Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

excited_machine
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"Das ist doch in der Stadt noch schlimmer an AC Ladesäule mit 2h Parklimit." - wobei sich jeder nicht 20kW-Vermögende sich am Hinterkopf juckt - in 2 Stunden mit 10kW/h ?
Und danach kommt ein Knöllchen-Obermeier und ruft per Ordnungsamt resp. Discounter-ParkplatzVerwalter den Abschlepper...
Wie soll denn bei solchen Auflagen ein nächtliches Laden gehen ?
Allerdings führt ständiges HPC laden und dann noch bis auf 100%SoC, bei vielen Akku-Chemien zur bleibenden Akku-"Erkrankung".
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

hoflicht
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Kleine Akkus kriegt man mit 11kw in 2 Std so gut wie voll. Wer sich ein Auto mit großem Akku kauft hat normalerweise ja auch DC Laden womit das Auto dann ähnlich schnell geladen werden kann.
Finde ich gut mit den 2 Std. Ist die Wahrscheinlichkeit größer dass mehr Leute ihr Auto laden können auch wenn sich wahrscheinlich keiner an die 2 Std halten wird

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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AC und DC der gleiche Preis.
Ok
Bei einem davon sind die Investitionskosten 150-250.000 €/ Ladepunkt. Beim anderen? So ab 5.000.
Da die EnBW auch ankündigte AC Lader abzubauen, wie es hier zu lesen war, stimmt, dann ist deren Preis gleich.
Wenn man etwas nicht hat, kann man einen beliebigen Preis aufrufen.

Das kommt mir vor wie die Argumentation dass BEV nicht funktioniert.
2 Stunden in der Stadt bei 11 Kw laden.
Damit kommt man locker an den Stadtrand zum HPC.
Weil, der HPC in der Stadt müsste sofort geräumt werden.
Man findet allerdings bei der geringen Fahrzeugdichte bereits heute mannigfaltigen "Stehenlassen, obwohl das Auto voll ist".
Insbesonders in Stadtrandlagen, wie auch auf gewissen Autobahnpunkten, wie auch einer gewissen Fahrzeugtype.
Was meint man dann wenn 2 HPC in der Stadt verstellt sind und man 5 Kilometer laden muss?

Irgendwie geht es nicht in die Köpfe, dass der Verbrauch in der Stadt geringer ist, als woanders und man Städtisch das Lademanagement nicht betreiben kann da ein Termin auch mal 30 Minuten länger dauern kann.
In dieser Zeit wären allerdings 2 weitere Lademonster schon voll gewesen..

Es wird noch dauern bis manche Köpfe den "zur Tankstelle Fahrmodus" los werden scheint es.
Auch, dass man nicht immer "Volltanken" muß...
Man nimmt mit was geht und lädt am HPC nach was muss.
Den Rest macht man über AC.
Entspannt Nachts, oder, tagsüber, am HPC "auf Strecke".
Nur dass die Strecke nicht in der Stadt ne Ladung vorsieht.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Am Bedarf vorbei geplant ist nur dann, wenn Ladeleistung und übliche Verweildauer nicht zusammenpassen. Ein HPC beim Kino, oder Ikea
oder gar Tiergarten passt nicht, AC beim Schnellrestaurant oder Discounter für die meisten ebenso (Ausnahme sind Fahrzeuge wie der Twingo, die 22kW laden und einen kleinen Akku haben)
Denn egal ob das nun 22kW Säulen sein mögen - De facto wird AC zukünftig 11kW Ladung bedeuten.
Meiner Meinung nach fehlt noch eine "mittlere Ladeleistung" also so 25-30kW für Orte mit Verweildauer zwischen 1-2h für größere Einkaufszentren (ggf 50-75kW Säulen mit Loadsharing zwischen zwei Punkten). 22kW AC Ladegeräte für alle Fahrzeuge halte ich nicht für zielführend.

In Wohngebieten ist alles Murks, was man nicht über Nacht belegen darf. Diese Punkte müssen aber günstig sein. Eine Standard 22kW Säule ist da nicht sinnvoll. Ggf eine geschickt plazierte Säule mit 4-6 Anschlüssen. Teure Abrechnungen killen das natürlich auch.

Ich warte eigentlich nie im Auto auf die Ladung. Wenn man städtische HPCs aufbaut, sollte dies selbstverständlich dort passieren wo man sinnvoll eine halbe Stunde verbringen kann. Und dies sehe ich wie gesagt hauptsächlich beim Einkaufen und bei Schnellrestaurants gegeben. Das ist eigentlich die Hauptaufgabe bei der Planung so eines Ladeorts. Einzelsäulen ignoriere ich übrigens komplett (wenn möglich).
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
08/2019 Outlander PHEV PLUS: für Restmobilität, sowie Zweitwagen für Kurzstrecken, Anhängerfahrten, oder wenn Allrad vorteilhaft ist

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Super-E hat geschrieben:Am Bedarf vorbei geplant ist nur dann, wenn Ladeleistung und übliche Verweildauer nicht zusammenpassen.
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Exakt das ist der springende Punkt.
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Meiner Meinung nach fehlt noch eine "mittlere Ladeleistung" also so 25-30kW für Orte mit Verweildauer zwischen 1-2h für größere Einkaufszentren (ggf 50-75kW Säulen mit Loadsharing zwischen zwei Punkten).
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Diesen Bedarf können klassische Triple-Lader an sich abdecken. Zumindest ein Lastmanagement für gleichzeitiges AC- und DC-Laden sollte da auch noch ohne viel Aufwand zu implementieren sein. 2x DC können die meisten wohl nicht, da dies ein 2. DC-Modul erfordert.
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22kW AC Ladegeräte für alle Fahrzeuge halte ich nicht für zielführend.
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Meinst Du jetzt Fahrzeug oder Infrastruktur? Ersteres wäre schon schön, wird aber kaum auf breiter Front kommen. Wer aber ein Fahrzeug hat wie eine ZOE, wird das für die Infrastruktur dringend fordern. Aber auch für eine ZOE sind "über Nacht" 3,7-11 kW mehr als genug und die gewünschten 22-43 kW wären an genannten Triples ja verfügbar.
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In Wohngebieten ist alles Murks, was man nicht über Nacht belegen darf.
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Jupp, passend zu Deinem Punkt ganz oben; auch die zulässige Parkdauer muss natürlich zur Ladeleistung passen! "2 Stunden mit Parkscheibe" und eine einsame Ladesäule in einem Wohngebiet ist natürlich vollkommener Blödsinn.

