Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

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Wenn man den Ladestrom dem Arbeitgeber verrechnen will benötigt man eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
Ohne eigenes Gewerbe (analog zur Solaranlage) geht das nicht.

Oder gibt es eine andere Lösung?
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Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

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Du hast doch Deine Rechnung von Deinem Stromanbieter. Kann man nicht die verwenden? Und dann darum bitten, nur einen Teil zu erstatten, welchen man separat berechnet?
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Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

Cerebro
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Fritzchen-66 hat geschrieben: Wenn man den Ladestrom dem Arbeitgeber verrechnen will benötigt man eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
Ohne eigenes Gewerbe (analog zur Solaranlage) geht das nicht.

Oder gibt es eine andere Lösung?
Du darfst auch als Privatperson Rechnungen ausstellen ohne ausgewiesene USt. Da muss dann der Text drauf:
"Keine Ausweisung der USt gemäß §19 UStG".

Achtung:
- Diese Rechnungen müssen ein der Einkommensteuer angegeben werden!
- bei regelmäßigen Rechnungen muss ein Gewerbe angemeldet werden!


Ich würde im Falle der Stromabrechnung mit dem Arbeitgeber lieber darauf setzen das es Gutschriften seitens des Arbeitgebers gibt.

Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

Kona E 64
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Köln Bonner hat geschrieben: Du hast doch Deine Rechnung von Deinem Stromanbieter. Kann man nicht die verwenden? Und dann darum bitten, nur einen Teil zu erstatten, welchen man separat berechnet?
Die Rechnung des Stromanbieters lautet auf den Namen des Verbrauchers. Die dort ausgewiesene Umsatzsteuer kann der Arbeitgeber nicht als Vorsteuer abziehen, weil die Rechnung nicht auf ihn lautet. Wenn der Arbeitgeber gleichwohl die Stromkosten seines Arbeitnehmers erstattet, dann entfällt der Vorsteuerabzug. Die Umsatzsteuer aus der Stromrechnung fällt also unter den Tisch.

Aber ... für Arbeitnehmer gibt es eine lohnsteuer- und sozialabgabenfreie Pauschale von monatlich EUR 50,00 (wenn beim Arbeitgeber nicht geladen werden kann) und von EUR 25,00 (wenn auch beim Arbeitgeber geladen werden kann). Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer also monatlich EUR 50,00 bzw. EUR 25,00 steuer- und sozialabgabenfrei erstatten. Für den Arbeitgeber hat das den Vorteil, dass auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung nicht anfällt. Die Höhe des Arbeitgeberanteils entspricht in etwa den 19% Umsatzsteuer. Im Ergebnis ist demnach die pauschale Erstattung für den Arbeitgeber genau so teuer, wie wenn er eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer hätte.

Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

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Theoretisch gäbe es noch die Option, im Namen und auf Rechnung des Arbeitgebers einen zweiten Hausanschluss einzurichten und dort die Wallbox anzuschließen und abzurechnen. Dann müsste aber natürlich umgekehrt eine Vereinbarung über die Erstattung von privat gefahrenen Kilometern getroffen werden. (In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die kostenlose Übernahme von Fahrstromkosten durch den Arbeitgeber keinen geldwerten Vorteil im Sinne der Einkommensteuer darstellt. Da gibt es eine Ausnahmeregelung von November 2017)

In diesem Modell wäre die Vorsteuerverrechnung zu 100% sauber. Allerdings ist der bürokratische Aufwand für den AG nicht unbeträchtlich. Insofern bezweifle ich, dass das so zum Einsatz kommen würde. Da sind die paar Euro, die der wegfallende Vorsteuerabzug ausmacht, unterm Strich wahrscheinlich günstiger.
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Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

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Kona E 64 hat geschrieben: Die Rechnung des Stromanbieters lautet auf den Namen des Verbrauchers. Die dort ausgewiesene Umsatzsteuer kann der Arbeitgeber nicht als Vorsteuer abziehen, weil die Rechnung nicht auf ihn lautet. Wenn der Arbeitgeber gleichwohl die Stromkosten seines Arbeitnehmers erstattet, dann entfällt der Vorsteuerabzug. Die Umsatzsteuer aus der Stromrechnung fällt also unter den Tisch.
Mein Arbeitgeber kann doch wohl auch die Umsatzsteuer abziehen, wenn er mir die Hotelkosten ersetzt, die mir auf einer Dienstreise entstehen?
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Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

AndiH
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Der AG stellt dir eine Ladekarte zur Verfügung?
Falls es sich um deinen Haushaltsstrom handelt wäre je nach Betrag eine abrechenbare Wallbox z.B. von TNM möglich, die mit einem Vertrag auf den AG genutzt wird. Damit stellt der Zahlungsdienstleister die Rechnung, du bist das Problem los und beim AG ist es eine ganz normale Rechnung ohne Sonderbehandlung.
Seit 02/2016 über 3.300 Liter Diesel NICHT verbrannt...

Re: Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber - Umsatzsteuerprblematik

jhg
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Köln Bonner hat geschrieben:
Kona E 64 hat geschrieben: Die Rechnung des Stromanbieters lautet auf den Namen des Verbrauchers. Die dort ausgewiesene Umsatzsteuer kann der Arbeitgeber nicht als Vorsteuer abziehen, weil die Rechnung nicht auf ihn lautet. Wenn der Arbeitgeber gleichwohl die Stromkosten seines Arbeitnehmers erstattet, dann entfällt der Vorsteuerabzug. Die Umsatzsteuer aus der Stromrechnung fällt also unter den Tisch.
Mein Arbeitgeber kann doch wohl auch die Umsatzsteuer abziehen, wenn er mir die Hotelkosten ersetzt, die mir auf einer Dienstreise entstehen?
Die Steuer von der Hotelrechnung kann nur abgezogen werden, wenn diese auf das Unternehmen ausgestellt ist.
Dasselbe Spiel wie bei der Stromrechnung.
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