Eichrechtskonforme Ladesäulen

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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

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drilling hat geschrieben:Ja klar aber das gilt unabhängig von der Einheit, auch bei Abrechnung nach Zeit müßte die Übetragung manipulationssicher sein.
Sehe ich auch so. Zusätzlich meine ich: wenn sich jemand mit einer Flaterate-Karte anmeldet, muss das auch erfüllt sein.
drilling hat geschrieben:die ganze eichrechtliche Problematik bezüglich der Datenübertragungsmethode kann einfach dadurch gelöst werden indem der Preis und die geladenen kWh auf einem Display sichtbar ist und dann vor Ort mit Kredit/Girokarte
Für Superschnelle DC-Lader, kein Problem. Zehntausende simple AC-Ladestationen können aber nicht kostengünstig mit Kredit/Girocardlesern ausgestattet werden bzw. wenn das auf die Ladevorgänge umgelegt würde würde es noch mal viel teuerer.

Ein kostengünstige Möglichkeit bliebe das Einschalten der meist ohnehin vorhandenen kryptopgraphischen Authentisierungsfeatures unserer bereits im Portmonee vorhandenen Ladekarten - dazu müssten die Ladekartenherausgeber aber schon etwas Hirnschmalz einsetzen, was in Deutschland wegen der Vielzahl der kartenausgebenden Regionalstromversorgern wo eher Verwaltungsfachleute denn Technicker arbeiten illusorisch erscheint. Im Ausland mit den wenigen konzentrierten Stromversorgern auch mit technischem Personal mit Überblick wäre so eine Neustrategie wohl möglich, dort tritt das Problem (deutsche Eichrechtskonformität!) aber gar nicht auf.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass die Politik "kleinere" Ladepunkte von den irrsinnigen technischen und rechtlichen Zwängen, die sich aus Eichrechtskonformität und Preisanganbenverordnung ergeben, "befristet" befreit (z.B. die Normalladepunkte lt. LSV, AC und DC bis 22 kW).
*325ppm. Seit 32 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

enabler
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mweisEl hat geschrieben:
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass die Politik "kleinere" Ladepunkte von den irrsinnigen technischen und rechtlichen Zwängen, die sich aus Eichrechtskonformität und Preisanganbenverordnung ergeben, "befristet" befreit (z.B. die Normalladepunkte lt. LSV, AC und DC bis 22 kW).
Das wäre eine gute und praktikable Lösung. Wird wohl auch deshalb nicht umgesetzt ... ;)

Derzeit scheint aber die einzige von der PTB als eichrechtskonform akzeptierte Lösung diese zu sein:
https://has-to-be.com/de/presse/transpa ... obilitaet/
Da aber hier die der Software zugrundeliegende Datenbank der Ladesäulen-Zähler-Zertifikate noch nicht existiert wird der Kunde wohl oder übel den öffentlichen Schlüssel der Ladestation (fehlerfrei) vom Zähler der Ladestation abtippen müssen.

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

ITStromer
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enabler hat geschrieben:... wird der Kunde wohl oder übel den öffentlichen Schlüssel der Ladestation (fehlerfrei) vom Zähler der Ladestation abtippen müssen.
QR-Codes könnten eine hilfreiche Unterstützung dafür sein.
Hyundai IONIQ Elektro Premium in Polar White bestellt: 15.2.17 produziert: 14.09.17 verschifft: 15.9.17 Ankunft beim Händler: 10.11.17 16.8. 22.6. 15.5. rumstromern seit: 16.11.17

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

BurkhardRenk
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enabler hat geschrieben:
Da aber hier die der Software zugrundeliegende Datenbank der Ladesäulen-Zähler-Zertifikate noch nicht existiert wird der Kunde wohl oder übel den öffentlichen Schlüssel der Ladestation (fehlerfrei) vom Zähler der Ladestation abtippen müssen.
Da ist das dann wohl der große Vorteil bei Innogy, dass man ja die Ladepunkt# in die App einträgt und damit den Log auch auf dem Smartphone hat, das kann man dann mit der Rechnung vergleichen. Praktikabel ist es schon, zumal die meisten von uns eh zumeist an Favoriten laden.

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

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Ich verstehe nicht, wieso eine Flatrate erlaubt ist, ein Zeittarif aber nicht. Eine Flatrate hat doch noch viel weniger Bezug zum tatsächlichen Energiebezug als ein Zeittarif.

Geht denn eine Flatrate mit einer Vertragslaufzeit von einer Minute? Das ist doch ein Zeittarif dann.

Immerhin scheint mir das langfristig nachhaltigste Modell (Abrechnung nach kWh plus Zeitkomponente für das Belegen der Infrastruktur) erlaubt zu sein.

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

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Langsam aber stetig hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wieso eine Flatrate erlaubt ist, ein Zeittarif aber nicht. Eine Flatrate hat doch noch viel weniger Bezug zum tatsächlichen Energiebezug als ein Zeittarif.
Das Problem bei einem Zeittarif ist, dass die Abrechnung auch Eichrechtskonform sein muss. Es geht nicht nur um das Messen, sondern auch um die Abrechnung.

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

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Außerdem könnten die Ladesäulenhersteller bei einem reinen Zeittarif bei geringer Auslastung die Ladeleistung künstlich drosseln um mehr Geld zu verdienen. Sie müssen einfach einen Anreiz haben mehr Ladevorgänge pro Tag zu leisten und deswegen auch einzelne ausgefallene Leistungsmodule schneller auszutauschen.
i3 BEV (SW: I001-18-11-520), BJ 04/2014, LL >117.500 km, Gesamtschnitt 12,8 kWh/100 km netto
Model ≡ seit 11.03.2019
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

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Das ist aber alles nicht Ziel des Eichrechts.
Das Eichrecht verlangt "nur", dass korrekt gemessen und abgerechnet wird.
Bei einer Flatrate wird nichts gemessen, insofern besteht auch keine Eichpflicht.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

TMEV
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Zahlt in Deutschland der Säulenbetreiber Netzengelte/EEG/etc.? D.h. ist die Säule der Endverbraucher aus Netz-Sicht?

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Oberfranke
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TMi3 hat geschrieben:Zahlt in Deutschland der Säulenbetreiber Netzengelte/EEG/etc.? D.h. ist die Säule der Endverbraucher aus Netz-Sicht?
Laut Energiewirtschaftsgesetz ist die Ladesäule Letztverbraucher. Das heißt die Netzentgelte sind kein Thema. Leider ist das im EEG anders, was zu Komplikationen bei der EEG Umlage führt. Zum Beispiel ist die Abgabe von Energie am Dritte kein Eigenverbrauch und ist deshalb mit der vollen EEG Umlage beaufschlagt.
Tesla Model S85 seit 26.11.2015 :D :D :D
www.e-mops.de - Ladestationen mit Wau-Effekt
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