Ladekarte der Maingau Energie

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Meiner bescheidenen Meinung nach verfolgt Maingau mit der Preisanpassung zum Kunden hin klar zwei Ziele:

1. Kosten senken.
Sie schmeißen die Hauptkostenverursucher raus - diejenigen, die bisher vorrangig an Säulen teurer Betreiber geladen haben - auf Kosten quasi aller. Das die Umsätze dieser Kunden dann insgesamt fehlen, ändert wenig an der Marktposition. Aber am eigenen Saldo.

2. Marktposition halten.
Denn das Roaming wird nicht eingeschränkt (d.h. sie schmeißen keine teuren Betreiber raus), wollen also, dass die Karte immer noch fast überall genutzt werden kann. Und das ist auch der richtige Weg.

Damit werden hoffentlich auch die Umsätze an den Säulen der teuren Betreiber sinken (die haben sich bisher die Hände gerieben, dass Maingau immer schön bezahlt hat). Das könnte dazu führen, dass dort über die Preispolitik nachgedacht wird ... für uns kann das nur gut sein.

Wir sollten uns alle im klaren sein, dass die bisherigen Preise (und eigentlich auch die neuen) hochgradig unwirtschaftlich waren / sind. Das lässt sich auch nicht mit Hausstrom/gas-Verträgen kompensieren. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der erste Dumping-Roaming-Anbieter nachgibt.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

thomas1215
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mweisEl hat geschrieben:
harlem24 hat geschrieben: Warum sollte EnBW sein Preise verändern? Die liegen genau da, wo ESL jetzt hingeht. Allerdings sind sie wählerischer was die Partner angeht
Mit EnBW kann man derzeit noch an Ladenetz-Säulen, has.to.be etc laden, für deren häufige Nutzung in letzter Zeit MainGau wohl die persönlichen Kundentarife hochgesetzt hat (bis 96 Cent/kWh). EnBW dürfte an diesen Säulen die gleichen Einkaufspreise und finanziellen Probleme, wie MainGau bisher haben.
Bei EnBW gibt es imho einen wesentlichen Unterschied: Die bauen massiv eigene Schnelllader auf, und dürften auch etwas langfristiger planen als Maingau. Sobald EnBW ausreichend eigene Säulen hat können sie Verträge mit den an der Stelle derzeit genutzten Anbietern kappen oder Preise drücken.

Wenn EnBW zB sündteures Roaming bei Smatrics (in Österreich) sparen möchte müssen sie "nur" an den paar Autobahnen eigene Stationen aufstellen. Schon kann auf Smatrics verzichtet werden oder deren Preis auf ein akzeptables Niveau gedrückt werden.

In den nächsten Jahren sollte es auch eine gewisse Konsolidierung geben. Es wird vielleicht dann kleinere Anbieter geben die ihre Ladesäulen an größere Anbieter verkaufen, weil sich der Aufwand bei wenigen Säulen eher nicht rechnet.
Ich verstehe zB nicht ganz warum quasi jedes Stadtwerk eine eigene Marke (Ladekarte, Säulen Branding...) etablieren möchte. Allein in Oberösterreich hat man LinzAG, Wels Energie, Energie AG, Smatrics und vielleicht noch andere die mit eigener Marke/eigenen Säulen vertreten sind. Das kann sich doch alles nicht rechnen.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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0x00 hat geschrieben: dass sie mir ab Anfang September den Strom in der Wohnung abdrehen wenn ich bis dahin keinen neuen Betreiber habe
So ein Unsinn, da wird gar nichts "abgedreht". Märchen bitte woanders erzählen.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

elChris
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WesterwaldBauer hat geschrieben: ....

