Frustriert durch Ladestress

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Re: Frustriert durch Ladestress

Herbs
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elektro-olli hat geschrieben: Es ist frustrierend. Unterwegs zu sein, auf Reisen und keinen Tesla zu haben. Denn:
1. die Ladesäulen sind inzwischen häufig belegt.
2. dann fährst Du an die endlich freie Säule und irgendwas funktioniert nicht
3. dann wartest Du auf die nächste freie Säule
Und selbst bei Ionity siehst du inzwischen IMMER irgendwelche umparker oder verzweifelte Neulinge die nicht laden können weil irgendetwas klemmt.
Ich fahre seit 7 Jahren elektrisch, mit inzwischen meinem 3. E Auto. ( immer noch kein Tesla ) Ich bin in Italien, Frankreich und Dänemark gewesen und sogar einmal den E-Cannonball mitgefahren. Ja es geht ja irgendwie alles. Aber es tut sich nichts was die zuverlässigkeit angeht. Inzwischen sind viele Skodas Audis Mecedes Polstars Hondas und I3 und I4 s und kias und ioniqs unterwegs . Aber wieviele Ladesäulen wurden gebaut? Zu wenig.
Meiner Meinung nach wird das so nichts. Selbst mit meiner Erfahrung ( oder gerade deswegen) habe ich immer Sorgen meine Ladestrategie wirklich so durchziehen zu können.
So weit ich weiss scheint Tesla da wirklich noch Jahre voraus zu sein. Ranfahren, reinstecken, laden? Kein Karten oder App- gewusel und ein gutes Netz.
Kann ich nicht nachvollziehen (das sind aber natürlich meine, nicht deine Erfahrungen).
Donnerstag Abend spontan an die See gefahren, 350km je Strecke. Vorher habe ich geschaut, wo man laden kann (quasi überall), nichts groß geplant. Hin überall was frei laut Apps. Hätten nicht laden müssen, hatten aber einen Essenstopp bei McDonald’s gemacht und da geladen.
Vor Ort viel 22kW ohne Betrieb.
Auf dem Rückweg an der Tanke ein Eis gegessen. 4x IONITY war gerade voll, ggü 4 EnBW frei. Bei EnBW angesteckt, 10 Minuten später waren 3 IONITY wieder leer. Ansonsten nicht viel in der App geprüft, würde mich aber wundern, wenn es voll gewesen wäre.
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Re: Frustriert durch Ladestress

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elektro-olli hat geschrieben: Aber wieviele Ladesäulen wurden gebaut? Zu wenig.
Das stimmt leider, vielerorts herrscht kompletter Stillstand. In den letzten 12 Monaten kamen pro 100.000 zusätzlichen E-PKW nur 2.125 öffentliche Ladepunkte hinzu. Anders ausgedrückt war das etwa "eine (1) öffentliche Ladesäule pro 100 E-PKW". Tendenz weiter sinkend.
Seit 30 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: Frustriert durch Ladestress

Silberreiher
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Ich hatte bisher auch Glück gehabt, fahre aber auf Freizeittouren kaum Autobahn. Die letzte Autbahnstrecke von Stuttgart nach Nähe Wilhelmshaven war eigentlich enstspannt (Wochenende nach Ostern). Allerdings waren an dem Freitag die Tesla Stalls an den Autobahnen strak frequentiert.

Auf den Nebenstreckentouren habe ich eher das Problem überhaupt eine DC Säule zu finden. Da gibt es noch riesige Lücken. Bei längeren Aufenthalten lade ich gerne auch an AC-Säulen. Defekte o. ä. habe ich nach 30.000 km erst 2mal gehabt, sodass ich eine andere Säule suchen musste.
Hyundai Ioniq Classic Style
Seat MII electric

Re: Frustriert durch Ladestress

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gurgi hat geschrieben: Die Belastungsprobe für die Ladeinfrastruktur (egal ob Tesla oder andere) wird kommen - nämlich dann, wenn die Hauptferienzeit gekommen ist und „alle auf einmal“ unterwegs sind. Persönlich denke ich da an die Sommerferien in NRW, Bayern und BaWü. Hinzu kommen dann noch die Urlauber, die bei uns „nur durchfahren“ um an ihr Ziel zu kommen.
Seit 9 Jahren das gleiche Lied. (Kommt der Komet, oder kommt er zu spät?)
Und was ist passiert? nix.

Ja, es gibt Gegenden, da ist die BEV Dichte und die Ladestellendichte nicht ausgewogen, über Europa gesehen ist das aber die Ausnahme.
In Österreich würde ich Sankt Valentin meiden, da ist eher Stress. Ansonsten sehe ich die Säulen immer frei. So frei (gerade in und um Wien, City-Ladestellen ausgenommen) das man Angst hat die bauen die wieder ab, weil die eh keiner braucht.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 131.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: Frustriert durch Ladestress

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Und ich dachte Holland wäre soweit vorraus. An jeder Ecke ne Stromtanke.

