Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

StVO
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fly hat geschrieben: Im Anhang nun eine neue Säule der Stadt mit neuer Beschilderung. 3h tagsüber, nachts unbegrenzt, aber IMMER ladend…
Na immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss der Ladevorgang nur noch rechtssicher definiert werden, idealerweise mit einer Aufnahme in die StVO, wo dann auch eventuelle Karenzzeiten und Regelungen bei Ladeabbruch usw. berücksichtigt sind.
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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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In Wien ist das schon gelöst, zumindest so Rechtssicher dass es noch keiner geschafft hat einen Einspruch bei einer Strafe nach Ladeabbruch durch zu bekommen. Die Ladesäule zeigt eindeutig an, wenn seit 15min kein Strom mehr fließt und der Parksheriff kann aktiv werden. Sollte die Säule einen Fehler erkennen, dann wird das auch berücksichtigt. Wenn aber das Fahrzeug abbricht ohne Rückmeldung an die Säule, dann wird das von dieser auch nicht erkannt. Aber auch der Nachweis, das Dein Auto abgebrochen hat und nicht du dem Auto gesagt hast ab zu brechen ist noch keinem gelungen.
Sehr beliebt sind nun kleine Fehlerstromtaster im Ladekabel....
Man sieht hier, die vielen Betrugsversuche sind viel häufiger als die realen Problem am Fahrzeug. Und all die windigen Ausreden wurden halt immer in den Wind geschlagen. Außerdem wird dir angeboten mit der Wien Energie app eine Nachricht bei Ladeende zu bekommen, was mir im Kino halt wenig bringt...
Wie willst du denn unterscheiden ob das Fahrzeug die Ladung beendet oder du dem Fahrzeug gesagt hast die Ladung zu beenden?
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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

StVO
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Das ist halt ein grundsätzliches Problem des Konzepts "Ladesäule im öffentlichen Verkehrsraum". Ich denke Hamburg wird damit auch seine Erfahrungen sammeln. Ich findes es allerdings besser, den Ladevorgang vorzuschreiben, als bloßes Parken ohne Nutzung der Ladeinfrastrukur - so wie es bisher der Fall ist.

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

Helfried
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AbRiNgOi hat geschrieben: In Wien
Die Ladesäule zeigt eindeutig an, wenn seit 15min kein Strom mehr fließt und der Parksheriff kann aktiv werden.
Naja, so eindeutig ist das leider auch nicht. Mir ist aufgefallen, dass es Leute gibt, die drücken alle 15 Minuten auf Pause und dann wieder auf Weiter und die Ladesäulen-LED für den Parksheriff leuchtet (nicht blinkt) dabei immer "korrekt" blau, obwohl gar kein Strom fließt. Einige BMW-Fahrer haben sowieso nochmals ihre eigenen Tricks.

Neulich ist ein Tesla so lange (wochenlang!) schnarchladend an der Ladesäule gestanden (natürlich nicht ununterbrochen), dass ihm dabei das "Pickerl" (TÜV) abgelaufen ist! Er musste dann wegen des TÜV Strafe zahlen, nicht wegen der Ladesäulen-Blockade. Da musste ich schmunzeln.

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

Fotowolf
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AbRiNgOi hat geschrieben: ... Aber auch der Nachweis, das Dein Auto abgebrochen hat und nicht du dem Auto gesagt hast ab zu brechen ist noch keinem gelungen.
... Wie willst du denn unterscheiden ob das Fahrzeug die Ladung beendet oder du dem Fahrzeug gesagt hast die Ladung zu beenden?
Renault schickt mir unterschiedliche SMS:

Wenn der Ladevorgang reglär endent (100% erreicht ist oder ich per Taste auf der FB bzw. im Auto beende):
"Die Batterieaufladung Ihres Fahrzeugs endete am <Datum> <Zeit>. Batterie-Ladestatus xx%."

Bricht der Ladevorgang ab, weil entweder die Ladesäule ein Problem hat oder ZOE an dieser Säule zu zicken anfängt und abbricht:
"Durch einen Fehler im Fahrzeug oder an der Ladestation wurde der Ladevorgang unerwartet beendet."

Ich kenne die Details der Wiener Regelung zu wenig, aber falls es tatsächlich ein Kriterium für diese satte Parkstrafe ist, ob der Abbruch unerwartet durch einen Fehler entstand, würde ich schon versuchen, mit dieser SMS zu argumentieren.
Es geht in Wien ja nicht bloß um ein paar Euro für eine Art Blockiergebühr für's längere Laden, sondern man wird mit Parken im Halteverbot bestraft. Aber wie gesagt, bisher keine Erfahrung damit gemacht.
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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

Helfried
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Fotowolf hat geschrieben: sondern man wird mit Parken im Halteverbot bestraft
Das ist der (vernünftige) Normalfall. Neulich aber habe ich eine Parkhostess gesehen, die hat einem schweinchenfarbenen Fiat allen Ernstes gleich zwei Strafzettel ins Fenster gesteckt:
Einen fürs Halteverbot und einen, weil das Schweinchen die Kurzparkzone nicht bezahlt hat. Sozusagen, wenn du schon nicht lädst, musst du ersatzweise für die globale Kurzparkzone zahlen, obwohl du eigentlich im Halteverbot stehst.

