Ladekarte der Maingau Energie

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

enabler
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Am meisten bei dieser Diskussion mag ich die kindlich-naive Vorstellung, dass eine öffentliche Ladedienstleistung billiger sein soll als zu Hause.

Maingau hat unter dem Einstandspreis verkauft und musste das korrigieren. Und da sind die neuen Preise wirklich fair und glaubwürdig.

(abgesehen von der scheinbaren Unschönheit, dass sie Energie bei ungeeichten Ladestationen verrechnen)
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

Hupsi37
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harlem24 hat geschrieben: Du hast das Prinzip von PS und NM nicht verstanden, oder?
Im Gegensatz zu ESL, die sich über alle Anbieter ein eigenes Preismodell basteln und wie man jetzt wieder sieht, immer mal wieder anpassen müssen, reichen PS und NM die Preise der CPO, unter Zuschlag einer Bearbeitungsgebühr, die bei beiden 35ct beträgt, einfach durch.
Sie nehmen auch alle Verträge z.B. bei Hubject unverhandelt an, weil es ihnen vornehmlich darum ging, möglichst viele Säulen zugänglich zu machen.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Innogy oder irgendein Stadtwerk seinen Strom für 20ct/kWh einkauft, sorry.
Das kann so aber nicht immer stimmen, denn zumindest NM (von PS weiß ich es nicht, da ich es nicht nutze), ändert die Preise häufiger, als ein Roamingvertrag angepasst wird. Und in dem von dir geschilderten Beispiel nehmen sie einen Startpreis >> 35 ct, obwohl ladenetz selbst keinen Startpreis verrechnet.
Natürlich kauft niemand Strom für 20 ct/kWh ein, aber alleine alle Umlagen und Abgaben summieren sich bereits auf über 15 ct/kWh und da ist noch gar kein Strom eingekauft. Der Strom selbst liegt bei rund 5 ct/kWh, macht zusammen 20 ct/kWh. Dazu kommt allerdings, dass Ladesäulen auf Grund der Lastspitzen häufig sogar eher teurer beliefert werden.
e-NV 200 Camper und Ioniq FL

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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k_b hat geschrieben:Hey, jetzt habe ich extra einen Maingau Vertrag (Gas) abgeschlossen (Wechseltermin 01.08.2019) damit ich auch für 15 Cent pro kWh AC Laden kann. Und genau zu dem Termin wird der Preis auf das Niveau geändert, was ich jetzt als Nicht-Kunde bezahle - GrrrBild
Das ist genau der Grund, warum ich nicht zu so einem Anbieter wechseln werde.
Sie können jederzeit die Preise ändern und deinen Plan ruinieren.
IONIQ "Bumblebee" 05.04.2017-18.11.2018
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Model 3 "Schneeweißchen" seit 26.09.2019
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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gekfsns hat geschrieben: Danke an Maingau für den fast geschenkten Strom die letzten Monate, hat mir richtig Spaß gemacht unterwegs zu laden.
Da scheinen unsere Vorstellungen aber weit auseinander zu gehen. Ich halte 25 ct (bisher) für vieles, aber sicher nicht „fast geschenkt“. Im Gegenteil, die 25 ct waren ein solider und nachvollziehbarer Preis, der sich in etwa um die meisten Haushaltsstromtarife bewegt hat. Aber man muss schon sehr gönnerhaft sein, um die hier genannte Aussage für wahr zu nehmen.
i3lady hat geschrieben: maingau soll man weiterhin unterstützen, allrin wegen der leistungs abrechnung
DIe Leistungsabrechnung von Maingau ist längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Und ich bin definitiv kein Traditionalist; ich werde sicher nicht weiterhin über Maingau laden, nur weil die in der Vergangenheit günstigen Strom angeboten haben. Nach derselben Logik müsste ich weiterhin mit TankE Solingen laden, weil da bis vor kurzem der Strom tatsächlich verschenkt wurde. Ich bin ein ökonomisch denkender Mensch und lade (und tanke) da, wo es unter Betrachtung der aktuellen Umstände am günstigsten ist. Und da stechen ab kommendem Monat sicher EnBW Viellader und Telekom (in der Regel) Maingau aus.
enabler hat geschrieben: Am meisten bei dieser Diskussion mag ich die kindlich-naive Vorstellung, dass eine öffentliche Ladedienstleistung billiger sein soll als zu Hause.

Maingau hat unter dem Einstandspreis verkauft und musste das korrigieren. Und da sind die neuen Preise wirklich fair und glaubwürdig.
Zunächst: Der Aussage, dass Strom unter Selbstkosten verkauft wurde, kann ich zustimmen. Wie gesagt, Aussage der Stadtwerke Velbert war, dass die ihre Kosten 1:1 an Maingau weiterreichen. Sprich: Entsteht laut deren Preisauszeichnung eine Rechnung von 15 € und laut Maingau wurden 5 € berechnet, dann trägt Maingau die Differenz von 10 € aus eigener Tasche bzw. durch Quersubventionierung. Maingau hatte zwei Möglichkeiten: Entweder Roamingwucherer gezielt auszuschließen und somit eine geringere Abdeckung zu einem günstigeren Preis bieten zu können, oder die hohen Preise der Wucherer in Kauf zu nehmen und die überproportional hohen Preise durch eine Gesamtpreiserhöhung abzufedern.

