Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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tommywp hat geschrieben: Kann schon sein. Ich würde aber, wenn ich AC Investor wäre, mich erst mal auf andere Orte konzentrieren. z.b. Parkhäuse wo nicht nur Autos sind die sehr lange stehen wollen.
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Bei niedriger Ladeleistung (und geringen Kosten pro Ladepunkt, das muss zusammenpassen!) ist es aber besser, wenn der da möglichst lang steht. Denn: der wird dann voraussichtlich die ganze Zeit auch laden. Ein Wechsel (A fährt weg, B kommt zum Laden) geht nicht ohne Zeitverlust, Wechselzeit = Leerlauf = kein Gewinn. Je länger einer lädt und je weniger oft gewechselt werden muss, um so höher fällt der Gewinn des Ladepunktbetreibers aus.

Alternativ natürlich wie von @env20040 und nicht zum ersten Mal geäußert: Stromabgabe ohne separate Berechnung, dafür Pauschale im entsprechend höher bepreisten Parkticket, was dann die Gesamtkosten gewinnbringend abdecken muss. Dann muss allerdings der Parkplatzbetreiber auch der Betreiber der Ladepunkte sein (oder einen entsprechenden Vertrag mit diesem abgeschlossen haben).
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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iOnier hat geschrieben: 1 Ladung pro Tag je Ladepunkt. Rechne mal dagegen, was 1 Ladung pro Tag und Ladepunkt den Betreiber kostet, wenn er einen HPC installiert (klar wird Stand heute an diesem P&R-Parkplatz, der zudem strategisch günstig an der AB liegt, der HPC höher frequentiert sein als 1x pro Tag und damit derzeit einen höheren Umsatz bringen).
Beim AC-Lader wird es genau bei dieser einen Ladung pro Tag bleiben, auch in Zukunft und 25kWh pro Ladepunkt ist da schon optimistisch gerechnet. Hingegen werden es bereits heute am HPC mehr sein und das wird noch in die Höhe gehen, mit immer mehr Fahrzeugen. Dass der Autofahrer an einer solchen Stelle lieber AC nuckeln würde ist klar, aber das wird im Vergleich teurer ausfallen. Darum stellt man da erst mal diese HPCs hin. Und auch als Pendler kann man da, während man z.B. auf den Kollegen wartet, sich ein paar kWh abholen.
Die werden umsatztechnisch viel viel stärker werden, als ein AC-Ladepunkt und genau deshalb bauen die Betreiber es auch. Weil sie genau das wissen. Dabei ist es heute wahrscheinlich sogar noch gar nicht so toll.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Da hast Du natürlich nicht Unrecht; allerdings ist das immer sehr vom Standort abhängig. Nicht an jedem HPC werden sich die Ladewilligen den Stecker gegenseitig in die Hand drücken, umgekehrt wird es Orte geben, an denen mehr als 1x 8-10 Stunden pro Tag AC geladen wird (z. B. in der Nähe größerer Industrie- und anderer Betriebe mit Mehrschichtbetrieb).

Ja, der Umsatz kann am HPC größer werden, der Invest und vermutlich auch die Wartungs-/ Instandhaltungskosten dürften aber auch happig sein. Na, die werden sich's schon hinkalkulieren.

Letztlich denke ich: beides wird sich rentieren, je nach Standort und übrigem Umfeld (u. a. auch: vorhandene elektrische Infrastruktur). Aktuell aber (und shareholder value "denkt" kurzfristig) lässt sich mit AC fast nix, mit DC vielleicht immerhin schon mal etwas verdienen. Also klar, was jetzt gebaut wird. Die Zeit für AC kommt erst noch.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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AC-Ladung, während das Auto parkt, ist aber auch das komfortabelste. Es gibt dafür dann auch eine andere Nachfrage.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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iOnier hat geschrieben: lässt sich mit AC fast nix, mit DC vielleicht immerhin schon mal etwas verdienen. Also klar, was jetzt gebaut wird. Die Zeit für AC kommt erst noch.
Und da sind wir tatsächlich vollkommen unterschiedlicher Meinung. Ich glaube die AC-Zeit neigt sich immer mehr dem Ende (damit meine ich explizit nur das öffentliche Laden). Ladeparks sind die Zukunft für alle die, die keinen privaten AC-Lader, warum auch immer, grade in Anspruch nehmen können.
DC Ladeparks sind aus Betreibersicht einfach viel rentabler und das wird noch zunehmen, denn da steckt enormes Potential drin. Der AC-Lader ist mit 1x laden am Tag, bestenfalls 2x voll am Anschlag.

