Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Solch ein ähnlicher starker Unterschied wird ja auch bei AC-Säulen existieren. Den Betreibern würde ich hier für einen wirtschaftlichen Betrieb aus diesen Zahlen heraus aber kein zeitabhängigen Stromtarif und/oder ein Anreizsystem empfehlen, sondern Augen auf bei der Standortwahl.
Wenn es darum geht das insgesamt zu Steigern macht es schon sinn. 61MWh sind ja 167kwh pro tag. Man will ja leute Motivieren außerhalb der Peek Zeit zu laden um die auslastung insgesamt zu erhöhen.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Dass ein HPC nur 20 kWh im Jahr liefert, ist sehr schwer vorstellbar. Selbst an einem schlechten Standort.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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tommywp hat geschrieben: Wenn es darum geht das insgesamt zu Steigern macht es schon sinn. 61MWh sind ja 167kwh pro tag. Man will ja leute Motivieren außerhalb der Peek Zeit zu laden um die auslastung insgesamt zu erhöhen.
Muss man die Leute motivieren, außerhalb der Peak-Zeiten zu laden? Das würde ja unterstellen, dass die Peak-Zeiten der Flaschenhals sind.
Bei DC Ladern aber sind diese grade mal zu 3% durchschnittlich belegt. Selbst der hier allerbeste Ladepunkt gibt grade mal zu 15% der Zeit Strom ab.
Wenn man steigern will, dann braucht es vor allem eines, mehr Kunden.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Ich sehe bei städtischen DC-Ladestationen da auch wenig Möglichkeiten der Optimierung bezüglich Peak und Off-Peak. Da muss man erst einmal herausfinden, wann sich die Peaks bilden.

Auf Ladestellen an der Autobahn vielleicht nur mit einem Zuschlag für die absolute Peakzeit des Jahres (Mittagszeit an den Hauptreisetagen?), um die Fahrerinnen zu ermutigen, langsamer und sparsamer zu fahren. Solch ein Zuschlag wäre vermutlich sinnvoll, aber nur schwer zu kommunizieren.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

LeakMunde
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Jupp78 hat geschrieben: Nur den verstehe ich nicht:
Die Forscher haben weiter ermittelt, dass die meist genutzte DC-Ladesäule in der Leistungsklasse über 100 kW 61 Megawattstunden (MWh) im Jahr lieferte. Die am wenigsten genutzte Ladesäule in derselben Leistungsklasse kam nur auf 20 Kilowattstunden. Die Studienautoren empfehlen daher für den wirtschaftlichen Betrieb zeitabhängige Stromtarife und Anreizsysteme.
Solch ein ähnlicher starker Unterschied wird ja auch bei AC-Säulen existieren. Den Betreibern würde ich hier für einen wirtschaftlichen Betrieb aus diesen Zahlen heraus aber kein zeitabhängigen Stromtarif und/oder ein Anreizsystem empfehlen, sondern Augen auf bei der Standortwahl.
Ein schönes Beispiel, warum man besser die Primärquelle lesen sollte. Anreizsysteme werden nicht wegen der Standorte empfohlen, sondern wegen der Wochentags- und Tageszeitabhängigen Auslastungsunterschiede:
Dynamic pricing and other incentive mechanisms should be implemented at PCSs to make sure that the low occupation of PCS during the night and other offpeak periods is avoided.
Des weiteren wird auf ein Projekt verwiesen, das solche Anreizsysteme erforscht.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Köln Bonner hat geschrieben: Auf Ladestellen an der Autobahn vielleicht nur mit einem Zuschlag für die absolute Peakzeit des Jahres (Mittagszeit an den Hauptreisetagen?),
Tesla hat das zur Zeit der niederländischen Frühlingsferien ganz einfach gehandhabt: Zu den Hauptverkehrszeiten wurden einige Supercharger, die normalerweise schwach ausgelastet sind, auf kostenlose Abgabe umgestellt, um Leute zu animieren, von den stark ausgelasteten Standorten weg zu bleiben und die kostenlosen zu nutzen, auch wenn die vielleicht nicht optimal an der Strecke liegen. Das ist ein gaz einfaches Anreizsystem mit einer Win-Win-Situation.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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LeakMunde hat geschrieben: Ein schönes Beispiel, warum man besser die Primärquelle lesen sollte. Anreizsysteme werden nicht wegen der Standorte empfohlen, sondern wegen der Wochentags- und Tageszeitabhängigen Auslastungsunterschiede:
Die Auslastung habe ich mir durchaus in der Primärquelle angesehen. Mir ist schon klar, dass man es wegen der Wochentags- und Tageszeitabhängigen Auslastungsunterschiede empfiehlt, aber ich halte das erstens nicht für das zentrale Problem, zweitens ist sehr fraglich, ob man mit Anreizen eine Steuerung erreicht und daher für keine Geschichte, die viel ändern würde. Es würde vermutlich nur Kunden vergraulen (zum Anreiz gehört auch immer das Gegenteil). Aber es gibt halt zwischen den Ladepunkten gigantische Unterschiede im Umsatz. Meine Vermutung dahinter ist der Standort. Daher ist meine Meinung, dass man mit diesem viel mehr erreichen kann, als irgendwas am Tag zu steuern.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

