Ladetarifdschungel

Re: Ladetarifdschungel

elviajero
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Alles klar, aber:

Eine Preisspanne von 19 ct bis zu 80 ct zum Beispiel? Ist kalt nicht grad Verbraucherfreundlich.

Und ja, der Markt regelt das schon, aber meiner Meinung nach nicht schnell und gut genug. Das gehört europaweit einheitlich, standardisiert und transparent geregelt.

Wie gesagt, wenn ich mal eine Reise plane dann komme ich damit schon zurecht, das Suchen ist halt mühsam und die Preisunterschiede ärgerlich. Ich denke da eher daran dass die Sache auch für jemanden der sich nicht so intensiv damit beschäftigen möchte auch tauglich sein soll. Dann kommen wir unseren Zielen (Klimaschutz) schneller näher.
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Re: Ladetarifdschungel

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Nein, der Markt regelt gar nichts. „Der Markt“ will Gewinnmaximierung. Für den Verbraucher kommt da nur als Abfallprodukt manchmal was gutes dabei raus.

Die Politik wird sich den sich entwickelnden Markt eine Weile anschauen und dann regulierend eingreifen.

Auf welchem Level das passieren wird und wann das passieren wird, steht in den Sternen.

Hat ja bei den Mobilfunktarifen auch eine Weile gedauert. Am Anfang hatte man ein kaum überschaubares Wirrwarr an Tarifen und Optionen. Es hat ein mittleres Studium gebraucht, um den für einen selbst passenden Tarif zu finden. Und das im Wesentlichen in der Vor-Internet Ära. „Gute“ Tarife haben sich vorrangig per Mund zu Mund Propaganda verbreitet.

Analog ist es heute mit Ladetarifen. Nur dass wir heute den riesigen Vorteil des Internets haben.

Die letzten Stilblüten wird die Politik in einige Jahren ausmerzen.

Bis dahin fährt man mit den üblichen Kandidaten doch ganz prima.

SüdSchwabe.
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Re: Ladetarifdschungel

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man kann sich auch als Verbraucher einfach dafür entscheiden, nicht - oder zumindest anders - zu konsumieren, schon purzeln die Preise. Beispiel gefällig? Die Kraftstoffpreise der letzten Zeit! Gegenbeispiel gewünscht? Die aktuellen Preise bei Desinfektionsmitteln und Schutzmasken...
Der "Markt" besteht nämlich nicht nur aus Anbietern, sondern eben auch aus Abnehmern. ;)
(den Fauxpas mit "frei" und "sozial" konnte ich leider nicht mehr korrigieren, ersetze es einfach durch das Wort "funktionierend" ;))
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Ladetarifdschungel

Misterdublex
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Richtig, wir Verbraucher sind gefragt. D.h. die Infrastrukturbetreiber, die horrende Beträge aufrufen und die die Stromanbieter dann subventionieren müssen, sollten meiner Meinung nach gemieden werden. Das sind aus meiner Sicht mindestens:

- IONITY (deren Modell diskriminiert PKW-Marken, die nicht Teilhaber an IONITY sind),

- be.energiesed (deren Preis-Modell ist der absolute Feind der E-Mobilität).
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Re: Ladetarifdschungel

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Bei Ionity ist nicht einmal der Preis bei den Konsortiumsmitgliedern günstig. Rechnet sich Mal den Tarif durch. Die monatliche Gebühr ist happig. Damit man damit trotz 30ct/kWh auf eine akzeptable Preisgestaltung kommt, muss man verdammt viel ausschließlich für laden.

Hohe Verfügbarkeit und mehrfach redundante Standorte kosten halt viel Geld.

SüdSchwabe.
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Re: Ladetarifdschungel

Misterdublex
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Also bei VW Charge&Fuel kostet IONITY pauschal 8,50 €/Ladung. Keine monatlichen Kosten. Wenn man da 25 kWh nachlädt, dann liegt man bei 33 ct/kWh.

Dennoch nicht unterstützendswürdig.
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Re: Ladetarifdschungel

Elektroautomieter
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SüdSchwabe hat geschrieben: 1,20€/L war ja auch schon vor Corona ein ziemlich günstiger Preis. Real war ja eher so 1,25€/L.