Öffentliches Laden wird immer mehr zum Tanken, nicht weil irgendwelche Köpfe blockiert sind, sondern vor allem auch deshalb, weil die Technik das immer besser her gibt. Aber so mancher hier ist halt noch hängen geblieben aus den Beginnertagen der E-Mobilität, wo das vor 3-4 Jahren noch undenkbar war, weil es die Technik der Autos einfach nicht her gab.
Heute holt sich jemand auf diesem P+R Parkplatz vor oder nach der Arbeit seinen Quickie und dann reicht das wieder für ein paar Tage. Und das wird mit immer höheren Ladeleistungen immer besser.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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Köln Bonner hat geschrieben: AC-Ladung, während das Auto parkt, ist aber auch das komfortabelste. Es gibt dafür dann auch eine andere Nachfrage.
Das ist es nur, wenn ich stehen kann, so lange wie ich parken will. Dass das betreiberseitig unrentabel ist, sehen wir an allen Ecken. Heute reagiert man bereits mit Blockiergebühren und damit ist ehrlich gesagt, der Komfort schon sehr eingeschränkt.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Jupp78 hat geschrieben: Öffentliches Laden wird immer mehr zum Tanken, nicht weil irgendwelche Köpfe blockiert sind, sondern vor allem auch deshalb, weil die Technik das immer besser her gibt. Aber so mancher hier ist halt noch hängen geblieben aus den Beginnertagen der E-Mobilität, wo das vor 3-4 Jahren noch undenkbar war, weil es die Technik der Autos einfach nicht her gab.
Heute holt sich jemand auf diesem P+R Parkplatz vor oder nach der Arbeit seinen Quickie und dann reicht das wieder für ein paar Tage. Und das wird mit immer höheren Ladeleistungen immer besser.
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Ich will's nicht ausschließen, aber überzeugt bin ich nicht. Time will tell! :)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

MartinG
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Das sehe ich auch eher kritisch: Bei DC-Ladungen kann ich häufig nicht viel anderes machen, das AC-Laden geht einfach so nebenbei.

Noch ein Kommentar zum P&R-Konzept:

Persönlich würde ich keine Freude haben, wenn ich nach dem Arbeitstag nochmal bis zu einer halben Stunde fürs Laden investieren müsste, wenn das Auto bereits zuvor 8 Stunden lang hätte laden können.

Im Winter, wenn das Auto dann sehr gut durchgekühlt ist, dauert es noch länger (klar könnte ich auch in der Früh laden, aber ich mag meinen Schlaf). Wenn ich dann vielleicht noch in einer Schlange stehen muss, würde ich eine derartige Lademöglichkeit sicherlich für mich streichen.

In Zahlen: Nehmen wir an, mit dem Zug kommen 50 Parkende gleichzeitig am P&R-Parkplatz an. Pro HPC-Ladepunkt gibt es dann wohl kaum mehr als 2 Ladewillige (einer lädt, einer wartet - die anderen sind dann schon weg). Ein einziger Ladepunkt ist allerdings ohnehin eher Unsinn.

Zwei Ladevorgänge pro HPC-Lader pro Tag scheint mir für den Betreiber weniger attraktiv als ein einziger Ladevorgang an AC. Mit 10 AC-Anschlüssen wären 250 kWh pro Tag verkauft (ein Ladevorgang pro Ladepunkt), mit einem einzigen HPC-Lader nur 50 kWh (zwei Ladevorgänge). Klar, bei einem Schichtbetrieb könnte das anders aussehen, aber genau dann haben viele gleichzeitig Arbeitsende und würden sich vorm HPC-Ladepunkt anstellen müssen.

Kosten 10 AC-Anschlüsse weniger als ein HPC? Definitiv.
Sind 10 AC-Anschlüsse mit Lastmanagement netzfreundlicher als ein HPC? Definitiv.
Ist das Laden tagsüber, wenn die Sonne scheint, nachhaltiger als das Laden am Tagesrand, wenn der Strom viel wahrscheinlicher aus Kohle, Atom oder Gas kommt? Definitiv!

Klar ist dieses Modell ziemlich vereinfacht, aber nicht unrealistisch...

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Jupp78 hat geschrieben:
Köln Bonner hat geschrieben: AC-Ladung, während das Auto parkt, ist aber auch das komfortabelste. Es gibt dafür dann auch eine andere Nachfrage.
Das ist es nur, wenn ich stehen kann, so lange wie ich parken will. Dass das betreiberseitig unrentabel ist, sehen wir an allen Ecken. Heute reagiert man bereits mit Blockiergebühren und damit ist ehrlich gesagt, der Komfort schon sehr eingeschränkt.
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Ah, Moment. Aus Sicht eines Parkplatzbetreibers ist natürlich eine lange Parkzeit rentabler als eine kurze. Und gerade dann ist eine lange Ladezeit nicht unbedingt ungünstig, wenn der Invest für die paar kWh auch entsprechend gering war.

Die Hardware für AC-Ladepunkte muss (und kann) billig gestaltet werden, die Komponenten kosten kaum was, "cheap as dust" würde der Engländer sagen, auch wenn das vielleicht etwas übertrieben ist. Da wo ausreichend Strom verfügbar ist und damit die Erdarbeiten sich im Rahmen halten könnte das AC-Laden neben den Parkgebühren einen Zusatzprofit erwirtschaften. Kleinvieh halt, wo es nur die Masse macht.

Dass man heute mit Blockiergebühren "reagiert" ist doch nur der zu geringen Zahl an Ladepunkten geschuldet. Wir drehen uns im Kreis.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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iOnier hat geschrieben: Ich will's nicht ausschließen, aber überzeugt bin ich nicht. Time will tell! :)
Da sind wir uns einig, es sind nur Meinungen und kein Wissen ;).

Die Köpfe stecken hier fest, im Konzept des eigenen Ladepunkts. Natürlich ist das mit Abstand das Komfortabelste. Nur mit öffentlichen Parkraum wird das Konzept dessen, dass jeder einfach stehen kann und laden kann, wirtschaftlich nicht darstellbar sein. Das mit den Bürgermeistersäulen ging am Ende nur mit dicken Subventionen und in Norwegen ist das auch so.

Ich persönlich glaube, dass wir mittelfristig auch eine Preisparität irgendwann bekommen.
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