LeakMunde
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Also ich halte niedrige Auslastungen und somit wenig Ertrag schon für das zentrale Problem der Ladeinfrastruktur. Wie gut sich über Anreizsysteme die Auslastung steuern lässt, soll ja in dem Forschungsprojekt ermittelt werden. Ich halte es auch für fraglich, ob ein Anreizsysteme Kunden vergraulen muss. Aber okay, es soll ja Leute gegeben haben, die vom Aldi beleidigt zum Penny gefahren sind, weils bei Aldi Gratisstrom für Schnorrer gab..

Das es einen Zusammenhang von Auslastung und Standort gibt, ist eine Binsenweisheit. Es nützt aber halt nicht viel, bei einer gebauten Ladesäule (und um die geht es ja) zu sagen, hättest du die mal woanders hin gebaut. Da muss der Standort schon sehr schlecht sein, damit sich Rückbau und Neuaufbau an einem anderen Standort lohnt gegenüber dem Weiterbetrieb lohnt. Zudem muss man sich über die Auslastung am neuen Standort auch sehr sicher sein.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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Ich hab dir Studie jetzt nicht so verstanden, dass es nur um bereits gebaute Ladesäulen geht, sondern darum aufzuzeigen, wie Ladeverhalten allgemein aussieht. Daraus kann man Schlüsse für bereits gebaute Säulen ziehen, aber auch für noch zu bauende Säulen.
Bei AC ist es ja sogar fast ein Plateau, von Morgens um 7 bis Abends um 21 Uhr. Von 21-7 Uhr ist schwach, aber wie groß soll der Anreiz sein, sein Laden mitten in die Nacht zu legen? Bei DC ein ähnliches Bild nur etwas mehr Glockenform. Hier gilt ähnliches. Wenn man als Betreiber es mitten am Tag teuer macht, dann rennen am Tag die Leute (wenn sie können) zu anderen Betreibern und in der Nacht .. naja ich weiß nicht ob da so viele switchen.

Bei schlechten bestehenden Standorten kann man als Betreiber eigentlich nur hoffen, dass es keine Konkurrenz in Zukunft gibt und die immer größere Verbreitung dann trotzdem für eine bessere Auslastung sorgt.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tm7
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Wenn eine Säule nur 20 kWh / Jahr abgibt, findet sie somit nur einen Ladewilligen pro Jahr. Entweder ist sie in der Regel defekt oder niemand hatte es nach einem Defekt für nötig gehalten, die Störungsmeldung in den einschlägigen Apps und GE zu entfernen. Und / oder der Standort ist "suboptimal" oder vielleicht auch die Bezahlmöglichkeit schlecht gelöst (z.B. nur Kreditkarten wie Gewerbepark Mittelelbe) oder sie gehört zu E.On oder ist nicht im üblichen Roaming drin oder oder oder...

Es wird schon seinen Grund haben, den man kaum verallgemeinern kann.

Auf der anderen Seite wird die Auslastung besser werden, sobald die Ladeparks größer werden, skurrilerweise. Das liegt daran, dass z.B. bei zwei Ladepunkten schon 50% belegt sind, wenn einer daran lädt, bei 20 Ladepunkten aber nur 5% - es ist kaum ein Problem, wenn an einem solchen Ladepark alle Plätze belegt sind - es wird nie lange dauern, bis wieder ein Platz frei ist. D.h., er kann viel besser ausgelastet werden.

Bei kleinen Ladestationsanlagen wird man nie eine wesentlich bessere Auslastung hinbekommen.
28er Ioniq Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html
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