Das empfand ich dann nicht so logisch, wenn auch gewissermaßen gerecht.

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

AntiGravEinheit
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AbRiNgOi hat geschrieben: In Wien ist das schon gelöst, zumindest so Rechtssicher dass es noch keiner geschafft hat einen Einspruch bei einer Strafe nach Ladeabbruch durch zu bekommen. Die Ladesäule ...
Heißt für mich:
Fahre ich nach Wien, nehme ich den PHEV. Dann kann mir Strom egal sein.

Wenn das in Deutschland flächendeckend Schule macht, lade ich sicherlich nicht an solchen Ladesäulen. Wenn nicht 100% sicher ist, daß die Fahrt ohne großartiges Verbiegen mit dem BEV geht, nehme ich den PHEV.

Früher hieß es: Das Auto lädt, während es steht.
Heute: Du mußt laden? Dein Pech. Und selber schuld, wenn du nicht rechtzeitig an der Ladesäule bist.

Ernsthaft:
Wie wollt ihr mit solchen Regelungen wankelmütige Menschen von der E-Mobilität überzeugen?
Für mich ist sowas ein klares Gegenargument. Den Verbrenner hegen und pflegen und die "spinnerten E-Mobilisten" auslachen, die sich einem solchen Masochismus unterwerfen.
(
Vor allem, wo aktuell noch dazu kommt, daß E-Fahren derzeit teurer ist als mit Spritfahren ... zumindest wenn man keine eigene PV hat, die dafür genug abwirft und man den Strom komplett bezahlen muß.
Den langjährigen Durchschnittsverbrauch zu Grunde gelegt: 100km an öffentlicher Säule geladen bzw. zugekauft kosten mich mit dem PHEV etwas über 10 Euro. Die gleichen 100km mit Sprit gefahren kosten mich mit dem PHEV unter 10 Euro - bei € 1,80 pro Liter Sprit, ist im Moment hier deutlich drunter.
)

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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Es gibt ganz viele Ladestationen in den Parkhäusern, da gibt es die bekannten Regelungen der Anbieter und natürlich die Parkhaus Gebühr. Dieses Parken Verboten auf den Gassen in Wien gilt überall und für alle. Da sind die Fahrzeuge mit Stecker keine Ausnahme. Und nur an den Gassen gibt es die sogenannten City Ladestationen wo wie für alle anderen auch Parken eben nicht erlaubt ist. Wer in Wien sein Fahrzeug in der Gasse abstellen will kann nur 180min Kurzparken zahlen, das ist aber für Fahrzeuge mit Stecker während der Ladung nicht relevant.
Würdest du umparken, bleiben dir nur 180min, genauso wie jedem anderen und du musst dort verschwinden. So gesehen ist es mit deinem PHEV keinen Deut besser. Wien will keine Fahrzeuge auf der Straße, nicht Wiener schon gar nicht.
Du musst die City Ladesäulen eher für die Einwohner sehen, weil in der Nacht gilt die Regelung nicht und der Strom ist in der Nacht extrem billig. Und der Nicht Wiener muss in die Parkgaragen der Stadt. Das ist das Konzept für alle, auch für deinen PHEV, so gesehen ist es eine Gleichstellung und keine Diskriminierung.
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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

AntiGravEinheit
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Natürlich bin ich mit dem PHEV besser dran.
Ich parke im Parkhaus und brauche keinen überteuerten Strom zu kaufen und habe auch keinen Streß mit irgendwelchen eventuellen Blockiergebühren.
Sprich: Ich verhalte mich wie jeder andere Verbrennerfahrer auch ...
Zuletzt geändert von AntiGravEinheit am Mi 15. Feb 2023, 06:54, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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Was aber jetzt weder mit der Ladesäulenregelung oder der Parkraumbewirtschaftung von Wien zu tun hat, kaum bringt man für etwas ein Argumen kommt die Todschlagkäule. Wenn dem so ist wie du sagst hätte dir die Regelung in Wien egal sein können. Aber als Ausrede warum man PHEV fahren "muss" war es wiedereinmal gut genug. Am Schluss dann immer der Preiszettel, der von Athen bis Oslo aber gleich ist. Aber über Wien abkotzen...


Und: in Wien gibt es in der Nacht den billigsten Strom von Athen bis Amsterdam, sollen wir das Fass wirklich aufmachen? (bis zu 99kWh für 10€ in 9 Stunden Nacht an den City Ladestationen der Wien Energie) oder noch billiger an den ÖBB Bahnhöfen für nur 0,8ct/Minute auch 11kW... beides AdHoc. (Die 0,8ct sind Echt, kein Schreibfehler, in Euro: 0,008€)

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