Wäre ich in der Entscheidungsposition gewesen, hätte ich eher Ladenetz und be.energized auf die schwarze Liste gesetzt, oder aber ein Modell wie die Telekom gewählt, aber Maingau hat sich nun einmal für die beiden entschieden.

Am Ende muss aber auch immer eine ganzheitliche Betrachtung der Wirtschaftlichkeit gesehen werden. Und da sehe ich momentan ein zunehmendes Problem für die Elektromobilität. Einer der Key Selling Points war immer der vergleichsweise günstige Kilometerpreis. Wenn wir jetzt mal als Extrembeispiel den 59-ct-Tarif von Fastned annehmen und damit unseren Leaf laden (Langzeitschnitt 17,5 kWh/100 km), dann kommen wir auf 10,33 €/100 km. Mit den neuen Maingau-Tarifen kommen wir auf 6,13 €/100 km. Wenn ich dagegen meinen Diesel mit momentan 8,11 €/100 km stelle, dann kommen wir so langsam in die Region, wo ein Break Even während der Lebensdauer unwahrscheinlich wird.

Ich muss es aber noch einmal betonen: Du betrachtest die Sache sehr betriebswirtschaftlich. Ich komme da hingegen aus der volkswirtschaftlichen Warte. Und aus meiner Sicht ist es volkswirtschaftlich nicht sinnvoll, den Autostrom so teuer zu machen, dass er sich an Diesel und Benzin annähert. Sonst kauft nämlich keiner E-Autos und es entsteht beim Strom eine Teuerungsspirale, da ja die Ladesäulenkosten auch auf eine bestimmte Anzahl an Ladevorgängen ausgelegt sind.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

enabler
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AndreR hat geschrieben:
enabler hat geschrieben: Am meisten bei dieser Diskussion mag ich die kindlich-naive Vorstellung, dass eine öffentliche Ladedienstleistung billiger sein soll als zu Hause.

Maingau hat unter dem Einstandspreis verkauft und musste das korrigieren. Und da sind die neuen Preise wirklich fair und glaubwürdig.
Zunächst: Der Aussage, dass Strom unter Selbstkosten verkauft wurde, kann ich zustimmen. Wie gesagt, Aussage der Stadtwerke Velbert war, dass die ihre Kosten 1:1 an Maingau weiterreichen. Sprich: Entsteht laut deren Preisauszeichnung eine Rechnung von 15 € und laut Maingau wurden 5 € berechnet, dann trägt Maingau die Differenz von 10 € aus eigener Tasche bzw. durch Quersubventionierung.
Das war lange Zeit auch ein running gag in der Branche :) - wobei: mit dem geringen Deckungsbeitrag der Energiewirtschaft wirst 10 Euro nie durch Quersubventionierung wieder reinholen
...Entweder Roamingwucherer gezielt auszuschließen und somit eine geringere Abdeckung zu einem günstigeren Preis bieten zu können, oder die hohen Preise der Wucherer in Kauf zu nehmen und die überproportional hohen Preise durch eine Gesamtpreiserhöhung abzufedern.
Wäre ich in der Entscheidungsposition gewesen, hätte ich eher Ladenetz und be.energized auf die schwarze Liste gesetzt, oder aber ein Modell wie die Telekom gewählt, aber Maingau hat sich nun einmal für die beiden entschieden.
Option 3 wäre gewesen: Maingau nimmt selbst Ladeinfrastruktur in großem Umfang in Betrieb und kommt drauf (beziehungsweise: kommuniziert), dass die B2B-Preise marktüblich sind.

Re: Ladekarte der Maingau Energie

Casamatteo
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AndreR hat geschrieben: Und da sehe ich momentan ein zunehmendes Problem für die Elektromobilität. Einer der Key Selling Points war immer der vergleichsweise günstige Kilometerpreis. Wenn wir jetzt mal als Extrembeispiel den 59-ct-Tarif von Fastned annehmen und damit unseren Leaf laden (Langzeitschnitt 17,5 kWh/100 km), dann kommen wir auf 10,33 €/100 km. Mit den neuen Maingau-Tarifen kommen wir auf 6,13 €/100 km. Wenn ich dagegen meinen Diesel mit momentan 8,11 €/100 km stelle, dann kommen wir so langsam in die Region, wo ein Break Even während der Lebensdauer unwahrscheinlich wird.
Das Extrembeispiel ist ein solches, denn niemand wird nur an der Autobahn (Fastned ist nur dort) schnellladen, schon gar nicht mit einem Leaf.
Der Witz bei der E-Mobilität ist der Kosten-Mix aus teils gratis Laden an Supermärkten, teils günstigem Laden an PV, teils kalkulierbarem Laden zuhause, und eben öffentlichem Laden zu erhöhten Preisen, die das aber wert sind (Strom mit hoher Leistung an günstigen Stellen verfügbar).