Es ist auch manchmal frustrierend mit dem Kopf durch Wände zu gehen. Wer sich mit der Masse im Schwarm bewegt wird künftig Zeit mitbringen. Zum Stau gesellt sich auch noch Wartezeit und Ladezeit. Preise werden das schon regeln…das Verhalten der Freizeitpiloten. So lebt das Tesla ja schon vor. Freizeit Gratis Ladekorridore für Holländer und Wikies zur Urlaubszeit.

Es manifestiert sich in Köpfen der Ruf…Tesla toll…andere Mist. Ist das wirklich so? Ich sage ganz klar nein - viel mehr Wunsch als Wirklichkeit.
LEAF 72000 km 15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan....Hand-Made egolf Dresden...Ahk liegt bereit...EV6 RunawayRot AWD LR AHK P1+2 WPnutzlos…Citroen AMI Getriebedefekt 1300km-nie wieder Stellantis = Citroen D

Re: Frustriert durch Ladestress

Electrohead
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Also in Deutschland kann man was HPC angeht doch kaum meckern, außer die oben im NordOsten, sonst steht doch (gefühlt) alle 50km ein Lade"park".
Da finde ich ins Ausland fahren schwieriger, vor allem was echte Ladeparks angeht und sorry einen einfachen 150 kW Lader fahre ich NICHT an, eben aus diesen Gründen (defekt, belegt, kein roaming usw)
Beispiel, von München nach Venezien war über die A10 Ionity Eisentratten bislang der einzige. Jetzt gibt es wohl endlich mit dem Gewerbepark Pöllan in Feistritz eine Alternative, wobei das dann schon an der Grenze ist von München, also gut 300km, aber das sollte passen.
Arnoldstein ist eh immer defekt?
Wenn man über den Brenner fährt hat man Ionjity Brenner oder kurz davor Europabrücke.
Auch nicht so viel Auswahl.
Italien selber ist dann nochmal schlimmer, aber wir fahren zum Glück nie soweit rein.
Alt: BMW i3, Audi eTron55
Derzeit: ̶S̶m̶a̶r̶t̶ ̶E̶Q̶ ̶F̶o̶r̶f̶o̶u̶r̶ (Nicht lieferbar), dafür Renault Twingo ab Feb., Kia eSoul (64kWh)

Re: Frustriert durch Ladestress

tommywp
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elektro-olli hat geschrieben: So weit ich weiss scheint Tesla da wirklich noch Jahre voraus zu sein. Ranfahren, reinstecken, laden? Kein Karten oder App- gewusel und ein gutes Netz.
Das lassen sie sich in der zwischenzeit aber auch so gut bezahlen das die meisten Tesla fahrer lieber bei IONITY, ENBW & Co laden. Aber durch den weitern ausbau von HPCs (Deutschlandnetz) wird das bald bestimmt sich verbessern. In 2-3 Jahren denke ich das an den meisten Discounter mehrere HPC Ladestationen stehen werden. Dann ist der drops gelutscht. Und gegen das Ladekartenchaos gibt es zwei wirkmittel Plug & Charge und Kreditkartenterminals

Re: Frustriert durch Ladestress

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gurgi hat geschrieben: Die Belastungsprobe für die Ladeinfrastruktur (egal ob Tesla oder andere) wird kommen - nämlich dann, wenn die Hauptferienzeit gekommen ist und „alle auf einmal“ unterwegs sind. Persönlich denke ich da an die Sommerferien in NRW, Bayern und BaWü. Hinzu kommen dann noch die Urlauber, die bei uns „nur durchfahren“ um an ihr Ziel zu kommen.
Nee glaube ich eher nicht. Auch wenn meine persönliche Erfahrung nicht repräsentativ ist: in der Ferienzeit musste ich schon öfter mal an übervollen Tankstellen in langen Schlangen auf Benzin warten, auf Strom noch nie.

Ich bin öfter mal von München an den Bodensee und zurück, unter anderem am Osterwochenende. Der beste Ladepark da ist in der Mitte der Strecke in Erkheim, 8 EnBW Säulen. Jedes mal außer mir maximal noch ein anderes Auto, wenn überhaupt.