Leider derzeit durchaus nicht ungewöhnlich, und das erklärt natürlich auch die Abneigung von u.a. @tommywp gegen AC.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Ich finde es unnötig, die Ladeleistung an eine angenommene Verweildauer anzupassen. Heute macht es aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn mehr, etwas anderes als HPCs aufzubauen, egal wo und egal wie lange dort geparkt werden darf. AC ist nur noch für zu Hause oder bei der Arbeit sinnvoll, aber nicht mehr im öffentlichen Raum, Die Gestehungskosten für HPCs sind zwar ungleich höher, aber die mögliche höhere Auslastung macht das bei weitem wieder wett. Und ob jetzt jemand 3 Stunden am HPC steht oder an einer AC-Säule ist nicht so entscheidend, wenn es genug Ladepunkte mit Lastmanagement gibt.
AC im öffentlichen Raum ist mittlerweile wirtschaftlicher Unsinn und sollte nur noch für Bestandsfahrzeuge angeboten werden, die keinen DC-Anschluss haben. Das haben Unternehmen wie EnBW, Fastned und Tesla erkannt. Sie alle bauen mittlerweile innerstädtische DC-Ladeparks auf, und dann haben auch die Leute etwas davon, die keine andere Lademöglichkeit haben. Um die alle mit AC zu versorgen, müsste es abertausende AC-Ladepunkte in den Städten geben, aber wer soll das bezahlen, wenn da jede Nacht nur ein paar wenige kWh genuckelt werden?

Das „Tankstellendenken“ ist für viele Wohnsituationen eben doch nicht so ganz schlecht…

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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@iOnier wenn du mir eine Abneigung gegen AC unterstellst darf ich dir dann auch eine Abneigung gegen DC einfach mal so unterstellen?

Ich sehe nur das HPC Ladestationen von Unternehmen aufgestellt werden und AC nur von Stadtwerken aufgestellt werden vom Bürgermeister beauftragt.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

excited_machine
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Die Vorschlagswolke ist groß - was / wer verzögert eine Steigerung der HPC-Dichte -> die Grundversorger.
Die Heranführung von notwendiger Mittelspannung kostet immens*)**) und wirkt dich auf den Wunschstandort natürlich aus.
*) häufig müssen viele Straßen aufgebuddelt werden - AC braucht das selten, die Leistung schüttelt man aus dem Ärmel.
**) der Grundversorger macht natürlich auf Basis von Einnahmestatistiken für seine Rentabilitätsrechnung auf

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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tommywp hat geschrieben: @iOnier wenn du mir eine Abneigung gegen AC unterstellst darf ich dir dann auch eine Abneigung gegen DC einfach mal so unterstellen?
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Keineswegs. Dass Du nicht AC laden magst hast Du oft und deutlich genug kommuniziert, falls ich Dich missverstanden haben sollte, nehme ich das gern zurück :)

Ich lade durchaus gern dann und da an HPC, wenn und wo das Sinn macht, es ist aber nicht meine im Grundsatz bevorzugte Ladeart, im Gegenteil.
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Ich sehe nur das HPC Ladestationen von Unternehmen aufgestellt werden und AC nur von Stadtwerken aufgestellt werden vom Bürgermeister beauftragt.
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Das wird strukturelle Gründe haben. Lokale Stadtwerke wissen, wo sie lokal was hinpflanzen können, überregionale Anbieter eher nicht so. Die wiederum haben Vorteile, wo sie an eigene Netzanschlüsse kommen. Nur kurz ins Unreine geschrieben, habe gerade keine Zeit, muss los, bisschen Strom verfahren :)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

AxelG
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Warum hat man sich eigentlich nicht "ganz am Anfang" darauf geeinigt, wie man E-Autos laden will? Wozu dieses nebeneinander von AC und DC? Es ist ja nicht so, daß es zuerst Typ 2 gab, das im nachhinein um DC zum CCS-Anschluß erweitert wurde. Die ersten Autos ausschließlich mit Typ2-Anschluß (Smart, Zoe) kamen ja 2012 praktisch gleichzeitig wie die mit CCS (i3, e-Up!) auf den Markt. Man hätte sich damals einfach auf reines DC-Laden festlegen sollen, da ja schon abzusehen war, daß die künftig benötigten Ladeleistungen mit AC nicht erreicht werden können. Der DC-Anschluß hätte dann wesentlich kompakter als der heutige CCS-Anschluß, der ja den Platz für die drei Kontakte für's AC-Laden bereithalten muß, gestaltet werden können. Wallboxen oder auch Schuko-Adapter wären dann zwar teurer, aber dafür spart man sich ja das Bordladegerät im Auto.
Smart ED, EZ 07/14 mit 22 kW-Bordlader, z. Zt. 190.000 km

kW ist die Einheit der Leistung, kWh die der Energiemenge - bitte die richtige verwenden.
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