Meiner Familie kann ich daher nicht mehr wirklich davon überzeugen auf die eMobilität um zu steigen. Ich selbst tendiere nun durch die Erhöhungen auch immer mehr zum Tesla weil dort die Preise lange Stabil geblieben sind. Und dadurch das nun auch S und X Modelle zur Kasse gebeten werden auch noch bestimmt länger gleich bleiben.
Du weisst aber hoffentlich schon dass es bei den Elektroautos nicht nur ums Geld-sparen geht? Und dass ein Tesla nicht persönlich von Elon verschenkt wird?
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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humpataa hat geschrieben:
0x00 hat geschrieben: dass sie mir ab Anfang September den Strom in der Wohnung abdrehen wenn ich bis dahin keinen neuen Betreiber habe
So ein Unsinn, da wird gar nichts "abgedreht". Märchen bitte woanders erzählen.
hab nur das 1:1 weitergegeben was mir die Maingau zuvor geschrieben hat ;) dass der Netzbetreiber nicht gleich abdreht wird ja hoffentlich so sein, ich kenn das nur anders dass der neue Betreiber sich meldet und nicht der alte gleich "abdreht"/kündigt.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

thobro
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McCrypto hat geschrieben: Da ich mit den Superchargern, ADAC EnBW & NewMotion (in den Niederlanden) gut über die Runden komme, werden wir nun am 01.09. den Wechselauftrag zu Tibber anstoßen.
Danke für den Tipp 👍🏼
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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ich55 hat geschrieben:"aiahaumx hat geschrieben:
AC: 68,24 ct/kWh*
DC: 68,24 ct/kWh*
IONITY-Ladesäulen: 73,11 ct/kWh*"

Hast du evtl dein wohnort in österreich?
Weil dann zumindest bei dc der preis hinhaut.

46,79ct/kWh+21,45ct/kWh(österreich zuschlag)=68,24ct/kWh (für DC ladungen in österreich)

37,04ct/kWh+21,45ct/kWh(österreich zuschlag)=58,49ct/kWh(für AC ladungen in österreich)

Ich denke die haben nur falsch kopiert.
Falls du bleiben wills einfach mal fragen. Ausser du hast oder willst kündigen.
in österreich nommen noch 9,45cent obendrauf !

i3s 94Ah

Bild

Model Y LR MIC
PV 11,6kWp
eHome 7,2kW Wallbox
go-e charger
Zencar flexible free 7,4kW

Re: Ladekarte der Maingau Energie

Blueskin
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Daiyama hat geschrieben: Ich denke, mit diesem Preis könnten viele leben, aber viele bekommen diesen Preis halt nicht mehr und psychologisch unangenehm ist, die ständigen Bedenken im Hinterkopf, ob mein Ladeverhalten zu einer individuellen Preisanpassung führt.
Genau!
Und wer nicht gerade in einer Großstadt wohnt (ja, es gibt tatsächlich auch Menschen, die nicht in Hamburg, Berlin, München, Köln, Frankfurt mit x Ladesäulen an jeder Ecke wohnen!), nicht zu Hause laden kann und auch noch viel unterwegs ist, der MUSS jede Lademöglichkeit nutzen, die sich bietet. Der kann nicht sagen "Ach nee, diese Säule hier ist zwar die einzige in meinem Umkreis, aber wird vom Anbieter xxx betrieben, das kommt dann zu teuer und/oder wirft mich im Scoring zurück. Und mit der Säule vom Anbieter yyy in 5km Entfernung ist es das gleiche Spiel."
Noch verschärft dadurch, dass man ja gar nicht informiert wird, welche Anbieter das Scoring verschlechtern und dass sich das schnell ändern kann.

Re: Ladekarte der Maingau Energie

thomas1215
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Jupp78 hat geschrieben: Naja, ein Dach zu spendieren, wäre wohl die Massage, "komm bloß nicht in unser Geschäft".
Ach? Sorry kann deiner Logik nicht folgen ;)

Gerade wenns regnet verlässt man das Auto lieber wenn es ein Dach gibt. Machen Tankstellen seit langem so. Auf Dächern kann man auch PV installieren.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

BerlinG
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Hallo zusammen,

wegen den Preisen(erhöhungen) an den Ladesäulen hatte ich mich per Mail Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gewand. Ich hatte unter anderem das geschrieben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich heute an sie, da die Kosten und Zugangsmöglichkeiten an den öffentlichen Ladesäulen aus dem Ruder zu laufen scheinen und die E-Mobilität noch mehr an Attraktivität verliert. .....
....Durch diese hohen Preise, dem Tarifdschungel, den immer benötigten Ladekarten oder Apps wird die Elektromobilität im Keim erstickt, die anderen Fördermittel zum Kaufanreiz und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur verpuffen somit regelrecht"

die Antwort war:

"Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ihren Unmut über die Bezahlsituationen können wir verstehen. Es ist gut und wichtig, dass Bürger wie Sie, etwaige Schwierigkeiten an uns herantragen. Dadurch können wir beobachten, ob und wo ergänzende Regelungen notwendig sind.