Die Stromversorger sind ja nicht blöd, inzwischen haben die auch dazugelernt und neue Ladeparks werden dann vor allem da entstehen wo viel Bedarf ist - also an strategisch gut gelegenen Orten. Da amortisieren sie sich nämlich am schnellsten.
Das ist nicht anders als bei einer MacDo Filiale oder einem Mobilfunkmast, da hat die Branche auch etwas gebraucht.
Aber aus der Marktphase "wir stellen mal irgendwo eine einzelne Ladesäule hin" sind wir definitiv raus.

Auf dem Weg zur allgemeinen Elektromobilität mag es zwischendrin hier und da noch etwas holprig sein, aber der Markt wird das definitiv regeln - denn die Strategie der Autobauer ist doch klar. Das sich diese Säulen langfristig rechnen (wenn man es richtig macht), ist also offensichtlich. Für Konzerne die Infrastruktur machen sind solche langfristigen Perspektiven völlig normal.

Ein weiterer Aspekt ist: einen Ladepark zu bauen und zu betreiben ist viel einfacher als eine Benzintankstelle - man muss nur einmal das Kabel hin verlegen, der Betrieb ist im Vergleich zu eine Zapfsäule vergleichsweise wartungsfrei, es gibt keine Umweltbelastung durch giftige Abwässer und es braucht keine Versorgung durch Tank-LKWs.
Natürlich werden wir an den Autobahnen mehr Ladesäulen brauchen als Tankstellen. Es spricht aber nix dagegen das wir genau das machen können, insofern wird sich das ganz problemlos gleichmäßiger verteilen...
--
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Re: Frustriert durch Ladestress

Udomann
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Also ich habe keine Probleme mit dem Laden, selbst hier im unterversorgten Nordwesten nicht, es kommt aber schon mal vor, dass man an der jeweils einzigen EnBw-Schnellladesäule an den Autobahntankstellen Ems-Vechte Ost und West warten muss, weil die beiden Anschlüsse belegt sind, ist aber selten. Und es gibt Alternativen wenige Kilometer ober- und unterhalb dieses Rasthofes.
Leider gibt es dort überhaupt keine Ionity-Ladesäulen, aber immerhin EnBw und dort kann ich dank Auto-Charge, oder wie die das nennen, einfach einstecken und losladen, ohne App, ohne Karte, wie bei Tesla.

An einem der großen und überdachten Ladeparks habe ich noch nie geladen, weil keiner davon auf meinen Strecken liegt. Und ne Wallbox habe ich nicht, brauche ich nicht, mir reicht zu Hause der Notladeziegel vollkommen aus und auf Langstrecken ist man sowieso auf die Ladeinfrastruktur angewiesen.

Trotzdem ist das alles noch nicht optimal, es gibt allgemein zu wenige Schnellladesäulen und zu wenige Standorte in manchen Gegenden, z. B. der Nordwesten und, wie man hört, soll auch der Nordosten unterversorgt sein und generell alle ländlichen Gebiete, die, wenn überhaupt, nur mit Langsamladern versorgt sind, die mir auf der Durchreise nicht wirklich helfen, da muss es schnell gehen.

Überhaupt bieten die meisten Schnelllader ein eher trauriges Bild, sie sind meist schwer zu finden, schlecht ausgeschildert, in der hintersten Ecke, im Freien stehend, nicht überdacht, ohne Beleuchtung, kein Mülleimer weit und breit, zur Toilette ist es meist auch weit, falls da in der Nähe überhaupt eine ist, keine Luftfüllstationen, kein Scheibenwischwasser, so geht es nicht!

Meiner Meinung nach sollte man an großen Tankstellen eine Reihe der vorhandenen Tankstellen für Benzin und Diesel wegmachen und dafür Schnellladesäulen installieren, dann hätte man alle Infrastruktur in unmittelbarer Nähe, es gäbe eine Aufsicht und auch E-Autos mit Anhänger könnten dort viel einfacher Laden, ohne Abkuppeln des Anhängers. Beleuchtung und Überdachung ist da ja schon vorhanden.

Re: Frustriert durch Ladestress

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Genau das passiert ja in Norwegen schon. Secondlife Tanke. Mich würde allerdings noch der „Geruch“ bei bivalenten Tankstellen stören.

Gemessen an dem was an Transformation in den nächsten 5 Jahren auf uns zu kommt…sind die letzten Jahre Tropfen auf dem heissen Stein gewesen.
Die Flächen zwischen Autobahnlinien sind schwarze Löcher. Städte bis auf wenige ausnahmen HPC verwaist. Hier haben allenfalls Autohändler mal eine Wallbox für die Probefahrten der Plugins installiert. Der Bürgermeister (Politik) glaubte bis vor kurzen noch an H2. Flächen für Ladesäulen nicht ausgewiesen…auf Parkplätzen oft irgendwo hin gepflanzt. Dann noch eSUV untauglich mit Beulengarantie.
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