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Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 16:49
von gekfsns
Nicht alle fahren ununterbrochen nur Langstrecke. Sieht man auch schön an den Leaf Fahrern die trotz unbrauchbarem Schnelllader glücklich sind.
Wenn 90% in der heimischen Garage geladen wird, ist es trotz teuren 10% immer noch sehr günstig und vor allem umweltfreundlich.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 16:53
von Zlogan
gekfsns hat geschrieben:Nicht alle fahren ununterbrochen nur Langstrecke. Sieht man auch schön an den Leaf Fahrern die trotz unbrauchbarem Schnelllader glücklich sind.
Wenn 90% in der heimischen Garage geladen wird, ist es trotz teuren 10% immer noch sehr günstig und vor allem umweltfreundlich.
Das setzt allerdings voraus dass man das kann - was bei ~50% der deutschen Bevölkerung evtl. nicht der Fall ist. Geht dann nur wenn man genug Alternativen im Alltag hat - also z.B. beim Arbeitgeber.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 17:05
von AbRiNgOi
Es reicht schon wenn es genug "langsame" Lademöglichkeiten zu vernünftigen Preisen gibt. Nur immer HPC wird sich nicht rechnen, niemals.
Aber ich möchte jetzt nicht wieder auf das Thema billiger AC22 kommen, es drängt sich mir aber gerade auf....

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 17:43
von Spiekie
hmm, ich denke das können die meisten Firmen noch ewig machen. Kann sich eine Firma ein besseres Abschreibungsobjekt für die Steuerabrechnung vorstellen?
Es muss doch nur auf der anderen Seite ein zweiter Betriebszweig stehen der operatives plus macht und schon rechnet es sich perfekt.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 18:02
von hgerhauser
Wenn die 14000 Tankstellen in Deutschland nur 100000 Kunden hätte und daher im Schnitt jede Tankstelle nur alle paar Tage einen einzigen Kunden sieht, was müssten da nur für Spritpreise gefragt werden???

Oder andersrum: ein einziges 6 MW Windrad mit 2000 Vollaststunden produziert 12 Millionen kWh im Jahr, viermal so viel wie FastNed an allen seinen Schnellladern im Jahr 2018 absetzen konnte.

Direkt in meiner Nähe (man sieht Weisweiler im Hintergrund des Fotos) steht ein kleiner Windpark an der A4:

https://www.aachener-nachrichten.de/lok ... d-31408601

6 Windräder, die zusammen 46 Millionen kWh im Jahr produzieren.

Warum können die das nicht einfach ohne jede Netzkosten an Autofahrer / LKW's an der A4 verticken?

Antwort: Es gibt zu wenig potentielle Kunden. Wenn es Millionen Elektroautos gibt, sieht das ganz anders aus. Dann stellt man einen kombinierten PV Windpark mit Pufferbatterien an die Autobahn und der Strom ist für 5 Cent zu haben.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 18:24
von Afaik
umrath hat geschrieben: Fastned mag irgendwie profitabel sein, ist aber ein schlechtes Beispiel.
Zumindest sind die Fastned Ladestellen überwiegend mit mehreren Säulen an vernünftigen Standorten plaziert. Bei anderen Anbietern muss man sich gelegentlich schon sehr über die Standortwahl wundern.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchhaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 21:18
von p.hase
alle säulenbetreiber werden verrecken bis auf LIDL, ALDI, KAUFLAND, IKEA. deswegen bauen im schwäbischen die stadtwerke die stationen nur auf, wenn sie eine leichtgläubige gemeinde gefunden hat die den lader bezahlt.

ladestationen lassen sich nur über werbung refinanzieren und mit kostenlosem strom. mal sehen wer den ersten lader aufstellt mit ordentlichem display. allein schon der verwaltungsapparat hinter einer einzelnen säule ist unbezahlbar.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 22:38
von kub0815
umrath hat geschrieben: Sie agieren primär in den Niederlanden. Dort herrschen aber komplett andere Bedingungen. Der Strom ist dort verhältnismäßig billig (ca. 15 ct/kWh für Endkunden) und Fastned verlangt trotzdem satte 59 ct/kWh. D.h., sie haben satte 44 ct (abzüglich Steuern), um damit ihren Betrieb zu finanzieren.

In Deutschland kostet die kWh für Endkunden fast 30 ct/kWh. D.h., Fastned müsste eigentlich satte 74 ct/kWh verlangen, um die gleiche Marge zu erwirtschaften. Das dürfte selbst für die größten "Service kostet eben Geld!"-Verfechter etwas viel sein.
Ich glaube kaum das viele die 59cent bezahlen. Die meisten werden so ein Vertrag abschließen das sie für 35 Cent laden dürfen. Und ja services kostet halt was.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 22:53
von kub0815
AbRiNgOi hat geschrieben: Ich glaube es wird auf sehr teure CCS mit 150-350kW hinauslaufen und billige AC als Destination. Die 50kW CCS/Chademo/AC kann sich niemals rechnen, weil der Nutzen für den E-Mobilisten zu gering ist um die notwendigen Gebühren zu zahlen.
Das sehe ich ganz anders. Die 50kw Ladesäulen an Supermärkten können sehr wohl lohne. Das ist meiner Meinung nach einfacher 3 bis 4 von diesen an Supermärkten zu platzieren als ganze Straßenzüge aufzureisen und Laternenlader aufzubauen. Ist alles eine Frage der auslastung.

Re: Ökonomie der Betreiber: Verluste wie lange noch durchhaltbar?

Verfasst: Di 30. Apr 2019, 23:25
von p.hase
heute vormittag waren schätzungsweise 100 schnelllader im grossraum stuttgart frei - nur nicht 4 stück bei ALDI. noch fragen?