Dann ist halt die Frage, wie oft man auswärts tatsächlich laden muss. Das ist höchst individuell, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Ich behaupte allerdings, dass ein Großteil der eMobilisten tatsächlich eine Lademöglichkeit zu Hause hat - und deswegen das Verhältnis zwischen zu Hause laden vs auswärts laden sehr zu Gunsten des heimischen Ladens geht.

Und: mit den üblichen Verdächtigen, die hier schon mehrfach genannt wurden, hält sich das vermeintliche Chaos doch sehr in Grenzen.

SüdSchwabe.
Noch haben sicher viele die Möglichkeit zu Hause zu laden, aber will die E-Mobilität den Massenmarkt erreichen, müssen die als Kunden gewonnen werden, die nicht zu Hause laden können und dafür muss das öffentliche Laden vereinfacht und ähnlich komfortabel ablaufen wie tanken. Sonst wird das mit dem Massenmarkt schwer.
Ich brauche Eure Hilfe. Bitte an dieser Umfrage für meine Bachelorarbeit teilnehmen.
Nutzerverhalten an Ladestationen
https://www.umfrageonline.com/s/015ab48
Danke :)

Re: Ladetarifdschungel

Misterdublex
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Laden wie Tanken führt aber dazu, dass es genauso monopolistisch ist wie das Tanken.

Nein, danke.

Ich liebe die Vielfalt an Stromtarifen und die breite Auswahl. Beim Haushaltsstrom ist das auch üblich.
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Re: Ladetarifdschungel

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Elektroautomieter hat geschrieben: (...)
aber will die E-Mobilität den Massenmarkt erreichen, müssen die als Kunden gewonnen werden, die nicht zu Hause laden können
(...)
das macht man aber nicht, indem man die Ladeinfrastruktur und -bezahlsysteme vereinheitlicht, sondern indem man die Ladeinfrastruktur in den Wohngebieten, also die klassischen 3,7/11/22kW-Typ2-Ladesäulen, barrierefreier gestaltet. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass hier, ähnlich wie bei Fastned, das Fahrzeug an den "Stammladesäulen" (zuhause oder im Arbeitsort) automatisch erkannt und nach dem anstöpseln geladen wird. Abgerechnet wird dann über einen persönlichen Lade-Vertrag bei den zuständigen Stadtwerken oder beliebigen EMP zu festgelegten Konditionen. (ich freue mich schon auf das mögliche Chaos an unserer öffentlichen Stammladesäule, wenn die hier in Kürze kostenpflichtig werden... Karte kann nicht gelesen werden, Backend down und was sonst so passieren kann...)
Damit dürfte bei den meisten bereits 70-90% des Ladebedürfnisses abgedeckt sein, so dass man sich nur noch auf den Fernstrecken Gedanken machen muss. Das tun die meisten im Rahmen einer Reiseplanung aber ohnehin, selbst wenn man mit Verbrenner unterwegs ist. (wer einmal in Italien Diesel tanken musste, weil er es in Österreich vergessen hat, oder es auf Grund der erzielbaren Reichweite als unnötig erachtet hat, weiß, was ich meine ;))
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Ladetarifdschungel

Blueskin
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@SamEye :
Da bin ich weitestgehend bei Dir. Allerdings mit 2 Einschränkungen :
1. Im Rahmen einer Reiseplanung mit dem Verbrenner sind Gedanken bezüglich der Tankerei nur bei AUSLANDS-Reisen notwendig. Und selbst da hat das lediglich monetäre Gründe (welcher Spritpreis in welchem Land) aber nicht etwa "Ach herrjeh, wo finde ich denn hinter der Grenze eine Tankstelle.... die dann auch noch mein Geld bzw. meine Kreditkarte akzeptiert!?" Innerhalb Deutschlands ist das überflüssig.

2. Bezüglich der Gedanken um Nachtanken bzw. Nachladen ist der Begriff "Fernreise" beim Verbrenner schon eine andere Hausnummer als bei einem BEV.
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