Und eins muss klar sein: Laden kostet Zeit, was sehr viele nicht "bezahlen" wollen. (Diskussion zwecklos)

Bei Fastned nehme ich an dass in Zukunft genug Fahrer den Komfort einer überdachten "E-Tankstelle" den teils lieblosen "Katzentischen" vorziehen werden. Ionity und Tesla usw. sollten zusehen dass ihre Anlagen Dächer bekommen, WC usw..

Das Theater um Maingau/ESL konnte ich nie verstehen. Haben Leute wirklich geglaubt das sei auf Dauer so billig? Bei Telekom/Getcharge war immerhin von Anfang an klar dass nur die "Early Adopter" ein paar Monate lang mit Startguthaben für wenige Cent laden können. Wenn jetzt Getcharge, EnBW/ADAC, Maingau, Ionity und Tesla einen klaren Preisrahmen von 35 bis 39 Cent pro kWh DC vorgeben soll es mir recht sein. Diese Preise gelten wie gesagt nur bei Fernfahrten, nicht im Alltag, wo 29 Cent AC Standard sind und Maingau sich "ausgeklinkt" hat.

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Wenn ESL ihrem Paradigma treu bleiben will nur eine preis für AC und DC wird der Preis wohl noch steigen weil sie da noch am günstigsten sind. Tippe mal drauf das sie beim nächsten mal auf 40cent erhöhen.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Sehe ich richtig, dass nun mit ADAC (enBW) Tarif oder newMotion man günstiger unterwegs ist? Oder zeichnet sich da auch eine Preiserhöhung ab?
VW eGolf 300, BJ. 2020
Bremst du noch oder rekupierst du schon?

Re: Ladekarte der Maingau Energie

Tobi42
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enabler hat geschrieben: Am meisten bei dieser Diskussion mag ich die kindlich-naive Vorstellung, dass eine öffentliche Ladedienstleistung billiger sein soll als zu Hause.

Maingau hat unter dem Einstandspreis verkauft und musste das korrigieren. Und da sind die neuen Preise wirklich fair und glaubwürdig.
Dem stimme ich zu, dass die "Ladedienstleistung", ich nenne sie lieber Stromverkauf, unterwegs nicht billiger sein soll/muss/kann als zu Hause.

Allerdings sehe ich auch keinen Grund, dass der Strom unterwegs deutlich mehr kostet als zuhause.

Wenn man mir für daheim bei 8 Euro Grundpreis die kWh für 27 Cent verkaufen kann (echter Ökostrom) und dabei Geld verdient, dann sollte ein Preis von nicht allzu deutlich über 30 Cent auch unterwegs möglich sein.
Die 35 Cent von Maingau sehe ich als gerade noch akzeptabel, die 39 Cent der EnBW schon fast als zu teuer für AC. So eine stinknormale 08/15-AC-Säule mit zwei Steckdosen, deren Bau noch gefördert wurde, kostet jetzt sicher nicht Tausende von Euro pro Jahr.

Und bevor jetzt das Killerargument kommt, ich könne ja selbst Ladesäulen bauen und betreiben: Bei jemandem, der nicht in der Branche tätig ist, geht es natürlich nicht auf, irgendwo eine einzelne Ladesäule zu bauen. Bei Stadtwerken kann das sehr wohl funktionieren.

Der Bau von Ladesäulen ist im Moment wohl eher eine Wette auf die Zukunft, wo dann an einer Säule eben nicht nur alle drei Tage mal jemand 10 kWh lädt, sondern wo täglich eine dreistellige Zahl von kWh geladen wird. Dann kann man auch mit moderatem Preis was verdienen.
Wenn man aber jetzt schon den Strom so teuer macht, dass sich keiner mehr ein Elektroauto kauft, der nicht zuhause oder auf Arbeit laden kann, dann rechnet sich öffentliche Ladestruktur niemals.
Gruß Tobi

- eGolf 300 März 2018 - Juni 22
- ID4 GTX seit Dezember 22 (bestellt Oktober 21)
- Fiat 500 La Prima by Bocelli als Zweitwagen bestellt 05/22, gebaut 11/22, zugelassen 12/22, Lieferung 02/23

Re: Ladekarte der Maingau Energie

Jake1865
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In den 8 Monaten seit ich mich für Elektromobilität interessiere und seit 2 Monaten auch einen E-Tron fahre, sind die Tankkosten geradezu explodiert.
Bei 35 Cent / kWh wäre ich mit meinem alten A6 3l Diesel günstiger gefahren.
Wenn das so weitergeht mit den Strompreisen, wird das mit Sicherheit der Elektromobilität das Genick brechen.
Die Gegner werden die Unwirtschaftlichkeit der Strompreise und zudem die hohen Anschaffungskosten mit Genuss als Argument gegen E-Mobilität zu nutzen wissen. Ich gebe ihnen sogar Recht.

Mein nächstes Auto in 3 Jahren wird leider wieder ein Verbrenner, wenn sich die Entwicklung so fortsetzt.

Gruß Jake
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.
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