Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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iOnier hat geschrieben: Dass man heute mit Blockiergebühren "reagiert" ist doch nur der zu geringen Zahl an Ladepunkten geschuldet.
Die Begründung der Betreiber hast du wirklich gefressen?
Die wollen doch nur eines, dass der Nutzer Platz macht, wenn er voll ist. Und das nur, um Umsatz zu machen, Umsatz, der halt nicht funktionieren kann, wenn ich mich Freitag Abend anstöpsel und Montag Morgen wieder abstöpsle.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Aber wenn es bei öffentlichen Parkplätzen (z.B. P&R Parkhäusern) schon nicht lohnen soll, wieso lohnt es sich dann bei der Wallbox Zuhause? Da ist die Auslastung ja noch einmal viel geringer?
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Ehrlich: das lohnt sich genau gar nicht, ebensowenig wie sich das eigene Auto für die wenigsten Privatleute wirklich "lohnt". Es ist einem einfach der Komfort das Geld wert. Oder die Möglichkeiten, die einem das Auto (den "besseren" Job weiter weg abnehmen zu können, ...) respektive die Wallbox bietet (z. B. PV-Überschussladen, ...).

Wenn es nur um das Notwendigste ginge, würden mehr Menschen regelmäßige kurze Strecken (zur Arbeit beispielsweise) mit dem Fahrrad fahren, zu Fuß gehen oder - wo ausreichend vorhanden - den ÖPNV nutzen. Wenn man schon ein Auto zum Pendeln braucht, würde es ein Kleinstwagen wie mein iOn tun (den ich genau dafür angeschafft habe) und man würde ihn mit dem "Notladekabel" an einer (soliden) Steckdose laden (mache ich seit über 6 Jahren so). Wo 2 Autos nötig sind, würde man eines so klein wie irgend möglich, das andere nicht größer als unbedingt nötig wählen. Etc. pp. ...

Eigene Nase: mit dem iOn alles richtig gemacht, der ioniq 5 jedoch ist für unsere Zwecke "eigentlich" 2 Nummern zu groß ... aber ich wollte ein BEV mit Anhängerkupplung und ausreichend Zuglast, um für den Verein Anhänger ziehen zu können ... das müsste ich nicht, aber der Verein ist dankbar, denn es gibt zu wenige Mitglieder, die über einen PKW mit AHK verfügen ... und es gab derzeit keine kleineren BEV mit AHK und ausreichend Zuglast. Muss ich segelfliegen? Muss ich das für den Verein tun?

Immer die Frage, wie weit man bereit ist, Abstriche zu machen. Und das kann man nicht wirklich schönreden, Abstriche sind Abstriche. Nur: wenn man für Umwelt und Klima "alles richtig machen" will, was bleibt einem dann selber?

Also möglichst viel "richtig" machen und möglichst wenig "falsch", viel besser geht's nicht.

Zurück zum öffentlichen Laden: AC-Ladepunkte können sich nur rentieren, wenn sie billig sind. Richtig billig. Massenprodukt. Was dann auch dazu passt, dass es viele sein müssen. Richtig viele. Und strategisch dahin platziert, wo sie sich gebraucht werden.

Aber @Jupp78: wir hatten in der Diskussion eigentlich schon geklärt, dass "ein eigener Ladepunkt für jeden" bei weitem nicht nötig ist. Nicht jeder muss jeden Tag zu Hause laden, viele brauchen gar nicht so viel Energie (weil sie gar nicht verfahren, was sie jede Nacht laden könnten), andere laden überwiegend am Arbeitsplatz usw. => der Aufwand wäre viel geringer als das regelmäßig populistisch eingeworfene Scheinargument "man kann doch nicht jedem seinen eigenen Ladepunkt bauen" glauben machen soll. Genau, kann man nicht. Muss man aber eben auch gar nicht.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Dividiert mal die Instalationskonsten durch 60 Jahre.
So lange liegen heute schon Kabel mit technischem Stand, welcher heute noch ausreicht in der Erde.
Sagen wir also mal, die Installation kostet 6.000€.
Was denn Monatskosten von 8,3 € wären.
Bei 25 Ladungen pro Monat also Gigantische kosten von 0,34 € pro täglicher Ladung.
Die Wallbox, welche ja unbedingt geeicht zählen müsste, muss um 1.000€ alle 5, oder 10 Jahre getauscht werden.
Die Installation derer kostet noch mal 3.000€.
Bei 5 Jahresintervallen des tausches also, bei 25 Nutzungen im Monat 2 € pro Nutzung.

Subventioniert man einen Teil der Investition von 2,43 € / Ladung, ich weiss, es kommen noch Zinsen etc. dazu, kann man, je nach Förderungshöhe entscheiden, wie hoch die Ladeungskosten bei einer Ladung an 25 Tagen im Monat ist.

Aufs KWh umgerechnet?
Bei 25 entnommenen kWh am Tag ein Investitionsaufschlag von 0,23 € / kWh.
An einem Doppelladepunkt, also heiße 0,12 € pro kWh.

Man lädt mehr?

Dann denken wir mal, damit nicht jene, welche meinen immer voll sein zu müssen alles blockieren einen Staffeltarif.
0 bis 15 kWh 60 ct /kWh.
15 bis 30 kWh 40 ct/ kWh
30 bis 60 kWh 30 ct/ kWh

Und schon sind die echten BEV im Vorteil, werden nur geladen, wenn wirklich leer.
Das wäre der Pendlerparkplatz mit 11 kW.