Durch die Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens hat das BMWi klargestellt, dass auch für die Abgabe von Strom an Ladesäulen die Preisangabenverordnung (PAngV) gilt. Damit hat das BMWi auf die zurecht vorgetragene Kritik wegen des bestehenden "Wildwuchses" an Tarifsystemen für Ladestrom reagiert. Nach der Preisangabenverordnung müssen alle Ladesäulen eine verbrauchsabhängige Abrechnung nach kWh ermöglichen. Hintergrund, dass diese verbrauchsabhängige Abrechnung an einem Großteil der bislang aufgebauten Ladesäulen für Elektrofahrzeuge noch nicht messrechtskonform möglich ist, ist, dass teilweise keine entsprechenden Messgeräte am Markt verfügbar sind bzw. waren und das geltende Mess- und Eichrecht in der Praxis vielfach nicht oder nur unzureichend angewendet wurde. Bislang lösten Ladesäulenbetreiber das Problem der nicht auf dem Markt verfügbaren Messgeräte, indem sie Ladevorgänge gegenüber dem Kunden pauschal abrechneten (sog. „Session-Fee“), also ohne Erfassung der Ladezeit, der bezogenen Energie (Kilowattstunde, kWh) oder der Ladeleistung. Mit den zuständigen Länderbehörden und den Vertretern aller beteiligten Kreise wurde eine gemeinsame Linie für die Nachrüstung bestehender Ladesäulen verabredet, dabei ist wesentlich, dass zum einen die Hersteller von Ladesäulen rasch Rechtssicherheit erhalten und zum anderen die Verbraucherinnen und Verbraucher das notwendige Vertrauen in eine leistungsstarke Ladeinfrastruktur und deren weiteren schnellen Ausbau haben können.

Viele Fahrzeughersteller, Ladeinfrastruktur- und Energieanbieter vernetzen sich darüber hinaus untereinander auf sogenannten „Roaming-Plattformen“. Sie tauschen miteinander Daten aus und schaffen auf diese Weise flächendeckende Ladenetzwerke über die Landesgrenzen hinweg. Für den Fahrer wird dadurch einfaches und anbieterübergreifendes Laden und Bezahlen möglich (eRoaming): Wer mit einem Fahrstromvertrag bei Anbieter X eine Ladesäule von Anbieter Y ansteuert, kann dort also einfach und unkompliziert Fahrstrom laden und bezahlen – als würde er direkt Strom bei seinem eigenen Anbieter beziehen. Unterschiedliche Roaming-Plattformen kooperieren schon heute miteinander – so werden Ladenetzwerke noch weiter vergrößert und ein bundes- und perspektivisch sogar europaweit einheitliches und anbieterunabhängiges Laden wird möglich.
In Deutschland sollen bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Das Bundeskabinett hat dafür am 18. November 2019 einen "Masterplan Ladesäuleninfrastruktur" beschlossen. Der Masterplan enthält Ziele und Maßnahmen für den Ladeinfrastrukturaufbau bis 2030. Dazu gehört auch die Bezahlsituation an Ladesäulen.
Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) wird gemäß dem Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung ein veröffentlichen. Der Entwurf des Förderprogrammes wird aktuell erarbeitet.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... ur-1692644
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlag ... cationFile
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Presse ... z-auf.html
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team Bürgerdialog
Referat LB 3 - Bürgerdialog
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin
Tel.: 030 18615-0
Fax: 030 18615-5300
E-Mail: buergerdialog@bmwi.bund.de
Internet: www.bmwi.de"
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