Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

Misterdublex
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Wir nutzen beides AC und DC innerstädtisch. Wobei der Anteil von DC bei 5% liegt. Der Rest AC. Wenn DC, dann meistens nur 25 bis 30% zum Nachladen, wenn es eh auf dem Weg liegt und zwingend erforderlich ist. Der Rest dann wieder AC.

Der Preis könnte uns dabei egal sein, denn in den Flatrates ist DC halt ohne Mehrkosten mit drin.

Es macht halt einfach keinen Sinn extra mit dem Auto zum DC-Lader zu fahren und dann ggf. sogar mehr als 10-15 min darum zu stehen.

Da parke ich lieber einfach 200 m um die Ecke an AC und laufe dann 2x 5 min. Zum DC extra 1.000 m hinzufahren ist einfach unnötige Belastung des Verkehrsraumes und zusätzlich noch Zeit die unnötig drauf geht, zusätzlich zum Sitzen im Auto.
Zuletzt geändert von Misterdublex am Mi 22. Dez 2021, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

Helfried
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Misterdublex hat geschrieben: Zum DC extra 1.000 m hinzufahren ist einfach unnötige Belastung des Verkehrsraumes
Kein Witz! Wenn man sich mal ansieht oder ausrechnet, welchen Verkehr etwa ein mittlerer Supercharger anrichtet, so möchte man sowas wohl nicht in der Stadt.

Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

Misterdublex
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Deswegen schreibe ich das ja. Genau wie der Parkraum-Such-Verkehr in Städten. Der macht teils 1/3 des Gesamtverkehrs aus.

Wir sollten froh sein, dass wir mit dem E-Auto das dämliche Prinzip Tankstelle durchbrechen können.
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Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

tommywp
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Genau diese AC Ladesäulen suche fahren fällt ja dann weg.

Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

Misterdublex
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Die sind doch wie Sand am Meer vorhanden, da muss ich keine Such-Fahrten machen.
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Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

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Ich habe mich mal vom technischen und baulichen her schlau gemacht. Kenne jemanden vom örtlichen Energieversorger persönlich, der sich um den Netzausbau kümmert. Hier in unserer Stadt wäre ein einfacher (Aus-)Bau von AC Säulen gar nicht flächendeckend möglich. Die bereits vorhandenen Leitungen reichen nicht aus, um so viele AC Säulen wie benötigt aufzustellen. Selbst keine 11kW Lader. Hier müssten dann sämtliche Straßenzüge mit neuen Zuleitungen verlegt werden, jeder der mit Bau etwas zu tun hat weiß dass Tiefbau das teuerste an einer solchen Aktion ist. (nicht die Säulen selbst)

Jeder große Betreiber (wie EnBW) denkt Langfristig und nicht mehr im hier und jetzt oder Mittelfristig. Es geht also nicht um ein paar vereinzelte AC-Säulen in jede Straße zu bekommen, um die momentane Situation zu decken oder eben für die nächsten Jahre. Sondern diese Betreiber denken an die Zeit wenn 60-80% der PKWs elektrisch fahren. Hier müssten also 4 von 5 öffentlichen Parkplätzen mit einem AC Lader ausgestattet sein um den Bedarf zu decken. Denn keiner wird freiwillig bereit sein 10 Minuten im Kreis zu fahren um eine freie AC Säule zu finden, statt vor der Türe zu parken.

Die Tiefbauarbeiten sind also günstiger wenn man statt auf AC auf DC Säulen setzt, denn hier müssen nicht komplette Straßenzüge für die Zuleitungen aufgerissen werden sondern nur ein paar wenige zu den HPC Säulen. Die DC Ladepunkte werden dort platziert wo sowieso jeder min. 1-2x die Woche hin geht (Einkaufsmarkt, Rathaus, Friseur,....) und das Auto lädt während man was sinnvolles/notwendiges erledigt.

Hier ein Beispiel (aktueller Stand der Technik)
Wir gehen davon aus dass ein BEV im Schnitt 20 Minuten lang an DC lädt (die Ladedauer wird in Zukunft sicher noch kürzer sein)
Nicht jeder Akku ist ganz leer und nicht jeder lädt sein BEV auf 90%, also aus meinen Erfahrungen (Lade nur öffentlich) ist das ein guter Zeitwert.
Die meisten laden nur solange wie der Aufenthalt (z.B. Einkauf) dauert.
Also könnten bei gut gerechneten 30 Minuten im 24/7 Betrieb rechnerisch 48 BEVs pro Ladepunkt geladen werden.
Das macht beim aktuellen Ausbau von 4 Ladepunkten pro Standort bereits 192 BEVs pro Tag.
Ziehen wir jetzt die Nacht ab sind es 96 Fahrzeuge die pro Tag an einem Standort laden können.
An Supermärten ist es relativ einfach erweiterbar/skalierbar da "normale" Parkplätze jederzeit gegen Ladeparkplätze erweitert werden können.
Gerade in größeren Städten sieht man bereits 8-16 Ladepunkte an Kaufhäusern.