Mit 230 V sind es geringere Investitionen/ Ladepunkt und Staffelung, sonst stecken wieder alle immer an, da Sie Angst haben, dass das Auto "
nicht voll ist" und blockieren den echten Ladebedarf.
Da in 8 Std. der max. Energiebezug 24 kW ist, mit ner härteren Staffel.
0 bis 10 kWh 0,5€.
10 bis 20, kWh 0,4 €.
>20 kWh 0, 3 €.
Der nächstniedrigere Tarif gilt immer, als "Belohnung", für den gesamten Ladevorgang.

Wo die Tarife liegen ist letztendlich Lokalen, Energetischen Gegebenheiten geschuldet.

Im kleineren Österreich ist, da durch weniger Kunden weniger Energie fliesst und mit den Netzen verkauft werden kann, der Strom schon heute günstiger als in Deutschland, was ja ebenso nicht Marktlogisch ist.
Also diskutieren wir bitte ein System und keine Tarife.
Danke

"Jedem seinen eigenen Ladepunkt".
Das würden wir nicht mal in der Firma brauchen, so wenig Energie wird geladen...
Das braucht nur ein... PHEV....
Daher muss man diese Ansicht der Hosenträger mit Gürtelfahrer, genannt PHEV schon verstehen.
Man kaufte ja einen Verbrenner um diesen dann.... So wenig als möglich zu nutzen.
Ist doch logisch, oder?!
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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env20040 hat geschrieben: Eines davon ist Netzdienlich, angesichts mehrerer Millionen Pendler.
Als Ratespiel: Was wohl?
Mit einem an den aktuellen Strompreis gekoppelte Preisanzeige ist das HPC Laden netzdienlicher!

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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MartinG hat geschrieben: Klar ist dieses Modell ziemlich vereinfacht, aber nicht unrealistisch...
Wenn ein HPC betreiber mit nur 2 ladungen a 25kwh rechnen würde, würde er an dieser Stelle keine HPC aufstellen von daher sind deine Annahmen einfach falsch.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Naja, der HPC-Betreiber kann sich ja genauso täuschen wie Du mit Deinen ganzen Weissagungen - wenn der Betreiber des Parkplatzes kein 1-h-Schild aufstellt dann bist Du mit Deinem HPC gekniffen weil an solchen "HPC-Parkplätzen" dann plötzlich einige Leute ihre Karren abstellen, mit einem Tarif ohne Zeitkomponente laden und nach mehreren Stunden erst wieder kommen.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum manche Leute hier keine Differenzierung hinbekommen: nur HPC ist genauso schlecht wie nur AC, nur ein gesunder Mix wird die eMobilität voranbringen. Dazu gehört Erfahrung die bei so manchem Ladestationsbetreiber noch nicht vorhanden ist. Eigentlich heißt es doch "der Markt wird's richten" - warum glaubt daran kaum einer der 100-%-Verfechter? Hier im Forum nervt es eigentlich nur noch wenn die gleiche Diskussion von den gleichen Leuten mit den gleichen Argumenten immer wieder abgegrast wird. Bringt doch niemanden voran.

Lenkt eure Energie doch lieber auf die Probleme die die Ladestationen bei um die Ecke haben - die gibt's fast überall: Beschilderung paßt nicht, Markierung ist verblaßt oder der CCS-Stecker zerbröselt. Sagt den zuständigen Bescheid und fragt nach ein paar Wochen mal nach: das bringt mehr als hier im Forum auf den einen oder anderen mitlesenden Konzernlenker zu hoffen, der sich in einem 82-Seiten-Thread genau die eigene Meinung raussucht und diese dann in seinem Konzern umsetzt.

Grüazi, MaXx
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Deswegen ist der Ersteller auch wohl sehr vorsichtig herangegangen mit einem Zentel der kapazität.
In der aktuellen Ausbaustufe mit 42 Ladepunkten hat das „Energy Superhub“ aber nur rund ein Zehntel seiner maximal möglichen Größe erreicht. Der Mitteilung zufolge kann der Standort auf 400 Ladepunkte ausgebaut werden – die Verteilung zwischen den Schnellladern von Fastned und Tesla sowie den AC-Ladern von Wenea wird hier aber nicht angegeben. Nur so viel: Der Netzanschluss ist auf 10 MW ausgelegt.
Pivot Power plant den Aufbau von bis zu 40 solcher Energy Superhubs in ganz Großbritannien
p.s. Mit einem Konzept wie es z.b. e-loaded hat kann man auch die Schnarchladerfaktion abholen. Dann wäre der Parkplatz voll mit ladern und im Maschinenraum werden nur noch die Gleichrichter zugebaut.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Kann man ja durch ausrechnen schätzen. Wenn man für jeden Schnellladepunkt 150 kW annimmt, und für jeden AC-Ladepunkt 7 kW, wären das 50 Schnellladepunkte und 350 AC-Ladepunkte bei 10 MW und 400 Ladepunkten insgesamt.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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env20040 hat geschrieben: Dividiert mal die Instalationskonsten durch 60 Jahre.
Wenn ich mir ansehe, wie viele Ladesäulen bereits heute ein oder zwei mal umgebaut/ersetzt wurden, ist es sicher nicht logisch mit 60 Jahren zu rechnen.
MaXx.Grr hat geschrieben: Eigentlich heißt es doch "der Markt wird's richten" - warum glaubt daran kaum einer der 100-%-Verfechter?
Der Markt macht es grade, aber die AC-Verfechter wollen es nicht wahr haben, dass der Markt immer mehr als HPC Ladeparks setzt ;).
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