Aber 50€ sind eindeutig zu viel!

:)
Das ist so nicht richtig. Der Anbieter muss dir seine Abrechnung vorzeigen. Das wird er nicht können, weil die Roaming Anbieter gar nicht End-2-End die Strommengen und all das durch geben.
Habe ich selbst getestet mit New Motion. Habe mich damals beschwert weil ich laut Abrechnung viel länger geladen sollen habe, als ich wirklich hatte und sie haben es gut geschrieben, da sie selbst sagten, dass sie keinen Einblick in die Logfiles des CPO haben. Deren Abrechnung hielt damals keiner Beschwerde statt.
Genau! Das meinte ich ja. Ich habe auch einige Abrechnungen erfolgreich korrigieren lassen. Aber wenn es über die Kreditkarte läuft, dann hat der Anbieter doch gar nichts von mir? Und ich nichts von ihm. Das heißt, ich habe ja gar nichts in der Hand, dem ich widersprechen könnte… Ich weiß vielleicht nicht mal, wer der Anbieter war und habe seine Kontaktdaten nicht.

Deswegen sagte ich ja: Fotografieren. Erst: wem gehört die Säule (wenn es einigermaßen erkennbar ist). Dann die Preise. Dann das Ladeende (mit eventuellem Bericht der Säule).

Dann wären wir aber wieder bei dem von allen (mich inklusive) verhasstem Handy, und anderen „schönen“ Sachen wie den Lichverhältnissen nachts bei Regen. Die Preise werden auch nur kurz angezeigt, d.h. man muss auch ziemlich geschickt mit dem Handy umgehen können.

Außerdem, finde ich es keine gute Praxis an allen Stellen, die einigermaßen nach einer Säule aussehen, meine Kreditkarte vorzuhalten. An Bahnhöfen oder großen Parkplätzen mit solchen Bezahl-Systemen werden sie Videoüberwacht. Aber meine Lieblingssäule auf dem Waldparkplatz?.. 🤷‍♂️ Oder soll dort auch die Videoüberwachung nachgerüstet werden? Ach komm, kostet ja nicht die Welt…

Ich sehe in dem Beschluss wirklich nichts außer Inkompetenz und einer erfolgreichen Lobbyarbeit der Fintechs. Sie riechen natürlich beruflich, wo Geld zu holen ist. Das kann man den nicht vorwerfen, ist ihr Job — nur die Regierung sollte es schon besser wissen.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

elekart
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keyfob hat geschrieben: Die Preise werden eher dadurch transparenter weil sie an der Ladesäule angezeigt werden müssen. Und Vandalismus ist so oder so ein Problem. Das hat nichts mit dem Thema zu tun. @Helfried
Wie viel transparenter müssen die Preise denn noch werden, als 0.29€ bei AC und 0.39€ bei DC? Dafür brauche ich kein Display, und das ist auch gut so.

Weiterhin: allein die Tatsache, dass man über die KK zahlen kann, schützt nicht von intransparenten Tarifen. Ich habe hier doch schon mehrfach ein Bild vom Display der Säule gepostet. Die Abrechnung lässt alle 3 Komponenten zu: Start, kWh, Standzeit. Plus die Option für eine kostenlose Standzeit. Alle heutigen intransparenten Tarife bestehen aus genau diesen 3 Komponenten, und werden genauso 1:1 abgebildet.

Viel mehr noch: direkt an der Säule kann der Anbieter seine Tarife beliebig ändern. Z.B. 12 Mal am Tag, wie an der Tanke. Dann wäre die neue Welt wirklich perfekt der alten Welt nachgebildet.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

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Was für eine Scheindiskussion.
Alle eure Argumente zum komplizierten Preismodell haben doch gar nix pro/contra Debitkarten vs. Roaming MSP-Karten tun.
Von den vielleicht 500 MSP-Anbietern haben die meisten ein kompliziertes Preismodell weil fast alle die CPO-Preise manchmal mit manchmal ohne Aufschlag durchreichen. Das ist also kein Argument für das Roaming-Modell, weil für den Großteil der Anbieter wäre es ein Gegenargument. Umgekehr kann auch das direkte Zahlen super einfach sein. Das ist doch nur eine Frage der Ausgestaltung.
Wenn es die Stadtverwaltungen, ich sage gerne Lokalfürsten, mit ihren Konzessionen nicht zu Monopolen kommen lassen wird es sich kein CPO leisten können Wucherpreise zu verlangen, wenn daneben eine Säule der Konkurrenz steht die es besser macht.

