Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tm7
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@AxelG Entscheidungen fallen nicht aufgrund einer umfassenden Logik, sondern aufgrund von Vorlieben, Abneigungen, Annahmen und Gedanken darüber, wie sich etwas entwickeln könnte.

Der CCS-Stecker ist nicht aufgrund technischer Notwendigkeiten so groß, siehe z.B. Tesla, bei dem es wesentlich kompakter zugeht.

(Auch schön zu sehen im Computerbereich: erst werden große Stecker auf den Markt gebracht, später platzsparende Versionen, die dann oftmals auch noch leistungsfähiger sind, z.B. HDMI -> HDMI mini oder USB -> USB-C und tausend andere Beispiele.)

AC-Laden, für das man ein eigenes Ladekabel aus dem Kofferraum holt - es ist offensichtlich, dass man bei der "Erfindung" dieser Konstruktion das Laden nicht als gleichwertig mit dem Tanken an der Tankstelle gesehen hatte.

AC und DC - unklar, ob es sinnvoller gewesen wäre, gleich auf AC zu verzichten. DC Ladestationen waren schon immer unverschämt teuer - das hätte das Laden zu Hause vermutlich für lange Zeit unpraktizierbar gemacht.

Zudem wurden E-Autos - zumindest jenseits von Elon Musk - als Sparvariante des Autofahrens angesehen, z.B. für den Kurzstreckenverkehr zum Einkaufen etc. (Smart, Zoe). Dort reichen geringe AC-Ladeleistungen völlig aus - mehr war einfach nicht nötig und für den Besitzer am kostengünstigsten.
28er Ioniq Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

MartinG
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@AxelG So einfach ist die Historie leider nicht gewesen. CCS wurde erst 2014 gegen Chademo von der EU-Kommission standardisiert.

Und natürlich konnte man im Vorhinein nicht wissen, wie sich BenutzerInnen und Hersteller verhalten werden. Da gab es 43 kW AC in der Zoe, mittlerweile nur noch 22 kW AC, aber dafür auch CCS mit etwa 50 kW. Da ist der Unterschied überschaubar.

Aber bei CCS sind die Ladeleistungen in Richtung 300 kW gelaufen, da kann AC nicht mithalten. Aber es belastet den Akku und erfordert teure Ladesäulen. Zu Hause laden zu können ist komfortabel und entlastet die öffentliche Ladeinfrastruktur und das Stromnetz. Nebenbei spart man die Kilometer zur Ladesäule und zurück. Diese Möglichkeit zur verbauen wäre ziemlich schief gegangen...

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

gekfsns
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Nur DC im Auto würde bedeuten, dass daheim laden für viele nicht mehr möglich wäre, auch das Laden an Schuko am Ferienhaus wär dann auch nicht mehr möglich - man braucht ja nur schauen, was die günstigste DC Wallbox momentan kostet. Meiner Meinung sollte es noch eine Weile beide Systeme geben, AC bis 11kW und darüber dann DC - zumindest bis die DC Technik soweit integriert ist, dass sie sie so klein ist wie ein Juice Booster und diese kostengünstig zu kaufen gibt.
Für die Stadt sehe ich auch noch den Bedarf für AC und DC Ladesäulen.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Dragoran
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tommywp hat geschrieben: Das ist doch in der Stadt noch schlimmer an AC Ladesäule mit 2h Parklimit.

Preislich werden AC und DC Preise bald die selben sein wie z.b bei bonnet. Die EnBW hat auch schon sowas angedeutet.

Vor allem sehe ich keinen der Lust hat AC Ladesäulen aufzustellen.
Richtig, keiner hat Lust die Säulen aufzubauen, daher sollte die staatliche Förderung intensiviert werden.
In der Stadt habe ich bisher noch immer Punkte ohne 2 h Limit gefunden. Und selbst wenn man nur 2 h parken darf, wäre das länger als die maximale Standzeit von 1 h bei DC Stationen. Der springende Punkt ist doch, dass innerstädtisch viele keine Lust haben extra eine Ladesäule anzufahren oder gar im Auto sitzen zu bleiben. Wenn Elektromobilität flächendeckend erfolgreich sein soll, müssen die Ladestationen dort sein wo die Autos eh den ganzen Tag (bis auf die paar Stunden Betriebszeit) rumstehen.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Warum soll man AC subventionieren wenn DC Stationen von alleine gebaut werden?

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

UliK-51
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tommywp hat geschrieben: Vor allem sehe ich keinen der Lust hat AC Ladesäulen aufzustellen.
Aus Verbrennersicht: Ob wohl bspw. Aral Lust hätte, Benzin- und Dieselfässer mit Handpumpen auf die Bürgersteige zu stellen?

Auch, wenn ich in der Innenstadt noch in Ruhe Essen gehen oder gar ins Bordell gehen möchte, nehme ich mir die Zeit und das Geld, am HPC 15 min nachzuladen, und dann anderswo zu parken, z.B. näher am Restaurant oder ....so.
Ioniq28
Der Mensch. Die Krone der Schöpfung, des Denkens nicht fähig, zum handeln geboren.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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tommywp hat geschrieben: Warum soll man AC subventionieren wenn DC Stationen von alleine gebaut werden?
.
Man subventioniert doch eh beides. Die Frage ist IMO eher, auf welche Subventionierung man Priorität legt, welche Vorgaben man macht etc.
Gruß
Werner
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Es gibt ein Ranking nach Kontingentregionen und Wirtschaftlichkeit bei den Förderungen.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Also ich möchte am liebsten weiterhin mit dem eAuto während der Arbeit einmal die Woche an der AC-Ladestation stehen und wenn ich mein Mittagessen hole ist er in München nach den erlaubten 4 Stunden so gut wie voll. Das reicht dann wieder für eine Woche. Ohne jeden Streß und ohne daß ich extra irgendwohin fahren müßte. Noch besser wäre es, wenn ich bis zum Arbeitsende stehen bleiben könnte, aber dazu müßte es deutlich mehr geben.

Bei einer ausreichenden Dichte an eAutos wird es allerdings auch an den "guten" Supermärkten mit 16 Schnellladern die Anzahl irgendwann nicht mehr ausreichen, um dort ohne anzustehen einen Ladeplatz zu ergattern. Schaut doch einfach mal wann die Leute zum Einkaufen fahren: Freitag nachmittag um 16 Uhr oder Samstag. Unter der Woche ggf. nach 18 Uhr ist es eigentlich an den größeren Supermärkten auch immer voll. Bei unserem V-Markt stehen die Leute eine Halbe Stunde an um 3 ct weniger für den Liter Sprit zu zahlen.

Also wenn es auch manche hier anders empfinden - das eAuto läßt sich mit ausreichend AC-Ladern an den Ecken, an denen sich die Leute auch aufhalten, besser aufladen. Die Supermarktlader gehören dazu und ergänzen das Ladeangebot - genauso wie ggf. einphasige AC-Lader an P&R-Parkplätzen. Aber die Behauptung daß in Zukunft keine Typ-2-Lader mehr aufgebaut werden ist kompletter Quatsch.

Für die, die sich über die Stecker unterhalten haben: der Typ-2-Stecker ist übrigens auch für DC-Ladung vorgesehen, war aber den deutschen Herstellern nicht gut genug. Anfangs für 70 kW Leistung spezifiziert, später mit 120 kW genutzt würde der für die ganzen Vorstadthüpfer sicherlich mehr als ausreichen.

Grüazi, MaXx
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Bei peek Zeiten den Strompreis erhöhen und zu schwachauslastungszeiten günstiger machen ...

Wird eine Lenkwirkung haben.
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