Bei AC Ladern hat sich eben gezeigt dass die wenigsten Leute nach der Ladung umparken, die meisten stellen ihr Auto ab (Feierabend) und holen es erst wieder wenn man los muss. Gerade Leute wie mich, die nur öffentlich Laden können, ist das die größte Skepsis um auf ein BEV umzusteigen. Für einige ist das ein Stück Freiheit bzw. Bequemlichkeit. Hier Leuten aus der "Not" mit Blockiergebühren zu drohen findet sicherlich kaum Zuspruch (Weder bei denen
die sich überlegen ein BEV zu kaufen, noch bei jenen die schon eins haben). Einzige Lösung wie schon oben erwähnt mehr als genug AC Säulen zur Verfügung zu stellen. Wenn wir bei den Beispieldaten von DC bleiben bräuchten wir für 96 BEVs die 4 HPC Ladepunkte leisten können meiner Meinung mindestens 35-40 AC Ladesäulen. Denn die Ladezeit beträgt nicht selten 8-14 Stunden an AC.

Wenn man diese Zahlen jetzt auf die nächsten 20 Jahre hoch skaliert, wird man schnell merken AC ist nicht die Zukunft!
Zumindest nicht auf die breite Masse gesehen. Klar wird es Städte geben die bereits ein gutes Stromnetz haben und nicht viel Tiefbauarbeiten benötigen, da ist auch AC eine Lösung, aber das werden kleine Insellösungen bleiben.

Gerade was die Wartungskosten angeht sind AC-Säulen uninteressant. Bei DC gibt es wenige Säulen die an einem Platz stehen, bei AC sind es dann Hunderte Säulen die früher oder später eine Reparatur benötigen oder das Eichamt irgendwann pro Säule eine Abnahme macht.

Der Trend geht klar in eine Richtung und die heißt DC/HPC und daran wird sich so schnell nichts ändern siehe z.B. EnBW und Deutschlandnetz

Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

tommywp
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Hier müssten also 4 von 5 öffentlichen Parkplätzen mit einem AC Lader ausgestattet sein um den Bedarf zu decken.
Das kommt mir ein wenig viel vor. Wenn man davon ausgeht das einmal nachladen pro Auto pro Woche reicht sollten sich schon 10 Autos einen AC Ladeplatz teilen können.

Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

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Außerdem wird dabei nicht berücksichtigt, dass diejenigen, die auf Arbeit oder zu Hause laden können, in ihrem Ort gar nicht öffentlich laden müssen. Die Anzahl der öffentlichen AC Ladepunkte im Verhältnis zu den vorhandenen Stellplätzen muss also nicht das gleiche Verhältnis betragen wie Elektroautos zum PKW Bestand, sondern kann deutlich geringer ausfallen.
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Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

tommywp
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mampfiee hat geschrieben: Bei AC Ladern hat sich eben gezeigt dass die wenigsten Leute nach der Ladung umparken, die meisten stellen ihr Auto ab (Feierabend) und holen es erst wieder wenn man los muss.
Ja deswegen ziehen ja auch viele betreiber eine Höchstparkdauer ein. Bei den AC spärlichen AC Ladesäulen bei uns in der gegend sind es 4h maximale Parkzeit. Was mir so für 4-5 Tage im schnitt reicht.

Re: Trend innerstädtische HPC Ladestationen

Optimus
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mampfiee hat geschrieben: Hier müssten also 4 von 5 öffentlichen Parkplätzen mit einem AC Lader ausgestattet sein um den Bedarf zu decken.
Das erscheint mir selbst für den 100%-BEV-Fall etwas viel. 15-20% der Parkplätze würde reichen. Je größer der P-Platz desto kleiner die Prozente. Für dein Beispiel: 1-2 von 5 oder 2 von 10 Plätzen. 8 von 40 usw.

Und zum Thema teurer Tiefbau. Würde man alle P-Plätze auf denen sich bereits ein Trafo befindet, mit LS ausstatten, würde das auch nicht soviel kosten. Fast jeder Supermarkt- oder EKZ-Parkplatz hat sowas. Da kann man schon mal recht kostengünstig AC aufstellen. Da kann auch mal ein DC-LP (>=25 kW) dabei sein. Ladeweile gibt es auch keine. :D
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