Am Ende ist es doch nur der Preis worauf ihr euch bezieht. Ihr blendet völlig aus, dass eure heutige Mobility+-Karte ein hoch subventionierter Preis ist. Das ist kein dauerhaftes tragfähiges Modell. Ihr seid sicher die ersten die schreien, wenn auch ENBW anfängt ihre Kosten durchreichen, weil Gesetzgeber es nicht schafft die Kostenstruktur der Ladesäulenbetreiber zu drücken. Genau auf Letzteres spekuliert die ENBW: jetzt einen großen Kundenstamm und Datenstamm zum wann, wo wer, wieviel lädt aufzubauen und dann wenn es auch mal rentabel ist mit Marktmacht und Marktwissen der große Big Player zu sein um den niemand mehr herum kommt.

Und nicht falsch verstehen - ich befürworte das was ENBW tut - aber ich bin nicht so naiv zu glauben, dass diese Preise in einem Jahr noch Bestand haben. Ich gehe jede Wette ein, dass noch dieses Jahr die Preise steigen und das auch die ENBW immer mehr in de Preisdifferenzierung einsteigen wird. Der "Hochstromanbieter" ist nur ein erster Anfang zwar derzeit auf Ionity beschränkt aber das bleibt nicht so.

Ein Innenstadt-Ladepunkt, ein Ladpunkt an einem Park+Ride Platz und ein Autobahn-Ladepunkt haben nun einmal völlig unterschiedliche Bedingungen, sowohl in der Kostenentstehung als auch im Nutzerverhalten der Kunden.

Ich bin ziemlich sicher mit der nächsten Preisanpassungsrunde, und die wird noch dieses Jahr kommen, wird ENBW an der Blockiergebühr drehen. Z.B. einerseits Erleichterungen schaffen, z.B. Nachts keine Blockiergebühr mehr berechnen - im Gegenzug aber die Kosten je kwh anheben, oder es wird Säulen gänzlich mit und ohne Zeitkomponente im Preis geben.
Zuletzt geändert von city_lion am Fr 14. Mai 2021, 18:03, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Elektroauto scheitert an Bezahlmöglichkeiten?

zoppotrump
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elekart hat geschrieben:
zoppotrump hat geschrieben:
elekart hat geschrieben:

Stornieren wird nicht gehen, man hat ja eine bestimmte Leistung bezogen. Es werden die Argumente herangezogen werden müssen, warum man meint, dass es zu viel wäre. Und wenn man dann keine Fotos oder sonstige Protokolle hat, dann wird’s schwierig.

- 50€ sind zu viel!
- Aber Sie haben dort geladen?
- Ja
- Wieviel denn?
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:)
Das ist so nicht richtig. Der Anbieter muss dir seine Abrechnung vorzeigen. Das wird er nicht können, weil die Roaming Anbieter gar nicht End-2-End die Strommengen und all das durch geben.
Habe ich selbst getestet mit New Motion. Habe mich damals beschwert weil ich laut Abrechnung viel länger geladen sollen habe, als ich wirklich hatte und sie haben es gut geschrieben, da sie selbst sagten, dass sie keinen Einblick in die Logfiles des CPO haben. Deren Abrechnung hielt damals keiner Beschwerde statt.
Genau! Das meinte ich ja. Ich habe auch einige Abrechnungen erfolgreich korrigieren lassen. Aber wenn es über die Kreditkarte läuft, dann hat der Anbieter doch gar nichts von mir?
Ich denke doch. Du kaufst dann direkt beim CPO und dieser weiß was er gemessen hat, denn ihm gehört die Säule und er betreibt sie.
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